Drage (Steinburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Drage
Drage (Steinburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Drage hervorgehoben
54.0041666666679.518611111111111Koordinaten: 54° 0′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Itzehoe-Land
Höhe: 11 m ü. NHN
Fläche: 13,56 km²
Einwohner: 259 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25582
Vorwahl: 04893
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 024
Adresse der Amtsverwaltung: Margarete-Steiff-Weg 3
25524 Itzehoe
Webpräsenz: www.amt-itzehoe-land.de
Bürgermeister: Bernd Tiedemann
Lage der Gemeinde Drage im Kreis Steinburg
Karte

Drage ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Brömsenknöll, Dragerborn, Ellerbrook, Hansch, Schäferei, Stammhof, Tiergarten und Wischhof.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Drage liegt 5 km südöstlich von Schenefeld. Die Bäche Bekau, Schönbek, Nonnenbach und die Rolloher Bek fließen durch die Fläche der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das alte Gut Drage

Der Name der Gemeinde bedeutet wohl schmales, von einem Bach durchzogenes Tal. Das Gut Drage gehörte seit 1306 verschiedenen Adelsgeschlechtern, unter anderem den Krummendieks, den Sehestedts, den Ahlefeldts und den Rantzaus. Nach der Ermordung von Christian Detlev Rantzau im Jahre 1721, die von seinem Bruder Wilhelm Adolf Rantzau angestiftet wurde, welcher hierfür lebenslange Kerkerhaft erhielt, wechselte das Gut in den Besitz des dänischen Königs.

Markgraf Friedrich Ernst von Brandenburg-Kulmbach, der Schwager des dänischen Königs, erhielt das Gut als Vermächtnis, und errichtete 1745 das Schloss Friedrichsruh, von dem heute nichts mehr erhalten ist, da es 1787 abgebrochen wurde.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Unter einem goldenen Zinnenschildhaupt durch einen schmalen silbernen Wellenbalken von Grün und Blau geteilt. Oben zwei fächerförmig gestellte goldene Haferrispen zwischen drei goldenen Buchenblätter, unten ein silbernes Boot mit seitlichem Steuerruder.“[2]

Das silberne Boot im blauen Wappenfuß weist darauf hin, dass die Gemeinde einst Stapelplatz war. Das silberne Band der Bekau trennt den Fuß vom Hauptfeld, dessen Farben Gold und Grün auf die Landwirtschaft hinweisen.

Land- und Forstwirtschaft, die immer noch die Gemeinde prägen, sind durch drei goldenen Buchenblätter und zwei goldene Haferrispen dargestellt. Das goldene Schildhaupt erinnert an das Schloss Friedrichsruh in Drage, das trotz seiner kurzen Geschichte prägend auf die Region gewirkt hat. Die drei Zinnen, welche Hauptfeld und Schildhaupt voneinander trennen, weisen auf die drei Ortsteile Schäferei/Dorfstraße, Hansch und Tiergarten hin, welche aus dem einstigen adligen Gut Drage hervorgegangen sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ernst Christian Trapp wurde 1745 auf Gut Friedrichsruhe geboren und war der erste deutsche Inhaber eines Lehrstuhls für Pädagogik.
  • Otto Peltzer (1900–1970), auch „Otto der Seltsame“ genannt, war ein deutscher Journalist, Lehrer, Leichtathlet und Trainer.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drage (Steinburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein