Büsum
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||||
| Kreis: | Dithmarschen | ||||
| Amt: | Büsum-Wesselburen | ||||
| Höhe: | 2 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 8,26 km² | ||||
| Einwohner: | 4890 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 592 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 25757–25761 | ||||
| Vorwahl: | 04834 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HEI | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 51 013
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| Adresse der Amtsverwaltung: | Kaiser Wilhelm-Platz 25761 Büsum |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Volker Johann | ||||
| Lage der Gemeinde Büsum im Kreis Dithmarschen | |||||
Büsum ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (Deutschland). Der Hafenort liegt direkt an der Nordsee, ist seit dem 19. Jahrhundert Seebad und nach Übernachtungszahlen hinter Sankt Peter-Ording und Westerland der drittgrößte Fremdenverkehrsort an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.
Ursprünglich eine Insel ist Büsum seit 1585 mit dem Festland verbunden. Vor allem der Fremdenverkehr prägt die Stadt, der Ausflugs- und Fischereihafen prägt das Stadtbild; die dort angelandeten Büsumer Krabben sind auch überregional bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Der Ort liegt an der Nordsee, an der Meldorfer Bucht, nahe der Eidermündung in der Dithmarscher Marsch, etwa 100 km nordwestlich von Hamburg. Der Hafen ist über den Meeresstrom Piep, der durch den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer verläuft, mit der offenen See verbunden.
[Bearbeiten] Sturmfluten und Landgewinnung
Seit der ersten Erwähnung 1140 bis zum Bau des Hafenkoogs 1940 veränderte sich das Büsumer Ortsbild stetig. Landgewinnung, Wurt- und Deichbau trugen zur Vergrößerung der Gemeinde bei und verbanden die ehemalige Insel mit dem Festland, Sturmfluten sorgten immer wieder für Verwüstungen und Landverluste − der größere Südteil der Insel liegt mittlerweile im Meer.
Vermutlich bestand die Insel Bisvne aus den Orten Middlestorpe, Norddorp (das heutige Büsum), Dickhusen (Büsumer Deichhausen) und Werven. Die Vermutung, dass es auch noch ein Süderdorp gegeben habe, wird zwar schon von Neocorus geteilt, konnte bisher aber nicht archäologisch bestätigt werden. Große Teile der Insel selbst sowie an nahe gelegenden Sanden wurden vermutlich bei diversen Sturmfluten im 14. und 15. Jahrhundert zerstört, die nicht weiter dokumentiert sind. Während die Middlestorper noch 1482 von den Hamburgern zerstört worden sein soll, kennt ein Belassungsbuch von 1496 den Ort nicht mehr. Schwere Schäden richtete die Burchardiflut 1634 an, die auch 168 Büsumern das Leben kostete. Werven versank bei der Weihnachtsflut 1717 im Meer, Spuren des Orts wurden erst bei der Erschaffung des Speicherkoogs 1978 wiederentdeckt. Die letzte Sturmflut, die über den Deich kam, war die Februarflut 1825, bei der Sturmflut 1962 konnte ein Deichbruch knapp verhindert werden.[1]
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet sich in einer Urkunde des Bremen-Hamburger Bischofs Adalbero von Bremen, in dem er 1140 Bivsne in einer Aufzählung von Kirchen erwähnt. Der damalige Name deutet auf die Binsen hin, die wahrscheinlich im Dünengebiet der Inselmitte wuchsen.[1]
Der Name der Insel entwickelte sich weiter zu Biusne, Büsen, Busen, Butzen zu dem heutigen Ortsnamen Büsum. Der heutige Ort Büsum mit der Kirche ist auf einer langrechteckigen Wurt des Mittelalters erbaut.
Ursprünglich war Büsum eine Insel, deren Südseite im Laufe der Jahrhunderte durch Sturmfluten (1362, 1436 und 1570) teilweise abgetragen wurde, während sich im Norden die Insel durch Landzuwachs vergrößerte. Mit dem Bau eines Deichs wurde Büsum an die Dithmarscher Nordermarsch im 16. Jahrhundert eingedeicht (Wardamm, Wardammkoog).
Seit dem 19. Jahrhundert ist Büsum eng mit dem Tourismus verbunden und wird in den letzten Jahrzehnten maßgeblich durch diesen geprägt. Pionier war Kirchspielvogt Claus Bruer, der – wahrscheinlich inspiriert durch ähnliche Pläne in Tönning – nach 1818 erste Badekarren in die Nordsee stellte. Wahrscheinlich aufgrund der mangelnden Infrastruktur und der schlechten Erreichbarkeit scheiterte der Plan, die behutsamen Anfänge machte die Februarflut 1825 zunichte, die Büsum schwer traf.[2]
Paul Johann Boysen, von 1828 Kirchspielvogt und von 1838 bis 1852 Landvogt, trieb die Entwicklung dann weiter voran. Eine erste Gaststätte entwickelte sich beim Gastwirt Heinrichs, 1836 ließ Boysen die sturm- und flutgefährdeten Badekarren durch feste Badehäuschen ersetzen.[2] Bereits seit 1837 bezeichnet sich die Gemeinde als Nordseebad.[3]
Der Aufschwung als Seebad und die beherrschende Stellung, die der Fremdenverkehr auf den Ort ausüben sollte, begann sich Ende des 19. Jahrhunderts zu entwickeln, als die Verkehrsanbindung an das Festland besser wurde: 1872 wurde die Straße nach Heide über Wöhrden verklinkert, 1883 entstand die Eisenbahn nach Heide. Die Bürger und die Gemeinde reagierten, indem 1889 32 Bürger die Badeanlagen vom "Hotel Stadt Hamburg" kauften, 1890 erschien der erste Prospekt für den Ort, 1891 dann das erste Werbeplakat. Seit 1896 leitete die Gemeinde das Badewesen und begann auch in diesem Jahr die Kurtaxe zu erheben.[2] Am Ende des 19. Jahrhunderts sorgten 300 Gäste für 8.500 Übernachtungen.[3]
Badeten Männer und Frauen bis 1902 noch getrennt, schlug Propst Heesch, angeregt durch positive Erfahrungen auf Helgoland und Sylt, vor, auch im Büsum ein gemischtgeschlechtliches Familienbad einzuführen. Noch 1903 konnte die Gemeinde die ersten acht Umkleidekabinen für Damen am zukünftigen Familienstrand errichten. Zur Wahrung von Anstand und Sitte erließ sie unter anderem Vorschriften, die das fotografieren ebenso verboten, wie den Besuch des Familienstrandes durch Einzelpersonen. Damen und Herren mussten hochgeschlossene Anzüge aus undurchlässigem Stoff tragen, der bei Nässe auch nicht am Körper klebte.[2]
1904 ließ die Gemeinde einen Sandstrand aufschütten, der den bisherigen Wiesenstrand ergänzte. Sowohl Familien- wie Sandstrand waren Erfolge, im Jahr 1911 kamen schon 6.000 Gäste, die (nacheinander) 2083 Gästebetten in 1124 belegten. Nach dem Ersten Weltkrieg ergänzte die Gemeinde das Angebot der Ausflugsfahrten nach Helgoland, nach 1933 schickte auch die NS-Organisation Kraft durch Freude Urlauber nach Büsum, so dass 1937 beispielsweise 5649 Kur- und 6391 Kraft-durch-Freude-Gäste in Büsum urlaubten.
1950 lag die Zahl bei 3.857 Kurgästen, die für 33.991 Übernachtungen sorgten[3], schon bis 1953 war sie auf 7.097 Kurgäste gestiegen.[2] Am Ende des 20. Jahrhunderts sorgen etwa 160.000 Gäste für 1,6 Millionen Übernachtungen.[3]
Nachdem Dithmarschen schon vor 1933 eine Hochburg der Nationalsozialisten war und die NSDAP bei den Reichstagswahlen 1932 60% erhielt, kamen Büsum (und das benachbarte Wesselburen) 1965 in den Fokus der bundesweiten Öffentlichkeit. Beide Städte weigerten sich länger, eine nach dem Dithmarscher NS-Kulturpolitiker Adolf Bartels benannte Straße zurückzubenennen, am Büsumer Nordsee-Gymnasium mussten darüber hinaus drei Lehrer suspendiert werden.[4] Diese hatten zum Beispiel behauptet, dass die Amerikaner die Gasöfen in den Konzentrationslagern erst nach Kriegsschluß montiert hätten, um den Deutschen die Judenvernichtung in die Schuhe schieben zu können, zu einem "Auschwitz-Spiel" aufgefordert oder Schülern verboten sich positiv auf Israel oder Anne Frank zu beziehen.[5]
Dem Tourismus schadete dies nicht. Büsum war lange Zeit der einzige Nordseeurlaubsort südlich von St. Peter Ording, die Dominanz des Ortes schränkten erst Campingwagen ein, die sich auch im näheren Umland aufstellten und auf eine weniger anspruchsvolle Infrastruktur angewiesen waren. Städtebaulich schlug sich der Tourismus auch nieder. So prägen Ferienwohnungen das Stadtbild, die Hafenanlagen veränderten durch Großbauten wie Kurmittelhaus, Haus des Kurgasts und Schwimmbad vollkommen ihr Gesicht und deutlich sichtbar im weiten flachen Umland ist das 1972 gebaute Hochhaus.[3]
[Bearbeiten] Politik
Blasonierung: „In Silber der rote, in der Mitte silberne, unterhalb der Laterne von zwei Galerien umgebene Büsumer Leuchtturm; links daneben ein den Sockel des Leuchtturms mit dem Heck teilweise überdeckender, nach links fahrender blauer Büsumer Krabbenkutter ohne Segel und ohne Netze.“[6]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Mit der Stadt Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern
- Mit der französischen Stadt Camaret-sur-Mer (seit 1966)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gemeinde ist Seebad und das wichtigste Zentrum des Tourismus im Kreis Dithmarschen. Besucher eingerechnet ist sie in den Sommermonaten der größte Ort des Kreises. Im Jahr 2002 boten Büsumer Betriebe 15.000 Gästebetten an, die von 160.000 Gästen zu insgesamt 1.600.000 Übernachtungen genutzt wurden. Nach Sankt Peter-Ording, Westerland auf Sylt sowie den Ostseebädern Grömitz und Timmendorfer Strand steht Büsum an fünfter Stelle der Übernachtungszahlen in Schleswig-Holstein. Die Gäste kommen zu 99,5 % aus Deutschland, die Quote der ausländischen Gäste ist mit 480 ungewöhnlich niedrig.
Für das Ortsbild prägend, wenn auch mit nachlassender wirtschaftlicher Bedeutung, ist die Krabbenfischerei. Diese entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Büsum, als es möglich wurde die leich verderblichen Tiere zu kühlen und schnell ins Inland zu transportieren. Die Büsumer Fischereigesellschaft gründete sich 1898. Dabei ist die Zahl der Büsumer Krabbenfischer gesunken. Waren zu den Hochzeiten 1948 noch 136 Kutter registriert, sanken die Zahlen bis 1973 auf 75 Schiffe, 1998 waren es noch 34 und 2008 dann noch 20. Viele Boote, die im Hafen liegen kommen mittlerweile aus Friedrichskoog oder den Niederlanden, wobei die Büsumer den Niederländern eine sehr laxen Umgang mit den europäischen Fischereirichtlinien vorwerfen. Die Erträge gehen nach einem Anstieg bis 2005 wieder zurück, so sank die Fangmenge an Krabben an der Schleswig-Holsteinischen Westküste 2007 auf 5,9 Millionen Tonnen gegenüber 7,1 Millionen Tonnen 2006 und 7,8 Millionen Tonnen 2005 und folgte damit einem langfristigen Rückgang.[7]
Größte Abnehmer am Büsumer Hafen sind zwei ebenfalls niederländische Unternehmen: Heiploeg, das auch die ehemalige Büsumer Fischereigenossenschaft aufkaufte und Klaas Puul. Die beiden Unternehmen beherrschen mittlerweile bis zu 90% des Krabbenmarkts. In den letzten Jahren gab es deshalb immer wieder dramatische Preisänderungen. Kleinere Unternehmen sind Gustav Rentel und Krabben-Kock in Büsum sowie Stührk-Delikatessen in Marne.[8] War das Krabbenpulen lange Zeit ein ertragreicher Nebenverdienst vor allem für Büsumer Hausfrauen, hat sich dieses Bild seit den 1960ern gewandelt. Büsumer Krabben kommen entweder per LKW (Unternehmen Klaas Puul) oder Schiff (Heiploeg) nach Marokko oder Osteuropa, werden dort gepult und dann auf den deutschen Markt gebracht. Nachdem die Anfangsprobleme überwunden waren, stehen mittlerweile aber auch schon zwei Krabbenpulmaschinen direkt in Büsum.[9]
[Bearbeiten] Verkehr
Der Ort ist über die Bundesautobahn 23 und anschließend die Bundesstraße 203, die hier endet, zu erreichen.
Die Regionalbahnen der Linie Büsum–Heide (Holstein)–Neumünster fahren tagsüber im Stundentakt von Heide nach Büsum.
In der Nachbargemeinde Oesterdeichstrich liegt der kleine Flugplatz Heide-Büsum.
Büsum besitzt den größten Hafen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Durch den Gezeitenstrom Piep (Norderpiep in Richtung Eider und Nordfriesland, Süderpiep gen Helgoland und Elbmündung) ist die Fahrt durch das Wattenmeer in die offene Nordsee möglich. Hier liegen vor allem Ausflugsschiffe, die unter anderem nach Helgoland fahren, und Krabbenkutter. Das Büsumer Fischereikennzeichen ist SC, im Hafen liegen aber nicht nur Büsumer Kutter, sondern je nach Fanglage auch solche aus Friedrichskoog und zunehmend auch größere Fahrzeuge aus den Niederlanden. So befanden sich im Juni 2008 beispielsweise zusätzlich zu den 25 Büsumer Kuttern noch je 50 aus dem übrigen Deutschland und 50 Kutter aus den Niederlanden im Hafen.[8]
Die Helgoland-Schiffe fahren in den Sommermonaten, im Jahr 2008 sind die MS Lady von Büsum und die Funny Girl auf der Strecke unterwegs.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Seit der Kommunalwahl 2008 haben sich Amt Kirchspielslandgemeinde Büsum, Stadt Wesselburen und Amt Kirchspielslandgemeinde Wesselburen zum neuen Amt Büsum-Wesselburen zusammengeschlossen, die Verwaltung teilt sich zwischen beiden Orten auf.
[Bearbeiten] Schulen
- Neocorus-Schule – Realschule mit Grund- und Hauptschulteil
- Nordsee-Gymnasium, Europaschule
[Bearbeiten] Bildung und Kultur
[Bearbeiten] Essen und Trinken
Im Hotel "Zur Post", dem wichtigsten Hotel der Büsumer Frühzeit, soll der Eiergrog erfunden worden sein. Kulinarisch wird die Büsumer Küche aber durch den Fischereihafen geprägt, so dass hier besonders Fisch- und Krabbengerichte verbreitet sind. "Büsumer Krabben" sind weit über Büsum hinaus bekannt, eine Scholle "Büsumer Art" ist eine mit Krabben belegte Scholle.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Aufgrund der Bedeutung des Fremdenverkehrs für den Ort bemüht sich dieser, zahlreiche Museen und Ausstellungen zu betreiben. Neben dem künstlich aufgespülten Sandstrand hat Büsum auch ein neu gebautes Meerwasserwellenbad Piratenmeer, einen Museumshafen und das Museum am Meer, das sich vor allem dem Meer und seiner Nutzung durch den Menschen widmet. 2006 wurde am Hafen die Sturmflutenwelt „Blanker Hans“ gebaut. Sie erzählt die Geschichte der Sturmflut 1962. Sie hat 7,5 Mio. € gekostet und hat eine „Offshore-Forschungsstation“, wo wissenschaftlich der Klimawandel erklärt und ausprobiert werden kann.
Am Hafen sind das Schiff Schleswig-Holstein des deutschen Zolls, mehrere Tonnenleger des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning sowie der Seenotrettungskreuzer Hans Hackmack der DGzRS stationiert.
Seit einigen Jahren ist ein Teil des Hafenbeckens 1 als Museumshafen Büsum ausgewiesen. Wichtigstes Ausstellungsstück ist das Motorrettungsboot Rickmer Bock, das von 1961 bis 1981 für die DGzRS in Büsum stationiert war. Seit Anfang 2008 findet sich dort auch der ehemalige Fischkutter „Fahrewohl“. Das 1912 in Wewelsfleth für den Büsumer Schiffer G. G. Johannsen gebaute Schiff ist der älteste noch fahrfähige Büsumer Krabbenkutter. Der Kutter befand sich von 1912 bis 1921 in Büsum, wo er 1915 den ersten Motor bekam. Dann kam er nach Kaiser-Wilhelm-Koog, wo er noch im selben Jahr bei schwerem Sturm auf den Deich lief, beim selben Sturm wurde fast die gesamte Flotte des Eigners zerstört. 1923 kam das Schiff nach Cuxhaven, 1929 wieder nach Dithmarschen mit dem Heimathafen Friedrichskoog, wo es bis 1976 Dienst als Fischkutter leistete. Danach gehörte es mehreren Eigentümern, darunter dem Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte, bevor es der Museumshafenverein Büsum Ende 2007 erwarb.[10]
In Büsum befinden sich zwei Leuchtfeuer. Der rot-weiße Turm wurde als Orientierungsfeuer in den Jahren 1912/1913 gebaut, ist 22 Meter hoch und hat eine Nenntragweite von 17/12 Seemeilen. Das Molenfeuer besteht aus zwei je 10 Meter hohen Türmen in grün und rot. Sie haben eine Nenntragweite von vier Seemeilen. Seit 2007 gibt es eine Nachbildung des ersten Leuchtfeuers aus dem 19. Jahrhundert am Museumshafen.
Das eigentliche Stadtbild prägen Apartmenthäuser aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Während diese meist nur ein oder zwei Stockwerke haben, ist das auffallendste Gebäude des Orts das Büsumer Hochhaus von 1972, das mit seinen 22 Stockwerken das Landschaftsbild in weitem Umkreis beeinflusst. In dem Haus befinden sich ausschließlich Eigentumswohnungen, die meist als Ferienwohnungen weitervermietet werden.
[Bearbeiten] Sport und Freizeit
In Büsum gibt es unter anderem ein Schwimmbad und eine Outdoor Kartbahn. Während der Sommermonate bieten der Tourismusservice und unabhängige Veranstalter ein breites Programm mit Wattwanderungen, Gymnastik und Radtouren, seit neustem existiert auch ein Nordic Walking Parkours.
Eine Büsumer Besonderheit ist dabei das „Wattenlaufen mit Musik“, bei der die Kurkapelle die Wattwanderer begleitet. Der Brauch geht auf das Jahr 1900 zurück, maßgeblich gefördert wurde es vom Hamburger Kurgast Rehder, der bei den ersten Wanderungen auch noch als „Wattenpräsident“ mitlief.[2]
Der Kreis Dithmarschen und das nahe gelegene Eiderstedt bieten zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ a b Dirk Meier: "Ol Büsum liggt in wille Haff..." in VDL 2008 S. 2-9
- ↑ a b c d e f Dieter Braune: 100 Jahre Familienbad Büsum 1903-2008 in VDL 2008 S. 10-13
- ↑ a b c d e Karl-Heinrich Buhse: "Die Entwicklung in Dithmarschen seit 1950 in: Martin Gietzelt: "Geschichte Dithmarschens" Boyens & Co Heide 2000 ISBN 3-8042-0859-2 S. 411-414
- ↑ [http://www.boyens-medien.de/dlz-bz/archiv/68er_bewegung2007/20070531.html Martin Gietzel: "Das übermalte Bewusstsein. 'Braunes' Lehrpersonal in Büsum und dreiste Abiturienten".
- ↑ [http://www.zeit.de/1965/43/Braun-in-Buesum?page=1 Die Zeit: "Braun in Büsum", Ausgabe vom 22.10.1965
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
- ↑ Sönke Dwenger: "Urlauber statt Krabben fangen." in Dithmarscher Landeszeitung vom 5. Februar 2008 S. 16
- ↑ a b Wilstersche Zeitung:Krabbenfischerei in "fremder" Hand
- ↑ Museum am Meer: "Krabben"
- ↑ Anja Petersen: "Fahrewohl kehrt heim" in: Dithmarscher Landeszeitung v. 30. Januar 2008 S. 19
[Bearbeiten] Literatur
- Verein für Dithmarscher Landeskunde (VDL) (Hrsg.): Dithmarschen - Landeskunde - Kultur - Natur. Heft 2/2008 „Büsum“; Heide 2008
[Bearbeiten] Weblinks
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