Lägerdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Steinburg | |
| Amt: | Breitenburg | |
| Höhe: | 8 m ü. NN | |
| Fläche: | 5,96 km² | |
| Einwohner: |
2.544 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 427 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25566 | |
| Vorwahl: | 04828 | |
| Kfz-Kennzeichen: | IZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 61 061 | |
| LOCODE: | DE LAE | |
| NUTS: | DEF0E | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Osterholz 5 25524 Breitenburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heinrich Sülau (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Lägerdorf im Kreis Steinburg | ||
Lägerdorf ist eine vorwiegend industriell geprägte Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Seit dem 1. April 2003 gehört sie zum Amt Breitenburg. Der Ort wird durch die Zementfabrik dominiert, die im flachen Umland schon weithin sichtbar ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie und Verkehr
Lägerdorf liegt etwa fünf Kilometer südöstlich von Itzehoe an der Bundesautobahn 23 von Hamburg nach Itzehoe. Die direkte Umgebung des Ortes prägt die Zementindustrie in Form von Kreidegruben (Englische Kreidegrube, Kreidegrube Schinkel, Kreidegrube Heidestraße, Kreidegrube Saturn und einigen weiteren älteren kleinen Gruben, von denen die meisten inzwischen wieder zugeschüttet sind).
Obwohl Schleswig-Holstein im Zuge der Eiszeit geformt wurde, was besonders in Teilen der Geest (Hohe Geest) und im ostholsteinischen Hügelland, die durch Grundmoränen und Endmoränen abschmelzender Gletscher entstanden sind, deutlich ist, gibt es einige Stellen, deren geologisches Profil abweicht. Lägerdorf liegt in einem dieser Gebiete.
Der Untergrund in Lägerdorf besteht aus einer etwa 400 Meter mächtigen Schicht sehr reiner Kreide, also aus abgestorbenen mikroskopischen Meerestieren, die sich auch in Versteinerungen nachweisen lassen. Diese Kreideschicht entstand im Sénon, der jüngsten Formation der oberen Kreide und ist mit relativ wenigen Flintsteinbänken durchsetzt. Diese Schicht wurde im Tertiär durch einen Salzstock angehoben und aufgewölbt, so dass sie die Oberfläche erreicht.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, aber wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts durch holländische Siedler gegründet. Er hieß ursprünglich Hollendersdorpe oder ebenfalls nach einer Bezeichnung für holländische Deichbauer Legerdorpe.
Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert veränderte den Ort stark, nachdem Kreide gefunden wurde und sich ab 1862 die Zementindustrie in Lägerdorf ansiedelte und dem Ort zu einer überregionalen wirtschaftlichen Bedeutung verhalf.
1863 wurden die Alsen’sche Portland-Cement-Fabriken durch Otto Friedrich Alsen gegründet, 1884 durch zehn norddeutsche Kaufleute die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik. Der Zusammenschluss der Werke erfolgte 1972, seit 2003 firmieren sie unter dem Namen Holcim.
Durch die Ausbeutung der Kreidegruben und der damit verbundenen Grundwasserabsenkung traten Probleme bei der Wasserversorgung des Ortes auf, die durch die Anlage eines eigenen Wasserturms ab 1938 gelöst wurden.
Zum 1. April 2003 gab Lägerdorf seine Antsfreiheit auf und trat dem Amt Breitenburg bei.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „Schräglinks geteilt. Rechts in Silber vier blaue Wellenbalken, links in Grün am Spalt ein halbes silbernes Zahnrad.“[2]
[Bearbeiten] Heimatmuseum
In Lägerdorf gibt es ein Heimatmuseum, das besonders über Geologie sowie regionale Geschichte und Industrie informiert.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Martin Hoop (1892–1933), Politiker (USPD, KPD), NS-Opfer
[Bearbeiten] Literatur
- Gemeinde Lägerdorf (Hrsg.): Lägerdorf einst und jetzt. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1990, ISBN 3-89264-411 (formal falsche ISBN).
- Eduard Hanssen: Lägerdorf. In: Heimatbuch-Kommission (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Steinburg. Bd. 3, Augustin, Glückstadt 1926, S. 193 ff.
- Reimer Wentorp, Gemeinde Lägerdorf (Hrsg.): Lägerdorfer Chronik. Lägerdorf 1986.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
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