Ferentino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ferentino
Wappen
Ferentino (Italien)
Ferentino
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Frosinone (FR)
Koordinaten: 41° 42′ N, 13° 15′ O41.69305555555613.254444444444393Koordinaten: 41° 41′ 35″ N, 13° 15′ 16″ O
Höhe: 393 m s.l.m.
Fläche: 80 km²
Einwohner: 21.300 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 266 Einw./km²
Postleitzahl: 03013
Vorwahl: 0775
ISTAT-Nummer: 060033
Volksbezeichnung: Ferentinesi
Schutzpatron: Sant'Ambrogio
Website: Ferentino

Ferentino ist eine Gemeinde in der Provinz Frosinone in der italienischen Region Latium mit 21.300 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie liegt 74 km östlich von Rom und 12 km nordwestlich von Frosinone.

Dom

Geographie[Bearbeiten]

Ferentino liegt auf einem Hügel über dem Tal des Sacco, zwischen den Monti Ernici im Norden und den Monti Lepini im Süden in der traditionsreichen Landschaft der Ciociaria. Es ist Mitglied der Comunità Montana Monti Ernici.

Zu Ferentino gehören die Ortsteile Cercete, Pareti, Porciano, San Rocco, Sant'Antonio, Stazione, Terme Pompeo, Terravalle, Tofe und Torre Noverana.

Die Nachbargemeinden sind Acuto, Alatri, Anagni, Fiuggi, Frosinone, Fumone, Morolo, Sgurgola, Supino und Trivigliano.

Verkehr[Bearbeiten]

Mit dem Bahnhof Ferentino–Supino liegt Ferentino an der Bahnstrecke Rom–Neapel. Die nächste Autobahnauffahrt ist Frosinone an der A1 Autostrada del Sole.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Antike wurde die Stadt seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. von den Hernikern besiedelt. 413 v. Chr. gelangte sie in den römischen Machtbereich, wurde nach einem Aufstand 361 v. Chr. von den Römern belagert und erobert und kam mit dem Namen Ferentinum endgültig zum Römischen Reich. 211 v. Chr. wurde die Stadt von Hannibal zerstört. Später wurde sie Municipium; ihre Einwohner gehörten zur Tribus Publilia.

Seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. ist Ferentino Bischofssitz (heute Bistum Frosinone-Veroli-Ferentino) und war zeitweise Papstresidenz. 1223 traf Papst Honorius III. hier Kaiser Friedrich II. und rang ihm das Versprechen für einen Kreuzzug ab.

Nach einer kurzen Zeit als freie Stadt im 11. Jahrhundert gehörte Ferentino bis 1870 zum Kirchenstaat. Im Zweiten Weltkrieg war der Ort ein Zentrum von Partisanen. Nach dem Krieg setzte ein Aufschwung durch Industrialisierung ein.

Akropolis

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 10.006 12.279 16.321 15.516 16.328 16.021 19.149 20.103

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Piergianni Fiorletta (PD) wurde im Mai 2003 zum Bürgermeister gewählt und im April 2008 im Amt bestätigt. Sein Mitte-links-Bündnis stellt auch mit 12 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Santa Maria Maggiore

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Aus der Zeit der Herniker sind noch große Teile der Stadtmauer, eine sogenannte Zyklopenmauer mit zwei Toren aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und weiteren Toren aus der Römerzeit erhalten.
  • Auch der Unterbau der Akropolis stammt noch aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.
  • Auf ihr steht der um 1100 erbaute Dom SS. Giovanni e Paolo. Trotz einer Barockisierung im 17. Jahrhundert sind noch zahlreiche Einzelkunstwerke aus dem Mittelalter erhalten.
  • Die Kirche Santa Maria Maggiore ist der älteste Zisterzienserbau Italiens (um 1150).

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferentino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien