Berliner Stadtschloss
Das Berliner Schloss, seit einiger Zeit auch Berliner Stadtschloss genannt, war die Hauptresidenz (Winterresidenz) der Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg, später der Könige in bzw. von Preußen und der Deutschen Kaiser. Es stand auf der Spreeinsel im heutigen Berliner Ortsteil Mitte.
Nach der Novemberrevolution von 1918 fungierte das Schloss als Museum und wurde durch zahlreiche andere Mieter, unter anderem die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, genutzt. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, diente es anschließend weiter für Ausstellungen.
Im Juli 1950 entschied der Generalsekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht, das Stadtschloss zu Gunsten eines Demonstrationsplatzes beseitigen zu lassen. Die Sprengungen des Gebäudes fanden zwischen dem 7. September und dem 30. Dezember 1950 statt. Nach der Entfernung der Trümmer erhielt die gesamte entstandene Freifläche den Namen „Marx-Engels-Platz“.
Von 1973 bis 1976 wurde an der Ostseite des neuen Platzes der Palast der Republik erbaut. Dieser wurde zwischen 2006 und 2008 abgerissen.
Im Jahr 2007 beschlossen der Bundestag und das Land Berlin, ab 2010 mit dem Wiederaufbau des Stadtschlosses zu beginnen. Im Juni 2010 entschied die Bundesregierung jedoch, im Rahmen von umfangreichen Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt den Baubeginn auf 2014 zu verschieben.[1][2]Später wurde von Bernd Neumann die Grundsteinlegung für Mai 2013 angekündigt.[3] Das Bundesbauministerium hat am 23. November 2010 einen neuen Zeitplan vorgestellt, wonach das Berliner Schloss bis 2019 rekonstruiert sein soll.[4]
Das Gebäude in der Kubatur des Stadtschlosses und mit dem Nachbau der historischen Fassaden an drei Außen- und drei Innenhofseiten soll den Titel Humboldt-Forum erhalten und neben einer Bibliotheksnutzung für die Humboldt-Universität auch als Ausstellungsort für die Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Museen in Berlin dienen.
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Baugeschichte [Bearbeiten]
Kurfürst Friedrich II., genannt „Eisenzahn“, hatte den Bau 1443 begründet und sich damit gegen den Protest der Stadtbürger im sogenannten „Berliner Unwillen“ durchgesetzt; die Bevölkerung büßte infolge ihrer Ablehnung des Schlossbaus viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. An der Stelle des späteren Schlüterhofes und des Hofes III stand zunächst eine Burg, die die auf der Spreeinsel kreuzenden Handelswege kontrollieren sollte. 1465 wurde die bedeutende spätgotische Erasmuskapelle eingebaut. Kurfürst Joachim II. ließ im 16. Jahrhundert die spätmittelalterliche Burg weitgehend abtragen und an ihrer Stelle durch die Baumeister Caspar Theiss und Kunz Buntschuh nach dem Vorbild des Schlosses in Torgau eine prachtvolle und bedeutsame Renaissance-Residenz errichten.
Kurfürst Johann Georg veranlasste gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch den Hofbaumeister Rochus Graf zu Lynar den Bau des Westflügels und Hofabschluss sowie die nördlich anschließende Hofapotheke. Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, ließ das nach dem Dreißigjährigen Krieg ziemlich verfallene Schloss wieder herrichten. In der Spätzeit seiner Herrschaft entstanden bedeutende Innenräume wie die Kugelkammer oder die Braunschweigische Galerie. Letztere wurde in den durch Johann Arnold Nering ausgeführten Galerietrakt an der Spree eingebaut.
Unter Kurfürst Friedrich III. (ab 1701 König Friedrich I. in Preußen) kam es zum Ausbau des Schlosses zur Königsresidenz. Ab 1699 baute Andreas Schlüter das Schloss zu einem bedeutenden Profanbau des protestantischen Barocks aus. Die Repräsentations- und Privaträume des Schlosses wurden nach seinen Vorgaben mit Deckengemälden unter anderem des Hofmalers Augustin Terwesten geschmückt. Auf Wunsch des Königs sollte der Münzturm[Anm. 1] genannte Bau an der Nordwestecke des Schlosses, mit einem für 12.000 Gulden in Holland erworbenem Glockenspiel versehen, bis zu einer Höhe von 94 Meter aufgestockt werden. Dafür erwiesen sich aber die Fundamente des mittelalterlichen Baus als unzureichend, obwohl Schlüter mit damals neuartigen Eisenarmierungen sie zu verstärken versuchte. Schließlich musste der unfertige Turm aus statischen Gründen aufwendig abgetragen werden, und Schlüter wurde 1706 als Hofbaumeister unehrenhaft entlassen, blieb aber als Hofbildhauer im Amt.[5] Schlüters Posten übernahm sein Konkurrent Johann Eosander von Göthe, der einen neuen Erweiterungsplan für das Schloss vorlegte. Der Plan sollte modifiziert ausgeführt werden, was nach dem Tod Friedrichs I. nur unzulänglich geschah: sein Nachfolger König Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, entließ aus Sparsamkeit und angesichts der ruinierten Staatsfinanzen die meisten Künstler und ließ das Schloss vom weniger bedeutenden Schüler Schlüters, Martin Heinrich Böhme, vollenden.
Danach folgten nur noch kleinere Änderungen am Außenbau. Eine Ausnahme bildet hier der Kuppelbau durch Friedrich August Stüler und Albert Dietrich Schadow in den Jahren 1845 bis 1853. Der Bau folgte einem durch Karl Friedrich Schinkel bearbeiteten Entwurf von Friedrich Wilhelm IV.[6] Die von einem Kreuz bekrönte Kuppel über dem Eosanderportal beherbergte die Schlosskapelle, die im Januar 1854 geweiht wurde. Um den Tambour der Kuppel herum lief ein Schriftband mit dem Text: "Es ist in keinem anderen Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erden sind" [7] [8].
Das Innere des Schlosses erfuhr bis zuletzt zahlreiche, zum Teil künstlerisch bedeutsame Veränderungen. Erwähnenswert sind die dekorativen Arbeiten von Andreas Schlüter, Carl von Gontard, Carl Gotthard Langhans, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und Karl Friedrich Schinkel.
Politische Geschichte [Bearbeiten]
Das Schloss war Schauplatz symbolträchtiger Ereignisse in der deutschen Geschichte. Auslöser der Märzrevolution in Preußen war eine friedliche Demonstration auf dem Schlossplatz am 18. März 1848. König Friedrich Wilhelm IV. hatte versucht, durch eine Rede vom Balkon über Portal I durch Zugeständnisse die Massen zu beruhigen, dann aber befohlen, den Platz zu räumen. Dabei entwickelte sich ein spontaner Barrikadenaufstand, der in die Revolution überging.
Bei Beginn des Ersten Weltkriegs hielt Kaiser Wilhelm II. vom Balkon über Portal IV am 31. Juli und 1. August 1914 zwei Balkonreden an zehntausende im Lustgarten versammelte Berliner. Sie sollten die Menschen auf den beginnenden Krieg einstimmen und die nationale Einheit beschwören. Später von Wilhelm auf Schallplatte gesprochen, fand die zweite große Verbreitung.[9]
Am Anfang der Weimarer Republik stand ebenfalls ein Ereignis am Berliner Schloss. Nachdem am frühen Nachmittag des 9. November 1918 Philipp Scheidemann am Reichstagsgebäude die Abdankung Wilhelms II. bekanntgegeben und die Republik ausgerufen hatte, verließ die Schlosswache ihre Posten. Nur wenige Hofbeamte und die Kastellane blieben im Gebäude. Gegen 15.30 Uhr erschien der Spartakusbundführer Karl Liebknecht im Lustgarten und verkündete von einem Autodach aus den Anbruch einer „freien Republik Deutschland“. Anschließend begab er sich ins Schloss, um vom selben Balkon, der vier Jahre zuvor Wilhelm als Tribüne gedient hatte, die „freie sozialistische Republik Deutschland“ auszurufen. Inzwischen drangen zahlreiche Menschen in das unbewachte Schloss ein und begannen zu plündern. Die Ausrufung der Räterepublik blieb folgenlos, ging aber als symbolischer Akt in die Überlieferung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) ein, zu deren Gründern Liebknecht wenige Wochen später gehörte.[10]
Vor der Sprengung des Schlosses im Jahre 1950 kamen auf Wunsch der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) Originalteile des Portals IV ins Depot. Sie wurden 1964 in die Gestaltung der Fassade des DDR-Staatsratsgebäudes an der Südseite des Schlossplatzes als „Karl-Liebknecht-Portal“ integriert. Es erinnert als Siegesmal über bürgerliche Formen der Republik in einer Mischung aus freier Adaption, kreativer Kopie und Zurschaustellung plastischer Originalteile an historische kommunistische Traditionen.
Durch das Inkrafttreten des Groß-Berlin-Gesetzes 1920 verlor das Schloss seinen Status als Gutsbezirk im Landkreis Niederbarnim[11] (der allerdings in älteren Gemeindestatistiken noch nicht auftaucht)[12] und wurde erst von da an Teil der Stadt Berlin.
Zerstörung [Bearbeiten]
Während des Zweiten Weltkriegs brannte das Schloss bei dem schwersten Bombenangriff auf das Berliner Stadtzentrum am 3. Februar 1945 bis auf den Nordwestflügel aus. Das Feuer hatte nahezu alle Prunkräume im Nord- und Südflügel vernichtet. Weitere Schäden entstanden Ende April an der Schlossplatzfassade durch Artilleriebeschuss.
Erhalten blieben die Außenmauern mitsamt dem plastischen Schmuck, die tragenden Wände und größtenteils die Haupttreppenhäuser. Der gering beschädigte Flügel mit dem Weißen Saal diente weiterhin dem Kunstgewerbemuseum Berlin als Magazin und Verwaltungssitz. In anderen erhalten gebliebenen Teilen des Schlosses befanden sich Abteilungen des Landesdenkmalamtes und der vormals preußischen „Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten“. Im unzerstörten Erdgeschoss des Schlossplatzflügels mit Schinkels Staatsratssaal hatte eine Baufirma ihren Sitz, die Sicherungs- und Bergungsarbeiten im Schloss und seiner Umgebung ausführte.[13]
Der im Mai 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht eingesetzte und von der KPD/SED dominierte Magistrat stimmte den vom Baustadtrat Hans Scharoun sofort beantragten Erhaltungsmaßnahmen nur widerwillig und teilweise zu, sodass weitere Schäden durch Witterungseinflüsse entstanden. Auch die Aufbauplanung des 1946 demokratisch gewählten Magistrats durch Karl Bonatz sah den Wiederaufbau des Schlosses vor.[14] Im Weißen Saal fanden zwischen August 1946 und März 1948 vier Ausstellungen statt, die zahlreich besucht wurden.
Seit der Spaltung Berlins im Sommer und Herbst 1948 verhinderte der nun für das Schloss verantwortliche SED-geführte Ost-Berliner Magistrat nach und nach die weitere Benutzung sowie Sicherungsarbeiten und Beheizung. Die Volkspolizei kündigte im Oktober 1948 den im Schloss untergebrachten Institutionen die Räumung an. Nachdem ihre Proteste nichts bewirkt hatten, verlegten sie ihre Dienstsitze nach West-Berlin.[15] Im März 1949 sperrte die Bauaufsichtsbehörde das Schloss, obwohl eine Sachverständigenkommission es für nicht einsturzgefährdet erklärt hatte.
Im Oktober 1949 zerstörten Sowjetsoldaten bei Dreharbeiten zum sowjetischen Film Die Schlacht um Berlin mehrere Skulpturen, noch erhaltene Ausstattungsstücke und hunderte Glasfenster des Schlosses.[16]
Als die Berliner Öffentlichkeit im Winter 1948/1949 Anzeichen eines offenbar bevorstehende Abrisses des Schlosses wahrnahm, streute die SED-gesteuerte Presse zunächst im Februar 1950 Desinformationen aus.[16] Während der Führungszirkel der SED den Wiederaufbau des Schlosses einhellig ablehnte, stellte er zunächst den amtlichen Wiederaufbauplan nicht in Frage und duldete interne Diskussionen des Kulturbundes über die Neugestaltung der Mitte Berlins.[17]
Mit Gründung der DDR war die Zuständigkeit für den Wiederaufbau des Berliner Stadtzentrums an eine Abteilung des „Ministeriums für Aufbau“ übergegangen. Auf dem III. Parteitag der SED gab am 23. Juli 1950 Walter Ulbricht, der neue Generalsekretär des ZK der SED, den bevorstehenden Abriss des Schlosses bekannt. An der Stelle des Schlosses selbst, wie auch des Lustgartens, der Schlossfreiheit und des Schlossplatzes sollte ein Kundgebungsplatz entstehen, „auf dem der Kampfwille und Aufbauwille unseres Volkes Ausdruck finden können.“ Dies kündigte Ulbricht an, ohne dass zuvor Diskussionen oder Absprachen im Politbüro, im Ministerrat oder mit dem Oberbürgermeister stattgefunden hatten.[18]
In den folgenden Wochen sollten Ulbrichts Ideen Gesetzesform erhalten. Der entsprechende Ministerratsbeschluss wurde Ende August 1950 veröffentlicht. Umgeben sollten den Kundgebungsplatz im Westen ein FIAPP-Denkmal an der Stelle des zu beseitigenden Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, im Süden ein neues Opernhaus und im Osten eine Zuschauertribüne. Stehen bleiben sollten Altes Museum, Dom und Marstall. Auf der anderen Seite der Spree sollte sich hinter der Tribüne ein „repräsentatives Hochhaus“ erheben. Neben der Vernichtung des Schlosses sah der Plan auch die flächenhafte Abräumung der nur zum Teil zerstörten Mitte Alt-Berlins und des Nordens Alt-Köllns zugunsten einer zentralen Trasse von der Stalinallee über den Alexanderplatz zum Brandenburger Tor vor.
Führende Vertreter des Berliner Kulturlebens verwarfen auf einer Veranstaltung des Aufbauministeriums am 30. August 1950 einhellig den Plan und versuchten angesichts der für den 6. September vorgesehenen Abstimmung der Volkskammer eine öffentliche Diskussion in Gang zu bringen.[19] Die verantwortlichen SED-Politiker gingen auf die zahlreichen, kunsthistorisch oder geschichtspolitisch begründeten Proteste, die sie in den folgenden Tagen aus ganz Deutschland erreichten, nicht ein oder führten Kostenargumente an. Beispielhaft war die Antwort, die Ulbricht einem protestierenden SED-Genossen erteilte. Dessen „Stellungnahme“ sei ihm „bereits aus Westberliner Zeitungen bekannt“, er empfehle ihm, „eine Protestbewegung gegen jene zu organisieren, die das Schloss durch ihren Bombenterror zerstört haben“ und kündigte an, dass „architektonisch wichtige Partien im Innern des Schlosses, soweit sie den amerikanischen Bombenterror überstanden haben“, in ein Museum überführt werden.[20]
Am 7. September 1950, dem Tag nach dem Volkskammerbeschluss, begannen die abschnittsweisen Sprengungen des Schlosses.[21] Von erfolglosen Protesten begleitet, endeten sie am 30. Dezember 1950 mit der Niederlegung des Eosanderportals. „Zerkleinerungssprengungen“ von Kapitellen, anderen größeren plastischen Teilen und von Kelleranlagen endeten im März 1951. Bis zur Feier am 1. Mai 1951 wurde der Platz abgeräumt, mit rotem Ziegelsplitt bedeckt und die Tribüne errichtet. Er erhielt den Namen Marx-Engels-Platz.
Ohne ausreichende Planung hatte ein „wissenschaftliches Aktiv“ etwa 2000 künstlerisch wertvolle plastische Arbeiten und Architekturteile geborgen und den Bau vor seiner Vernichtung in der Eile nur unsystematisch dokumentieren können. Dies war, wie die Zukunft erwies, zur Beruhigung der Öffentlichkeit geschehen. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Dokumentation kam nicht zustande und die erhaltenen Teile verwahrlosten auf einem Lagerplatz, wo sich ihre Spur nach 1965 verlor.[Anm. 2] Lediglich die geborgene Fassade des Portals IV, des „Liebknechtportals“, ist 1963 als „wichtige Gedenkstätte der Arbeiterbewegung“[22] in das Staatsratsgebäude eingebaut worden.
Die Schuttmassen des gesprengten Schlosses gelangten auf Trümmerbahnen und Spreekähnen zu Trümmerbergen am Rand des Tierparks Friedrichsfelde und im Volkspark Friedrichshain, in ehemalige Kiesgruben auf dem Gelände des Stadtforsts Köpenick unweit des Seddinsees und auf ein Privatgrundstück in Berlin-Schmöckwitz.[23]
Obwohl das SED-Organ Neues Deutschland den Abriss im August 1950 unter dem Motto „es soll uns nichts mehr an unrühmlich Vergangenes erinnern“ angekündigt hatte, unterblieb in der DDR eine offizielle Erörterung der historischen und kulturellen Bedeutung des Schlosses. Eine entsprechende Veröffentlichung mit Argumenten für den Abriss wurde 1952 zurückgezogen.[24]
Die in den folgenden Jahren entstandenen Pläne zur Neugestaltung des Marx-Engels-Platzes blieben unausgeführt. Erst nach der Absetzung Ulbrichts veranlasste sein Nachfolger Erich Honecker 1971 als programmatische Geste die Errichtung des 1976 fertiggestellten Mehrzweckgebäudes Palast der Republik an der Stelle des Schlosses.[25]
Künstlerische Bedeutung [Bearbeiten]
Wenngleich das Berliner Schloss unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu errichtenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble, zumal sich die Gebäude im direkten Umfeld des Schlosses hinsichtlich Größe, Proportion und Ausrichtung auf das Schloss als maßstabsgebendes Gebäude bezogen. Auch war das Schloss als bedeutsames Barockgebäude und größtes Bauwerk des Berliner Stadtzentrums der Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden; allerdings waren die Fassaden nicht auf Fernwirkung gestaltet. Die Westfassade wurde bis 1894 durch die Häuserzeile der Schloßfreiheit verdeckt. Ab 1894 wurde die Häuserzeile für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals abgerissen, wodurch der freie Blick auf die Westfassade und das Eosanderportal des Schlosses entstand.
Schlüters Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom Alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst, erreichte aber durch Schlüters Motive und plastische Gestaltung eine „schwülstige Wirkung“.[26]
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Nordseite mit Lustgarten, 1913
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Rittersaal vor 1945
Wiederaufbaubestrebungen [Bearbeiten]
Nach der deutschen Wiedervereinigung gab es eine neue Diskussion in Berlin, ob das Schloss wiedererrichtet werden sollte. Damit begann nicht nur eine bis heute andauernde öffentliche Debatte um den Schlossbau, sondern auch um den Umgang und das Selbstverständnis der Deutschen mit ihrem wiedervereinigten Staat und seiner Geschichte. Im Jahr 1991 wurde die Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses e. V. gegründet, die sich im Jahre 2003 in Gesellschaft Berliner Schloss e. V. umbenannte. 1992 entstand der Förderverein Berliner Schloss e. V. um den Hamburger Kaufmann Wilhelm von Boddien und viele Multiplikatoren. Der Förderverein veranstaltete in den Jahren 1993/1994 für eineinhalb Jahre eine farbige Fassadeninstallation des Schlosses. Sie wurde gemalt von den Pariser Ateliers Catherine Feff und am originalen Standort im Maßstab 1:1 mit dem weltgrößten Raumgerüst aufgestellt. Die Installation war privat finanziert über Spenden und unter anderem gesponsert von Thyssen-Hünnebeck. Damit kehrte das Schloss als Modell an seinen Ort zurück und sollte den Berlinern sowie allen Besuchern der Stadt die Wirkung des Gebäudes bewusst machen und zugleich für seinen Wiederaufbau werben. Dies war das erste sichtbare, nachhaltig bis heute wirkende Zeichen für die Initiative eines Wiederaufbaus. Auf diese Weise geriet das Schloss auch verstärkt ins Medieninteresse.
Im Jahr 2001 gründete sich schließlich der gemeinnützige Verein Stadtschloss Berlin Initiative e. V. Der Verein setzt sich dafür ein, dass in der Innenstadt Berlins das neue Stadtschloss Berlin in Anlehnung an die historischen Abmessungen (äußere Kubatur) und mit Fassaden im barocken Stil unter Einbeziehung des Renaissanceflügels und des sogenannten Apothekerflügels ausschließlich unter Verwendung privaten Kapitals errichtet wird. Dabei ist zur Finanzierung auch eine kommerzielle Nutzung vorgesehen. Dieses Konzept wurde sowohl von der Bundesregierung als auch dem Berliner Senat abgelehnt, und es widerspricht dem Bundestagsbeschluss. Die Initiative setzt sich nunmehr für die Rekonstruktion des Rittersaals ein.
Pro und Kontra Wiederaufbau [Bearbeiten]
Die Befürworter des Wiederaufbaus des Stadtschlosses haben unter anderem folgende Argumente:
- Es werde die Lücke des historischen Stadtgrundrisses am Platz geschlossen.
- Ein wesentliches Architekturensemble der Mitte Berlins werde wiederhergestellt und erhalte damit seinen Ankerpunkt zurück. Denn ein großer Teil der Gebäude des westlichen und nördlichen Umfelds war nicht nur um das Schloss herum gruppiert, sondern hat sich auch auf das Schloss bezogen. Insbesondere war die Straße Unter den Linden darauf ausgerichtet.
- Ein Schlossneubau habe, wie auch das historische Stadtschloss als Mittelpunkt der Geschichte Berlins, Deutschlands und auch Preußens, identitätsschaffende Funktion.
- Durch den Neubau werde die historische Mitte Berlins einen neuen belebenden Bezugspunkt erhalten.
- Der Wiederaufbau der Berliner Kommandantur sowie der Frauenkirche in Dresden seien ein Beweis dafür, dass auch ein Schlossneubau machbar sei.
Dagegen führen die Gegner des Wiederaufbaus unter anderem Folgendes an:
- Ein wiedererrichtetes Gebäude einer vergangenen Zeitepoche sei eine Absage an die Architektur der Gegenwart, was man auch – je nach Einstellung zur modernen Architektur – als Argument der Befürworter des Schlossaufbaus verstehen kann.
- Eine mit dem Original exakt übereinstimmende Rekonstruktion (von Teilen oder des gesamten Objekts) sei sowieso nicht möglich, da immer Details unbekannt seien. Insofern sei jede Rekonstruktion eine Interpretation der Zeit, in der die Wiederherstellung durchgeführt werde.
- Eine Rekonstruktion nach so langer Zeit widerspreche den Prinzipien des Denkmalschutzes, dessen Ziel es sei, Denkmale zu erhalten und zu pflegen, aber nicht historisierende Nachbildungen zu schaffen, die den Betrachter lediglich glauben machen, hier handle es sich tatsächlich um teilweise alte Bausubstanz.
- Da es sich unter anderem um ein Symbol der Monarchie handelt, könne ein Wiederaufbau als undemokratisches, antimodernistisches politisches Signal aufgefasst werden.
- Die gegenwärtige Haushaltslage sowohl Berlins als auch der Bundesrepublik verbiete derartige Großprojekte mit unbestimmtem wirtschaftlichem Nutzen.
- Die derzeit geplante Nutzung als Humboldt-Forum sei durch eine historisierende Fassade eingeschränkt bzw. würde keine optimalen Bedingungen für ein derartiges Forum schaffen. Wenn ein Humboldt-Forum gewünscht ist, solle es innerlich den daraus resultierenden Nutzungsanforderungen folgen, anstatt „vorzugaukeln“, ein Stadtschloss zu sein. Dies solle auch nach außen sichtbar sein. Die Funktionen des Gebäudes sollten sich nicht in überkommene Formen (Fensteröffnungen etc.) zwängen lassen.
- Die Symbolik eines preußischen Schlosses als Raum für ein Völkerkundemuseum ist neoimperialistisch und gegenüber den teils kolonial akquirierten Sammlungsbeständen, die im Humboldt-Forum einmal gezeigt werden sollen, pietätlos.
Die sehr engagierte Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern führen viele vor allem auf die politische und kulturelle Symbolik des ursprünglichen Gebäudes zurück.
Entscheidung für den Wiederaufbau [Bearbeiten]
Im Laufe der Diskussion um den Wiederaufbau des Schlosses plädierten viele prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und auch Sport für das Schloss, während sich viele Architekten und einige Denkmalpfleger kritisch gegenüber einer Rekonstruktion äußerten.
In der von der Bundesregierung und dem Berliner Senat im Jahr 2000 eingesetzten Internationalen Expertenkommission Historische Mitte Berlin unter der Leitung des früheren Wiener Wohnbaustadtrates Hannes Swoboda bestand ein hohes Maß an Übereinstimmung, dass sich die Neubebauung des Platzes an der Struktur und am Erscheinungsbild des ehemaligen Schlosses orientieren müsse. Das Votum für die Rekonstruktion der barocken Fassaden und des Schlüterhofes fiel dagegen „weniger deutlich“ aus.[27] So schlug die Kommission im Jahr 2002 vor, dass ein Neubau in der Kubatur des Schlosses auf dem originalen Standort aus ästhetischen wie urbanen Gesichtspunkten anstelle des abzureißenden Palastes der Republik entstehen soll.[28]
Die Kommission legte für eine Bebauung des Schlossplatzes eine architektonische Alternative vor: Einen Wettbewerb für einen Neubau, der auf jeden Fall die Kubaturen des Schlosses aufnehmen müsse und in dessen Rahmen ebenso ein Wiederaufbau des Schlosses ermöglicht werden könne („Lasst Schlüter beim Wettbewerb mitmachen“), oder alternativ dazu eine Entscheidung zum unmittelbaren Wiederaufbau des Schlossäußeren mit mindestens den drei beherrschenden Barockfassaden und dem kleineren Schlosshof.
Im Juli 2002 stimmte der Bundestag mit annähernder Zweidrittelmehrheit für die zweite Variante, also für den unmittelbaren Wiederaufbau des Schlossäußeren und das Humboldt-Forum. Er hatte aber noch nicht den Charakter eines endgültigen Baubeschlusses, da dieser erst mit der Bewilligung der finanziellen Mittel im Rahmen des Haushalts nach den Wettbewerben zustande kommt. Hier spielte die kritische Haushaltslage des Bundes eine wichtige Rolle. Die Debatte um die Gestaltung des Wiederaufbau war damit also noch nicht beendet, selbst dann nicht, als der Bundestag seinen Beschluss vom Vorjahr im November 2003 fast einstimmig bestätigte. Im August 2005 stellte die Bundesregierung der Öffentlichkeit Auszüge (die gesamte Studie ist weiterhin unter Verschluss) einer Machbarkeitsstudie vor, nach der die Verwirklichung des Bauvorhabens in Form einer Public-Private Partnership möglich sein könnte. Im November 2007 bewilligte der Bundestag auf Antrag der Bundesregierung im Rahmen der Haushaltsberatungen einen ersten Zahlungsabschnitt von 105 Millionen Euro, davon wurden zunächst 102 Millionen Euro gesperrt, drei Millionen wurden für den Architektenwettbewerb Wiedererrichtung des Berliner Schlosses – Bau des Humboldt-Forums sofort freigegeben. Die Sperre der Finanzierung des ersten Bauabschnitts wurde mit der Kostenkalkulation begründet, für die man die Sicherheit brauche, dass der gesamte Kostenrahmen von 552 Millionen Euro, den das Bundesbauministerium beantragt hatte, durch die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs bestätigt und eingehalten würde. Es ginge nicht um eine Sperre gegen den Bau an sich, sie sei als Vorsichtsmaßnahme zu sehen, um eine zu teure Variante bei den Entwürfen auszuschließen.
Der Architektenwettbewerb wurde daraufhin im Dezember 2007 ausgeschrieben; ein Jahr später sollte die berufene und mit Vertretern aller Schlossoptionen äußerst heterogen besetzte Jury ihre Entscheidung treffen.
Am 28. November 2008 entschied sich die Jury für den weitgehend am historischen Vorbild orientierten Entwurf des italienischen Architekten Francesco Stella. Die Jury habe sich einstimmig für sein Modell ausgesprochen, um damit das Humboldt-Forum umzusetzen. Dem Italiener sei es gelungen, „einerseits das Historische wieder entstehen zu lassen und andererseits eine moderne Antwort“ zu finden. Diese besteht sicherlich darin, dass sich die frei gestaltbare Ostseite an italienische Loggienfassaden anlehnt und eine gewisse Leichtigkeit herzustellen vermag.
Bis zum Herbst 2009 sollte aus der Entwurfsplanung die Ausführungsplanung in enger Abstimmung mit den künftigen Nutzern entwickelt werden.
Juristisches Zwischenspiel [Bearbeiten]
Am 11. September 2009 hat die Vergabekammer des Bundeskartellamts aufgrund einer Beschwerde des unterlegenen Mitbewerbers des Architektenwettbewerbs Hans Kollhoff entschieden, dass der Stadtschloss-Vertrag mit dem Büro Franco Stella ungültig ist. Die Gründe liegen vor allem im Verstoß gegen die Vergaberichtlinie, wonach ein beauftragtes Büro eine der Größe des Auftrags angemessene Leistungsfähigkeit mit entsprechendem Umsatz nachweisen müsse. Außerdem wurde festgestellt, dass im Wettbewerbsablauf „mangelnde Transparenz“ geherrscht habe. Das Bundesbauministerium kündigte sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts an. Die Bauherren waren sich sicher, dass die juristischen Einwände der Mitwettbewerber keine aufschiebende Wirkung für den Zeitablauf des Projekts hätten.[29] Anfang Dezember 2009 hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht die Vergabe an Stella für rechtmäßig erklärt. Danach hätten zwar die im Architektenwettbewerb unterlegenen Mitbewerber über den bevorstehenden Vertragsabschluss mit Stella informiert werden müssen, durch die nun erfolgte gerichtliche Überprüfung seien aber ihre Rechte gewahrt worden.[30]
Nutzungskonzept – Empfehlung der Expertenkommission [Bearbeiten]
Als Nutzungskonzept für den Komplex hatte der Abschlussbericht der Expertenkommission im Jahr 2002 empfohlen, ein Humboldt-Forum im Schloss zu errichten.[31] Hierzu sollen die Sammlungen der außereuropäischen Kunst der Stiftung Preußischer Kulturbesitz aus dem Museumszentrum Dahlem in das Schloss verlegt werden und zusammen mit den Sammlungen der europäischen Kunst auf der Museumsinsel einen Ort der Weltkultur bilden. Ergänzt wird diese Vorstellung mit der Errichtung des Wissenschaftsmuseums (unter anderem medizinische Sammlungen Rudolf Virchows) und einer zum Konzept passende Büchersammlung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie der Staatsbibliothek zu Berlin. Ein „Agora“ genanntes Veranstaltungszentrum soll dem Dialog der Kulturen der Welt dienen.[32]
Das neue Schloss soll dementsprechend nicht nur um des Schlosses willen entstehen, sondern konkrete Aufgaben übernehmen. Auf diese Weise soll an die wissenschaftlich-kulturelle Vergangenheit des Ortes angeknüpft werden, an dem sich Staat (Schloss), Kirche (Dom), Wissenschaft (Museen) und Militär (Zeughaus) vereinen.[33]
Konkrete Planung [Bearbeiten]
Die Zwischennutzung [Bearbeiten]
Da sich der Abriss des Palastes der Republik mehrfach verzögert hatte, wurde die gesamte Schlossfläche erst Mitte 2009 vollständig geräumt. Für eine mögliche Zwischennutzung des Geländes bis zum ursprünglich geplanten Baubeginn des Humboldt-Forums im Jahr 2010 verblieb damit ein Jahr Zeit.
Nach einem Wettbewerb fiel die Entscheidung, eine Kunsthalle zu errichten und die restliche Freifläche als Grünfläche zu gestalten. Außerdem wurden die noch vorhandenen Kellerräume des Schlosses freigelegt, archäologisch untersucht sowie weitere Ausgrabungen vorgenommen. Dabei wurden auch die Reste des 1702 errichteten Münzturms entdeckt. Dieser Münzturm sollte dreimal so hoch wie die Schlossfassade werden, musste jedoch kurz vor Fertigstellung abgerissen werden, da die Gründung im Boden nicht fest genug war und der Turm umzustürzen drohte. Im Rahmen der archäologischen Untersuchungen konnten außerdem Siedlungen aus dem 12. Jahrhundert festgestellt werden.[34]
Die Maße des Schlosses [Bearbeiten]
Die genauen Maße für die Rekonstruktion des Stadtschlosses sind bis zur endgültigen Festlegung der Ostfassade noch unklar. Sie orientieren sich aber an den Maßen des historischen Schlosses im Bereich der drei äußeren Barockfassaden und des Schlüterhofs. Festgelegt wurden schon 2002 der Wiederaufbau der Nord-, West- und Südfassade sowie des Schlüterhofs, einem der beiden Schlosshöfe. Als wahrscheinlich gilt eine Rekonstruktion der Kuppel über dem Westportal, die zumindest schlichte Rekonstruktion der bedeutendsten Räume des Schlosses und des kunsthistorisch bedeutenden Schlüterschen Treppenhauses. Die Ostfassade zur Spree aus der Renaissancezeit soll nicht rekonstruiert, sondern modern gestaltet werden. Weitere Pläne wie eine zuvor vorgeschlagene Nutzung des Ostflügels als Hotel und der Bau einer Tiefgarage mussten infolge der Kostenbegrenzung auf 670 Mio. Euro aufgegeben werden. Ebenfalls ad acta gelegt wurden Pläne für ein zweites Untergeschoss sowie die Überdachung des Schlüterhofes. Das Stadtschloss soll nun nur noch rein kulturell genutzt werden, es wird zusammen mit den Museen der Spreeinsel ein Zentrum der Weltkulturen und -künste.[35]
Die Finanzierung [Bearbeiten]
Der Förderverein Berliner Schloss e. V. (Geschäftsführer Wilhelm von Boddien) hat sich das Spendenziel von 80 Millionen Euro gesetzt. Diese Summe entspricht dem Mehrpreis der Schlossfassade gegenüber einer modernen. Sie soll ausreichen, die dem Bund zugesagte private Finanzierung der Rekonstruktion von jeweils drei Barockfassaden des Schlosses und des Schlüterhofs zu decken.[36] Das Bundesbauministerium hat den Betrag von 80 Millionen Euro bereits fest in die Gesamtkostenplanung für das Stadtschloss mit eingerechnet. Im November 2007 kalkulierte das Ministerium, dass allein die Natursteinarbeiten für die historischen Fassaden knapp 81 Millionen Euro kosten werden.[37] Der Förderverein seinerseits betont, nur für die Kosten der Wiederherstellung der historischen Fassadenelemente, nicht jedoch für die Baukosten der dahinter liegenden, tragenden Außenwände verantwortlich zu sein. Allerdings räumt der Verein ein, dass sein Spendenziel aufgrund weiterer Entwicklungen nach oben korrigiert werden könnte, insbesondere wenn auch die Rekonstruktion der historischen Schlosskuppel privat finanziert werden soll.[36]
Bis einschließlich Juni 2011 nahm der Förderverein nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Euro an Spenden ein.[38] Seit 2005 werben auch verschiedene Berliner Großunternehmen für Spenden. Dazu zählen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Wall AG. Bis zum Baubeginn des Schlosses lässt der Förderverein bereits auf eigene Kosten Baupläne, Muster und Studien der Baudetails anfertigen, um später eine möglichst schnelle Rekonstruktion der Fassade zu ermöglichen. Die von dem Architekten Stuhlemmer, Berlin, im Auftrage des Fördervereins entwickelten historischen Baupläne des Schlosses waren Grundlage für die Entwürfe der Architekten im Wettbewerb. Die originalen Baupläne Schlüters und Eosanders waren schon seit dem 18. Jahrhundert verschollen.
Laut Bundestagsbeschluss soll der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses 552 Millionen Euro kosten, einschließlich der Umzugskosten der Museen in Höhe von 72 Millionen Euro.[39] Am 4. Juli 2007 billigte das Regierungskabinett diese Finanzplanung für den Bau eines „Humboldt-Forums“ im Zentrum Berlins und machte damit den Weg frei für die Neubebauung.[40] Seinerzeit verschob der damalige Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee alle bisherigen Baudaten um ein Jahr, sodass mit einem Baubeginn im Jahre 2010 zu rechnen war. Eine Fertigstellung wäre danach nicht vor 2013 erfolgt.[41] Aufgrund von Sparplänen der Bundesregierung wurde im Juni 2010 der mögliche Baubeginn auf das Jahr 2014 verschoben. Bundesbauminister Peter Ramsauer sprach sich dafür aus, einen kleinen Teil des vorgesehenen Geldes auf 2013 vorzuziehen, damit 2013 der erste Spatenstich erfolgen könne.[42] Durch die Verzögerungen vor Baubeginn und eine neue, genaue Kalkulation hat sich der Baupreis inzwischen auf eine Gesamtsumme von 590 Millionen Euro erhöht.[43]
Am 6. Juli 2011 stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestages ohne die Vertreter der Linken einer Erhöhung der Kosten um 38 Millionen Euro zu.[44] In der neuen Gesamtsumme von nunmehr 590 Millionen Euro, die zugleich Kostenobergrenze sein soll, ist die „vollständige Rekonstruktion“ der Kuppel nicht enthalten. Diese würde mit anderen Extras auf 28,5 Millionen Euro zusätzlicher Baukosten kommen. Die Summe müsste durch Spenden aufgebracht werden.[45][46] Am 7. Juli 2011 wurde von Seiten der SPD kritisiert, dass trotz der Baukosten in Höhe von 590 Millionen Euro eine kahle Kuppel ohne Verzierung geplant sei.[47]
Im Februar 2013 erhielt das Unternehmen Hochtief nach einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag für den Bau. Die Bauarbeiten sollen im März 2013 beginnen.[48]
Architektenwettbewerb Humboldt-Forum [Bearbeiten]
Am 26. November 2007 startete der Architektenwettbewerb zum Neubau des Humboldt-Forums am Standort des früheren Berliner Stadtschlosses, dessen Außenbau laut Wettbewerbsbedingungen Repliken der Nord-, West-, und Südfassade des ehemaligen Stadtschlosses erhalten sollte. Außerdem sollten drei Seiten des Schlüterhofes rekonstruiert und eine Kuppel über dem Hauptportal errichtet werden. Der Gestaltung der Architekten überlassen war die Ostfassade, der Entwurf der Kuppel sowie – bis auf den Schlüterhof – das Innere des Humboldt-Forums.[49] Am Wettbewerb nahmen 158 Architekturbüros teil, wobei die Wettbewerbsauflagen in Form der Repliken der Stadtschlossfassaden auf Kritik stießen und als hinderlich für kreative Entwürfe angesehen wurden.
Am Freitag, dem 28. November 2008 gaben der Jury-Vorsitzende Vittorio Lampugnani und Bundesminister Wolfgang Tiefensee bekannt, dass aus den 30 Entwürfen, die die zweite Runde erreicht hatten, der Entwurf des italienischen Architekturbüros Francesco Stella mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde.[50] Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Der Entwurf Stellas sieht neben den vorgeschriebenen Schlossfassaden eine Rekonstruktion der Stüler-Kuppel mit der Schlosskapelle vor. Die Ostfassade zur Spree hin soll ein zurückhaltender, durch eine Fuge vom historisierenden Neubau getrennter Block mit Loggien bilden, der keinen Bezug zum ehemaligen Renaissanceflügel des Schlosses hat. Der Entwurf von Franco Stella sieht weiterhin die Rekonstruktion der Fassaden im Eosanderhof vor:[51]
„Die […] Bilder zeigen, dass Stella seine Agorabauten im Eosanderhof so anordnet, dass in seinem Entwurf sogar die historischen Fassaden dieses [Eosander-]Hofs wieder aufgenommen werden.“[51]
Die Jury hat allerdings nur eine Empfehlung an den Bauträger Bundesrepublik Deutschland aussprechen können, die verbindliche Beschlussfassung bleibt dem Deutschen Bundestag vorbehalten.
Verkehrskonzept [Bearbeiten]
Im April 2009 wurden verschiedene Verkehrslösungen für die durch das Humboldt-Forum erweiterte Museumsinsel diskutiert.[52] Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung möchte die Durchquerung des Lustgartens mit einem Verkehrsstrom von bis zu 35.000 Fahrzeugen pro Tag beibehalten. Der ADAC hat ein Alternativkonzept zur Umfahrung entwickelt, das allerdings für den Bereich Marx-Engels-Forum gravierende Nachteile mit sich bringt. Daher wurden weitere Alternativen vorgeschlagen, die den Verkehr weitläufig umleiten, um ein zusammenhängendes, verkehrsberuhigtes Forum zu schaffen, das aus Museumsinsel mit Lustgarten sowie Marx-Engels-Forum und Nikolaiviertel besteht.[53] Ein weiterer Vorschlag des ADAC ist eine Lösung, bei der ein Tunnel unter dem Lustgarten verläuft.
Erste Bauphase [Bearbeiten]
Für ein Eckrondell an der Südostfassade erhielt die Stiftung Anfang des Jahres 2012 eine Spende von einer Million Euro. Eine weitere Million für diese bisher nicht geplante historische Ergänzung soll folgen.[54] Für die Vorbereitung der Baugründung mussten zunächst die alten Holzpfähle entfernt werden, die das alte Schloss getragen hatten. Im Juni 2012 begannen die Bauarbeiten für das Humboldt-Forum. Die offizielle Grundsteinlegung soll erst im Frühjahr 2013 erfolgen.[55]
Freiflächenwettbewerb [Bearbeiten]
Im September 2012 lobte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als Eigentümerin der Grundstücke einen internationalen, offenen Freiflächenwettbewerb für den Schlossplatz, die Schlossfreiheit und den Südteil des Lustgartens aus. Der Wettbewerb soll zahlreiche technische Fragen beantworten (u. a. Feuerwehr, Aufstellflächen für Versorgungsfahrzeuge, Fluchtwege, Fahrradstellplätze, Behindertenparkplätze) aber auch gestalterische Antworten für das Erscheinungsbild der verbliebenen Freiflächen geben. Die Planungen sollen den U-Bahnhof Museumsinsel einbinden und – nach dem Verzicht der Firma Thyssen-Krupp[56] auf ihren Hauptstadtrepräsentanzbau An der Stechbahn – eine Antwort auf die Frage nach der künftigen Funktion dieser Freifläche geben.[57]
Diskutiert wird die Wiederkehr von Kunstwerken in die Umgebung des Schlosses, die in Zusammenhang mit dem Abriss andere Standorte in Berlin erhalten hatten. Hierzu gehören der Neptunbrunnen, die Rossebändiger als korrespondierende Figuren zu den im gleichen Jahr (1842) aufgestellten Figuren Löwenkämpfer und Amazone vor dem Alten Museum und die Adlersäule vor der Nordwestecke. Während die Berliner Denkmalpflege für einen Verbleib der Kunstwerke an ihren Plätzen votiert, setzen sich zahlreiche Bürgervereine für eine Rückkehr an die historischen Standorte ein.[58] Die Vorgaben des Senats sowie die schon ausgeführten neuen Straßenverläufe machen eine an historische Vorbilder angelehnte Gestaltung der Platzflächen um das Schloss unwahrscheinlich. Der Wettbewerb soll bis Februar 2013 entschieden sein.[59][veraltet]
Das deutsch-schweizerische Architektenbüro bbz hat im Januar 2013 den Realisierungswettbewerb für die Umgebung des Schlosses gewonnen: mit einer Gestaltung als „harter Platz“ aus grauem Dolomitgestein, ohne Baum, Strauch oder Rasen. Eine Rückversetzung von Denkmälern auf den Schlossplatz, wie des Neptunbrunnens und der Rossebändiger, ist in dem Siegerentwurf des Landschaftsarchitekten Timo Hermann nicht vorgesehen.[60]
Literatur [Bearbeiten]
chronologisch aufsteigend geordnet
- Das Königliche Schloß, die Königlichen Museen und Sammlungen, die Privat-Gemälde-Gallerien und Kunstausstellungen, In: Berliner Adressbuch 1876, Merkwürdigkeiten und Sehenswürdigkeiten; Seite 190ff
- Albert Geyer: Die Geschichte des Schlosses zu Berlin. Nicolai-Verlag, Berlin 1936. (3. Auflage. Berlin 2001, ISBN 3-87584-110-7) (das Standardwerk aus der Feder des letzten kaiserlichen Schlossbaumeisters in 2 Bänden, mit Bildband)
- Eberhard Cyran: Das Schloss an der Spree. Die Geschichte eines Bauwerks und einer Dynastie. Blanvalet, Berlin 1962. (6. Auflage. Arani, Berlin 1995, ISBN 3-7605-8502-7)
- Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X.
- Bodo Rollka, Klaus-Dieter Wille: Das Berliner Stadtschloß. Geschichte und Zerstörung. Verlag Haude & Spener, Berlin 1987, ISBN 3-7759-0302-X.
- Lieselotte Wiesinger: Das Berliner Schloß. Von der kurfürstlichen Residenz zum Königsschloß. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-09234-1.
- Erich Konter: Das Berliner Schloß im Zeitalter des Absolutismus. Architektursoziologie eines Herrschaftsortes. Berlin 1991, ISBN 3-7983-1375-X.
- Liselotte Wiesinger: Deckengemälde im Berliner Schloß. Propyläen-Verlag, Frankfurt-Berlin 1992, ISBN 3-549-05259-6.
- Liselotte Wiesinger: Zu dem verschollenen Bilderzyklus von Christian Bernhard Rode in der Alten Kapelle im Berliner Schloß. In: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Jahrbuch 2 (1997/1998), S. 119-132 (Digitalisat auf perspectivia.net, abgerufen am 25. Februar 2013).
- Goerd Peschken: Das königliche Schloß zu Berlin. Deutscher Kunstverlag, München
- Band 1: Die Baugeschichte von 1688 - 1701. 1992, ISBN 3-422-06096-0.
- Band 2: Die Baugeschichte von 1701 bis 1706. 1998, ISBN 3-422-06221-1.
- Band 3: Die barocken Innenräume. 2001, ISBN 3-422-06341-2. (Textband, DNB 961447583; Tafelband, DNB 961447613)
- Renate Petras: Das Schloß in Berlin. Von der Revolution 1918 bis zur Vernichtung 1950. Verlag für Bauwesen, Berlin 1992, ISBN 3-345-00538-7.
- Förderverein Berliner Schloss, Kristin Feireiss (Hrsg.): Das Schloß? Eine Ausstellung über die Mitte Berlins. Redaktion: Kristin Feireiss und Wilhelm von Boddien (Ausstellungskatalog). Ernst, Berlin 1993, ISBN 3-433-02431-6.
- Dietmar Arnold, Ingmar Arnold: Schloßfreiheit. Vor den Toren des Stadtschlosses. be.bra-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-33-2.
- Bernd Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. Eine Dokumentation. Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 2000, ISBN 3-8305-0117-X.
- Wilhelm von Boddien, Helmut Engel (Hrsg.): Die Berliner Schlossdebatte. Pro und Contra. Berlin-Verlag Spitz, Berlin 2000, ISBN 3-8305-0106-4.
- Goerd Peschken, Lieselotte Wiesinger: Das Königliche Schloß zu Berlin. Dreibändige Ausgabe zum Schlüterbau, Deutscher Kunstverlag, Berlin/ München 2001, ISBN 3-422-06342-0.
- Guido Hinterkeuser: Das Berliner Schloss. Der Umbau durch Andreas Schlüter. Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-792-4.
- Anna-Inés Hennet: Die Berliner Schlossplatzdebatte. Im Spiegel der Presse. Verlagshaus Braun, Berlin 2005, ISBN 3-935455-65-8.
- Hartmut Ellrich: Das Berliner Schloss. Geschichte und Wiederaufbau. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2008, ISBN 978-3-86568-397-7.
- Dieter Hildebrandt: Das Berliner Schloss. Deutschlands leere Mitte. Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23768-1.
- Manfred Rettig (Hrsg.): Rekonstruktion am Beispiel Berliner Schloss aus kunsthistorischer Sicht. Ergebnisse der Fachtagung im April 2010. Essays und Thesen. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09826-7. (Impulse - Villa Vigoni im Gespräch. 2)
- Guido Hinterkeuser: Das Berliner Schloß. Die erhaltene Innenausstattung. Gemälde, Skulpturen, dekorative Kunst. Hrsg.: Gesellschaft Berliner Schloss. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2336-0.
Weblinks [Bearbeiten]
- Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Die Sprengung des Berliner Stadtschlosses (PDF; 60 kB)
- Informationen zu Stadtschloss, Berlin im BAM-Portal
- Gesellschaft Berliner Schloss e. V.
- Förderverein Berliner Schloss e. V.
- schlossdebatte.de, kritisches Informationsportal und Diskussionsforum zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses sowie zum Bau des Humboldtforums
- Stiftung Berliner Schloss – Humboldforum
- Nina Apin: Die Locken des Preußenlöwen. Bericht über die Schlossbauhütte in Spandau. taz.de vom 22. Oktober 2011.
- Webcam mit stündlich erstelltem Panoramabild der Baustelle des Berliner Stadtschlosses
Anmerkungen [Bearbeiten]
- ↑ Der Bau – ursprünglich ein Kanonenturm – beherbergte eine Wasserkunst, mit dem das Reservoir der Wasserspiele im Lustgarten befüllt wurde. Ab 1680 trieb die Wasserkraft auch die Prägemaschine der Münze an, daher der Name.
- ↑ So sind unter den Augen der Öffentlichkeit geborgene Stücke später mit dem übrigen Schutt abtransportiert worden und die geborgenen Metallgitter wurden eingeschmolzen. Zur Rettungsaktivität und ihren Folgen: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 121–133.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Wiederaufbau wird auf 2014 verschoben. Spiegel Online, 7. Juni 2010, abgerufen am 18. Dezember 2012.
- ↑ Andreas Kilb: Die Brache der Nation. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Juni 2010, abgerufen am 18. Dezember 2012.
- ↑ Homepage WDR 5 (Westdeutscher Rundfunk) Nachrichten - Kultur, abgerufen am 2. Januar 2013
- ↑ Berliner Schloss soll bis 2019 wieder stehen. In: Fuldaer Zeitung. 23. November 2010.
- ↑ Hildebrandt: Das Berliner Schloss. Hanser, München 2011, S. 76–86.
- ↑ Jahrbuch Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
- ↑ Zusammensetzung aus Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 12 und Philipperbrief Kapitel 2, Vers 10)
- ↑ Text auf www.luise-berlin.de
- ↑ Zu hören auf der CD-Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin und des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam-Babelsberg: Der Kaiser kommt - der Kaiser geht. Tondokumente 1900–1918, [1]
- ↑ Siehe Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X, S. 113 f., mit Nachweisen und Literaturkritik, zum Portal IV und zur „Räterepublik“ S. 453
- ↑ www.territorial.de, Kreis Niederbarnim, Eintrag 1920, vgl. auch den Wortlaut des Groß-Berlin-Gesetzes, § 1, Aufzählung der Gutsbezirke, Nummer 1)
- ↑ www.territorial.de Kreis Niederbarnim, Gemeindeverzeichnis 1908, vgl. auch www.gemeindeverzeichnis.de mit dem Stand von 1910 und späteren Nachträgen, wo die Bildung eines solchen Gutsbezirks nicht verzeichnet ist; vgl. auch Anlage II Nr. 1 des Groß-Berlin-Gesetzes, wo bei der Beschreibung des Verwaltungsbezirks Mitte ein solcher Gutsbezirk nicht aufgeführt ist
- ↑ Zur Nachkriegsnutzung: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 35–44.
- ↑ Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 41–44.
- ↑ Zum Protest Margarete Kühns und Hinnerk Schepers und den Folgen siehe: Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 108 f.
- ↑ a b Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 110.
- ↑ Zur Taktik der SED: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 56–63.
- ↑ Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 113.
- ↑ Zu den Protesten: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 82; Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 114.
- ↑ Wortlaut: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 279.
- ↑ Das Schloß muß fallen. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1950, S. 37–38 (online).
- ↑ Maether zitiert eine „Einschätzung“ vom Dezember 1959, mit Nachweis: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 127.
- ↑ Übersicht bei Maether, S. 135 f.
- ↑ Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 119f.
- ↑ Zu den entscheidenden Planungen siehe Peter Müller: Symbolsuche: die Ost-Berliner Zentrumsplanung zwischen Repräsentation und Agitation. In: Berliner Schriften zur Kunst. Band 19, Gebrüder Mann, Berlin 2005, ISBN 3-7861-2497-3, S. 307 ff..
- ↑ Christian Norberg-Schulz: Barock. In: Pier-Luigi Nervi (Hrsg.): Weltgeschichte der Architektur. DVA, Stuttgart 1985, ISBN 3-421-02830-3.
- ↑ So Swoboda im Vorwort zum: Historische Mitte Berlin. Abschlussbericht. (PDF; 1,5 MB)
- ↑ „Nur mit knapper Mehrheit zustande gekommene Rekonstruktionsentscheidung“. In: BMVBS – Schloss / Humboldtforum – Die Internationale Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ auf der Website des BMVBS
- ↑ Das große Dilemma um das Berliner Stadtschloss. auf: welt.de, 11. September 2009.
- ↑ Andreas Kilb: Lasst viele Partner um mich sein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Dezember 2009.
- ↑ Siehe: V. Empfehlungen. In: Historische Mitte Berlin. Abschlussbericht. (PDF; 1,5 MB)
- ↑ Letzte Ausfahrt Agora. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Dezember 2010.
- ↑ Die Internationale Expertenkommission „Historische Mitte Berlin. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, abgerufen am 18. Dezember 2012.
- ↑ Bodendenkmale: Berliner Schloss. auf: stadtentwicklung.berlin.de
- ↑ Hauptstadt. Berliner Schloss zum halben Preis. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 18, 22. Januar 2007, S. 33.
- ↑ a b Website des Fördervereins Berliner Schloss e. V.: http://www.berliner-schloss.de/start.php?navID=243 (Version vom 10. Dezember 2008 im Internet Archive) Spendenuhr (Stand: 6. Januar 2009).
- ↑ Bericht zum Sachstand der Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses. (PDF; 453 kB) 1. November 2007.
- ↑ Letzte Hürde für Berliner Schloss. (Nicht mehr online verfügbar.) Welt Online, 2011.06, ehemals im Original, abgerufen am 13. August 2012. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)
- ↑ Berliner Schloss darf nicht mehr als 552 Millionen Euro kosten. In: Heute im Bundestag. 8. November 2007. (im Webarchiv)
- ↑ Berlin erhält sein Stadtschloss zurück. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juli 2007.
- ↑ Tiefensee: Berliner Stadtschloss bis Ende 2013 fertig. Bei: tagesspiegel.de, 22. November 2008.
- ↑ Berliner Schloss soll bis 2019 wieder stehen. Bei: welt.de, 23. November 2010.
- ↑ Ausschuss genehmigt Berliner Schloss: 590 Mio. Euro. In: Zeit Online, 6. Juli 2011.
- ↑ Berliner Schlosses-Humboldtforum soll 590 Millionen Euro kosten. Pressemitteilung des Deutschen Bundestags, 7. Juli 2011.
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 7. Juli 2011, S. 17 (Feuilleton)
- ↑ Haushaltsausschuss genehmigt Berliner Schloss. In: Zeit Online, 6. Juli 2011.
- ↑ Kuppelstreit. In: NZZ. Anmerkung: Die Schlosskuppel war kein Bauwerk des Barock, wie aus dem Artikel hervorgeht, sondern eine streng spätklassizistische Arbeit aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
- ↑ WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Kulturnachrichten am 5. Februar 2013, abgerufen am 6. Februar 2013
- ↑ Vgl. Wettbewerb um Stadtschloss beginnt. auf: tagesspiegel.de, 26. November 2007.
- ↑ Vgl. Humboldt-Forum mit Kuppel, aber ohne Volkskammersaal. tagesspiegel.de, 28. August 2011, abgerufen am 18. Dezember 2012.
- ↑ a b Berliner Extrablatt, Sonderausgabe Schloss-Architekturwettbewerb – Dezember 2008 (Informationszeitung des Fördervereins Berliner Schloss). S. 2.
- ↑ Verkehrskonzept für den Bereich Museumsinsel, Humboldt-Forum und Schlossplatz. Mai 2009.
- ↑ Nähere Informationen hier: Berlins „Central Parc“ und Bürgerforum – Die Chance nutzen!
- ↑ Runde Sache. In: Der Tagesspiegel, 21. Februar 2012.
- ↑ Bauarbeiten am Berliner Stadtschloss haben begonnen. In: Die Zeit. 21. Juni 2012.
- ↑ Thyssen-Krupp gibt auf. In: Der Tagesspiegel, 5. Juli 2012; zuletzt abgerufen am 24. Dezember 2012
- ↑ Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, zuletzt abgerufen am 24. Dezember 2012
- ↑ Neptun-Brunnen soll wandern In: Der Tagesspiegel, 21. April 2009
- ↑ Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, zuletzt abgerufen am 24. Dezember 2012
- ↑ Andreas Kilb: Geschichtsplanierung: Der Entwurf für den Berliner Schlossplatz. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Januar 2013
52.517513.402777777778Koordinaten: 52° 31′ 3″ N, 13° 24′ 10″ O
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