Martin Max

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Martin Max

Max 1996 als Spieler von Schalke 04

Spielerinformationen
Geburtstag 7. August 1968
Geburtsort Tarnowskie GóryPolen
Größe 182 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
0000–1982
1982–1985
1985–1987
Rodło Górniki Bytom
Blau Weiß Post Recklinghausen
1. FC Recklinghausen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987–1989
1989–1995
1995–1999
1999–2003
2003–2004
1. FC Recklinghausen
Borussia Mönchengladbach
FC Schalke 04
TSV 1860 München
Hansa Rostock

142 (22)
109 (33)
112 (51)
33 (20)
Nationalmannschaft
2002 Deutschland 1 0(0)
Stationen als Trainer
2007–2010 TSV Grafing
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 31. März 2008

Martin Max (* 7. August 1968 in Tarnowskie Góry, Polen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler schlesischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Max ist gebürtiger Oberschlesier und zog mit seiner Familie später als Aussiedler nach Deutschland. Dort absolvierte Max eine Lehre als Schlosser auf einer Zeche.[1] Er lebt mit seiner Familie in Haltern am See. Sein 1993 geborener Sohn Philipp gab im März 2014 sein Profidebüt für den FC Schalke 04.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Max begann seine Karriere in der Jugend von Rodło Górniki Bytom in Oberschlesien. Nachdem er nach Deutschland übergesiedelt war, spielte er für Blau Weiß Post Recklinghausen. Dort war Kurt Meyer sein erster Trainer.

Erste Profistation war Borussia Mönchengladbach, wo Max zwischen 1989 und 1995 aktiv war. Sein Debüt gab der Stürmer am 1. Spieltag der Saison 1989/90, dem 28. Juli 1989, gegen den 1. FC Kaiserslautern. Er stand dabei in der Startformation seiner Mannschaft und absolvierte die volle Spielzeit.[2] Bis zum 4. Spieltag gehörte Max immer zur Anfangself. Erst im Laufe der Saison fand er sich öfters auf der Ersatzbank wieder. Insgesamt elf Partien bestritt Max in seinem ersten Profijahr, dabei wurde er zehnmal ein- bzw. ausgewechselt.[3] Um den Platz neben Hans-Jörg Criens, der im Sturm gesetzt war, konkurrierte Max mit Igor Belanow, Oliver Bierhoff und Christoph Budde.

Im Folgejahr schaffte Max seinen Durchbruch bei der Borussia. Am 6. Spieltag der Saison 1990/91 erzielte er seinen ersten Bundesligatreffer beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt. Mit 30 absolvierten Begegnungen hatte er so viele wie kein weiterer Stürmer der Borussen. Dabei erzielte er sieben Tore und war zweitbester Schütze seiner Mannschaft.[4]

Größter Erfolg seiner Gladbacher Zeit war der Gewinn des DFB-Pokals 1995. Im Finalspiel sowie im Verlauf des Wettbewerbs und der Liga war Max aber nicht mehr erste Wahl. Im ganzen Saisonverlauf erzielte er keinen Treffer. Stattdessen machten ihm Spieler wie Heiko Herrlich, Martin Dahlin und Bachirou Salou den Platz streitig.[5]

Im Sommer 1995 entschied sich Max deshalb zum Wechsel zum FC Schalke 04. Hier wurde Max 1997 UEFA-Pokal-Sieger. In seinen ersten beiden Jahren bei Schalke war er zusammen mit Youri Mulder im Sturmzentrum gesetzt und wurde jeweils Toptorschütze der Gelsenkirchener.[6][7] Beim UEFA-Cup-Gewinn lief Max in beiden Endspielen gegen Inter Mailand auf. Nachdem er beim 1:0-Hinspielsieg erst zur 65. Minute eingewechselt worden war, stand er im Rückspiel am 21. Mai 1997 in der Startelf. Da Mailand die Hinspielniederlage egalisierte, wurde das Spiel in Verlängerung und anschließend im Elfmeterschießen entschieden. Dabei traf Max zum zwischenzeitlichen 3:1, ehe Marc Wilmots den entscheidenden Elfmeter verwandelte.[8]

Nachdem Max in den beiden Folgejahren nicht mehr so treffsicher gewesen war, wechselte er 1999 zum TSV 1860 München und wurde dort in den Jahren 2000 und 2002 jeweils Torschützenkönig. In der Saison 2002/03 verlor Max seinen Stammplatz an den 13 Jahre jüngeren Benjamin Lauth.

Im Sommer 2003 wechselte er deshalb zu Hansa Rostock[9] und war in der Saison 2003/04 bester deutscher Torjäger mit 20 Toren in 33 Bundesligaspielen. Nach der Saison 2003/04 beendete er seine Karriere. Max absolvierte zwischen 1989 und 2004 396 Bundesligaeinsätze und erzielte dabei 126 Tore.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Als Torschützenkönig der Bundesliga wurde er von Medien für das Aufgebot der Nationalmannschaft Deutschlands zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 gefordert. Max absolvierte am 17. April 2002 seinen Einstand für die DFB-Auswahl, als er bei der 0:1-Niederlage im Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart gegen Argentinien acht Minuten vor Schluss für Torsten Frings eingewechselt wurde.[10] Trotz dieses Einsatzes und auch nachdem er Torschützenkönig der Bundesliga geworden war, wurde Max vom damaligen Teamchef Rudi Völler nicht zur WM nominiert. Nachdem er auch 2003/04 erfolgreichster deutscher Angreifer war, wurden erneut Diskussionen um den nun bald 36-jährigen Angreifer laut, um ihn für die Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal zu nominieren. Da Völler ihn aber 2002 nicht berücksichtigt hatte, lehnte Max ein Comeback in der Nationalmannschaft ab.[11]

Erfolge als Spieler[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Individuell[Bearbeiten]

  • Torschützenkönig der 1. Bundesliga: 2000, 2002

Nach der aktiven Karriere[Bearbeiten]

Heute engagiert sich Martin Max für den Jugendfußball in seinem Martin Max Camp.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Von November 2007 bis 2010 war Martin Max zusammen mit Daniel Hoffmann Trainer beim Bezirksligisten TSV Grafing.[12]

Im Sommer 2010 machte er seine Trainer-A-Lizenz.[13]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin Max – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hinweis in: WAZ vom 4. April 2014, Sportteil
  2. Spielstatistik 1. FC K'lautern - Borussia M'gladbach 2:1 (2:0) auf fussballdaten.de
  3. Die Spiele der Bundesliga 1989/1990 für Borussia Mönchengladbach auf fussballdaten.de
  4. Borussia Mönchengladbach: Der Kader 1990/1991 auf fussballdaten.de
  5. Borussia Mönchengladbach: Der Kader 1994/1995 auf fussballdaten.de
  6. FC Schalke 04: Der Kader 1995/1996 auf fussballdaten.de
  7. FC Schalke 04: Der Kader 1996/1997 auf fussballdaten.de
  8. Spielstatistik Inter Mailand - FC Schalke 04 1:4 i.E. (1:0 n.V.) auf fussballdaten.de
  9. Torjäger Martin Max kommt vom 6. Juni 2003 auf spiegel.de
  10. Freundschaftsspiel: Deutschland - Argentinien 0:1 auf weltfussball.de
  11. "Hat Skibbe noch alle Tassen im Schrank?" vom 6. Mai 2004 auf stern.de
  12. Ex-Löwen geben in Grafing den Ton an vom 15. November 2007 auf merkur-online.de
  13. Ex-Profi Martin Max zurück in Recklinghausen, DerWesten.de