Alexander Rossi

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Alexander Rossi (2012)

Alexander Rossi (* 25. September 1991 in Auburn[1]) ist ein US-amerikanischer Automobilrennfahrer. Er trat 2011 und 2012 in der Formel Renault 3.5 an. 2013 und 2014 startete er in der GP2-Serie.

Karriere[Bearbeiten]

Nachdem Rossi seine Karriere im Kartsport begonnen hatte, wechselte er 2005 in den Formelsport in die Skip Barber Western Regional Series, die er ein Jahr später mit acht Siegen bei zwölf Rennen gewann. Außerdem wurde er Dritter in der nationalen Skip Barber Meisterschaft und Siebter der Formel TR Pro Series FR 1600. 2007 wechselte er in die Formel BMW USA. Nachdem er in seiner Debütsaison Dritter wurde, gewann er ein Jahr später den Meistertitel. Er gewann zehn von 15 Rennen. Mit seinem Meistertitel qualifizierte er sich für das Weltfinale der Formel BMW, dass er vor Michael Christensen und Esteban Gutiérrez gewann.

2009 wechselte Rossi nach Europa in die internationale Formel Master. Mit drei Siegen belegte er am Saisonende den vierten Gesamtrang. Im Dezember absolvierte Rossi als Belohnung für seinen Sieg beim Formel-BMW-Weltfinale einen Formel-1-Testtag im BMW Sauber.[2] In der Saison 2009/2010 der GP2-Asia-Serie erhielt Rossi zunächst ein Cockpit bei Ocean Racing Technology.[3] Nach nur einem Rennwochenende wechselte er zum malaysischen Meritus-Team.[4] In der Gesamtwertung belegte er schließlich den neunten Gesamtrang.

Rossi für Fortec in der Formel Renault 3.5 auf dem Nürburgring 2011

Im Anschluss an sein Engagement in der GP2-Asia-Serie ging Rossi 2010 für ART Grand Prix in der GP3-Serie an den Start.[5] Mit zwei Siegen belegte er den vierten Gesamtrang. Außerdem trat er beim prestigeträchtigen Rennen in Monte Carlo in der Formel Renault 3.5 an.[6]

2011 ging Rossi für Fortec Motorsport in der Formel Renault 3.5 an den Start.[7] Mit einem Sieg beim Saisonauftakt in Alcañiz startete Rossi in die Saison. In Silverstone kam Rossi zunächst in beiden Rennen auf dem zweiten Platz ins Ziel, wurde aber anschließend für das zweite Rennen disqualifiziert, da sein Team irreguläre Radmuttern verwendet hatte.[8] Mit insgesamt zwei Siegen und sechs Podest-Platzierungen beendete er die Saison auf dem dritten Platz in der Fahrerwertung. Teamintern setzte er sich mit 156 zu 47 Punkten gegen César Ramos durch. Am Ende des Jahres nahm Rossi für das Caterham Team AirAsia am GP2 Final 2011 teil[9] und wurde Zehnter. Anschließend absolvierte er für Lotus, dem Formel-1-Team von Caterham, einen Formel-1-Test.[10] 2012 bestritt Rossi für Arden Caterham Motorsport seine zweite Saison in der Formel Renault 3.5.[11] Während er seinen ersten Teamkollegen Lewis Williamson im Griff hatte, unterlag er dessen Nachfolger António Félix da Costa mit 63 zu 166 Punkten deutlich. Mit einem dritten Platz als beste Platzierung wurde Rossi Elfter in der Fahrerwertung. Darüber hinaus war er Testfahrer beim Formel-1-Team Caterham und nahm in dieser Funktion auch an freien Trainings der Formel 1 teil.[12]

2013 stieg Rossi zum zweiten Rennwochenende der GP2-Serie in die laufende Meisterschaft mit Caterham ein. Bereits in seinem ersten Rennen in as-Sachir stand er als Dritter auf dem Podest. Dieses Ergebnis wiederholte er beim Hauptrennen in Spa-Francorchamps. Im Sprintrennen in Monza wurde er Zweiter. Bei der letzten Veranstaltung der Saison auf dem Yas Marina Circuit erzielte Rossi im Hauptrennen seinen ersten GP2-Sieg. Er schloss die Saison auf dem neunten Gesamtrang ab. Mit 92 zu 3 Punkten setzte er sich deutlich gegen seinen Teamkollegen Sergio Canamasas durch. Darüber hinaus blieb Rossi Formel-1-Testfahrer des Rennstalls.[13] In dieser Funktion nahm er am freien Training der Großen Preis von Kanada und der USA teil. Außerdem debütierte er 2013 in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und trat für Greaves Motorsport am 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2013 an. 2014 bestritt Rossi seine zweite GP2-Saison für Caterham und blieb außerdem Caterham-Formel-1-Testfahrer.[14] Nachdem das Formel-1-Team von Caterham im Juli verkauft worden war, verließ Rossi den Rennstall in beiden Serien.[15] Rossi war aufgrund seiner Verbindung zu Tony Fernandes zu seinen Caterham-Engagements gekommen.[16] Nach dem fünften GP2-Rennwochenende belegte er den 16. Gesamtrang.

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2005: Skip Barber Western Regional Series (Platz 29)
  • 2006: Skip Barber Western Regional Series (Meister)
  • 2006: Skip Barber National Championship (Platz 3)
  • 2006: Formel TR Pro Series FR 1600 (Platz 7)
  • 2007: US-amerikanische Formel BMW (Platz 3)
  • 2008: Amerikanische Formel BMW (Meister)

Einzelergebnisse in der GP3-Serie[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Punkte Rang
2010 ART Grand Prix SpanienSpanien ESP TurkeiTürkei TUR SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA 38 4.
8 1 4 3 DNF DNF 5 2 DNF 8 8 1 13 2 DNF 15

Einzelergebnisse in der GP2-Serie[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Punkte Rang
2013 Caterham Racing MalaysiaMalaysia MAS BahrainBahrain BRN SpanienSpanien ESP MonacoMonaco MON Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA SingapurSingapur SIN Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate UAE 92 9.
    3 20 6 6 DNF 19 10 9 11 6 13 16 3 22 8 2 DNF 23 1 DNF
2014 Caterham Racing BahrainBahrain BRN SpanienSpanien ESP MonacoMonaco MON OsterreichÖsterreich AUT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA RusslandRussland RUS Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate UAE 10 16.
22 25 DNF 14 16 11 8 5 12 21

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Greaves Motorsport Zytek Z11SN Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Éric Lux Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Kimber-Smith Rang 24

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Biography and Racing Resume“ (Biografie, englisch)
  2. „Jerez, 01. Dezember 2009“ (Motorsport-Total.com am 1. Dezember 2009)
  3. „GP2 Asia: Das Fahrerfeld formiert sich“ (Motorsport-Total.com am 19. Oktober 2009)
  4. „Rossi wechselt zu Meritus“ (Motorsport-Total.com am 27. Januar 2010)
  5. „ART mit Gutierrez, Rossi und Enrique in der GP3“ (Motorsport-Total.com am 13. Januar 2010)
  6. “Rossi to race at Monaco in FR3.5” (autosport.com am 7. Mai 2010)
  7. “Rossi confirmed at Fortec for 2011” (gpupdate.net am 5. Februar 2011)
  8. “Fortec duo Alexander Rossi and Cesar Ramos disqualified from race two at Silverstone” (autosport.com am 21. August 2011)
  9. “Alexander Rossi To Contest GP2 Final in Abu Dhabi With Caterham Team AirAsia” (gp2series.com am 3. November 2011)
  10. „Rossi: ‚Viel Potenzial freizuschalten‘“ (Motorsport-Total.com am 17. November 2011)
  11. «Rossi alla Arden via Caterham» (italiaracing.net am 26. Januar 2012)
  12. „Caterham-Freitagseinsätze für Rossi“ (Motorsport-Total.com am 9. März 2012)
  13. Sven Haidinger: „Comeback bei Caterham: Kovalainen neuer Freitagtester“. Motorsport-Total.com, 17. April 2013, abgerufen am 17. April 2013.
  14. Philipp Schajer: „GP2 - Caterham fährt mit Rossi und Haryanto“. Aussicht auf die Formel 1. Motorsport-Magazin.com, 21. Januar 2014, abgerufen am 21. Januar 2014.
  15. Mario Fritzsche: „Caterham: Kolles und Co. ziehen die Zügel an“. Motorsport-Total.com, 16. Juli 2014, abgerufen am 16. Juli 2014.
  16. Peter Allen: “Alexander Rossi splits with Caterham teams”. paddockscout.com, 16. Juli 2014, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexander Rossi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien