Veroli

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Veroli
Wappen
Veroli (Italien)
Veroli
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Frosinone (FR)
Koordinaten: 41° 41′ N, 13° 25′ O41.69083333333313.417777777778594Koordinaten: 41° 41′ 27″ N, 13° 25′ 4″ O
Höhe: 594 m s.l.m.
Fläche: 120 km²
Einwohner: 20.788 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 173 Einw./km²
Postleitzahl: 03029
Vorwahl: 0775
ISTAT-Nummer: 060085
Volksbezeichnung: Verolani
Schutzpatron: Santa Salome
Website: Veroli

Veroli ist eine Stadt in der Provinz Frosinone in der italienischen Region Latium mit 20.788 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie liegt 93 km östlich von Rom und 13 km nordöstlich von Frosinone.

Geographie[Bearbeiten]

Die Altstadt von Veroli mit ca. 3.500 Einwohnern liegt auf einem Höhenzug zwischen den Tälern des Sacco und des Liri. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Hügelland der Ciociaria bis zu den Monti Ernici, wo es mit dem Monte del Passeggio (2066 m) seinen höchsten Punkt hat. Veroli ist Mitglied der Comunità Montana Monti Ernici. Die meisten Einwohner wohnen im Tal zwischen der Altstadt und Casamari in den Stadtteilen entlang der Strada Statale 214.

Die Stadtteile sind: Casamari, Case Campoli-Panetta, Castelmassimo, Colleberardi, Catropagno, Giglio, San Giuseppe le Prata, Santa Francesca, Sant'Angelo in Villa, Scifelli

Geschichte[Bearbeiten]

Das antike Verŭlae war seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. eine wichtige Stadt der Herniker. Sie war eng mit Rom verbunden und ging bald im entstehenden Römischen Reich auf. Im Gebiet der heutigen Gemeinde lag auch die antike Stadt Cereatae.

Seit dem 4. Jahrhundert ist eine christliche Gemeinde nachgewiesen und 743 wurde Veroli Bischofssitz. 877 wurde es von den Sarazenen geplündert.

Im Streit zwischen Gregor IX. und Friedrich II. stellte sich Veroli an die Seite des Papstes und blieb auch danach eng mit dem Vatikan verbunden. 1350 wurde die Stadt von einem Erdbeben stark zerstört.

Im 16. Jahrhundert wurde Veroli von den mit den Colonna verbündeten Spaniern erobert. Doch danach wurden die Verbindungen zum Papst erneuert und die Stadt wurde von Kardinälen regiert. 1870 kam die Stadt mit dem Kirchenstaat zum Königreich Italien und 1927 zur neu gegründeten Provinz Frosinone.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 10.814 12.655 15.527 18.258 20.927 16.653 19.229 19.818

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Giuseppe D’Onorio (Mitte-links-Bündnis) wurde im Juni 2004 zum Bürgermeister gewählt und 2009 im Amt bestätigt. Sein Mitte-links-Bündnis stellt auch mit 14 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Partnerstadt[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die historische Altstadt teilt sich in drei Teile. San Leucio erstreckt sich im Norden bis zum gleichnamigen Felsen. Der mittlere Stadtteil um die Kathedrale hat viele Adelspaläste. Der untere Stadtteil Santa Croce ist durch seine steilen, engen Gassen geprägt.

  • Die Kathedrale Sant‘Andrea aus dem 12. Jahrhundert wurde über dem Haupttempel von Verulae erbaut. Unter den zahlreichen Kirchenschätzen befindet sich auch ein silbernes Reliquiar von 1291 mit einem Stück des Heiligen Kreuzes und eine Silberbüste aus dem 13. Jahrhundert, die den Kopf der Heiligen Salome enthält. Bis 1861 wurde in der Kathedrale das sogenannte Veroli-Kästchen aufbewahrt.
  • Das Museo delle Erbe (Kräutermuseum) zeigt 850 Pflanzen, vor allem aus den Monti Ernici.
  • Einige Kilometer östlich der Altstadt steht das bedeutende Zisterzienserkloster Casamari, das über den Ruinen der antiken Stadt Cereatae errichtet wurde.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Veroli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.