Sommerland

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur deutschen Sängerin und Songwriterin siehe Simone Sommerland.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sommerland
Sommerland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sommerland hervorgehoben
53.8016666666679.53972222222222Koordinaten: 53° 48′ N, 9° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Horst-Herzhorn
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 18,75 km²
Einwohner: 794 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 25358,
25379 (Kamerlanderdeich)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 04126, 04128, 04824
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 101
Adresse der Amtsverwaltung: Elmshorner Straße 27
25358 Horst (Holstein)
Webpräsenz: www.amt-horst-herzhorn.de
Bürgermeisterin: Helga Ellerbrock (KWS)
Lage der Gemeinde Sommerland im Kreis Steinburg
Karte

Sommerland ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Im Gemeindegebiet liegen die Ortschaften Brunsholt, Dückermühle, Grönland, Kamerland und Siethwende.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Sommerland liegt in der Elbmarsch etwa 9 km nordwestlich von Elmshorn und 8 km östlich von Glückstadt. Nordöstlich verläuft die Bundesautobahn 23 von Elmshorn nach Itzehoe.

Geschichte[Bearbeiten]

Die sehr fruchtbare Elbmarsch war lange unzugänglich und von Hochwassern bedroht, wurde jedoch von Horst (Holstein) aus bewirtschaftet, das auf einer Geestinsel höher gelegen ist. Da das Land nur im Sommer nutzbar war, entstand der Flurname Sommerland. Einige Ortsnamen sind auch holländischen Ursprungs, da die Holländer am Deichbau beteiligt waren. Ein großer Teil der Gemeindefläche war über lange Zeit schaumburgische Exklave in Holstein und unterstand bis 1470, zum Teil sogar bis Mitte des 17. Jahrhunderts, hollischem (holländischem) Recht.

Die Gemeinde besteht in ihrer heutigen Form seit 1888. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand im Gemeindegebiet ein Lager für Heimatvertriebene und ausgebombte Hamburger, in dem bis zu 255 Personen wohnten.

Grönland[Bearbeiten]

Die Straßensiedlung Grönland (Gronlande) wurde zusammen mit dem Kirchspiel Schönmoor, das heute zu Süderau gehört, im Jahre 1293 erstmals erwähnt. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts bildete Grönland zusammen mit dem 1312 erstmals erwähnten Sommerland (Zomerlande) eine selbständige Ortschaft. Beide Orte waren über den Marschmoorweg mit der Grafschaft Pinneberg verbunden, zu der sie gehörten.

Kamerland[Bearbeiten]

Zur Siedlung Kamerland, die 1350 erstmals erwähnt wurde, gehörten früher auch Lesigfeld (1356) und Brunsholt (1357), bei denen es sich ebenfalls um Straßensiedlungen handelt. Kamerland war bis zum Zusammenschluss mit Grönland und Sommerland im Jahr 1888 eine selbständige Ortschaft

Siethwende[Bearbeiten]

Siethwende ist nach einem ergänzenden (sitwendige) Deich benannt, der um 1300 von Holländern angelegt wurde, um vor dem Wasser des benachbarten Moors zu schützen. Der als Weg genutzte Deich bildete die Grenze zwischen dem Kirchspiel Süderau und dem Königsmoor.

Die Marschenbahn von Altona nach Glückstadt führt durch das Gebiet der Gemeinde Sommerland. 1845 wurde in Siethwende ein Bahnhof gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat besonders der Ortsteil Siethwende viele Flüchtlinge aufgenommen. Ihre Zahl überstieg zeitweise die der einheimischen Bevölkerung um fast das Doppelte.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWS seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze, die CDU vier und die Grünen haben einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Schräglinks durch einen schmalen schwarzen und einen silbernen Wellenbalken in Blau und Grün geteilt, oben an der Teilung eine wachsende goldene Sonne mit neun den Schildrand und die Teilung anstoßenden Strahlen.“[2]

Partnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1992 besteht eine Partnerschaft mit Landin in der Gemeinde Kotzen im Landkreis Havelland (Brandenburg).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist stark landwirtschaftlich geprägt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sommerland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein