Brokdorf

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Dieser Artikel behandelt den Ort im Kreis Steinburg. Siehe auch: Brockdorf, Landkreis Vechta.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brokdorf
Brokdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brokdorf hervorgehoben
53.8613888888899.33027777777781Koordinaten: 53° 52′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Wilstermarsch
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 19,79 km²
Einwohner: 1017 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 25576,
25554 (Brokdorferlandscheide)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 04829, 04858
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 018
Adresse der Amtsverwaltung: Kohlmarkt 25
25554 Wilster
Webpräsenz: www.brokdorf-elbe.de
Bürgermeister: Werner Schultze (CDU)
Lage der Gemeinde Brokdorf im Kreis Steinburg
Karte
Luftaufnahme von 2012
St. Nikolaus vom Deich (rechts) aus

Brokdorf, niederdeutsch: Brokdörp, ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten]

Brokdorf liegt in der Wilstermarsch am nördlichen Elbufer fünfzehn Kilometer südwestlich von Itzehoe.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortsbezeichnung geht zurück auf eine der ältesten holsteinischen Familien „derer von Brockdorff“, der das Dorf seine erste urkundliche Erwähnung 1220 verdankt. Die St. Nikolauskirche (Brokdorf) wurde erstmals 1342 erwähnt.[2]

Im November 1976, im Februar 1977, im Februar 1981 und im Juni 1986 fanden in Brokdorf Großdemonstrationen der Atomkraftgegner gegen das Kernkraftwerk Brokdorf statt, durch die der Ort bundesweit bekannt wurde. Das Kraftwerk ging 1986 ans Netz. Mit Stand Mai 2014 soll es als Kraftwerk bis Ende 2021 betrieben werden, ein lokales Zwischenlager für radioaktiven Abfall ist seit 2007 in Betrieb und ist bis 2047 bewilligt.[3]

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 neun Sitze und die SPD zwei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein schräggestellter, silberner fliegender Fisch über zwei silbernen Wellenfäden im Schildfuß.“[4]

Das für das Wappen gewählten Symbol sind sowohl auf historische als auch geographische Gegebenheiten zurückzuführen. Der fliegende Fisch ist fast „wörtlich“ aus dem Wappen der Familie Brockdorff zitiert. Dieses alte holsteinische Adelsgeschlecht hatte in diesem Kirchdorf wahrscheinlich seinen Stammsitz und nannte sich nach ihm. Die Wellen im Schildfuß zeigen die Nähe des in der Wilstermarsch am Deich gelegenen Ortes zur Elbe. Der gute Marschboden ermöglichte eine ertragreiche Landwirtschaft, die Wassernähe einen bescheidenen Schiffsverkehr. Die blaue Schildfarbe steht für das Wasser.

Tourismus[Bearbeiten]

Brokdorf liegt an der Deutschen Fährstraße und an der Grünen Küstenstraße. Der Ort verfügt über einen Elbstrand sowie ein Freizeitbad, das über die Sommermonate geöffnet ist. Das Freizeitbad ist beheizt und öffnet in den Monaten Mai bis meist September des Jahres. Hinter dem Deich lassen sich Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Inliner oder Jogging ausüben. Hier führt auch der Elberadweg als auch die North Sea Cycle Route entlang. Am Gemeindezentrum befinden sich Stellplätze für Wohnmobile. Außerdem befindet sich eine Eissporthalle im Ort. Die St. Nikolauskirche steht regelmäßig zu Besichtigungen offen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde befindet sich das Kernkraftwerk Brokdorf

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Waldtraut Feldtmann: Das alte Brokdorf. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1992, ISBN 3-529-02727-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brokdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Brokdorf
  3. http://orf.at/stories/2229625/2229629/ Wirbel um "Bad Bank" für AKWs - Gesamtes Risiko an den Staat? ORF.at vom 12. Mai 2014
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein