Stefan Kießling

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Stefan Kießling

Stefan Kießling (2012)

Spielerinformationen
Geburtstag 25. Januar 1984
Geburtsort LichtenfelsDeutschland
Größe 191 cm
Position Sturm, offensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1988–2001
2001–2003
TSV Eintracht Bamberg
1. FC Nürnberg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2006
2003–2005
2006–
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg (A)/II
Bayer 04 Leverkusen
73 0(15)
21 0(13)
250 (113)
Nationalmannschaft2
2003
2004
2005–2006
2007–2010
Deutschland U-20
Team 2006
Deutschland U-21
Deutschland
1 0(0)
1 0(0)
15 0(4)
6 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 13. April 2014
2 Stand: 10. Juli 2010

Stefan Kießling (* 25. Januar 1984 in Lichtenfels, Oberfranken) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit der Saison 2006/07 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag steht. Im Verein agiert Kießling als Mittelstürmer, kam in der Vergangenheit aber auch als Flügelspieler zum Einsatz.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

Kießling entwickelte Sympathien für den 1. FC Nürnberg[1] und den FC Arsenal.[2] Sein erster Verein war der TSV Eintracht Bamberg, den Kießlings Großvater mitgegründet hatte und bei dem sein Vater noch als Torwart aktiv ist.[3] In dem Verein spielte er ab dem Alter von vier Jahren und durchlief sämtliche Jugendabteilungen. Anfangs agierte Kießling als Torwart, entwickelte sich aber nach und nach zum Stürmer.[4]

Aufgrund eines Wachstumsschubes im Jahr 1997 wuchs sein linkes Bein schneller als sein rechtes, weshalb Kießling ein Jahr der C-Jugend verpasste[1][2].

2001 wechselte er von der U-17 Bambergs in die A-Jugend des 1. FC Nürnberg. Mit der U-19 des Clubs wurde Kießling in der Saison 2001/02 Bayernliga-Meister und stieg in die Regionalliga Süd, damals die höchste A-Junioren-Spielklasse, auf. Am Ende der Saison 2002/03 wurde man Fünfter[5], aufgrund der Gründung der U-19-Bundesliga zur Saison 2003/04 stieg man dennoch auf.

1. FC Nürnberg[Bearbeiten]

Für die zweite Mannschaft vom 1. FC Nürnberg erzielte Stefan Kießling von 2002 bis 2005 in 21 Spielen 13 Tore.

Im Jahr 2002 unterschrieb Kießling einen Sechsjahresvertrag beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg. Sein Profidebüt gab er in der Abstiegssaison 2002/03 am 26. März 2003 im Spiel gegen den Hamburger SV, das 0:4 endete.[6] Sein erstes Tor für Nürnberg erzielte er in der 2. Liga am 7. März 2004 gegen SpVgg Greuther Fürth zum 2:2-Endstand.[7] In der Saison 2005/06 gelang ihm beim 1. FC Nürnberg der Durchbruch und er wurde zum Stammspieler; Kießling erzielte in 31 Spielen zehn Tore.

Bayer 04 Leverkusen[Bearbeiten]

2006–2009[Bearbeiten]

Kießling im Trikot von Bayer 04 Leverkusen (2007)

Kießlings Leistungen beim 1. FC Nürnberg weckten u. a. das Interesse des FC Arsenal oder des FC Bayern München, doch zur Saison 2006/07 wechselte er für 6,5 Millionen Euro zu Bayer 04 Leverkusen. Er erhielt einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2010,[8] den er am 5. März 2008 vorzeitig bis 2012 verlängerte.

Am 12. August 2006, dem ersten Spieltag der Saison 2006/07, absolvierte er sein Debüt in der BayArena. Kießling bereitete im Spiel gegen Alemannia Aachen das Tor von Simon Rolfes zum 3:0-Endstand vor und wurde in der 78. Minute ausgewechselt.[9] Den ersten Pflichtspieltreffer für seinen neuen Verein erzielte Kießling am 12. Spieltag im Spiel gegen den FC Bayern München. Am 28. September 2006 gab er seinen Einstand im Europacup, als er beim 3:1-Sieg im Erstundenrückspiel des UEFA-Pokals gegen den FC Sion in der 89. Minute für Andrij Woronin eingewechselt wurde. Insgesamt bestritt er in der Saison 43 Pflichtspiele und erzielte acht Tore.

In der Saison 2007/08 erreichte Kießling in der Liga mit seinem Verein lediglich den 7. Platz, im DFB-Pokal schied man in der 1. Runde und im UEFA-Cup im Viertelfinale aus, sodass man sich für keinen internationalen Wettbewerb qualifizierte. Kießling erzielte in 44 Pflichtspielen 16 Tore, davon neun in der Liga und sieben im UEFA-Cup.

In der Saison 2008/09 belegte Leverkusen am Ende der Saison den neunten Tabellenplatz der Bundesliga, und am 30. Mai 2009 erreichte Kießling das DFB-Pokal-Finale 2008/09, das mit 0:1 gegen Werder Bremen verloren wurde.[10] Kießling erzielte in 40 Spielen zwölf Liga-Tore und zwei Tore im DFB-Pokal.

Saison 2009/10[Bearbeiten]

Sein sportlicher Durchbruch gelang Kießling in der Saison 2009/10. Er erzielte an den ersten fünf Spieltagen fünf Tore. Außerdem wurde er zum Fußballer des Monats August 2009 gewählt. In der Hinrunde erzielte Kießling zwölf Treffer, darunter drei der vier Tore beim Spiel gegen den VfB Stuttgart am 14. Spieltag. Das war zuletzt Patrick Helmes am 5. Spieltag der Saison 2008/09 gelungen. Insgesamt markierte er in 33 Bundesligaspielen 21 Treffer und wurde damit hinter dem Wolfsburger Edin Džeko (22 Tore) Zweiter der Torschützenliste. Außerdem wurde er mit 19,5 Punkten der effizientesten Fußballer der Liga.[11]

Trotz einiger Angebote von Klubs wie dem FC Bayern München,[12] Inter Mailand,[13] Juventus Turin[14] oder dem FC Schalke 04[15] verlängerte Kießling seinen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen am 16. März 2010 erneut vorzeitig bis zum 30. Juni 2015. Er machte klar, dass er diesen Vertrag auch erfüllen wolle.[16]

Saison 2010/11[Bearbeiten]

In der 1. Runde des DFB-Pokals erzielte Kießling zwei Tore beim 11:1 gegen den FK Pirmasens.[17] Sein erstes Saisontor machte er am 2. Spieltag im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach, als er den 3:6-Endstand erzielte. Bei einem Foul des Nürnbergers Andreas Wolf am 4. Spieltag zog er sich einen Syndesmosebandriss zu, weshalb er für den fast kompletten Rest der Hinrunde ausfiel.[18]

Sein Comeback absolvierte Kießling am 16. Dezember 2010 im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Atlético Madrid, als er zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde.[19][20] Sein Comeback in der Bundesliga fand am 19. Dezember 2010 am 17. Spieltag gegen den SC Freiburg statt.[21]

In der Rückrunde erzielte er sechs Treffer, darunter einen Doppelpack beim 4:2 gegen Stuttgart.[22] Er war er mit sieben Bundesligatreffern nach Arturo Vidal (zehn Tore) der zweitbeste Torschütze seiner Mannschaft, die Tabellenzweite wurde.

Saison 2011/12[Bearbeiten]

Zu Beginn der Saison verlor Kießling mit seinem Team in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 3:4 nach Verlängerung gegen Dynamo Dresden, nachdem er zusammen mit Michael Ballack in der 63. Minute beim Stand von 3:0 eingewechselt wurde.[23] In der Bundesliga-Hinrunde erzielte Kießling drei Vorlagen und drei Tore.

Am 13. September 2011 machte Stefan Kießling sein erstes Champions-League-Spiel, das allerdings mit 0:2 gegen den FC Chelsea verloren ging.[24] Im zweiten Gruppenspiel gegen den FC Valencia gewann die Mannschaft mit 2:1 nach 0:1-Rückstand, wobei Kießling bis zur 81. Minute spielte.[25] Im dritten Spiel, wieder gegen Valencia, köpfte Kießling mit seinem ersten Champions League-Tor den zwischenzeitlichen 1:1-Stand, Leverkusen verlor aber dennoch 1:3.

Am 20. Spieltag erzielte Kießling nach elf torlosen Bundesligaspielen das zwischenzeitliche 1:0 beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart, womit er seit der 2:4-Niederlage am 7. Februar 2009 in jeder Partie gegen die Stuttgarter mindestens ein Tor geschossen hatte.[26][27] Zwei Wochen später erzielte er seinen ersten Doppelpack in dieser Saison gegen den FC Augsburg. Auch am 31. Spieltagbeim 3:3 gegen Hertha BSC gelang ihm ein Doppelpack.[28] Damit hatte er gegen alle aktuellen Bundesligisten getroffen. Am letzten Spieltag schoss er beim 4:1 gegen seinen Ex-Club 1. FC Nürnberg drei Tore.[29]

Mit dreizehn Toren in der Rückrunde zeigte sich Kießling im Vergleich zur Hinrunde enorm gesteigert. Insgesamt erzielte er 16 Tore und war damit der erfolgreichste deutsche Torjäger 2012.[30]. Bis dahin war er nur in der vorherigen Saison erfolgreicher gewesen.[31] Mit seinem 13. Saisontor zum 1:0-Sieg gegen Hannover 96 machte er auch seine insgesamt zweitbeste Saison im Trikot der werkself.

Am Ende der Saison wurde Stefan Kießling mit Leverkusen in der Bundesliga Fünfter und kam in der Champions League bis ins Achtelfinale.

Saison 2012/13[Bearbeiten]

Kießling in Aktion (2012)

Nach durchwachsenem Start in die Bundesliga mit nur einem Sieg in den ersten vier Spielen steigerte sich die Mannschaft mit Kießling, der in den nächsten acht Spielen bis zum 12. Spieltag sieben Tore erzielte. Als einer der wenigen Spieler im Bayer-Team konnte Kießling gute Leistungen zeigen, was sich auch an den Scorerpunkten der Hinrunde deutlich machte: Er erzielte bis zur Winterpause zwölf Tore, womit er die Torjägerliste anführte, sowie zwei Assists, weshalb auch seine Rückkehr in die Nationalmannschaft diskutiert wurde.

Am 21. Spieltag im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (3:3) erzielte Stefan Kießling sein 100. Tor in der Bundesliga.[32] Am Ende der Saison wurde er mit Bayer Leverkusen in der Bundesliga Dritter und qualifizierte sich für die Champions League. In der Europa League erreichte man das Sechzehntelfinale, während man im DFB-Pokal im Achtelfinale ausschied. In der Bundesliga sicherte sich Kießling mit 25 Saisontoren die Torjägerkanone vor Robert Lewandowski.[33] Damit übertraf er sowohl seinen bisherigen Rekord aus der Saison 2009/10 (21 Tore) als auch den Vereinsrekord von Ulf Kirsten aus den Spielzeiten 1996/97 und 1997/98 (jeweils 22 Tore). Außerdem erzielte er elfmal in dieser Saison den Führungstreffer, was ebenfalls ein Rekord ist[34], und wurde zum zweiten Mal nach 2010 EFFIFU[35]. In der Europa League und im DFB-Pokal erzielte er jeweils ein Tor.

Saison 2013/14[Bearbeiten]

In der letzten Saison zeigten u. a. Borussia Dortmund[36], Dynamo Kiew [37] der FC Chelsea[38] und die ACF Florenz[39] Interesse an einer Verpflichtung Kießlings. Dennoch verlängerte er am 26. Juli 2013 seinen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen zum dritten Mal vorzeitig bis zum 30. Juni 2017.[40]

Am 9. Bundesligaspieltag erzielte Kießling beim 2:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim ein „Phantomtor“ zum 2:0. Sein Kopfball verfehlte das Tor und der Ball flog erst hinter der Torauslinie durch ein Loch im Außennetz in das Tor hinein. Dennoch entschied Schiedsrichter Felix Brych auf Tor. Hoffenheim hatte wegen des Vorfalls beim DFB Protest gegen die Spielwertung eingelegt,[41][42][43] der jedoch abgewiesen wurde, da es sich um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters handele, die nach dem Regelwerk endgültig sei.[44]

Am 23. Oktober 2013 erzielte Kießling beim 4:0-Sieg gegen Schachtjor Donezk erstmals einen Doppelpack in der Champions League.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein Debüt in der U-21-Nationalmannschaft gab Kießling am 8. Februar 2005 gegen Wales. Dort wurde er am 15. August 2006 zum Kapitän der deutschen U-21-Nationalmannschaft ernannt.[45] Zwischen 2005 und 2006 erzielte er in 15 Spielen vier Tore.

Am 28. März 2007 kam er im Spiel gegen Dänemark (0:1) zu seinem ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft, bei der er als Nachfolger von Mike Hanke die Rückennummer 9 erhielt. Seinen zweiten Einsatz hatte er fast zwei Jahre später am 11. Februar 2009 gegen Norwegen (0:1). Nach seinem guten Start in der Bundesligasaison 2009/10 wurde in den Medien bald über einen neuen Einsatz spekuliert.[46] Es dauerte jedoch bis zum 18. November, ehe er wieder nominiert wurde. In diesem Testspiel gegen die Elfenbeinküste (2:2) gab er sein Startelfdebüt.[47] Seinen ersten Sieg in der A-Nationalmannschaft erreichte er im Benefizspiel gegen Malta (3:0), in dem er auch zum ersten Mal durchspielte.[48]

Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den erweiterten Kader und kurz vor der Abreise nach Südafrika in das endgültige Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Sein WM-Debüt gab er am 27. Juni 2010 im Achtelfinale beim 4:1-Erfolg über England, als er in der 83. Minute für Mesut Özil ins Spiel kam.[49][50] Zudem wurde er beim 3:2-Sieg im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay in der 73. Minute für Cacau eingewechselt.[51] Obwohl sich Kießling in der Schlussphase der Partie einige Einschussgelegenheiten boten, blieb er ohne Torerfolg. Am Ende der WM wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Dritter. Am 5. Oktober 2010 wurde Kießling mit dem Silbernen Lorbeerblatt als einer der 23 WM-Spieler ausgezeichnet, war aber bei der Verleihung verletzungsbedingt nicht anwesend.[52]

Obwohl er in der Rückrunde der Saison 2011/12 13 Tore erzielt hatte, wurde er nicht in den Kader für die Europameisterschaft 2012 nominiert.[53] Allerdings honorierte Joachim Löw Kießlings Treffsicherheit (er erzielte 25 Bundesliga-Treffer im Kalenderjahr 2012), indem er ihn nicht aus der Nationalmannschaft ausschloss.[54] Auch nach seinem starken Saisonstart 2012/13 bei Bayer wurde eine Rückkehr von Kießling diskutiert,[55] der sich zu den Diskussionen aber „tierisch genervt“ zeigte,[56] jedoch seine Karriere in der Nationalmannschaft nicht abgehakt hat.[57] Eine Teilnahme an der USA-Reise direkt im Anschluss an die Saison 2012/13 sagte Kießling ab, obgleich er durch viele Ausfälle große Chancen gehabt hätte, nominiert zu werden.[58]

Im August 2013 äußerte er in einem Interview, nie mehr in der Nationalmannschaft unter Joachim Löw spielen zu wollen,[59] es sei denn, es wäre „Not am Mann“.[60]

Erfolge[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

1. FC Nürnberg
Bayer 04 Leverkusen

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Bei seinem zweiten Spiel in der U-21-Nationalmannschaft am 25. März 2005 musste sich Kießling die Schuhe von Torwart Michael Rensing ausleihen, da er seine eigenen Schuhe vor Aufregung im Hotel vergessen hatte. Diese Schuhe waren jedoch einige Größen zu klein. Trotzdem erzielte Kießling die 1:0-Führung, musste aber später wegen schmerzender Füße ausgewechselt werden.

Vor der Saison 2009/10 wurde er per Internetabstimmung durch Fans als Ersatzspieler in die Jahrhundert(+10)elf des 1. FC Nürnberg aufgenommen.[64]

Mit 123 Toren in 305 Spielen (Stand: 23. März 2014) belegt er den 26. Platz in der Liste der erfolgreichsten Torschützen der Fußball-Bundesliga und sogar den 2. Platz in der Liste der aktiven Spieler mit den meisten Toren. Außerdem ist er der zweiterfolgreichste Torschütze bei Bayer Leverkusen hinter Ulf Kirsten.

Kießling wird oft als Prototyp des modernen Stürmerspiels bezeichnet. Sein Spielstil ist dafür bekannt, als erster Mann das Aufbauspiel des Gegners zu zerstören und Bälle selbst zu erkämpfen, nicht selten ist er durch seinen großen Aktionsradius auch im eigenen 16er zu finden. In der Folge bestritt er bis 2012 in fünf Jahren Bundesliga 2567 Zweikämpfe, 500 mehr als jeder andere Spieler in der Liga[65]. Auch in der Saison 2012/13 belegte er nach 26 Partien mit bereits 1009 bestritten Zweikämpfe mit weitem Vorsprung vor Daniel Caligiuri (790 Zweikämpfe) Platz 1 der Liga[66].

Privates[Bearbeiten]

Kießling kam am 25. Januar 1984 in Lichtenfels zur Welt, wuchs aber im nahegelegenen Bamberg auf[4]. Sein Vater Uwe[67] war 2010 Torwarttrainer des SC Kemmern[68] und besetzt seit 2011 die gleiche Position beim TSV Hirschaid[69]. Sein Großvater Herrmann Scheibe (* 1923) war 40 Jahre lang hauptverantwortlicher Kassierer und ist Ehrenmitglied von Eintracht Bamberg[70].

Kießling verfügt über einen qualifizierten Hauptschulabschluss[71] und eine Ausbildung als Lagerist.[72] Privat interessiert er sich fürs Kochen und wollte zunächst Koch werden, entschied sich aber für den Fußball.[73] 2012 erschienen im Eigenverlag 500 Exemplare seines Kochbuches unter dem Titel Erfolgsrezepte. Obwohl dieses anfangs nicht in den freien Handel kommen sollte, sprach Kießling nach sehr großer Resonanz einen Verlag mit dem Ergebnis an, dass das Buch veröffentlicht wird. Zudem gab er auf seiner Facebook-Seite bekannt, den Gewinn einer sozialen Einrichtung spenden zu wollen.[67][74] Für dieses soziale Engagement durfte er sich 2013 ins Goldene Buch der Stadt Leverkusen eintragen.[75]

Kießling wohnt mit seiner Familie in Monheim am Rhein.[76] Kießling ist mit einer drei Jahre jüngeren Politik-Studentin verheiratet, die er 2006 in Leverkusen kennengelernt hatte.[77] Standesamtlich heirateten sie am 29. Dezember 2008 im engsten Familienkreis in Opladen,[78] die kirchliche Trauung fand im Juni 2009 im Schloss Velden am Wörthersee statt.[79] Am 11. Februar 2008 wurde in Leverkusen sein Sohn geboren.[72] Am 12. Oktober 2012 kam Kießlings zweites Kind, eine Tochter, zur Welt.[80]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stefan Kießling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b fcn.de: Interview mit Kießling
  2. a b Kießling-Interview: „Leverkusen ist nicht München“, 19. Juli 2006.
  3. Biografie von Stefan Kießling auf munzinger.de
  4. a b "Frank und frei" - Stefan Kießling (Auszug vom Fußballmagazin „Bolzen“)
  5. Ergebnisse und Tabelle der A-Junioren-Regionalliga Süd 2002/03 auf kicker.de
  6. Spielschema / Aufstellung: Hamburger SV - 1. FC Nürnberg (1. Bundesliga 2002/03), 26. April 2003.
  7. Spielschema / Aufstellung: SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg (2. Bundesliga 2003/04), 7. März 2004.
  8. Kießling wechselt zu Bayer Leverkusen, 13. Januar 2006.
  9. Aachen zahlt bei Bayer Lehrgeld, 12. August 2006.
  10. Werders Triumph dank Özil, 30. Mai 2009.
  11. Stefan Kießling ist der effizienteste Torjäger, 3. Juni 2010.
  12. Wechsel-Spekulationen: Nimmt Kroos Kießling mit zum FC Bayern?, 1. Dezember 2009.
  13. Inter Mailand liebäugelt mit Kießling, 4. Oktober 2010.
  14. Juventus Turin – Interesse an Edin Dzeko und Stefan Kießling, 9. Oktober 2009.
  15. Riesengebote für Kießling - doch Bayer lehnt dankend ab, 24. August 2010.
  16. Begehrter Kießling bleibt Bayer treu, 20. August 2010.
  17. Helmes & Co. in prächtiger Torlaune. In: kicker.de, 14. August 2010.
  18. Kießling: Mindestens acht Wochen Pause. In: bild.de, 20. September 2010.
  19. Bayers B-Elf punktet im Schneegestöber, 16. Dezember 2010.
  20. Bayer verschenkt nichts: Tolles Kießling-Comeback, 17. Dezember 2010.
  21. Kießling legt auf, Helmes schlägt zu. In: kicker.de, 19. Dezember 2010.
  22. Kießling bringt zu Ende, was er begann. In: kicker.de, 20. Februar 2011.
  23. Schnetzler krönt das Dresdner Spektakel, 30. Juli 2011.
  24. Leverkusen hält lange gut dagegen - Leno stark: David Luiz trifft kurz nach Ballacks Abgang, 13. September 2011.
  25. 2:1 gegen Valencia: Bayer dreht das Spiel
  26. Kießling nutzt Ulreichs Patzer eiskalt aus, 20. August 2011.
  27. Es läuft ohne Ballack, 20. August 2011.
  28. Das Otto-Wunder dauert nur 7 Minuten, 14. April 2012.
  29. Kießling trifft in der alten Heimat dreifach, 5. Mai 2012.
  30. Hyypiäs Zukunft entscheidet sich auf Norderney, 5. Mai 2012.
  31. Bayer Leverkusen: Der Lichtblick der Rückrunde, 16. April 2012.
  32. Borussias Bayer-Fluch bleibt bestehen In: bundesliga.de. Vom 9. Februar 2013
  33. kicker.de: Kießling schnappt sich die kicker-Kanone , 18. Mai 2013
  34. kicker.de: Kießling und die 22: stolz und weiter hungrig, 29. April 2013
  35. Preisträger des EFFIFU
  36. ksta.de: Dortmund jagt Bayer-Star Kießling, 16. Februar 2013
  37. bild.de: Klopp jagt Kießling - Und Kiew will ihn auch, 17. Februar 2013
  38. spox.com: Alternative für den Angriff gesucht - Chelsea mit Interesse an Kießling?. 25. Februar 2013
  39. kicker.de: Anfrage für Kießling: Bayer lässt Florenz abblitzen. 3. Mai 2013
  40. bayer04.de: Bayer 04 verlängert mit Stefan Kießling vorzeitig bis 2017, 26. Juli 2013
  41. Jörg Rößner: In Hoffenheim: Kießling erzielt ein Phantomtor wie einst Helmer. welt.de, 18. Oktober 2013, abgerufen am 19. Oktober 2013.
  42. Frank Nägele: Phantomtor: Skandalspiel in Hoffenheim. ksta.de, 18. Oktober 2013, abgerufen am 19. Oktober 2013.
  43. Bayer Leverkusen: Hoffenheim legt nach Phantomtor Protest ein. RP Online, 19. Oktober 2013, abgerufen am 19. Oktober 2013.
  44. http://www.spiegel.de/sport/fussball/kiesslings-phantomtor-hoffenheim-bekommt-kein-wiederholungsspiel-a-930312.html#ref=rss
  45. Für A-Team will Kießling „noch mehr tun“, 15. August 2006.
  46. Stürmer Stefan Kießling: Löws Blackbox-Boy, 1. Juni 2010.
  47. Stefan Kießling stürmt gegen die Elfenbeinküste, 18. November 2009.
  48. Cacau legt den Grundstein, 13. Mai 2010.
  49. WM-Debüt für Kießling, 27. Juni 2010.
  50. Deutschland müllert England weg, 27. Juni 2010.
  51. Khedira köpft die DFB-Elf zum Sieg, 10. Juli 2010.
  52. Löw erhält Silbernes Lorbeerblatt & Bundesverdienstkreuz, 5. Oktober 2010.
  53. EM 2012: Sommerpause für ein Quintett, 7. Mai 2012.
  54. stern.de: Löw hat Kießling ist nicht vergessen, Artikel vom 13. November 2012.
  55. Stürmer von Bayer Leverkusen - Warum Kießling in die Nationalelf passt In: Süddeutsche Zeitung. 19. November 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  56. "Es nervt mich tierisch" In: bundesliga.de. 18. November 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  57. Stefan Kießling: Thema Nationalmannschaft noch nicht abgeschrieben In: sportal.de. 11. November 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  58. Kießling verzichtet auf USA-Länderspielreise spox.com, 12. Mai 2013
  59. - Nationalmannschaft: Kießling will nie mehr unter Löw spielen, 28. August 2013.
  60. Kießling würde helfen, wenn Not am Mann ist auf oberpfalznetz.de, abgerufen am 15. September 2013
  61. EFFIFU – Sport Media Group, abgerufen am 29. September 2013.
  62. Interview mit Stefan Kießling, 13. August 2010.
  63. VDV 11: Hummels, Hyypiä und Kießling in Dortmund geehrt!, 23. August 2010.
  64. Club ehrt Jahrhundert(+10)elf, 23. Juni 2010.
  65. Stefan Kießling: Herr der Tore, Held der Arbeit In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 3. November 2012, abgerufen am 2. Februar 2013
  66. bundesliga.de: Kießling reibt sich auf, 23. März 2013
  67. a b Stefan Klüttermann: Kießling – jetzt kocht er auch noch In: RP online. 16. Januar 2013, abgerufen am 18. Januar 2013.
  68. Gerd Fahner: SC Kemmern stellt Weichen, Kurzmeldung vom 21. Januar 2010 in anpfiff.info, abgerufen am 18. Januar 2010.
  69. Karlheinz Pfohlmann: TSV Hirschaid 2 zu stark für die A-Klasse 3. In: anpfiff.info, 3. Juni 2012
  70. wiesentbote.de: FC Eintracht Bamberg: Ehrenmitglied Scheibe wird 90, 13. März 2013
  71. Ausbildung der Nationalspieler (PDF; 1,1 MB)
  72. a b Kießling lässt's krachen In: bundesliga.de. 15. Oktober 2009, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  73. Publikumsliebling und Mannschaftskoch
  74. Phillip Arens: BILD enthüllt: Das ist Kießlings Kochbuch In: bild.de. 15. Januar 2013, abgerufen am 18. Januar 2013.
  75. Leverkusener Sportlerempfang 2013
  76. stefankiessling.com - Leverkusen
  77. Freundin Norina – und im Februar auch noch Vater, 29. November 2007.
  78. Kießling: „Wir wünschen uns ein zweites Kind!“, 12. Januar 2009.
  79. Traumhochzeit am Wörthersee, 19. Mai 2009.
  80. http://www.bild.de/newsticker-meldungen/sport/10-kiessling-26673190.bild.html
Vorgänger Amt Nachfolger

Klaas-Jan Huntelaar
Torschützenkönig der Bundesliga
2012/13