Carsten Jancker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carsten Jancker
Spielerinformationen
Geburtstag 28. August 1974
Geburtsort GrevesmühlenDDR
Größe 193 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1981–1986
1986–1991
1991–1992
TSG Wismar
Hansa Rostock
1. FC Köln
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1992–1995
1995–1996
1996–2002
2002–2004
2004–2006
2006
2007–2010
1. FC Köln
SK Rapid Wien
FC Bayern München
Udinese Calcio
1. FC Kaiserslautern
Shanghai Shenhua
SV Mattersburg
5 0(1)
27 0(7)
143 (48)
36 0(2)
30 0(4)
11 0(0)
76 (21)
Nationalmannschaft
0
0
0
0
0
1993
1993–1994
1998–2002
DDR U-14
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-19
Deutschland U-20
Deutschland U-21
Deutschland
15 0(?)
15 0(6)
10 0(7)
14 0(8)
6 0(4)
6 0(4)
2 0(0)
33 (10)
Stationen als Trainer
2010
2010
2010–2013
2013–
SV Mattersburg U-14
SC Neusiedl am See U-14
SK Rapid Wien U-15
SK Rapid Wien (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Carsten Jancker (* 28. August 1974 in Grevesmühlen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer. Er ist Co-Trainer der ersten Mannschaft des SK Rapid Wien.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Jancker hatte vom siebten bis zwölften Lebensjahr für die TSG Wismar gespielt, bevor er 1986 in die Jugendabteilung von Hansa Rostock im Rahmen der Kooperation mit der CJD Jugenddorf-Christophorusschule Rostock[1] wechselte und dort fünf Jahre aktiv war. Im letzten Jahr seiner Jugend spielte er für den 1. FC Köln und erhielt bei diesem 1992 einen Lizenzspielervertrag für die Bundesliga. In dieser gab er am 25. September 1993 (9. Spieltag) beim Heimspiel gegen den VfB Leipzig seinen Einstand. Er wurde in der 64. Minute für Andrzej Kobylanski eingewechselt und erzielte mit dem 3:1-Endstand auch sein erstes Tor. Sein Pflichtspieldebüt für den Verein gab er allerdings schon am 11. September 1993 in der dritten Runde des DFB-Pokals, in der die Kölner bei den Bayern-Amateuren im Elfmeterschießen unterlagen. In der Folgesaison kam Jancker nur viermal zum Einsatz und wechselte nach Österreich zum Bundesligisten SK Rapid Wien, für den er in 27 Spielen sieben Tore erzielte. Mit Rapid erreichte er auch das Finale des Europapokals der Pokalsieger (er selbst erzielte im Wettbewerb sechs Tore), das mit 0:1 gegen Paris St. Germain verloren wurde.

Die Rückkehr nach Deutschland führte ihn 1996 zum FC Bayern München, für den er bis 2002 143 Mal in der Bundesliga spielte, 48 Tore erzielte, seine größten Erfolge errang und sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befand. 2002 wechselte er nach Italien zum Erstligisten Udinese Calcio. Am 22. März 2004 löste der Stürmer seinen bis zum 30. Juni 2007 laufenden Vertrag bei Udine vorzeitig auf und verließ den Verein zum Saisonende.

Carsten Jancker (links) im Dress des 1. FC Kaiserslautern

Ab der Saison 2004/05 spielte er für den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern, bei dem er in der Saison 2005/06 „ausgemustert“ wurde. Dabei wurde er 2005 Torschützenkönig des DFB-Pokals, indem er in der ersten Runde bei einem 15:0 gegen den FC Schönberg 95 sechs Tore schoss. Sein Verein scheiterte jedoch schon in der nächsten Runde im Elfmeterschießen am FC Schalke 04.

Jancker fand in China seinen neuen Arbeitgeber im chinesischen Meister von 2003, Shanghai Shenhua, für den er – mit einem Einjahresvertrag ausgestattet – bis 25. Oktober 2006 elf Mal in der Chinese Super League zum Einsatz kam. Verletzungsbedingt – und nicht mehr zu alter Form zurückfindend – kündigte er daraufhin nach nur einem halben Jahr und wechselte erneut nach Österreich. Ab 1. Januar 2007 war er spielberechtigt für den SV Mattersburg, für den er in drei Spielzeiten in 76 Spielen 21 mal traf. Der von der Mannschaft im Dezember 2008 zum Mannschaftskapitän gewählte Jancker erfuhr am 24. Juni 2009 von Trainer Franz Lederer, dass man in der Saison 2009/10 nicht mehr mit ihm plane und ihm eine Vertragsauflösung nahelege.[2] Jancker wollte jedoch nach eigener Aussage noch „ein, zwei Jahre weiterspielen“.[3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Jancker im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft

Jancker kam schon früh zu Länderspielen, zunächst für die Junioren-Auswahl der DDR (U-14), und in der Folge für weitere altersansteigende Auswahlmannschaften. Jancker nahm an der Junioren-Weltmeisterschaft 1993 in Australien teil und kam in seinen zwei Spielen (am 6. März, 1:0-Sieg gegen Portugal und 9. März, 2:2-Unentschieden gegen Ghana) zu jeweils einem Treffer. Zuvor bestritt er am 13. und 16. Januar 1993 jeweils gegen die Türkei (2:2 und 1:1) sowie am 7. und 9. Februar jeweils gegen Saudi Arabien (2:1, beide Treffer von ihm, und 0:0) seine Spiele für die U-20-Auswahl. Am 14. Dezember 1993 wurde Jancker erstmals in die U-21-Nationalmannschaft berufen; das Spiel in Cordoba gegen die Auswahl Spaniens ging mit 1:3 verloren. Sein zweites Spiel am 10. Mai 1994 ging in Lamia mit 0:1 gegen die Auswahl Griechenlands ebenfalls verloren. Am 14. Oktober 1998 wurde er beim 3:1-Erfolg über Moldawien erstmals für die A-Nationalmannschaft berufen und in der 73. Minute für Ulf Kirsten eingewechselt. Sein erstes Länderspieltor gelang ihm am 3. Juni 2000 in Nürnberg beim 3:2-Sieg über Tschechien mit dem 1:0-Führungstreffer. Jancker war Teilnehmer an der Europameisterschaft 2000 und der Weltmeisterschaft 2002. Sein letztes Spiel im Nationaltrikot bestritt er am 16. Oktober 2002, beim 2:1-Sieg über die Färöer. In seinen 33 Länderspielen erzielte Jancker 10 Tore, davon ein „Doppelpack“ am 7. Juni 2000 beim 8:2-Sieg über Liechtenstein und das vierte Tor beim 8:0-Sieg über Saudi-Arabien in der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2002.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Am 18. Februar 2010 wurde bekannt, dass Jancker ab sofort als Individualtrainer für die Stürmer des SC Neusiedl am See arbeiten und gleichzeitig einen A-Lizenz-Trainerschein machen wird[4][5], obwohl sein bis Juni 2010 laufender Vertrag beim SV Mattersburg noch nicht aufgelöst wurde. Neben der Individualbetreuung der Stürmer war Jancker auch als Trainer der dortigen zweiten U-14-Mannschaft tätig.[4] Ab der Saison 2010/11 kehrte Jancker zunächst als Nachwuchsbetreuer der U-15-Mannschaft zum SK Rapid Wien zurück und wurde im April 2013 zum Co-Trainer der ersten Mannschaft befördert.[6][7]

Erfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carsten Jancker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erfolgreiche Sportler des CJD Rostock, gesehen am 30. Mai 2011
  2. ORF.at: Trennung von Mattersburg, abgerufen am 24. Juni 2009
  3. kicker online: Jancker muss wieder suchen, 24. Juni 2009
  4. a b Jancker engagiert sich beim SC Neusiedl, abgerufen am 27. April 2010
  5. Es war die harte Schule; 11freunde.de, 24. Februar 2010
  6. Website Rapid WienCarsten Jancker verstärkt unseren AKA U15-Trainerstab, abgerufen am 27. April 2010
  7. Die Welt: CJancker übernimmt Co-Trainer-Amt bei Rapid Wien, abgerufen am 17. April 2013
  8. Torschütze des Monats