Schenefeld (Kreis Steinburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schenefeld
Schenefeld (Kreis Steinburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schenefeld hervorgehoben
54.059.483333333333327Koordinaten: 54° 3′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Schenefeld
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 9,24 km²
Einwohner: 2460 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 266 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25560
Vorwahl: 04892
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 097
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 2
25560 Schenefeld
Webpräsenz: www.schenefeld.de
Bürgermeister: Hans-Heinrich Barnick (CDU)
Lage der Gemeinde Schenefeld im Kreis Steinburg
Karte

Schenefeld ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Sie ist Sitz der Amtsverwaltung des gleichnamigen Amtes.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Schenefeld liegt etwa 15 km nördlich von Itzehoe an der Bundesstraße 430. Die Mühlenau (Stegau) fließt mitten durch das Gemeindegebiet, durch das bebaute Gemeindegebiet teils verrohrt der Meiereibach. Am Siezbütteler Mühlenteich liegt das Luisenbad.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schenefelder Kirche soll erstmals Adam von Bremen im Jahr 1075 in der Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum erwähnt haben. Hingegen bezieht sich der Ort Schenefeld im Kreis Pinneberg bei seiner Gründung ebenfalls auf genau diese Quelle. Neueren Forschungen zufolge erfolgte die Gründung der Gemarkung Schenefeld im Kreis Steinburg als eigenständige Gemeinde erst während der Reformationszeit.[2]

Von 1901 bis 1957 war in Schenefeld eine Bahnstation der Rendsburger Kreisbahn. Im bundesweiten Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" gewann der Ort im Jahr 1983 Silber. Am 1. Januar 2013 erfolgte eine Eingemeindung der zuvor eigenständigen Gemeinde Siezbüttel nach Schenefeld.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze, die Wählergemeinschaft FWS hat vier Sitze und die SPD drei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber. Vorn das silberne holsteinische Nesselblatt, belegt mit einem sechsspeichigen blauen Mühlrad, hinten, aus dem unteren Schildrand hervorkommend, das blaue Dach und der blaue Turm der Schenefelder Kirche.“[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Besonders sehenswert ist die historisch bedeutsame Bonifatiuskirche, die auch Mutterkirche der Holsaten genannt wird. Im Zuge der Ansgar-Verehrungen, besonders in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, legte der Kunsthistoriker Alfred Kamphausen 1932 nach Grabungen an der Nordmauer der Kirche als Gründungsjahr 826 n. Chr. fest. Gegenwärtig ist umstritten, ob sich an der Kirche tatsächlich Mauerreste aus dieser Zeit nachweisen lassen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es neben Einzel- und Fachhandelsbetrieben sowie Dienstleistern und Gastronomiebetrieben verschiedene Handwerks- und Gewerbeunternehmen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Willy Bandholz (1912–1999), Feldhandballspieler und Olympiasieger
  • Hans Buhmann (1936–2008), ehemaliger Bürgermeister Schenefelds und Landtagsabgeordneter (CDU)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schenefeld (Kreis Steinburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Michael Bellmann: Pöschendorf. Das christliche Urdorf in Holstein?, Itzehoe 2015, ISBN 978-3-00-047773-7
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. http://www.geschichte-s-h.de/kirchenbau-in-nordelbien/