Falvaterra

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Falvaterra
Wappen
Falvaterra (Italien)
Falvaterra
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Frosinone (FR)
Koordinaten: 41° 30′ N, 13° 31′ O41.50416666666713.522777777778279Koordinaten: 41° 30′ 15″ N, 13° 31′ 22″ O
Höhe: 279 m s.l.m.
Fläche: 12 km²
Einwohner: 568 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einw./km²
Postleitzahl: 03020
Vorwahl: 0775
ISTAT-Nummer: 060032
Volksbezeichnung: Falvaterrani
Schutzpatron: San Sosio
Website: Falvaterra

Falvaterra ist eine Gemeinde in der Provinz Frosinone in der italienischen Region Latium mit 568 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012). Sie liegt 106 km südöstlich von Rom und 27 km südöstlich von Frosinone.

Geographie[Bearbeiten]

Falvaterra liegt oberhalb des Tals des Sacco auf einem Ausläufer der Monti Ausoni. Es ist Mitglied der Comunità Montana Monti Ausoni.

Die Nachbarorte sind Arce, Castro dei Volsci, Ceprano, Pastena und San Giovanni Incarico.

Verkehr[Bearbeiten]

Falvaterra liegt 11 km von der Autobahn A1 Autostrada del Sole, Ausfahrt Ceprano, entfernt.

Mit dem Bahnhof Ceprano–Falvaterra (6 km vom Ortszentrum) liegt der Ort an der Bahnstrecke Rom–Neapel.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Einwohner des 124 v. Chr. von den Römern zerstörten Fregellae gründeten beim heutigen San Giovanni Incarico die Stadt Fabrateria Nova. Als dieses 580 n. Chr. von den Langobarden zerstört wurde siedelten die Bewohner auf einen leichter zu verteidigenden Hügel, dem heutige Falvaterra, um. In der Folge gehörte der Ort zur Abtei von Montecassino, dass unterhalb von Falvaterra ein Tochterkloster gründete.

Um 1200 kam Falvaterra zur Familie Pagani, die es 1301 an Pietro Caetani verkauften. 1556 gab es Ferdinand I. an seinen Verbündeten Prospero Colonna. Bei den Colonna blieb es bis zur Italienischen Einigung 1870.

Nach der Zerstörung des benachbarten Ceprano 1944 zog die Gemeindeverwaltung von Ceprano für einige Jahre mit ins Rathaus von Falvaterra ein.

Seit dem 19. Jahrhundert litt Falvaterra unter der Abwanderung seiner Einwohner in die italienischen Großstädte oder nach Nordeuropa. Erst mit der Industrialisierung des Saccotals seit den 1970er Jahren kam diese Entwicklung zu einem Ende.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1871 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1.545 1.372 1.307 1.003 998 991 591 587 630

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Tonino Chiaro (Bürgerliste) wurde im Juni 2004 zum Bürgermeister gewählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Falvaterra hat einen gut erhaltenen Ortskern mit Teilen der Stadtmauer.

  • Die Burg der Colonna stammt aus dem 14. Jahrhundert.
  • Die Pfarrkirche Santa Maria aus dem 14. Jahrhundert wurde im 16. Jahrhundert barockisiert.
  • Das Kloster San Sosio liegt unterhalb des Ortes auf halbem Weg ins Saccotal. Anstelle eines Oratorium, das die Benediktiner von Monte Cassino dem Heiligen Socius geweiht hatten, wurde 1751 das Passionistenkloster gegründet.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten]