Berliner Stadtschloss

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Berliner Stadtschloss
Das Berliner Stadtschloss um 1900 vom Kommandanturgebäude an der Straße Unter den Linden aus gesehen, rechts das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal

Das Berliner Stadtschloss um 1900 vom Kommandanturgebäude an der Straße Unter den Linden aus gesehen, rechts das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal

Daten
Ort Berliner Spreeinsel
Baumeister Auswahl:
Bauherr
Baustil
Baujahr 1443–1451: erste Anlage unbekannten Stils, es folgten ein Renaissancebau sowie mehrere Erweiterungen bis 1914.
Abriss 1950 nach mittelschweren Kriegsschäden
Koordinaten 52° 31′ 1″ N, 13° 24′ 3″ O52.51680555555613.40075Koordinaten: 52° 31′ 1″ N, 13° 24′ 3″ O

Das Berliner Schloss, seit dem 19. Jahrhundert auch Berliner Stadtschloss genannt, war das zentrale Bauwerk in der Mitte Berlins. Als Residenzschloss 1442 im Auftrag der Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg auf der Spreeinsel in Alt-Cölln, im heutigen Ortsteil Mitte erbaut, wurde das Schloss nach Erweiterungen ab 1702 zur königlichen und letztlich kaiserlichen Residenz in Preußen bzw. Deutschland.

Im Jahr 1950 beschloss der III. Parteitag der SED das im Zweiten Weltkrieg größtenteils ausgebrannte Gebäude zu beseitigen, um den Marx-Engels-Platz anzulegen. Nur Teile eines Portals wurden 1963 beim Bau des Staatsratsgebäudes der DDR verwendet. Erst 1973 begann eine Umgestaltung des Marx-Engels-Platzes mit der Errichtung des Palastes der Republik, der wiederum zwischen 2006 und 2009 abgerissen wurde.

Unter Verwendung rekonstruierter wesentlicher Fassaden- und Gebäudeteile des ehemaligen Berliner Stadtschlosses, einschließlich seiner Kubatur wird seit der Grundsteinlegung am 12. Juni 2013 an ursprünglicher Stelle ein Neubau errichtet. Dieser soll das künftige Humboldt-ForumVorlage:Zukunft/In 4 Jahren beherbergen, dessen Eröffnung im Jahr 2019 geplant ist.[1]

Baugeschichte[Bearbeiten]

Erste Residenz[Bearbeiten]

Projektion der Lage des Barockschlosses mit den um 1750 bzw. 1884 beseitigten Teilen (Apothekenflügel [Teil des Lustgartenflügels], Domkirche, Glockenturm, Kapellen- und Eishof) sowie des Begas- bzw. Neptunbrunnen, des späteren Palastes der Republik und des Portales IV in einen aktuellen Stadtplan
Der Memhardt-Plan zeigt die Lage des Schlossbezirks auf der Spreeinsel im nördlichen Cölln. Ein Pfeil am unteren linken Rand weist nach Norden, 1652.
Besuch August des Starken im Berliner Stadtschloss, 1729
Blick vom Zeughaus zur Schloßbrücke mit ihren Skulpturen, rechts zur Häuserzeile der Schloßfreiheit sowie zur prägenden Kuppel auf der Westseite und links zur Nordseite des Schlosses, 1853
Die Ostseite des Schlosses um 1880. Der rechte der drei Renaissance-Giebel des Apothekenflügels und das Hofoffiziantenhaus davor mussten in den späten 1880er Jahren der Kaiser-Wilhelm-Brücke weichen.
Stadtschloss um 1900, Ansicht von der Königstraße aus
Luftaufnahme des Schlosses aus dem frühen 20. Jahrhundert

Kurfürst Friedrich II., genannt „Eisenzahn“, wählte im Gegensatz zu seinem Vorgänger Friedrich I., bei dem noch Brandenburg als Hauptort eine Rolle spielte, die Doppelstadt Cölln und Berlin zu seiner Residenz, da sich diese Ansiedlung an der Spree zu einem wirtschaftlichen und teilweise bereits auch politischen Zentrum der Mark Brandenburg entwickelte.[2] Friedrich II. legte 1443 den Grundstein für den ersten Schlossbau. Der Kurfürst setzte sich damit gegen heraufbeschworene Proteste der Ratsherren, dem sogenannten „Berliner Unwillen“ durch; die Doppelstadt büßte infolge ihrer Ablehnung des Schlossbaus politische und ökonomische Freiheiten ein. Wie weit allerdings die Einschränkungen für Cölln und Berlin wirklich gingen, ist umstritten, da alle Informationen hierüber aus einer einzigen Quelle, auf einer etwa 60 Jahre später „in bestem Humanistenstil mit sichtlicher Glorifizierung der patrizischen Autonomie”[3] vom Chronisten Albertus Cran(t)zius beziehungsweise Krantzius (mehrere Schreibweisen des Namens i. d. Literatur) angefertigten Niederschrift beruhen.[4]

Dieses an der Stelle des späteren Schlüterhofes und des Hofes III errichtete erste Schlossbauwerk hatte als kurfürstlichen Residenz auch die Funktion einer Wehranlage, von der aus die auf der Spreeinsel kreuzenden Handelswege kontrolliert werden sollten. Das Aussehen des damaligen Schlosses ist unbekannt.

Das Schloß ist in mehreren zeitgenössischen Dokumenten ab 1431 benannt, im Codex diplomaticus brandenburgensis allein zweimal: Zur Abgabe eines Gebiets in Berlin durch das Kloster Lehnin an den Kurfürsten im Jahr 1431 zum Schlossbau „in unser Stat zu Colen [Cölln] by der Mure gein dem Closter darselbst an der Sprewe [Spree] gelegen dar wir denn Nu unser Nuwe Sloß un wonunge meynen zu buwen […]”[5] und zur Grundsteinlegung für das Schloss: „Nach gots geburt Tausend virhundert unnd im dreyunndvirczigstenn Jarenn an Sand Peters abennd ad vincula zu vespertzeyt wurd der Erste stein gelegt am newnn Sloß zu Cöln, und tet mein gnediger Herre Marggrave Fridrich kurfürste etc. mit seiner eigenen handt [...]”[6][7]

Im Jahr 1465 wurde die Schlossanlage um die bedeutende spätgotische Erasmuskapelle ergänzt.

Renaissancebau[Bearbeiten]

Kurfürst Joachim II. ließ im 16. Jahrhundert die spätmittelalterliche Anlage weitgehend abtragen und an ihrer Stelle einen Renaissancebau nach dem Vorbild des Schlosses in Torgau errichten. Dessen Architekt Konrad Krebs lieferte die Pläne, die sein Schüler Caspar Theiss verwirklichte. Der Neubau wurde mit der ersten Berliner Domkirche verbunden, die fortan als Schlosskirche diente. Sie war durch Umbauten aus einem schlichten Gotteshaus der Berliner Dominikanermönche hervorgegangen und lag unmittelbar südlich der kurfürstlichen Residenz, ungefähr an der heutigen Einmündung der Breiten Straße in den Schloßplatz.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts veranlasste Kurfürst Johann Georg durch den Hofbaumeister Rochus Graf zu Lynar den Bau des Westflügels und Hofabschluss sowie die nördlich anschließende Hofapotheke. Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, ließ das nach dem Dreißigjährigen Krieg ziemlich verfallene Schloss wieder herrichten. In der Spätzeit seiner Herrschaft entstanden bedeutende Innenräume wie die Kugelkammer oder die Braunschweigische Galerie. Letztere wurde in den durch Johann Arnold Nering ausgeführten Galerietrakt an der Spree eingebaut.

Barockbau[Bearbeiten]

Unter Kurfürst Friedrich III. (ab 1701: König Friedrich I. in Preußen) kam es zum Ausbau des Schlosses zur Königsresidenz. Ab 1699 baute Andreas Schlüter das Schloss zu einem bedeutenden Profanbau des protestantischen Barocks aus. Die Repräsentations- und Privaträume des Schlosses wurden nach seinen Vorgaben mit Deckengemälden unter anderem des Hofmalers Augustin Terwesten geschmückt. Auf Wunsch des Königs sollte der Münzturm[Anm. 1] genannte Bau an der Nordwestecke des Schlosses, mit einem für 12.000 Gulden in Holland erworbenem Glockenspiel versehen, bis zu einer Höhe von 94 Meter aufgestockt werden. Dafür erwiesen sich aber die Fundamente des mittelalterlichen Baus als unzureichend, obwohl Schlüter mit damals neuartigen Eisenarmierungen sie zu verstärken versuchte. Schließlich musste der unfertige Turm aus statischen Gründen aufwendig abgetragen werden, und Schlüter wurde 1706 als Hofbaumeister unehrenhaft entlassen, blieb aber als Hofbildhauer im Amt.[8] Schlüters Posten übernahm sein Konkurrent Johann Eosander von Göthe, der einen neuen Erweiterungsplan für das Schloss vorlegte. Der Plan sollte modifiziert ausgeführt werden, was nach dem Tod Friedrichs I. nur unzulänglich geschah: sein Nachfolger König Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, entließ aus Sparsamkeit und angesichts der ruinierten Staatsfinanzen die meisten Künstler und ließ das Schloss vom weniger bedeutenden Schüler Schlüters, Martin Heinrich Böhme, vollenden.

Letzte Veränderungen[Bearbeiten]

Mit Ausnahme des Baus der zentralen Kuppel über dem Eosanderportal fanden im 19. und 20. Jahrhundert am Außenbau nur noch kleinere Änderungen statt. Friedrich August Stüler und Albert Dietrich Schadow errichteten die Kuppel in den Jahren 1845 bis 1853. Der Bau erfolgte nach einem durch den klassizistischen Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel bearbeiteten Entwurf von Friedrich Wilhelm IV.[9]. Die von einem Kreuz bekrönte Kuppel beherbergte die Schlosskapelle, die im Januar 1854 geweiht wurde. Um den Tambour der Kuppel herum lief ein Schriftband mit dem Text: „Es ist in keinem anderen Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erden sind.“[10][11]

Das Innere des Schlosses erfuhr, angefangen von Schlüter und Eosander, bis zuletzt künstlerisch bedeutsame Veränderungen. Erwähnenswert sind die dekorativen Arbeiten von Nahl dem Älteren, Carl von Gontard, Carl Gotthard Langhans, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und Karl Friedrich Schinkel.

Der zweimalige Neubau des Doms am Lustgarten, 1747 durch Boumann den Älteren und 1905 durch Julius Carl Raschdorff, Schinkels Schloßbrücke und das Königliche Museum von 1824 und 1830, der Neptunbrunnen und das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, beide von Reinhold Begas 1891 und 1898, werteten die städtebauliche Position des Schlosses auf.

Politische Geschichte[Bearbeiten]

Das Schloss war Schauplatz symbolträchtiger Ereignisse in der deutschen Geschichte. Auslöser der Märzrevolution in Preußen war eine friedliche Demonstration auf dem Schlossplatz am 18. März 1848. König Friedrich Wilhelm IV. hatte versucht, durch eine Rede vom Balkon über Portal I durch Zugeständnisse die Massen zu beruhigen, dann aber befohlen, den Platz zu räumen. Dabei entwickelte sich ein spontaner Barrikadenaufstand, der in die Revolution überging.

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs hielt Kaiser Wilhelm II. vom Balkon über Portal IV am 31. Juli und 1. August 1914 zwei Balkonreden an zehntausende im Lustgarten versammelte Berliner. Sie sollten die Menschen auf den beginnenden Krieg einstimmen und die nationale Einheit beschwören. Später von Wilhelm auf Schallplatte gesprochen, fand die zweite große Verbreitung.[12]

Am Anfang der Weimarer Republik stand ein Ereignis der Novemberrevolution im Berliner Schloss.[13] Nachdem am frühen Nachmittag des 9. November 1918 Philipp Scheidemann am Reichstagsgebäude die Abdankung Wilhelms II. bekanntgegeben und die Republik ausgerufen hatte, verließ die Schlosswache ihre Posten. Nur wenige Hofbeamte und die Kastellane blieben im Gebäude. Einer sich ums Schloss ansammelnden Menschenmenge verkündete gegen 15.30 Uhr der Spartakusführer Karl Liebknecht von einem Autodach aus den Anbruch einer „freien Republik Deutschland“. Anschließend begab er sich ins Schloss und rief von dem Balkon der Ansprachen des Kaisers die „freie sozialistische Republik Deutschland“ aus. Inzwischen waren zahlreiche Menschen in das unbewachte Schloss eingedrungen und hatten mit einer Plünderung begonnen. Liebknechts Ausrufung der Räterepublik blieb folgenlos, ging aber als symbolischer Akt in die Überlieferung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) ein, zu deren Gründern er wenige Wochen später gehörte.

Durch das Inkrafttreten des Groß-Berlin-Gesetzes 1920 verlor das Schloss seinen Status als Gutsbezirk im Landkreis Niederbarnim[14] (der allerdings in älteren Gemeindestatistiken noch nicht auftaucht)[15] und wurde erst von da an Teil der Stadt Berlin.

Im Zuge der Sprengung des Schlosses im Jahr 1950 kamen auf Wunsch der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) Teile des Portals IV, dessen Balkon Liebknecht 1918 zur Ausrufung der sozialistischen Republik gedient hatte, ins Depot. Sie wurden 1964 in die Gestaltung der Fassade des DDR-Staatsratsgebäudes an der Südseite des Schloßplatzes als „Karl-Liebknecht-Portal“ integriert. Es erinnert als Siegesmal über bürgerliche Formen der Republik in einer Mischung aus freier Adaption, kreativer Kopie und Zurschaustellung plastischer Originalteile an historische kommunistische Traditionen.

Zerstörung[Bearbeiten]

Die Westseite des Schlosses nach der Sprengung des südwestlichen Flügels am 19. September 1950

Während des Zweiten Weltkriegs brannte das Schloss bei dem schwersten Luftangriff auf das Berliner Stadtzentrum am 3. Februar 1945 bis auf den Nordwestflügel aus. Das Feuer hatte nahezu alle Prunkräume im Nord- und Südflügel vernichtet. Weitere Schäden an der Schloßplatzfassade entstanden Ende April während der Schlacht um Berlin durch Artilleriebeschuss.

Erhalten blieben die Außenmauern mitsamt dem plastischen Schmuck, die tragenden Wände und größtenteils die Haupttreppenhäuser. Der gering beschädigte Flügel mit dem Weißen Saal diente weiterhin dem Kunstgewerbemuseum Berlin als Magazin und Verwaltungssitz. In anderen erhalten gebliebenen Teilen des Schlosses befanden sich Abteilungen des Landesdenkmalamtes und der vormals preußischen „Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten“. Im unzerstörten Erdgeschoss des Schloßplatzflügels mit Schinkels Staatsratssaal hatte eine Baufirma ihren Sitz, die Sicherungs- und Bergungsarbeiten im Schloss und seiner Umgebung ausführte.[16]

Der im Mai 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht eingesetzte und von der KPD/SED dominierte Magistrat stimmte den vom Baustadtrat Hans Scharoun sofort beantragten Erhaltungsmaßnahmen nur widerwillig und teilweise zu, sodass weitere Schäden durch Witterungseinflüsse entstanden. Auch die Aufbauplanung des 1946 demokratisch gewählten Magistrats durch Karl Bonatz sah den Wiederaufbau des Schlosses vor.[17] Im Weißen Saal fanden zwischen August 1946 und März 1948 vier Ausstellungen statt, die zahlreich besucht wurden.

Seit der Teilung Berlins im Sommer und Herbst 1948 verhinderte der nun für das Schloss verantwortliche SED-geführte Ost-Berliner Magistrat nach und nach die weitere Benutzung sowie Sicherungsarbeiten und Beheizung. Die Volkspolizei kündigte im Oktober 1948 den im Schloss untergebrachten Institutionen die Räumung an. Nachdem ihre Proteste nichts bewirkt hatten, verlegten sie ihre Dienstsitze nach West-Berlin.[18] Im März 1949 sperrte die Bauaufsichtsbehörde das Schloss, obwohl eine Sachverständigenkommission es für nicht einsturzgefährdet erklärt hatte.

Im Oktober 1949 zerstörten Sowjetsoldaten bei Dreharbeiten zum sowjetischen Film Die Schlacht um Berlin mehrere Skulpturen und noch erhaltene Ausstattungsstücke sowie hunderte Glasfenster des Schlosses.[19]

Abriss[Bearbeiten]

Als die Berliner Öffentlichkeit im Winter 1948/1949 Anzeichen eines offenbar bevorstehende Abrisses des Schlosses wahrnahm, streute die SED-gesteuerte Presse zunächst im Februar 1950 Desinformationen aus.[19] Während der Führungszirkel der SED den Wiederaufbau des Schlosses einhellig ablehnte, stellte er zunächst den amtlichen Wiederaufbauplan nicht in Frage und duldete interne Diskussionen des Kulturbundes über die Neugestaltung der Mitte Berlins.[20]

Mit Gründung der DDR war die Zuständigkeit für den Wiederaufbau des Berliner Stadtzentrums an eine Abteilung des „Ministeriums für Aufbau“ übergegangen. Auf dem III. Parteitag der SED gab am 23. Juli 1950 Walter Ulbricht, der neue Generalsekretär des ZK der SED, den bevorstehenden Abriss des Schlosses bekannt. An der Stelle des Schlosses selbst, wie auch des Lustgartens, der Schloßfreiheit und des Schloßplatzes sollte ein Kundgebungsplatz entstehen, „auf dem der Kampfwille und Aufbauwille unseres Volkes Ausdruck finden können.“ Dies kündigte Ulbricht an, ohne dass zuvor Diskussionen oder Absprachen im Politbüro, im Ministerrat oder mit dem Oberbürgermeister stattgefunden hatten.[21]

In den folgenden Wochen sollten Ulbrichts Ideen Gesetzesform erhalten. Der entsprechende Ministerratsbeschluss wurde Ende August 1950 veröffentlicht. Umgeben sollten den Kundgebungsplatz im Westen ein FIAPP-Denkmal an der Stelle des zu beseitigenden Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, im Süden ein neues Opernhaus und im Osten eine Zuschauertribüne. Stehenbleiben sollten Altes Museum, Dom und Marstall. Auf der anderen Seite der Spree sollte sich hinter der Tribüne ein „repräsentatives Hochhaus“ erheben. Neben der Vernichtung des Schlosses sah der Plan auch die flächenhafte Abräumung der nur zum Teil zerstörten Mitte Alt-Berlins und des Nordens Alt-Köllns zugunsten einer zentralen Trasse von der Stalinallee über den Alexanderplatz zum Brandenburger Tor vor.

Führende Vertreter des Berliner Kulturlebens verwarfen auf einer Veranstaltung des Aufbauministeriums am 30. August 1950 einhellig den Plan und versuchten angesichts der für den 6. September vorgesehenen Abstimmung der Volkskammer eine öffentliche Diskussion in Gang zu bringen.[22] Die verantwortlichen SED-Politiker gingen auf die zahlreichen, kunsthistorisch oder geschichtspolitisch begründeten Proteste, die sie in den folgenden Tagen aus ganz Deutschland erreichten, nicht ein oder führten Kostenargumente an. Beispielhaft war die Antwort, die Ulbricht einem protestierenden SED-Genossen erteilte. Dessen „Stellungnahme“ sei ihm „bereits aus Westberliner Zeitungen bekannt“, er empfehle ihm, „eine Protestbewegung gegen jene zu organisieren, die das Schloss durch ihren Bombenterror zerstört haben“ und kündigte an, dass „architektonisch wichtige Partien im Innern des Schlosses, soweit sie den amerikanischen Bombenterror überstanden haben“, in ein Museum überführt werden.[23]

Am 7. September 1950, dem Tag nach dem Volkskammerbeschluss, begannen die abschnittsweisen Sprengungen des Schlosses.[24] Von erfolglosen Protesten begleitet, endeten sie am 30. Dezember 1950 mit der Niederlegung des Eosanderportals. „Zerkleinerungssprengungen“ von Kapitellen, anderen größeren plastischen Teilen und von Kelleranlagen endeten im März 1951. Bis zur Feier am 1. Mai 1951 wurde der Platz abgeräumt, mit rotem Ziegelsplitt bedeckt und die Tribüne errichtet. Er erhielt den Namen Marx-Engels-Platz.

Ohne ausreichende Planung hatte ein „wissenschaftliches Aktiv“ etwa 2000 künstlerisch wertvolle plastische Arbeiten und Architekturteile geborgen und den Bau vor seiner Vernichtung in der Eile nur unsystematisch dokumentieren können. Dies war, wie die Zukunft erwies, zur Beruhigung der Öffentlichkeit geschehen. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Dokumentation kam nicht zustande und die erhaltenen Teile verwahrlosten auf einem Lagerplatz, wo sich ihre Spur nach 1965 verlor.[Anm. 2] Lediglich die geborgene Fassade des Portals IV, des „Liebknechtportals“, ist 1963 als „wichtige Gedenkstätte der Arbeiterbewegung“[25] in das Staatsratsgebäude eingebaut worden.

Die Schuttmassen des gesprengten Schlosses gelangten auf Trümmerbahnen und Spreekähnen zu Trümmerbergen am Rand des Tierparks Friedrichsfelde und im Volkspark Friedrichshain, in ehemalige Kiesgruben auf dem Gelände des Stadtforstes Köpenick unweit des Seddinsees und auf ein Privatgrundstück in Berlin-Schmöckwitz.[26]

Obwohl das SED-Organ Neues Deutschland den Abriss im August 1950 unter dem Motto „es soll uns nichts mehr an unrühmlich Vergangenes erinnern“ angekündigt hatte, unterblieb in der DDR eine offizielle Erörterung der historischen und kulturellen Bedeutung des Schlosses. Eine entsprechende Veröffentlichung mit Argumenten für den Abriss wurde 1952 zurückgezogen.[27]

Die in den folgenden Jahren entstandenen Pläne zur Neugestaltung des Marx-Engels-Platzes blieben 20 Jahre unausgeführt.

Künstlerische Bedeutung[Bearbeiten]

Wenngleich das Berliner Schloss unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu errichtenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble, zumal sich die Gebäude im direkten Umfeld des Schlosses hinsichtlich Größe, Proportion und Ausrichtung auf das Schloss als maßstabsgebendes Gebäude bezogen. Auch war das Schloss als bedeutsames Barockgebäude und größtes Bauwerk des Berliner Stadtzentrums der Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden; allerdings waren die Fassaden nicht auf Fernwirkung gestaltet. Die Westfassade wurde bis 1894 durch die Häuserzeile der Schloßfreiheit verdeckt. Ab 1894 wurde die Häuserzeile für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals abgerissen, wodurch der freie Blick auf die Westfassade und das Eosanderportal des Schlosses entstand.

Schlüters Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom Alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst, erreichte aber durch Schlüters Motive und plastische Gestaltung eine „schwülstige Wirkung“.[28]

Anfang des 18. Jahrhunderts war das im Auftrage Friedrich I. geschaffene Bernsteinzimmer Bestandteil des Stadtschlosses. Friedrich Wilhelm I. schenkte es 1716 dem russischen Zaren Peter den Großen, der es im Katharinenpalast in Zarskoje Selo nahe Sankt Petersburg einbauen ließ. Nach der Beschlagnahme 1941 im Zweiten Weltkrieg ist seit Kriegsende der Verbleib unbekannt bzw. die weitere Existenz des originalen Bernsteinzimmers fraglich. Eine Rekonstruktion des Kunstwerkes wurde 2003 fertiggestellt.

Wiederaufbau[Bearbeiten]

Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses. Im Februar 2014 stehen bereits die Wände des Erdgeschosses.
Die Westfassade des Berliner Stadtschlosses. Im August 2014 haben die Außenwände des Wiederaufbaus zum Teil schon die endgültige Höhe erreicht.

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 entstand auch die Diskussion in Berlin, ob das Stadtschloss wiedererrichtet werden sollte. Damit begann nicht nur eine lang andauernde öffentliche Debatte um den Schlossbau, sondern auch eine um den Umgang und das Selbstverständnis der Deutschen mit ihrem wiedervereinigten Staat und seiner Geschichte.

Im Jahr 1991 wurde die Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses e. V. gegründet, die sich im Jahr 2003 in Gesellschaft Berliner Schloss e. V. umbenannte. 1992 entstand der Förderverein Berliner Schloss e. V. um den deutschen Unternehmer Wilhelm von Boddien und viele Multiplikatoren.

Der Förderverein veranstaltete in den Jahren 1993/1994 eine beachtliche Leistung. Für eineinhalb Jahre sollte eine farbige Fassadeninstallation die äußeren Abmaße des Stadtschlosses wieder auferstehen lassen. Das detaillierte Fassadenabbild wurde gemalt von den Pariser Ateliers Catherine Feff und am originalen Standort im Maßstab 1:1 mit dem weltgrößten Raumgerüst aufgestellt. Die Simulation bzw. Installation war privat finanziert über Spenden und unter anderem gesponsert von Thyssen-Hünnebeck. Damit kehrte das Schloss als Modell an seinen Ort zurück und sollte den Berlinern sowie allen Besuchern der Stadt die Wirkung des Gebäudes bewusst machen und zugleich für seinen Wiederaufbau werben. Dies war das erste sichtbare, nachhaltig bis heute wirkende Zeichen für die Initiative eines Wiederaufbaus. Auf diese Weise geriet das Schloss auch verstärkt ins Medieninteresse.

Im Jahr 2001 gründete sich schließlich der gemeinnützige Verein Stadtschloss Berlin Initiative e. V. Der Verein setzt sich dafür ein, dass in der Innenstadt Berlins das neue Stadtschloss Berlin in Anlehnung an die historischen Abmessungen (äußere Kubatur) und mit Fassaden im barocken Stil unter Einbeziehung des Renaissanceflügels und des sogenannten Apothekerflügels ausschließlich unter Verwendung privaten Kapitals errichtet wird. Dabei ist zur Finanzierung auch eine kommerzielle Nutzung vorgesehen.

Dieses Konzept wurde sowohl von der Bundesregierung als auch dem Berliner Senat abgelehnt, und es widerspricht auch dem, was der Deutscher Bundestag Bundestagsbeschluss vom 4. Juli 2002[29] zur künftigen Gestaltung des Areals des Berliner Schloßplatzes beschloss. Die Initiative setzt sich nunmehr für die Rekonstruktion des Rittersaals ein.

Nachnutzung des Schloßplatzes ab 1950[Bearbeiten]

Von 1950 bis in die 1970er Jahre blieb der Platz, abgesehen von gelegentlicher Nutzung durch Veranstaltungen, ungenutzt.

Palast der Republik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Palast der Republik

Erst nach der Absetzung Walter Ulbrichts veranlasste sein Nachfolger Erich Honecker 1971 als programmatische Geste die Errichtung eines 1976 fertiggestellten Mehrzweckgebäudes, des Palastes der Republik auf dem ehemaligen Marx-Engels-Platz.[30]

Nachnutzung des Schloßplatzes ab 2000[Bearbeiten]

Diskussion zur Nachnutzung[Bearbeiten]

Der Weg zum Humboldt-Forum[Bearbeiten]

Musterfassade des Stadtschlosses

Im Laufe dieser Diskussion plädierten viele prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und auch Sport für das Schloss, während sich viele Architekten und einige Denkmalpfleger kritisch gegenüber einer Rekonstruktion äußerten. Die zweite damit zusammenhängende Diskussion war die über die Zukunft des Palastes der Republik, die ebenso kontrovers geführt wurde.

In der von der Bundesregierung und dem Berliner Senat am 31. Oktober 2000 eingesetzten Internationalen Expertenkommission Historische Mitte Berlin unter der Vorsitz des früheren Wiener Wohnbaustadtrates Hannes Swoboda bestand weitgehende Übereinstimmung, dass sich die Neubebauung des Platzes an der Struktur und am Erscheinungsbild des ehemaligen Schlosses orientieren müsse. „Das Votum für die Rekonstruktion der barocken Fassaden nach Norden, Westen und Süden sowie innerhalb des sogenannten Schlüterhofes fiel dagegen weniger deutlich aus”, so Hannes Swoboda im Vorwort zum Abschlussbericht vom 17. April 2002.[31] In ihrem Abschlussbericht schlug die Kommission vor, dass aus ästhetischen und urbanen Gründen anstelle des abzureißenden Palastes der Republik ein Neubau in der Kubatur des Schlosses auf dem originalen Standort entstehen soll[32]

Die Kommission legte für eine Bebauung des Schloßplatzes zwei architektonische Alternativen vor: Einen Wettbewerb für einen Neubau, der lediglich die Kubaturen des Schlosses aufnehmen müsse, was auch einen kompletten Wiederaufbaus des Schlosses ermöglicht hätte („Lasst Schlüter beim Wettbewerb mitmachen“), und alternativ dazu eine Entscheidung zum Wiederaufbau des Schlossäußeren mit mindestens den drei beherrschenden Barockfassaden und dem kleineren Schlosshof.

Im Abschlussbericht schloss die Kommissionsmehrheit „[…] die vollständige Rekonstruktion des einstigen Schlosses im Äußeren wie im Inneren aus, plädiert aber für die Wiedererrichtung einiger wichtiger Innenräume und in Abhängigkeit von der Nutzung die Einhaltung der alten Geschosshöhen soweit es möglich und sinnvoll ist hinter den rekonstruierten Barockfassaden“. Neben der Mehrheitsentscheidung gab es zwei Minderheitsvoten einzelner Kommissionsmitglieder, eines mit einer ergebnisoffenen Wettbewerbslösung zur Bebauung des Platzes und eines mit einem zweistufigen Wettbewerb über alle von der Kommission vorgelegten Gestaltungsvarianten[33].

Am 4. Juli 2002 stimmte der Bundestag mit annähernder Zweidrittelmehrheit für die Variante der Kommissionsmehrheit, also für einen Neubau mit einer Nachbildung der Schlossfassade, der mit dem künftigen Namen Humboldt-Forum bekannt wurde. Diese Abstimmung hatte aber noch nicht den Charakter eines endgültigen Baubeschlusses, da dieser erst mit der Bewilligung der finanziellen Mittel im Rahmen des Haushalts nach den Wettbewerben zustande kommt. Hier spielte die kritische Haushaltslage des Bundes eine wichtige Rolle. Die Debatte um die Gestaltung des Baus war somit noch nicht beendet. Im November 2003 bestätigte der Bundestag seinen Beschluss vom Vorjahr fast einstimmig.

Im August 2005 stellte die Bundesregierung der Öffentlichkeit Auszüge einer Machbarkeitsstudie vor (die gesamte Studie ist weiterhin unter Verschluss), nach der die Verwirklichung des Bauvorhabens in Form einer Public-Private Partnership möglich wäre. Im November 2007 bewilligte der Bundestag auf Antrag der Bundesregierung im Rahmen der Haushaltsberatungen einen ersten Zahlungsabschnitt von 105 Millionen Euro, davon wurden zunächst 102 Millionen Euro gesperrt, drei Millionen wurden für den Architektenwettbewerb Wiedererrichtung des Berliner Schlosses – Bau des Humboldt-Forums sofort freigegeben. Die Sperre der Finanzierung des ersten Bauabschnitts wurde mit der Kostenkalkulation begründet, für die man die Sicherheit brauche, dass der gesamte Kostenrahmen von 552 Millionen Euro, den das Bundesbauministerium beantragt hatte, durch die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs bestätigt und eingehalten würde. Die Sperre richte sich nicht gegen den Bau an sich, sondern sie sei als Vorsichtsmaßnahme zu sehen, um eine zu teure Variante bei den Entwürfen auszuschließen.

Der Architektenwettbewerb wurde daraufhin im Dezember 2007 ausgeschrieben; ein Jahr später sollte die berufene und mit Vertretern aller Schlossoptionen äußerst heterogen besetzte Jury ihre Entscheidung treffen.

Der Architekturwettbewerb[Bearbeiten]

Am 26. November 2007 startete der Architektenwettbewerb zum Neubau des Humboldt-Forums am Standort des früheren Berliner Stadtschlosses, dessen Außenbau laut Wettbewerbsbedingungen Repliken der Nord-, West-, und Südfassade des ehemaligen Stadtschlosses erhalten sollte. Außerdem sollten drei Seiten des Schlüterhofes rekonstruiert und eine Kuppel über dem Hauptportal errichtet werden. Der Gestaltung der Architekten überlassen war die Ostfassade, der Entwurf der Kuppel sowie – bis auf den Schlüterhof – das Innere des Humboldt-Forums.[34] Am Wettbewerb nahmen 158 Architekturbüros teil, wobei die Wettbewerbsauflagen in Form der Repliken der Stadtschlossfassaden auf Kritik stießen und als hinderlich für kreative Entwürfe angesehen wurden.

Am 28. November 2008 gaben der Jury-Vorsitzende Vittorio Lampugnani und der damalige Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee bekannt, dass 30 Entwürfe die zweite Runde erreicht hatten.

Am 30. November 2008 entschied das Preisgericht der Jury den weitgehend am historischen Vorbild orientierten Entwurf des Architekturbüros Francesco Stella mit dem ersten Preis auszuzeichnen[35]. Der Preis war mit 100.000 Euro dotiert. Der Entwurf Stellas sieht neben den vorgeschriebenen Schlossfassaden eine Rekonstruktion der Stüler-Kuppel mit der Schlosskapelle vor. Die Ostfassade zur Spree hin soll ein zurückhaltender, durch eine Fuge vom historisierenden Neubau getrennter Block mit Loggien bilden, der keinen Bezug zum ehemaligen Renaissanceflügel des Schlosses hat. Der Entwurf von Franco Stella sieht weiterhin die Rekonstruktion der Fassaden im Eosanderhof vor:[36]

„Die […] Bilder zeigen, dass Stella seine Agorabauten im Eosanderhof so anordnet, dass in seinem Entwurf sogar die historischen Fassaden dieses [Eosander-]Hofs wieder aufgenommen werden.“[36]

Die Jury habe sich einstimmig für sein Modell ausgesprochen, um damit das Humboldt-Forum umzusetzen. Dem Italiener sei es gelungen, „einerseits das Historische wieder entstehen zu lassen und andererseits eine moderne Antwort“ zu finden. Diese besteht sicherlich darin, dass sich die frei gestaltbare Ostseite an italienische Loggienfassaden anlehnt und eine gewisse Leichtigkeit herzustellen vermag. Die Jury hatte allerdings nur eine Empfehlung an den Bauträger Bundesrepublik Deutschland aussprechen können, die verbindliche Beschlussfassung blieb dem Deutschen Bundestag vorbehalten.

Neben dem ersten Preis wurden vier dritte Preise à 30.000 Euro an vier weitere Architekturbüros, unter anderem den Kollhoff Architekten sowie ein Sonderpreis für einen Entwurf einer gläsernen Überdachung vergeben.

Bis zum Herbst 2009 sollte aus der Entwurfsplanung die Ausführungsplanung in enger Abstimmung mit den künftigen Nutzern entwickelt werden.

Juristisches Zwischenspiel[Bearbeiten]

Am 11. September 2009 hat die Vergabekammer des Bundeskartellamts aufgrund einer Beschwerde des unterlegenen Mitbewerbers des Architektenwettbewerbs Hans Kollhoff entschieden, dass der Stadtschloss-Vertrag mit dem Büro Franco Stella ungültig ist. Die Gründe liegen vor allem im Verstoß gegen die Vergaberichtlinie, wonach ein beauftragtes Büro eine der Größe des Auftrags angemessene Leistungsfähigkeit mit entsprechendem Umsatz nachweisen müsse. Außerdem wurde festgestellt, dass im Wettbewerbsablauf „mangelnde Transparenz“ geherrscht habe. Das Bundesbauministerium kündigte sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts an. Die Bauherren waren sich sicher, dass die juristischen Einwände der Mitwettbewerber keine aufschiebende Wirkung für den Zeitablauf des Projekts hätten.[37] Anfang Dezember 2009 hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht die Vergabe an Stella für rechtmäßig erklärt. Danach hätten zwar die im Architektenwettbewerb unterlegenen Mitbewerber über den bevorstehenden Vertragsabschluss mit Stella informiert werden müssen, durch die nun erfolgte gerichtliche Überprüfung seien aber ihre Rechte gewahrt worden.[38]

Das Humboldt-Forum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Humboldt-Forum

Zwischennutzung[Bearbeiten]

Da sich der Abriss des Palastes der Republik mehrfach verzögert hatte, wurde die gesamte Schlossfläche erst Mitte 2009 vollständig geräumt. Für eine mögliche Zwischennutzung des Geländes bis zum ursprünglich geplanten Baubeginn des Humboldt-Forums im Jahr 2010 verblieb damit ein Jahr Zeit.

Nach einem Wettbewerb fiel die Entscheidung, eine Kunsthalle zu errichten und die restliche Freifläche als Grünfläche zu gestalten.

Ausgrabungen[Bearbeiten]

Die freigelegten Kellerreste des Stadtschlosses, 2006

Im Zuge der Vorbereitungen wurden die noch vorhandenen Kellerräume des Schlosses freigelegt, archäologisch untersucht sowie weitere Ausgrabungen vorgenommen. Dabei wurden auch die Reste des 1702 errichteten Münzturms entdeckt. Dieser Münzturm sollte dreimal so hoch wie die Schlossfassade werden, musste jedoch kurz vor Fertigstellung abgerissen werden, da die Gründung im Boden nicht fest genug war und der Turm umzustürzen drohte. Im Rahmen der archäologischen Untersuchungen konnten außerdem Siedlungen aus dem 12. Jahrhundert festgestellt werden[39].

Planungsmaße[Bearbeiten]

Schlossportal (ehemaliges Portal IV) im ehemaligen Staatsratsgebäude

Die genauen Maße für die Fassadenrekonstruktion des Stadtschlosses sind bis zur endgültigen Festlegung der modernen Ostfassade noch unklar. Sie orientieren sich aber an den Maßen des historischen Schlosses im Bereich der drei äußeren Barockfassaden und des Schlüterhofs. Geplant wurden schon 2002 der Wiederaufbau der Nord-, West- und Südfassade sowie des Schlüterhofs, einem der beiden Schlosshöfe. Als wahrscheinlich gilt eine Rekonstruktion der Kuppel über dem Westportal, die zumindest schlichte Rekonstruktion der bedeutendsten Räume des Schlosses und des kunsthistorisch bedeutenden Schlüterschen Treppenhauses. Die Ostfassade zur Spree aus der Renaissancezeit soll nicht rekonstruiert, sondern modern gestaltet werden. Weitere Pläne wie eine zuvor vorgeschlagene Nutzung des Ostflügels als Hotel und der Bau einer Tiefgarage mussten infolge der Kostenbegrenzung auf 670 Millionen Euro aufgegeben werden. Ebenfalls ad acta gelegt wurden Pläne für ein zweites Untergeschoss sowie die Überdachung des Schlüterhofes. Das Stadtschloss soll nun nur noch rein kulturell genutzt werden, es wird zusammen mit den Museen der Spreeinsel ein Zentrum der Weltkulturen und -künste.[40]

Gesamtfinanzierung[Bearbeiten]

Laut Bundestagsbeschluss 2007 sollte das gesamte Projekt 552 Millionen Euro kosten, einschließlich der Umzugskosten der Museen in Höhe von 72 Millionen Euro.[41] Am 4. Juli 2007 billigte das Regierungskabinett diese Finanzplanung für den Bau eines „Humboldt-Forums“ im Zentrum Berlins und machte damit den Weg frei für die Neubebauung.[42] Der damalige Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee verschob alle bisherigen Baudaten um ein Jahr, sodass mit einem Baubeginn im Jahr 2010 zu rechnen war. Eine Fertigstellung wäre danach nicht vor 2013 erfolgt.[43] Aufgrund von Sparplänen der Bundesregierung wurde im Juni 2010 der mögliche Baubeginn wiederum auf das Jahr 2014 verschoben. Bundesbauminister Peter Ramsauer sprach sich dafür aus, einen kleinen Teil des vorgesehenen Geldes auf 2013 vorzuziehen, damit in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgen könne.[44] Durch die Verzögerungen vor Baubeginn und eine neue, genaue Kalkulation hat sich der Baupreis inzwischen auf eine Gesamtsumme von 590 Millionen Euro erhöht.[45]

Am 6. Juli 2011 stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestages ohne die Vertreter der Linken einer Erhöhung der Kosten um 38 Millionen Euro zu.[46] In der neuen Gesamtsumme von nunmehr 590 Millionen Euro, die zugleich Kostenobergrenze sein soll, ist die „vollständige Rekonstruktion“ der Kuppel nicht enthalten. Diese würde mit anderen Extras auf 28,5 Millionen Euro zusätzlicher Baukosten kommen. Die Summe müsste durch Spenden aufgebracht werden.[47][48] Am 7. Juli 2011 wurde von Seiten der SPD kritisiert, dass trotz der Baukosten in Höhe von 590 Millionen Euro eine kahle Kuppel ohne Verzierung geplant sei.[49]

Finanzierung der Repliken[Bearbeiten]

Der private Förderverein Berliner Schloss e. V. (Geschäftsführer Wilhelm von Boddien) hat sich das Spendenziel von 80 Millionen Euro gesetzt. Diese Summe entspricht dem Mehrpreis der Schlossfassade gegenüber einer modernen. Sie soll ausreichen, die dem Bund zugesagte private Finanzierung der Rekonstruktion von jeweils drei Barockfassaden des Schlosses und des Schlüterhofs zu decken.[50] Das Bundesbauministerium hat den Betrag von 80 Millionen Euro bereits fest in die Gesamtkostenplanung für das Stadtschloss mit eingerechnet. Im November 2007 kalkulierte das Ministerium, dass allein die Natursteinarbeiten für die historischen Fassaden knapp 81 Millionen Euro kosten werden.[51] Der Förderverein seinerseits betont, nur für die Kosten der Wiederherstellung der historischen Fassadenelemente, nicht jedoch für die Baukosten der dahinter liegenden, tragenden Außenwände verantwortlich zu sein. Allerdings räumt der Verein ein, dass sein Spendenziel aufgrund weiterer Entwicklungen nach oben korrigiert werden könnte, insbesondere wenn auch die Rekonstruktion der historischen Schlosskuppel privat finanziert werden soll.[50] Der Deutsche Bundestag genehmigte den Wiederaufbau zunächst nur unter der Auflage, dass die Fassade vollständig aus Spenden finanziert werde.[52]

Bis einschließlich Juni 2011 nahm der Förderverein nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Euro an Spenden ein.[53] Seit 2005 werben auch verschiedene Berliner Großunternehmen für Spenden. Dazu zählen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Wall AG. Bis zum Baubeginn des Schlosses lässt der Förderverein bereits auf eigene Kosten Baupläne, Muster und Studien der Baudetails anfertigen, um später eine möglichst schnelle Rekonstruktion der Fassade zu ermöglichen. Die von dem Architekten Stuhlemmer, Berlin, im Auftrage des Fördervereins entwickelten historischen Baupläne des Schlosses waren Grundlage für die Entwürfe der Architekten im Wettbewerb. Die originalen Baupläne Schlüters und Eosanders waren schon seit dem 18. Jahrhundert verschollen.

Unmittelbar vor der Grundsteinlegung im Juni 2013 berichtete Der Spiegel unter Berufung auf interne Unterlagen des Bundesbauministeriums, dass der Haushaltsausschuss das Ministerium bereits im Oktober 2012 ermächtigt habe, bei noch fehlenden Spenden die barocke Fassade aus öffentlichen Mitteln vorzufinanzieren, obwohl die vollständige Finanzierung der rekonstruierten Fassaden durch Spenden zuvor noch Voraussetzung für die Finanzierung durch den Bund gewesen war. Über die eingegangenen Spenden gibt es abweichende Angaben. Während der Verein angab, knapp 27 Millionen Euro an Spenden eingenommen zu haben, schrieb Der Spiegel, dass bis Anfang Juni 2013 rund 10,4 Millionen Euro zu verbuchen waren.[52]

Stiftungsgründung[Bearbeiten]

Am 2. Juli 2009 entstand die gemeinnützige Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum als Bauherrin und Eigentümerin des Humboldt-Forum. Weitere Aufgaben sind organisatorische, wie der Nutzung des Forums, die Verwaltung der Spendengelder der privaten Fördervereine sowie das Werben um direkte Spenden an die Stiftung.

Ihren Sitz hat die Stiftung im unweit vom Schlossplatz im Kronprinzenpalais in der Straße Unter den Linden. Sie besteht aus:

Grundsteinlegung[Bearbeiten]

Die Baugrube im Mai 2013 (links die Spree)

Im Februar 2013 erhielt das Unternehmen Hochtief nach einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag für den Bau. Die Bauarbeiten begannen im März 2013. Am 12. Juni 2013 legte Bundespräsident Joachim Gauck den Grundstein.[55]

Nutzungskonzept[Bearbeiten]

Als Nutzungskonzept für den Komplex hatte der Abschlussbericht der Expertenkommission im Jahr 2002 empfohlen, ein Humboldt-Forum in Repliken der Schlossfassaden zu errichten.[56] Das Forum soll künftig die Sammlungen der außereuropäischen Kunst der Stiftung Preußischer Kulturbesitz aus dem Museumszentrum Dahlem beherbergen und zusammen mit den Sammlungen der europäischen Kunst auf der Museumsinsel einen Ort der Weltkultur bilden. Ergänzt wird diese Vorstellung mit der Errichtung des Wissenschaftsmuseums (unter anderem medizinische Sammlungen Rudolf Virchows) und einer zum Konzept passende Büchersammlung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie der Staatsbibliothek zu Berlin. Ein „Agora“ genanntes Veranstaltungszentrum soll dem Dialog der Kulturen der Welt dienen.[57]

Das neue Schloss soll dementsprechend nicht nur um des Schlosses willen entstehen, sondern konkrete Aufgaben übernehmen. Auf diese Weise soll an die wissenschaftlich-kulturelle Vergangenheit des Ortes angeknüpft werden, an dem sich Staat (Schloss), Kirche (Dom), Wissenschaft (Museen) und Militär (Zeughaus) vereinen.[58]

Rechtschreibung[Bearbeiten]

Die amtliche Umbenennung wieder in Schloßplatz geschah 1994, also vor der ß-Rechtschreibreform. Zwar müsste es nach dieser Reform Schlossplatz heißen, aber bisher erfolgte keine Änderung des Straßen- bzw. in diesem Fall Platznamens. Ähnliches gilt für weitere Schloß-Zusammensetzungen wie Schloßbrunnen, -freiheit, -brücke im Zusammenhang mit dem Berliner Stadtschloß. Diese Eigennamen werden hier so verwendet, wie sie jeweils nach der seinerzeit gültigen Rechtschreibung geschrieben wurden bzw. in der heutigen amtlichen Bezeichnung verwendet werden.

Literatur[Bearbeiten]

(chronologisch aufsteigend geordnet)
  • Merkwürdigkeiten und Sehenswürdigkeiten. In: Berliner Adreßbuch, 1876, Teil, S. 190 ff. „Das Königliche Schloß, die Königlichen Museen und Sammlungen, die Privat-Gemälde-Galerien und Kunstausstellungen“. 54005
  • Albert Geyer: Die Geschichte des Schlosses zu Berlin. (PDF) Nicolai-Verlag, Berlin 1936. 3. Auflage, Berlin 2001, ISBN 3-87584-110-7 (das Standardwerk aus der Feder des letzten kaiserlichen Schlossbaumeisters in 2 Bänden, mit Bildband).
  • Eberhard Cyran: Das Schloss an der Spree. Die Geschichte eines Bauwerks und einer Dynastie. Blanvalet, Berlin 1962. 6. Auflage. Arani, Berlin 1995, ISBN 3-7605-8502-7.
  • Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X.
  • Bodo Rollka, Klaus-Dieter Wille: Das Berliner Stadtschloß. Geschichte und Zerstörung. Haude & Spener, Berlin 1987, ISBN 3-7759-0302-X.
  • Lieselotte Wiesinger: Das Berliner Schloß. Von der kurfürstlichen Residenz zum Königsschloß. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-09234-1.
  • Erich Konter: Das Berliner Schloß im Zeitalter des Absolutismus. Architektursoziologie eines Herrschaftsortes. Berlin 1991, ISBN 3-7983-1375-X.
  • Liselotte Wiesinger: Deckengemälde im Berliner Schloß. Propyläen, Frankfurt-Berlin 1992, ISBN 3-549-05259-6.
  • Liselotte Wiesinger: Zu dem verschollenen Bilderzyklus von Christian Bernhard Rode in der Alten Kapelle im Berliner Schloß. In: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Jahrbuch 2 (1997/1998), S. 119–132 (Digitalisat auf perspectivia.net, abgerufen am 25. Februar 2013).
  • Goerd Peschken: Das königliche Schloß zu Berlin. Deutscher Kunstverlag, München.
  • Renate Petras: Das Schloß in Berlin. Von der Revolution 1918 bis zur Vernichtung 1950. Verlag für Bauwesen, Berlin 1992, ISBN 3-345-00538-7.
  • Förderverein Berliner Schloss, Kristin Feireiss (Hrsg.): Das Schloß? Eine Ausstellung über die Mitte Berlins. Redaktion: Kristin Feireiss und Wilhelm von Boddien (Ausstellungskatalog). Ernst, Berlin 1993, ISBN 3-433-02431-6.
  • Dietmar Arnold, Ingmar Arnold: Schloßfreiheit. Vor den Toren des Stadtschlosses. be.bra-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-33-2.
  • Bernd Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. Eine Dokumentation. Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 2000, ISBN 3-8305-0117-X.
  • Wilhelm von Boddien, Helmut Engel (Hrsg.): Die Berliner Schlossdebatte. Pro und Contra. Berlin-Verlag Spitz, Berlin 2000, ISBN 3-8305-0106-4.
  • Goerd Peschken, Lieselotte Wiesinger: Das Königliche Schloß zu Berlin. Dreibändige Ausgabe zum Schlüterbau, Deutscher Kunstverlag, Berlin/ München 2001, ISBN 3-422-06342-0.
  • Guido Hinterkeuser: Das Berliner Schloss. Der Umbau durch Andreas Schlüter. Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-792-4.
  • Anna-Inés Hennet: Die Berliner Schlossplatzdebatte. Im Spiegel der Presse. Verlagshaus Braun, Berlin 2005, ISBN 3-935455-65-8.
  • Hartmut Ellrich: Das Berliner Schloss. Geschichte und Wiederaufbau. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2008, ISBN 978-3-86568-397-7.
  • Dieter Hildebrandt: Das Berliner Schloss. Deutschlands leere Mitte. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23768-1.
  • Manfred Rettig (Hrsg.): Rekonstruktion am Beispiel Berliner Schloss aus kunsthistorischer Sicht. Ergebnisse der Fachtagung im April 2010. Essays und Thesen. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09826-7. (Impulse – Villa Vigoni im Gespräch. 2)
  • Guido Hinterkeuser: Das Berliner Schloss. Die erhaltene Innenausstattung. Gemälde, Skulpturen, dekorative Kunst. Hrsg.: Gesellschaft Berliner Schloss. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2336-0.
  • Richard Schneider: Das Berliner Schloss in historischen Photographien. Lukas Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86732-164-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berliner Stadtschloss – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Der Bau – ursprünglich ein Kanonenturm – beherbergte eine Wasserkunst, mit dem das Reservoir der Wasserspiele im Lustgarten befüllt wurde. Ab 1680 trieb die Wasserkraft auch die Prägemaschine der Münze an, daher der Name.
  2. So sind unter den Augen der Öffentlichkeit geborgene Stücke später mit dem übrigen Schutt abtransportiert worden und die geborgenen Metallgitter wurden eingeschmolzen. Zur Rettungsaktivität und ihren Folgen: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 121–133.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Humboldtforum online: „(…) Bau des Humboldtforums bis zu seiner Eröffnung im Jahr 2019“
  2. Winfried Schich: Anfänge und Ausbau zweier „Hauptstädte” der mittelalterlichen Mark Brandenburg In: Wirtschaft und Kulturlandschaft. Berliner Wissenschaftsverlag. Berlin 2007, ISBN 978-3-8305-0378-1, S. 341 f.
  3. Hans Rothfels, Theodor Eschenburg (Hrsg.): Berlin in Vergangenheit und Gegenwart. In: Tübinger Studien zur Geschichte und Politik, Ausgaben 13–14. Verlag J. C. B. Mohr, Tübingen 1961, S. 318.
  4. Richard Schneider: Das Berliner Schloss. Lukasverlag für Kunst- und Geistesgeschichte Berlin, 2013. Seite 7. ISBN 978-3-86732-164-8.
  5. LXXI. 1431 „Der Abt von Lehnin tritt dem Churfürsten ein Haus in Berlin ab”. Codex diplomaticus brandenburgensis continuatus. In: Georg Wilhelm von Raumer (Hrsg.): Sammlung ungedruckter Urkunden zur Brandenburgischen Geschichte, Erster Theil. Berlin 1831, S. 213–214.
  6. Zitat aus dem Codex diplomaticus brandenburgensis. In: Wolfgang Ribbe: Schloss und Schlossbezirk in der Mitte Berlins: Das Zentrum der Stadt als politischer und gesellschaftlicher Ort. Berliner Wissenschafts-Verlag. Berlin, 2005. S. 25. ISBN 978-3-8305-0180-0.
  7. Hansjürgen Vahldiek: Das erste Berliner Schloß, ein Rekonstruktionsversuch. In: Berlin und Cölln im Mittelalter. Books on Demand, Norderstedt 2011, S. 68 ff. ISBN 978-3-8448-8699-3.
  8. Hildebrandt: Das Berliner Schloss. Hanser, München 2011, S. 76–86.
  9. Jahrbuch Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
  10. Zusammensetzung aus Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 12 und Philipperbrief Kapitel 2, Vers 10
  11. Helmut Caspar: Tuet auf die Pforten. In: Berlinische Monatsschrift 1/2002 beim Luisenstädtischen Bildungsverein; mit Text.
  12. Zu hören auf der CD-Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin und des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam-Babelsberg: Der Kaiser kommt – der Kaiser geht. Tondokumente 1900–1918.
  13. Zu den Vorgängen am 9. November 1918 siehe Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X, S. 113 f., mit Nachweisen und Literaturkritik, zum Portal IV und zur „Räterepublik“ S. 453
  14. Kreis Niederbarnim, Eintrag 1920 territorial.de; auch Wortlaut des Groß-Berlin-Gesetzes, § 1, Aufzählung der Gutsbezirke, Nummer 1)
  15. Kreis Niederbarnim, Gemeindeverzeichnis 1908. territorial.de; auch Stand von 1910 und späteren Nachträgen, wo die Bildung eines solchen Gutsbezirks nicht verzeichnet ist gemeindeverzeichnis.de; vgl. auch Anlage II Nr. 1 des Groß-Berlin-Gesetzes, wo bei der Beschreibung des Verwaltungsbezirks Mitte ein solcher Gutsbezirk nicht aufgeführt ist
  16. Zur Nachkriegsnutzung: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 35–44.
  17. Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 41–44.
  18. Zum Protest Margarete Kühns und Hinnerk Schepers und den Folgen siehe: Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 108 f.
  19. a b Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 110.
  20. Zur Taktik der SED: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 56–63.
  21. Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 113.
  22. Zu den Protesten: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 82; Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 114.
  23. Wortlaut: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 279.
  24.  Das Schloß muß fallen. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1950, S. 37–38 (online).
  25. Maether zitiert eine „Einschätzung“ vom Dezember 1959, mit Nachweis: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 127.
  26. Übersicht bei Maether, S. 135 f.
  27. Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 119 f.
  28. Christian Norberg-Schulz: Barock. In: Pier-Luigi Nervi (Hrsg.): Weltgeschichte der Architektur. DVA, Stuttgart 1985, ISBN 3-421-02830-3.
  29. Veröffentlichung des Bundesministerium für Bau und Stadtentwicklung. Abgerufen am 10. Oktober 2013
  30. Zu den entscheidenden Planungen siehe  Peter Müller: Symbolsuche: die Ost-Berliner Zentrumsplanung zwischen Repräsentation und Agitation. In: Berliner Schriften zur Kunst. Band 19, Gebrüder Mann, Berlin 2005, ISBN 3-7861-2497-3, S. 307 ff..
  31. Hannes Swoboda im Vorwort zum Abschlussbericht In: Internationalen Expertenkommission Historische Mitte Berlin Abschlussbericht Veröffentlichung des Historische Mitte Berlin. Abschlussbericht. Bundesministerium für Bau und Stadtentwicklung (PDF; 1,5 MB)
  32. Nur mit knapper Mehrheit zustande gekommene Rekonstruktionsentscheidung. In: BMVBS – Schloss / Humboldtforum – Die Internationale Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
  33. Abschlussbericht. In: Internationalen Expertenkommission Historische Mitte Berlin.
  34. Wettbewerb um Stadtschloss beginnt. auf: tagesspiegel.de, 26. November 2007.
  35. Humboldt-Forum mit Kuppel, aber ohne Volkskammersaal. tagesspiegel.de, 28. August 2011, abgerufen am 18. Dezember 2012.
  36. a b Berliner Extrablatt. Sonderausgabe Schloss-Architekturwettbewerb – Dezember 2008 (Informationszeitung des Fördervereins Berliner Schloss). S. 2.
  37. Das große Dilemma um das Berliner Stadtschloss. Auf: welt.de, 11. September 2009.
  38. Andreas Kilb: Lasst viele Partner um mich sein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Dezember 2009.
  39. Bodendenkmale: Berliner Schloss. auf: stadtentwicklung.berlin.de
  40. Hauptstadt. Berliner Schloss zum halben Preis. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 18, 22. Januar 2007, S. 33.
  41. Berliner Schloss darf nicht mehr als 552 Millionen Euro kosten. (Version vom 7. Juni 2009 im Internet Archive) In: Heute im Bundestag. 8. November 2007. (im Webarchiv)
  42. Berlin erhält sein Stadtschloss zurück. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juli 2007.
  43. Tiefensee: Berliner Stadtschloss bis Ende 2013 fertig. Bei: tagesspiegel.de, 22. November 2008.
  44. Berliner Schloss soll bis 2019 wieder stehen. Bei: welt.de, 23. November 2010.
  45. Ausschuss genehmigt Berliner Schloss: 590 Mio. Euro. In: Zeit Online, 6. Juli 2011.
  46. Berliner Schlosses-Humboldtforum soll 590 Millionen Euro kosten. Pressemitteilung des Deutschen Bundestags, 7. Juli 2011.
  47. Süddeutsche Zeitung, 7. Juli 2011, S. 17 (Feuilleton)
  48. Haushaltsausschuss genehmigt Berliner Schloss. In: Zeit Online, 6. Juli 2011.
  49. Kuppelstreit. In: NZZ. Anmerkung: Die Schlosskuppel war kein Bauwerk des Barock, wie aus dem Artikel hervorgeht, sondern eine streng spätklassizistische Arbeit aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
  50. a b Spendenuhr (Version vom 10. Dezember 2008 im Internet Archive) (Stand: 6. Januar 2009) Website des Fördervereins Berliner Schloss e. V.
  51. Bericht zum Sachstand der Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses. (PDF; 453 kB) 1. November 2007.
  52. a b  Fassadenschwindel. In: Der Spiegel. Nr. 24, 2013, S. 16 (online).
  53. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBerlin Letzte Hürde für Berliner Schloss. In: Welt Online. 6. Juni 2011, abgerufen am 30. Dezember 2013.
  54. Online-Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum. Abgerufen am 11. Oktober 2013
  55. Gauck legt Grundstein für Berliner Schloss am 2. Juni 2013, abgerufen am 13. Juni 2013
  56. V. Empfehlungen. In: Historische Mitte Berlin. Abschlussbericht. (PDF; 1,5 MB)
  57. Letzte Ausfahrt Agora. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Dezember 2010.
  58. Die Internationale Expertenkommission „Historische Mitte Berlin. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, abgerufen am 18. Dezember 2012.