Kronprinzenkoog

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kronprinzenkoog
Kronprinzenkoog
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kronprinzenkoog hervorgehoben
53.9716666666678.96444444444442Koordinaten: 53° 58′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Marne-Nordsee
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 28,85 km²
Einwohner: 813 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25709
Vorwahlen: 04856, 04857 und 04851Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 062
Adresse der Amtsverwaltung: Alter Kirchhof 4/5
25709 Marne
Webpräsenz: www.kronprinzenkoog.de
Bürgermeister: Alwin Sals (FKW)
Lage der Gemeinde Kronprinzenkoog im Kreis Dithmarschen
Karte

Kronprinzenkoog ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Gemeindezentrum ist der Dorfkern im Mittelkoog, in dem sich eine Grundschule, eine evangelische Kirche, ein evangelischer Kindergarten und ein evangelischer Friedhof befinden. Die neugotische Kirche stammt aus dem Jahr 1883. Es gibt einen Kirchenchor und einen Gospelchor. Örtlich aktiv sind der Kyffhäuserverein und eine Ortsgruppe des Sozialverbands Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Barlt, Trennewurth, Helse, Marnerdeich, Neufeld, Neufelderkoog, Kaiser-Wilhelm-Koog und Friedrichskoog (alle im Kreis Dithmarschen).
Im Nordwesten grenzt die Gemeinde an die Nordsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Koog entstand in drei Abschnitten: 1718 wurde der Sophienkoog eingedeicht, der später der Gemeinde zugeschlagen wurde. In den Jahren 1785 bis 1787 wurde der Koog gewonnen und nach Kronprinz Friedrich benannt. Als der Speicherkoog 1978 eingedeicht wurde, wurde ebenfalls ein Teil des Kooggebietes dem Kronprinzenkoog zugeschlagen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

  • Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung erhielten die CDU und die Wählergemeinschaft UWK bei der Kommunalwahl 2008 je vier Sitze und die SPD drei. Die Sitze der SPD sind zwischenzeitlich wegen diverser Rücktritte und einer aufgebrauchten Nachrückerliste nicht mehr besetzt.
  • Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die CDU 24,0 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit drei Sitze. Die Wählergemeinschaften FKW mit 46,2 Prozent und sechs Sitzen sowie die UWK mit 29,8 Prozent und vier Sitzen vervollständigen die Gemeindevertretung. Die Wahlbeteiligung betrug 73,6 Prozent.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der konstituierenden Sitzung am 10. Juni 2013 wurde Alwin Sals (FKW) für die Wahlperiode 2013–2018 zum neuen Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf schwarzem Boden in Gold ein bärtiger, mit grünem Hut, grünem Hemd, grüner Weste, grüner Hose und grünen Stiefeln bekleideter Sämann, der aus einem silbernen, um die Schulter zu einem Sack gebundenen Tuch goldene Körner ausstreut.“[3]

Das Motiv des Wappens der Gemeinde Kronprinzenkoog geht auf ein Bildfenster im Sitzungssaal des 1895–1899 errichteten Kreishauses in Meldorf zurück. Vor Baubeginn forderte der Kreis Süderdithmarschen alle Gemeinden im Kreisgebiet auf, ein Wappenfenster zu stiften. Die 1901 fertiggestellten Bildfenster entsprachen zwar nicht den Anforderungen strenger Heraldik, verschafften aber den Gemeinden ein Bildmotiv, mit dem sie sich darstellen konnten. So ist der Sämann für die Gemeinde Kronprinzenkoog ein Teil ihrer Identität geworden. Die heraldische Umarbeitung und offizielle Genehmigung des Wahrzeichens erfolgte 90 Jahre später.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Koogskirche[Bearbeiten]

Dorfkirche

Die evangelisch-lutherische Dorfkirche, auch Koogskirche genannt, wurde 1883 nach Entwurf des Berliner Architekten Johannes Vollmer erbaut und steht als einziges Bauwerk in Kronprinzenkoog unter Denkmalschutz. Der ursprüngliche Dachreiter nicht mehr vorhanden; 1980 erfolgte ein Neueindeckung des Dachs mit Kupferblech, wobei der Turmhelm um 2 Meter erhöht wurde. An die Südseite des Chors wurde ein Anbau angefügt, im Inneren ist nach einigen Veränderungen ein Teil der ursprünglichen Ausstattung vorhanden.[4] Die Kirchengemeinde gehörte bis 2012 der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche an.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kronprinzenkoog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://wahl.amt-marne-nordsee.de/GW2013/GW2
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Dieter Krampf: Johannes Vollmer (1845–1920). Ein Architekt des deutschen protestantischen Kirchenbaues im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1990, S. 241-244, Abb. 82-84.