Amaseno

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Amaseno
Wappen
Amaseno (Italien)
Amaseno
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Frosinone (FR)
Koordinaten: 41° 28′ N, 13° 20′ O41.46722222222213.335555555556112Koordinaten: 41° 28′ 2″ N, 13° 20′ 8″ O
Höhe: 112 m s.l.m.
Fläche: 78 km²
Einwohner: 4.344 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einw./km²
Postleitzahl: 03021
Vorwahl: 0775
ISTAT-Nummer: 060005
Volksbezeichnung: Amasenensi
Schutzpatron: San Lorenzo
Website: Amaseno

Amaseno ist eine italienische Stadt in der Region Latium, Provinz Frosinone in Mittelitalien mit 4344 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012). Sie liegt 30 km südlich von Frosinone und 100 km südöstlich von Rom. Bis 1872 hieß der Ort San Lorenzo del Valle.

Santa Maria Assunta

Geographie[Bearbeiten]

Amaseno liegt im Valle d'Amaseno, in dem der gleichnamige Fluss entspringt, in den Monti Ausoni. Es ist Mitglied der Comunità Montana Monti Lepini, Ausoni e Valliva.

Die Nachbargemeinden sind Castro dei Volsci, Monte San Biagio (LT), Prossedi (LT), Roccasecca dei Volsci (LT), Sonnino (LT), Vallecorsa und Villa Santo Stefano.

Geschichte[Bearbeiten]

Auch wenn einige archäologische Funde im Tal des Amaseno gemacht wurden, liegt die Geschichte des Ortes in der Antike im Dunklen. 1125 wird das Castrum Sancti Laurentii erstmals schriftlich erwähnt. Der Ort San Lorenzo wurde 1165 von Friedrich Barbarossa im Kampf gegen Papst Alexander III. niedergebrannt. In der Folge kam es an die Adelsfamilien der de Ceccano, Caetani, Maenza und Colonna. San Lorenzo hatte auch immer Bedeutung als Festung an der Grenze des Kirchenstaats zum Königreich Neapel. 1872 wurde es nach dem das Gemeindegebiet durchfließenden Fluss in Amaseno umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1.810 2.144 2.917 3.972 4.647 3.821 4.110 4.228

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Giannantonio Boni (PD) wurde 2003 zum Bürgermeister gewählt und im April 2008 im Amt bestätigt. Seine linke Bürgerliste stellt auch mit 11 von 16 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Santa Maria dell’Auricola

In der verwinkelten Altstadt sind noch die Reste der mittelalterlichen Burg und der Stadtbefestigung mit ihren Stadttoren ablesbar.

  • Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta wurde bis 1177 über einem Vorgängerbau errichtet. Sie steht stilistisch in enger Verwandtschaft zur nahen Klosterkirche Fossanova.
  • Die Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Auricola wurde über einem antiken Herkulestempel errichtet. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts grundlegende erneuert. Es sind allerdings noch Fresken aus dem 14. bis 16. Jahrhundert erhalten.

Blutwunder[Bearbeiten]

In der Kirche Santa Maria Assunta wird als Reliquie in einem Glasfläschen Blut des Märtyrers Laurentius von Rom aufbewahrt. Jedes Jahr kurz vor dem Tag seines Martyriums, am 10. August, verflüssigt sich das eingetrocknete Blut für kurze Zeit. Die erste Erwähnung der Reliquie fand anlässlich der Weihe der Kirche 1177 statt. Die erste Verflüssigung ist jedoch erst in der Amtszeit von Papst Paul V., Anfang des 17. Jahrhunderts, dokumentiert. 1759 wurde das Blutwunder durch Clemens XIII. offiziell bestätigt. [2]

siehe auch: Blutwunder des San Gennaro

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Amaseno ist besonders bekannt für den Büffelmozzarella sowie weitere Büffelprodukte.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. www.menteantica.it

Weblinks[Bearbeiten]