Laguna Seca Raceway

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Laguna Seca Raceway
Mazda Raceway Laguna Seca
Logo Mazda Raceway Laguna Seca.svg


Laguna Seca Raceway (USA)
Red pog.svg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Monterey, Kalifornien, USA
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eigentümer: Monterey County Parks Department
Baukosten: 1,5 Mio. Dollar
Baubeginn: 1957
Eröffnung: 9. November 1957
Streckenlayout
Laguna Seca.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
MotoGP, Champ Car, American Le Mans Series, AMA Superbike
Streckenlänge: 3,601 km (2,24 mi)
Kurven: 11
Rekorde
Streckenrekord:
(Automobil)
1:07:722 min.
(Hélio Castroneves, Penske, 2000)
Streckenrekord:
(Motorrad)
1:23:333 min.
(Dani Pedrosa, Honda, 2006)
http://www.laguna-seca.com

36.584722222222-121.75277777778Koordinaten: 36° 35′ 5″ N, 121° 45′ 10″ W

Der Laguna Seca Raceway (offiziell Mazda Raceway Laguna Seca) gehört zu den bedeutendsten Rennstrecken in Kalifornien. Sie liegt in Monterey County, nahe der Stadt Monterey.

Eine Runde hat eine Länge von 3.601 Metern. Besonderes Merkmal der Strecke ist die berühmte „Korkenzieherkurve“ (englisch „Corkscrew“), die uneinsehbar hinter einer Kuppe liegt und nach einer langen Geraden mit hoher Geschwindigkeit erreicht wird, so dass stark verzögert werden muss, um anschließend die steil nach unten abfallende, sich erst nach links und dann nach rechts schlängelnde Schikane nicht zu verpassen.

Neben verschiedenen US-amerikanischen Rennserien (z. B. die American Le Mans Series und AMA) ist der Laguna Seca Raceway auch Veranstaltungsort des Großen Preises der USA im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaft. Während 1964, 1965 und von 1988–1994 alle Klassen fuhren, startet seit 2005 nur die MotoGP. Die Superbike-Weltmeisterschaft gastierte in den Jahren 1995–2004.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Nutzung des Gebietes gab es bereits 1867 mit der Gründung der Laguna Seca Ranch, wo 140 Jahre lang Weide- und Pferdewirtschaft betrieben wurde.

Nachdem die nahegelegene Strecke der "Pebble Beach Road Races" als zu gefährlich eingestuft wurde, begann man 1957 mit dem Bau der „Laguna Seca Raceways“. Die Baukosten betrugen 1,5 Millionen US-Dollar und wurden vorwiegend von ansässigen Unternehmen und Privatpersonen finanziert. Seit 1974 besitzt das Monterey County Parks Department sämtliche Eigentumsrechte.

Das erste Rennen, das am 9. November 1957 stattfand, gewann Pete Lovely in einem Ferrari.

Als 1988 auch erstmals Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft stattfanden, musste die Strecke aufgrund der bestehenden Regeln der FIM umgebaut werden, um die minimale geforderte Streckenlänge zu erreichen. Auch die Auslaufzonen wurden verbessert. 2006 wurde zusätzlich die Spitze am Ende der Rahal Straight etwas abgeflacht. Manche Fahrer der MotoGP sind allerdings der Meinung, dadurch würden zusätzliche Störungen durch den Wind erzeugt.

Nachdem Mazda als offizieller Hauptsponsor der Strecke einstieg, wurde die Strecke aufgrund des Vertrages in „Mazda Raceway Laguna Seca“ umbenannt.

Die Strecke[Bearbeiten]

Der Ferrari F2003-GA

Die Startlinie befindet sich auf einer kleinen Kuppe in einem leichten Linksknick. Die danach abfallende Strecke biegt in einem weiten Bogen (1) um ca. 15° nach links. In diesem Gefälle folgen die Haarnadel, Andretti Hairpin (2) eine 105°-Rechts (3) und nach einer kurzen Geraden, eine 75°-Rechtskurve (4) an die ein längeres, leicht nach rechts führendes Stück Gerade anschließt und eine weite 100°-Linkskurve (5) folgt. Nach einer weiteren Geraden und einer 80°/10° Links (6) beschleunigen die Fahrzeuge die Rahal Strait hinauf zur „Korkenzieherkurve“, Corkscrew leicht rechts (7) ohne Sicht über die Kuppe scharf links (8) steil hinunter, sofort in einen Rechtsknick (8a) weiter bergab in eine lange Links Rainey Curve (9) und anschließend eine 80°-Rechtskurve (10) an der Boxeneinfahrt vorbei schließt die letzte, eine scharfe 105°-Links (11) den Kurs zur leicht ansteigenden Zielgeraden zurück zum Ziel.

Der offizielle Streckenrekord wurde in der CART-Saison 2000 mit 1:07:722 aufgestellt, gefahren von Hélio Castroneves in einem Penske. Die schnellste Runde bisher fuhr am 19. Mai 2012 Marc Gené mit 1:05.786, im Rahmen einer Veranstaltung der Ferrari Racing Days mit einem Ferrari F2003-GA, dem historischen Siegerwagen von Michael Schumacher und Gewinner der Formel-1-Saison 2003.[1]

Ergebnisse[Bearbeiten]

Die Corkscrew-Kurve
Zielgerade des Laguna Seca Raceway
Rick Mears auf Penske

Champ Car[Bearbeiten]

Saison Sieger Chassis Motor Team
1983 ItalienItalien Teo Fabi March Cosworth Forsythe Racing
1984 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Rahal March Cosworth Truesports
1985 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Rahal March Cosworth Truesports
1986 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Rahal March Cosworth Truesports
1987 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Rahal Lola Cosworth Truesports
1988 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danny Sullivan Penske Chevrolet-Ilmor Penske Racing
1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rick Mears Penske Chevrolet-Ilmor Penske Racing
1990 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danny Sullivan Penske Chevrolet-Ilmor Penske Racing
1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Andretti Lola Chevrolet-Ilmor Newman/Haas/Lanigan Racing
1992 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Andretti Lola Ford-Cosworth Newman/Haas/Lanigan Racing
1993 KanadaKanada Paul Tracy Penske Chevrolet-Ilmor Penske Racing
1994 KanadaKanada Paul Tracy Penske Mercedes Benz-Ilmor Penske Racing
1995 BrasilienBrasilien Gil de Ferran Reynard Mercedes Benz-Ilmor Jim Hall Racing
1996 ItalienItalien Alex Zanardi Reynard Honda Chip Ganassi Racing
1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Vasser Reynard Honda Chip Ganassi Racing
1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bryan Herta Reynard Ford-Cosworth Team Rahal
1999 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bryan Herta Reynard Ford-Cosworth Team Rahal
2000 BrasilienBrasilien Helio Castroneves Reynard Honda Penske Racing
2001 ItalienItalien Massimiliano Papis Lola Ford-Cosworth Team Rahal
2002 BrasilienBrasilien Cristiano da Matta Lola Toyota Newman/Haas/Lanigan Racing
2003 KanadaKanada Patrick Carpentier Lola Ford-Cosworth Forsythe Racing
2004 KanadaKanada Patrick Carpentier Lola Ford-Cosworth Forsythe Racing

Champ Car Marlboro Challenge[Bearbeiten]

Saison Sieger Chassis Motor Team
1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser, Jr. Lola Chevrolet Galles Racing
1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Andretti Lola Chevrolet Newman/Haas Racing

American Le Mans Series[Bearbeiten]

Saison Klasse Sieger Wagen
1999 LMP FinnlandFinnland JJ Lehto
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Steve Soper
BMW V12 LMR
GTS MonacoMonaco Olivier Beretta
OsterreichÖsterreich Karl Wendlinger
Chrysler Viper GTS-R
GT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Mowlem
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Murry
Porsche 993 Carrera RSR
2000 LMP ItalienItalien Rinaldo Capello
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan McNish
Audi R8
GTS MonacoMonaco Olivier Beretta
OsterreichÖsterreich Karl Wendlinger
Chrysler Viper GTS-R
GT DeutschlandDeutschland Hans-Joachim Stuck
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boris Said
BMW M3 GT
2001 LMP900 DeutschlandDeutschland Frank Biela
ItalienItalien Emanuele Pirro
Audi R8
LMP675 VenezuelaVenezuela Milka Duno
BelgienBelgien Didier de Radiguès
Reynard 01Q/Judd
GTS Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Borcheller
OsterreichÖsterreich Franz Konrad
Saleen S7 R
GT FinnlandFinnland JJ Lehto
DeutschlandDeutschland Jörg Müller
BMW M3 GTR
2002 LMP900 ItalienItalien Emanuele Pirro
DeutschlandDeutschland Frank Biela
Audi R8
LMP675 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chad Block
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Knight
DeutschlandDeutschland Claudia Hürtgen
MG-Lola EX257
GTS TschechienTschechien Tomáš Enge
NiederlandeNiederlande Peter Kox
Ferrari 550 Maranello
GT DeutschlandDeutschland Lucas Luhr
DeutschlandDeutschland Sascha Maassen
Porsche 996 GT3 RS
2003 LMP900 DeutschlandDeutschland Frank Biela
DeutschlandDeutschland Marco Werner
Audi R8
LMP675 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Weaver
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Butch Leitzinger
MG-Lola EX257
GTS DanemarkDänemark Jan Magnussen
AustralienAustralien David Brabham
Ferrari 550 Maranello
GT DeutschlandDeutschland Sascha Maassen
DeutschlandDeutschland Lucas Luhr
Porsche 996 GT3 RSR
2004 LMP1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert
DeutschlandDeutschland Pierre Kaffer
Audi R8
LMP2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Clint Field
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rick Sutherland
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Robin Liddell
Lola B2K/40-Judd
GT1 KanadaKanada Ron Fellows
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Johnny O’Connell
Chevrolet Corvette C5-R
GT2 DeutschlandDeutschland Marc Lieb
FrankreichFrankreich Romain Dumas
Porsche 996 GT3 RSR
2005 P1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Chilton
JapanJapan Hayanari Shimoda
Zytek 04S
P2 DeutschlandDeutschland Sascha Maassen
DeutschlandDeutschland Lucas Luhr
Porsche RS Spyder
GT1 MonacoMonaco Olivier Beretta
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Oliver Gavin
Chevrolet Corvette C6.R
GT2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patrick Long
DeutschlandDeutschland Jörg Bergmeister
Porsche 996 GT3 RSR
2006 P1 ItalienItalien Rinaldo Capello
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan McNish
Audi R10 TDI
P2 FrankreichFrankreich Romain Dumas
DeutschlandDeutschland Lucas Luhr
Porsche RS Spyder
GT1 FrankreichFrankreich Stéphane Sarrazin
PortugalPortugal Pedro Lamy
Aston Martin DBR9
GT2 FinnlandFinnland Mika Salo
MonacoMonaco Stéphane Ortelli
Ferrari F430 GT
2007 P1 ItalienItalien Rinaldo Capello
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan McNish
Audi R10 TDI
P2 FrankreichFrankreich Romain Dumas
DeutschlandDeutschland Timo Bernhard
Porsche RS Spyder Evo
GT1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Oliver Gavin
MonacoMonaco Olivier Beretta
Chevrolet Corvette C6.R
GT2 FinnlandFinnland Mika Salo
BrasilienBrasilien Jaime Melo
Ferrari F430 GT
2008 P1 DeutschlandDeutschland Marco Werner
DeutschlandDeutschland Lucas Luhr
Audi R10 TDI
P2 FrankreichFrankreich Franck Montagny
BrasilienBrasilien Tony Kanaan
Acura ARX-01B
GT1 MonacoMonaco Olivier Beretta
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Oliver Gavin
Chevrolet Corvette C6.R
GT2 DeutschlandDeutschland Dominik Farnbacher
DeutschlandDeutschland Dirk Müller
Ferrari F430 GT
2009 P1 BrasilienBrasilien Gil de Ferran
FrankreichFrankreich Simon Pagenaud
Acura ARX-02a
P2 MexikoMexiko Adrian Fernández
MexikoMexiko Luis Díaz
Acura ARX-01B
GT2 DeutschlandDeutschland Jörg Bergmeister
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patrick Long
Porsche 997 GT3 RSR
GTC Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Baker
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Guy Cosmo
Porsche 997 GT3 Cup

A1 Grand Prix[Bearbeiten]

Saison Gewinner des Sprint-Rennens Gewinner des Haupt-Rennens
2005-2006 MexikoMexiko Salvador Durán MexikoMexiko Salvador Durán

Superbike-Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Saison Sieger Maschine
1995 AustralienAustralien Anthony Gobert
AustralienAustralien Troy Corser
Kawasaki
Ducati
1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Kocinski
AustralienAustralien Anthony Gobert
Ducati
Kawasaki
1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Kocinski
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Kocinski
Honda
Honda
1998 AustralienAustralien Troy Corser
JapanJapan Noriyuki Haga
Ducati
Yamaha
1999 AustralienAustralien Anthony Gobert
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ben Bostrom
Ducati
Ducati
2000 JapanJapan Noriyuki Haga
AustralienAustralien Troy Corser
Yamaha
Aprilia
2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ben Bostrom
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ben Bostrom
Ducati
Ducati
2002 AustralienAustralien Troy Bayliss
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Colin Edwards
Ducati
Honda
2003 ItalienItalien Pierfrancesco Chili
SpanienSpanien Rubén Xaus
Ducati
Ducati
2004 AustralienAustralien Chris Vermeulen
AustralienAustralien Chris Vermeulen
Honda
Honda

Motorrad-Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

500-cm³-Klasse[Bearbeiten]

Saison Sieger Maschine
1988 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Lawson Yamaha
1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wayne Rainey Yamaha
1990 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wayne Rainey Yamaha
1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wayne Rainey Yamaha
1993 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Kocinski Cagiva
1994 ItalienItalien Luca Cadalora Yamaha

MotoGP-Klasse[Bearbeiten]

Jahr Sieger Team Maschine
2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nicky Hayden Repsol Honda Honda RC211V
2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nicky Hayden Repsol Honda Honda RC211V
2007 AustralienAustralien Casey Stoner Ducati Marlboro Ducati Desmosedici GP7
2008 ItalienItalien Valentino Rossi Yamaha Motor Racing Yamaha YZR-M1
2009 SpanienSpanien Dani Pedrosa Repsol Honda Honda RC212V
2010 SpanienSpanien Jorge Lorenzo Yamaha Motor Racing Yamaha YZR-M1
2011 AustralienAustralien Casey Stoner Repsol Honda Team Honda RC212V
2012 AustralienAustralien Casey Stoner Repsol Honda Team Honda RC213V
2013 SpanienSpanien Marc Márquez Repsol Honda Team Honda RC213V

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laguna Seca Raceway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ferrari claims unofficial lap record at Laguna Seca. autoblog, 23. Mai 2012, abgerufen am 4. August 2012 (englisch).