Oelixdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oelixdorf
Oelixdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oelixdorf hervorgehoben
53.9270833333339.562091666666713Koordinaten: 53° 56′ N, 9° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Breitenburg
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 10,5 km²
Einwohner: 1498 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25524
Vorwahl: 04821
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 079
Adresse der Amtsverwaltung: Osterholz 5
25524 Breitenburg
Webpräsenz: www.oelixdorf.de
Bürgermeister: Jörgen Heuberger (CDU)
Lage der Gemeinde Oelixdorf im Kreis Steinburg
Karte

Oelixdorf ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Oelixdorf liegt drei Kilometer östlich von Itzehoe nördlich der Stör. In der Nähe verläuft die Bundesstraße 206 und die Bundesautobahn 23.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt ist Oelixdorf in einer Urkunde aus dem Jahr 1358.[2]

Im Jahre 1539 wurde die Oelixdorfer Gilde, eine Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit, gegründet. Dieser überwiegend für den Schadensfall einer Feuersbrunst gegründete Verein hat noch heute seine jährlichen geselligen Veranstaltungen bewahrt, wenn auch der ursprüngliche Versicherungszweck verloren gegangen ist. Diese „Oelixdorfer Lustgilde“ wird jeweils ca. eine Woche nach Pfingsten gefeiert: KK-Schießen im „Schlank“, Umzug zum Tanzsaal, der in früheren Zeiten abwechselnd von den Bauern gestellt worden ist, wobei neben den gereinigten und frisch gekalkten Stallungen auch das Wohnhaus mit einbezogen worden ist - der Tanz fand auf der großen Diele statt. Heute findet diese Veranstaltung im traditionellen Dorflokal „Unter der Linde“ statt.

Amönenhöhe, die Anhöhe an der Störschleife (ca. 3 km vom Ortskern entfernt), gehört seit mindestens 1764 zu den beliebten Ausflugszielen der Rantzaus, die im nahe gelegenen Schloss Breitenburg siedeln. 1772 eröffnete ein Pächter einen Ausschank, der sich schnell zum Ausflugsziel für Itzehoer und Steinburger entwickelte. Später kamen regelmäßige Militärkonzerte und ein Karussell hinzu.[3] Zu Oelixdorf gehört Amönenhöhe aber erst seit der Umgemeindung des Gebietes aus der Gemeinde Breitenburg zu Beginn des Jahres 1998.

Im Jahr 1966 wurde die Kirche der Gemeinde errichtet.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die SPD hat vier und die FDP zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün auf silbernem, mit einem blauen Wellenbalken belegtem Hügel eine bewurzelte, fünfblättrige silberne Buche, beiderseits begleitet von einer goldenen Ähre.“[4]

Im Zentrum des Wappens befindet sich ein mit einer stilisierten Buche bestandener Hügel. Neben dem Laubwaldbestand des Gebietes in alter Zeit wird damit ein bestimmter von Buchen bewachsener Grabhügel angesprochen. Noch im 20. Jahrhundert war eine Vielzahl dieser Grabstätten auf Oelixdorfer Feldmark zu finden. Die Ähren repräsentieren die Landwirtschaft als traditionelle Erwerbsgrundlage. Der Reichtum an natürlichen Gewässern im Gemeindegebiet wird durch den Wellenbalken angedeutet. Die vielen Teiche und Bäche geben Oelixdorf sein charakteristisches Landschaftsbild und legen die volkstümliche Auslegung des Ortsnamens als „Quellendorf“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der denkmalgeschützte Pavillon auf der Amönenhöhe an einer Störschleife stammt aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Besonders auffallend ist die Reetdachkonstruktion, die sich pyramidal über einer achteckigen Betondecke erhebt, die wiederum von einem Holzgerüst gestützt wird. In der Mitte der so beschützten Terrasse steht ein quadratischer Fachwerkbau, der typisch für die Gegend in dunkelgrün und weiß gestrichen ist. Der Pavillon dient seit einigen Jahren wieder als Ausflugslokal.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Frauke Walhorn (* 1942), ehemalige Abgeordnete des Schleswig-Holsteinischen Landtags, lebt in Oelixdorf.
  • Marten Pulmer, Gründer der Rockband One Fine Day, stammt aus Oelixdorf

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Aufl., Neumünster 1992, S. 494.
  3. a b <Be>:„Wiederbelebung eines Ausflugslokals - Pavillon auf der Amönenhöhe in Stand gesetzt“ in: Denkmal. Zeitschrift für Denkmalpflege in Schleswig-Holstein. Jahrgang 14, 2007 Boyens Verlag ISBN 978-3-8042-0912-1 S. 117
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein