Stefan Kießling

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Stefan Kießling

Stefan Kießling (2012)

Spielerinformationen
Geburtstag 25. Januar 1984
Geburtsort LichtenfelsDeutschland
Größe 191 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1988–2001
2001–2002
TSV Eintracht Bamberg
1. FC Nürnberg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2006
2002–2006
2006–
1. FC Nürnberg II
1. FC Nürnberg
Bayer 04 Leverkusen
21 (13)
73 (15)
220 (98)
Nationalmannschaft2
2003
2004
2005–2006
2007–
Deutschland U-20
Team 2006
Deutschland U-21
Deutschland
1 0(0)
1 0(0)
15 0(4)
6 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2012/13
2 Stand: 10. Juli 2010

Stefan Kießling (* 25. Januar 1984 in Lichtenfels, Oberfranken) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit der Saison 2006/07 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag steht. Im Verein agiert Kießling als Mittelstürmer, kommt aber auch als Flügelspieler zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Im Verein [Bearbeiten]

Die ersten Schritte [Bearbeiten]

Kießling entwickelte Sympathien für den FC Arsenal,[1] obwohl er sich später trotz Anfrage gegen seinen Lieblingsverein entscheiden sollte. Sein erster Verein war der TSV Eintracht Bamberg, den Kießlings Großvater mitgegründet hat und bei dem sein Vater noch als Torwart aktiv ist.[2] In dem Verein spielte er ab dem Alter von vier Jahren und durchlief sämtliche Jugendabteilungen. Anfangs agierte Kießling als Torwart, entwickelte sich aber nach und nach zum Stürmerstar des Vereins.[3] 2001 wechselte er mit 17 Jahren in die A-Jugend des 1. FC Nürnberg.

1. FC Nürnberg [Bearbeiten]

Für die zweite Mannschaft vom 1. FC Nürnberg erzielte Stefan Kießling von 2002 bis 2005 in 21 Spielen 13 Tore.

Im Jahr 2002 unterschrieb Kießling einen 6-Jahres-Vertrag beim Erstligist 1. FC Nürnberg. Sein Profi-Debüt gab er in der Abstiegssaison 2002/03 am 26. März 2003 im Spiel gegen den Hamburger SV, das 0:4 endete.[4] Sein erstes Tor für den Club schoss der gebürtige Lichtenfelser in der 2. Liga am 7. März 2004 gegen SpVgg Greuther Fürth, als Kießling den 2:2-Endstand erzielte.[5] In der Saison 2005/06 gelang dem Franken beim 1. FC Nürnberg der Durchbruch und er wurde zum Stammspieler; Kießling erzielte in 31 Spielen zehn Tore.

Bayer 04 Leverkusen [Bearbeiten]

2006–2009 [Bearbeiten]
Stefan Kießling im Trikot von Bayer 04 Leverkusen (2007)

Seine konstant guten Leistungen beim 1. FC Nürnberg weckten das Interesse von Top-Klubs wie dem FC Arsenal oder dem FC Bayern München, doch zur Saison 2006/07 wechselte Stefan Kießling für 6,5 Millionen Euro zu Bayer 04 Leverkusen. Er erhielt einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2010,[6] den er am 5. März 2008 vorzeitig bis 2012 verlängerte.

Am 12. August 2006, am ersten Spieltag der Saison 2006/07, feierte er sein Debüt in der BayArena. Kießling bereitete beim 3:0 gegen Alemannia Aachen das Tor von Simon Rolfes zum 3:0-Endstand vor und wurde dann in der 78. Minute gegen Andrij Woronin ausgewechselt.[7] Seinen ersten Pflichtspieltreffer für seinen neuen Verein erzielte Kießling am 12. Spieltag im Spiel gegen den FC Bayern München. Insgesamt bestritt er 43 Pflichtspiele und erzielte acht Tore.

Die Saison 2007/08 verlief ergebnismäßig enttäuschend. In der Liga reichte es mit Bayer Leverkusen nur zu einem enttäuschenden 7. Platz, im DFB-Pokal schied man schon in der 1. Runde aus und im UEFA-Cup war auch im Viertelfinale Schluss, sodass man sich nicht für das internationale Geschäft qualifizieren konnte. Kießling erzielte in 44 Pflichtspielen 16 Tore, davon 9 in der Liga und 7 im UEFA-Cup.

In der Saison 2008/09 belegte Leverkusen am Ende der Saison den neunten Tabellenplatz, und am 30. Mai 2009 erreichte Kießling das DFB-Pokal-Finale 2008/09, das jedoch mit 0:1 gegen Werder Bremen verloren ging.[8] Kießling erzielte in 40 Spielen 12 Liga-Tore und 2 Tore im DFB-Pokal.

Saison 2009/10 [Bearbeiten]

Sein sportlicher Durchbruch gelang ihm in der Saison 2009/10. Kießling schoss an den ersten fünf Spieltagen fünf Tore und stellte damit einen Rekord ein. Außerdem wurde er zum Fußballer des Monats August 2009 gewählt. In der Hinrunde erzielte Kießling zwölf Treffer, darunter drei der vier Tore beim Spiel gegen den VfB Stuttgart am 14. Spieltag. Das war zuvor Patrick Helmes am 5. Spieltag der Saison 2008/09 im Spiel gegen Hannover 96 (4:0) gelungen. Am Ende der Saison verpasste Kießling mit 21 Toren in 33 Spielen zwar den Gewinn der Torjägerkanone, die an den Wolfsburger Edin Džeko mit 22 Tore ging, wurde aber EFFIFU, der effizientesten Fußballer der Liga, mit 19,5 Punkten.[9]

Trotz einiger Angebote von Top-Klubs wie dem FC Bayern München,[10] Inter Mailand,[11] Juventus Turin[12] oder dem FC Schalke 04[13] verlängerte Kießling seinen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen am 16. März 2010 erneut vorzeitig bis zum 30. Juni 2015. „Ich habe hier in Leverkusen nicht meinen Vertrag bis 2015 verlängert, um ein paar Monate später zu wechseln. Ich will diesen Vertrag erfüllen und gehe nicht davon aus, Leverkusen zu verlassen“, sagte Kießling im kicker.[14]

Saison 2010/11 [Bearbeiten]
Kießling im August 2010 im Interview

Die Spielzeit begann vielversprechend. In der 1. Runde des DFB-Pokals schoss Kießling zwei Tore beim 11:1 gegen den FK Pirmasens.[15] Seinen ersten Saisontreffer schoss er am 2. Spieltag im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach, als er den 3:6-Endstand erzielte. Doch schon am 4. Spieltag am 19. September 2010 fügte ihm im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg Andreas Wolf bei einem Foul einen Syndesmosebandriss zu, weshalb Kießling fast für den kompletten Rest der Hinrunde ausfallen sollte.[16] Anschließend schieden die Leverkusener schon in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach aus,[17] doch in der Liga konnte die Werkself, nach nur einem Sieg in vier Spielen mit Kießling, konstant gute Leistungen zeigen und verlor nur noch das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:1[18] in der Hinrunde, und auch in der Europa League blieb man ohne Niederlage.

Am 22. September 2010 wurde Kießling im Klinikum Köln-Merheim vom Mannschaftsarzt Dr. Achim Münster erfolgreich operiert. Er nahm eine Schraubenfixierung zwischen Schien- und Wadenbein vor.[19] Etwa drei Monate nach seiner Verletzung stieg Kießling ins Mannschaftstraining ein.[20] Sein Comeback feierte Stefan Kießling am 16. Dezember 2010 im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Atlético Madrid, als er zu Beginn der zweiten Halbzeit für Renato Augusto ins Spiel kam.[21][22] Sein Bundesliga-Comeback fand am 19. Dezember 2010 am 17. Spieltag gegen den SC Freiburg statt.[23]

In der Rückrunde sagte Kießling, dass Bayer 04 Leverkusen die Liga gegen Borussia Dortmund wieder spannend machen wollte.[24] Doch er verlor mit Leverkusen 1:3, wobei Stefan Kießling den 1:3-Endstand erzielte.[25] Nach zwei Siegen gegen Metalist Charkiw schied man schließlich im Achtelfinale der Europa League gegen den FC Villarreal aus. Auch der Rest der Rückrunde verlief nicht besonders gut für Kießling. Er erzielte nur sechs Treffer, darunter einen Doppelpack beim 4:2 gegen Stuttgart.[26] Trotzdem war er mit sieben Treffern der zweitbeste Torschütze seines Teams nach Arturo Vidal mit zehn Toren.

Am Ende der Saison wurde Stefan Kießling mit Leverkusen in der Bundesliga Vizemeister. Er erzielte in 22 Bundesligaspielen sieben Tore und in einem Pokalspiel zwei Tore.

Saison 2011/12 [Bearbeiten]

Die Saison 2011/12 begann gleich mit einer Enttäuschung. Im DFB-Pokal verlor Bayer Leverkusen nach 3:0-Führung noch 3:4 gegen Dynamo Dresden, nachdem Stefan Kießling zusammen mit Michael Ballack in der 63. Minute eingewechselt wurde.[27] Auch der Bundesliga-Auftakt ging daneben für die Werkself: Sie verloren das Spiel gegen Mainz mit 0:2.[28] Doch Leverkusen konnte die nächsten zwei Spiele gewinnen. Kießling erzielte den Siegtreffer beim 1:0 gegen den VfB Stuttgart.[29] Somit hat Kießling in jeder Partie mindestens ein Tor gegen die Schwaben seit der 2:4-Niederlage am 7. Februar 2009 geschossen.[30]

Am 13. September 2011 machte Stefan Kießling sein erstes Champions-League-Spiel, das allerdings mit 0:2 gegen den FC Chelsea verloren ging.[31] Im zweiten Gruppenspiel gegen den FC Valencia gewann die Mannschaft von Robin Dutt mit 2:1 nach 0:1-Rückstand. Kießling spielte bis zur 81. Minute und wurde für Eren Derdiyok ausgewechselt[32] Im dritten Spiel, wieder gegen Valencia, köpfte Kießling mit seinem ersten Champions League-Tor den zwischenzeitlichen 1:1-Stand, Leverkusen verlor aber dennoch 1:3.

In der Bundesliga-Hinrunde enttäuschte Stefan Kießling mit nur drei Toren und drei Vorlagen. Letztmals hatte er am 8. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg zum 3:1-Endstand getroffen,[33] bevor Kießling am 4. Februar beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart zum zwischenzeitlichen 1:0 traf. Zwei Wochen später erzielte er seinen ersten Doppelpack in dieser Saison gegen den FC Augsburg.

Am 14. April 2012 traf er im Heimspiel gegen Hertha BSC zweimal beim 3:3.[34] Damit hat er gegen alle aktuellen Bundesligisten getroffen. Mit neun Toren in den letzten 12 Spielen präsentiert sich Stefan Kießling in der Rückrunde enorm gesteigert, als noch in der Hinrunde, und ebenfalls hat er mit insgesamt 12 Toren nach 32 Spieltagen seine zweitbeste Saison nach Toren gemacht.[35] Mit seinem 13. Saisontor zum 1:0-Sieg gegen Hannover 96 machte er auch seine insgesamt zweitbeste Saison im Trikot der werkself. Am letzten Spieltag schoss er beim 4:1 drei Tore gegen seinen Ex-Club 1. FC Nürnberg.[36] Damit hat er insgesamt 16 Tore geschossen, 13 in der Rückrunde, und ist der erfolgreichste deutsche Torjäger 2012.[37]

Am Ende der Saison wurde Stefan Kießling mit Leverkusen in der Bundesliga Fünfter und kam in der Champions League bis ins Achtelfinale. Er erzielte in allen 34 Bundesliga-Spielen 16 Tore und in der Champions League ein Tor.

Saison 2012/13 [Bearbeiten]
Stefan Kießling in Aktion (2012)

In der ersten Runde des DFB-Pokals konnte sich Bayer 04 Leverkusen mit 4:0 gegen den Viertligisten FC Carl Zeiss Jena durchsetzen. Dabei erzielte Stefan Kießling das zwischenzeitliche 3:0 in der 81. Minute.[38] Und auch am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga erzielte Kießling die zwischenzeitliche 1:0-Führung bei der 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Während des ganzen Spiels hatte er neun Torchancen.[39]

Nach durchwachsenem Start mit nur einem Sieg in den ersten vier Spielen, steigerte sich die werkself mit Kießling, der in den nächsten acht Spielen bis zum 12. Spieltag sieben Tore schoss. Insgesamt hat Kießling bis zu seinem 200. Bundesligaspiel für Bayer 04 Leverkusen am 28. November 2012 (14. Spieltag) acht Tore erzielt, davon zwei am 7. Spieltag gegen den VfB Stuttgart, und dazu ein Tor vorbereitet und den zweiten Platz mit Bayer erobert.

Als eine der wenigen Spieler im Bayer-Team konnte Kießling seine Leistungen abrufen, was sich auch an den Scorerpunkten der Hinrunde deutlich machte: er erzielte bis zur Winterpause zwölf Tore (und führte damit die Torschützenliste an) und zwei Assists, worum auch seine Rückkehr in die Nationalmannschaft diskutiert wurde (s. a. Nationalmannschaft).

Am 21. Spieltag im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (3:3) erzielte Stefan Kießling sein 100. Tor in der Bundesliga[40]. In dieser Saison zeigten u. a. Borussia Dortmund[41], Dynamo Kiew [42] der FC Chelsea[43] und der AC Florenz Interesse[44].

Mit seinem 22. Saisontor beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen am 27. April 2013 (31. Spieltag) übertraf er seinen bisherigen Saisonrekord aus der Saison 2009/10 (21 Tore). Außerdem stellte er den Vereinsrekord von Ulf Kirsten aus den Spielzeiten 1996/97 und 1997/98 ein, welchen er am folgenden Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg (2:0) und seinem 23. Saisontor übertraf. Außerdem konnte er elfmal in dieser Saison den Führungstreffer erzielen, was ebenfalls ein Rekord ist[45].

Am Ende der Saison wurde er mit der werkself in der Bundesliga Dritter und konnte sich so für die Champions League qualifizieren. In der Europa League erreichte man das Sechszehntel-Finale, während man im DFB-Pokal im Achtelfinale ausschied. In der Bundesliga sicherte sich Kießling mit 25 Saisontoren die Torjägerkanone vor Robert Lewandowski,[46] in der Europa League und im DFB-Pokal erzielte er jeweils ein Tor.

Nationalmannschaft [Bearbeiten]

Sein Debüt in der U-21-Nationalmannschaft gab Kießling am 8. Februar 2005 gegen Wales. Dort wurde Kießling am 15. August 2006 zum Kapitän der deutschen U-21-Nationalmannschaft ernannt.[47] Zwischen 2005 und 2006 erzielte Kießling in fünfzehn Spielen vier Tore.

Am 28. März 2007 kam er im Spiel gegen Dänemark (0:1) zu seinem ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft, wo er als Nachfolger von Mike Hanke die Rückennummer 9 erhielt. Sein zweiter Einsatz folgte fast zwei Jahre später am 11. Februar 2009 gegen Norwegen (0:1). Nach seinem guten Start in der Bundesligasaison 2009/10 wurde in den Medien bald über einen neuen Einsatz spekuliert.[48] Es dauerte jedoch bis zum 18. November, ehe er wieder nominiert wurde. In diesem Testspiel gegen die Elfenbeinküste (2:2) gab er sein Startelfdebüt.[49] Seinen ersten Sieg in der A-Nationalmannschaft feierte er im Benefizspiel gegen Malta (3:0), wo er auch zum ersten Mal durchspielte.[50]

Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den erweiterten Kader und kurz vor der Abreise nach Südafrika in das endgültige Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Sein WM-Debüt gab er am 27. Juni 2010 im Achtelfinale beim 4:1-Erfolg über England, als er in der 83. Minute für Mesut Özil ins Spiel kam.[51][52] Zudem wurde er beim 3:2-Sieg im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay in der 73. Minute für Cacau eingewechselt.[53] Obwohl sich Kießling in der Schlussphase der Partie einige Einschussgelegenheiten boten, blieb er ohne Torerfolg. Am Ende der WM wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Dritter.

Am 5. Oktober 2010 wurde Kießling mit dem Silbernen Lorbeerblatt als einer der 23 WM-Spieler ausgezeichnet, war aber bei der Verleihung verletzungsbedingt nicht anwesend.[54]

Obwohl er in der Rückrunde der Saison 2011/12 13 Tore erzielte, wurde er nicht in den Kader für die Europameisterschaft 2012 nominiert.[55] Allerdings honorierte Joachim Löw Kießlings Treffsicherheit (er erzielte 25 Bundesliga-Treffer im Kalenderjahr 2012), indem er ihn nicht aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen hat.[56] Auch nach seinem starken Saisonstart bei Bayer wurde seine Rückkehr diskutiert,[57] der sich zu den Diskussionen aber „tierisch genervt“ zeigte,[58] jedoch seine Karriere in der Nationalmannschaft nicht abgehakt hat.[59]

Erfolge [Bearbeiten]

Im Verein [Bearbeiten]

In der Nationalmannschaft [Bearbeiten]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Sonstiges [Bearbeiten]

Bei seinem zweiten Spiel in der U-21-Nationalmannschaft am 25. März 2005 musste sich Kießling die Schuhe von Torwart Michael Rensing ausleihen, da er seine eigenen Schuhe vor Aufregung im Hotel vergessen hatte. Diese Schuhe waren jedoch einige Größen zu klein. Trotzdem erzielte Kießling die 1:0-Führung, musste aber später wegen schmerzender Füße ausgewechselt werden.

Vor der Saison 2009/10 wurde er per Internetabstimmung durch Fans als Ersatzspieler in die Jahrhundert(+10)elf des 1. FC Nürnberg aufgenommen.[62]

Mit 102 Toren in 271 Spielen (Stand: 16. März 2013) belegt er den 47. Platz in der Liste der erfolgreichsten Torschützen der Fußball-Bundesliga und sogar den 3. Platz in der Liste der aktiven Spieler mit den meisten Toren. Außerdem ist er der zweiterfolgreichste Torschütze bei Bayer Leverkusen hinter Ulf Kirsten.

Stefan Kießling wird oft als Prototyp des modernen Stürmerspiels bezeichnet. Sein Spielstil ist dafür bekannt, als erster Mann das Aufbauspiel des Gegners zu zerstören und Bälle selbst zu erkämpfen, nicht selten ist er durch seinen großen Aktionsradius auch im eigenen 16er zu finden. In der Folge bestritt er bis 2012 in fünf Jahren Bundesliga 2567 Zweikämpfe, 500 mehr als jeder andere Spieler in der Liga[63]. Auch in der Saison 2012/13 belegte er nach 26 Partien mit bereits 1009 bestritten Zweikämpfe mit weitem Vorsprung vor Daniel Caligiuri (790 Zweikämpfe) Platz 1 der Liga[64].

Privates [Bearbeiten]

Sein Vater Uwe[65] war 2010 Torwarttrainer des SC Kemmern[66] und besetzt seit 2011 die gleiche Position beim TSV Hirschaid[67]. Seine Mutter Renate lebt in Nürnberg, sein Halbbruder Kevin (* 1988)[68] spielt als Stürmer beim SpVgg Trunstadt.[69] Sein Opa Herrmann Scheibe (* 1923) war 40 Jahre lang hauptverantwortlicher Kassierer und ist Ehrenmitglied von Eintracht Bamberg[70].

Stefan Kießling hat einen qualifizierten Hauptschulabschluss[71] und eine Ausbildung als Lagerist.[72] Privat interessiert er sich fürs Kochen und wollte zunächst Koch werden, entschied sich aber für den Fußball.[73] 2012 erschienen im Eigenverlag 500 Exemplare seines Kochbuches unter dem Titel „Erfolgsrezepte“. Obwohl dieses anfangs nicht in den freien Handel kommen sollte, sprach Kießling nach sehr großer Resonanz einen Verlag mit dem Ergebnis an, dass das Buch veröffentlicht wird. Zudem gab er auf seiner Facebook-Seite bekannt, den Gewinn einer sozialen Einrichtung spenden zu wollen.[65][74]

Er wohnt mit seiner Familie in Monheim.[75] Kießling ist mit der drei Jahre jüngeren Politik-Studentin Norina verheiratet, die er 2006 in Leverkusen kennengelernt hatte.[76] Standesamtlich heirateten sie am 29. Dezember 2008 im engsten Familienkreis in Opladen,[77] die kirchliche Trauung fand im Juni 2009 im Schloss Velden am Wörthersee statt.[78] Am 11. Februar 2008 wurde in Leverkusen sein Sohn Tayler-Joel geboren.[72] Am 12. Oktober 2012 kam Kießlings zweites Kind, Tochter Hailey-Milu, zur Welt.[79]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Stefan Kießling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Kießling-Interview: „Leverkusen ist nicht München“, 19. Juli 2006.
  2. Infos über Stefan Kießling auf der offiziellen Facebook-Seite
  3. "Frank und frei" - Stefan Kießling (Auszug vom Fußballmagazin „Bolzen“)
  4. Spielschema / Aufstellung: Hamburger SV - 1. FC Nürnberg (1. Bundesliga 2002/03), 26. April 2003.
  5. Spielschema / Aufstellung: SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg (2. Bundesliga 2003/04), 7. März 2004.
  6. Kießling wechselt zu Bayer Leverkusen, 13. Januar 2006.
  7. Aachen zahlt bei Bayer Lehrgeld, 12. August 2006.
  8. Werders Triumph dank Özil, 30. Mai 2009.
  9. Stefan Kießling ist der effizienteste Torjäger, 3. Juni 2010.
  10. Wechsel-Spekulationen: Nimmt Kroos Kießling mit zum FC Bayern?, 1. Dezember 2009.
  11. Inter Mailand liebäugelt mit Kießling, 4. Oktober 2010.
  12. Juventus Turin – Interesse an Edin Dzeko und Stefan Kießling, 9. Oktober 2009.
  13. Riesengebote für Kießling - doch Bayer lehnt dankend ab, 24. August 2010.
  14. Begehrter Kießling bleibt Bayer treu, 20. August 2010.
  15. Helmes & Co. in prächtiger Torlaune, 14. August 2010.
  16. Kießling: Mindestens acht Wochen Pause, 20. September 2010.
  17. Helmes im Elfmeterfrust, Idrissous schnelle Antwort, 27. Oktober 2010.
  18. Schürrle und Ivanschitz als Topjoker, 24. Oktober 2010.
  19. Kießling erfolgreich operiert, 22. September 2010.
  20. Kießlings Ziel fürs Comeback heißt Freiburg, 7. Dezember 2010.
  21. Bayers B-Elf punktet im Schneegestöber, 16. Dezember 2010.
  22. Bayer verschenkt nichts: Tolles Kießling-Comeback, 17. Dezember 2010.
  23. Kießling legt auf, Helmes schlägt zu, 19. Dezember 2010.
  24. Wir machen die Liga spannend!, 13. Januar 2011.
  25. So jubelt ein Meister, 14. Januar 2011.
  26. Kießling bringt zu Ende, was er begann, 20. Februar 2011.
  27. Schnetzler krönt das Dresdner Spektakel, 30. Juli 2011.
  28. Völlig panne: Keeper-Klops & Eigentor!, 7. August 2011.
  29. Kießling nutzt Ulreichs Patzer eiskalt aus, 20. August 2011.
  30. Es läuft ohne Ballack, 20. August 2011.
  31. Leverkusen hält lange gut dagegen - Leno stark: David Luiz trifft kurz nach Ballacks Abgang, 13. September 2011.
  32. 2:1 gegen Valencia: Bayer dreht das Spiel
  33. Bayer bestätigt Aufwärtstrend, 1. Oktober 2011.
  34. Das Otto-Wunder dauert nur 7 Minuten, 14. April 2012.
  35. Bayer Leverkusen: Der Lichtblick der Rückrunde, 16. April 2012.
  36. Kießling trifft in der alten Heimat dreifach, 5. Mai 2012.
  37. Hyypiäs Zukunft entscheidet sich auf Norderney, 5. Mai 2012.
  38. Leverkusen ohne Mühe in der zweiten Runde: Junges Team aus Jena überfordert, 18. August 2012.
  39. 2:1 gegen Leverkusen: Frankfurt feiert trotz Schiri-Blackout, 25. August 2012.
  40. Borussias Bayer-Fluch bleibt bestehen In: bundesliga.de. Vom 9. Februar 2013
  41. ksta.de: Dortmund jagt Bayer-Star Kießling, 16. Februar 2013
  42. bild.de: Klopp jagt Kießling - Und Kiew will ihn auch, 17. Februar 2013
  43. spox.com: Alternative für den Angriff gesucht - Chelsea mit Interesse an Kießling?. 25. Februar 2013
  44. kicker.de: Anfrage für Kießling: Bayer lässt Florenz abblitzen. 3. Mai 2013
  45. kicker.de: Kießling und die 22: stolz und weiter hungrig, 29. April 2013
  46. kicker.de: Kießling schnappt sich die kicker-Kanone , 18. Mai 2013
  47. Für A-Team will Kießling „noch mehr tun“, 15. August 2006.
  48. Stürmer Stefan Kießling: Löws Blackbox-Boy, 1. Juni 2010.
  49. Stefan Kießling stürmt gegen die Elfenbeinküste, 18. November 2009.
  50. Cacau legt den Grundstein, 13. Mai 2010.
  51. WM-Debüt für Kießling, 27. Juni 2010.
  52. Deutschland müllert England weg, 27. Juni 2010.
  53. Khedira köpft die DFB-Elf zum Sieg, 10. Juli 2010.
  54. Löw erhält Silbernes Lorbeerblatt & Bundesverdienstkreuz, 5. Oktober 2010.
  55. EM 2012: Sommerpause für ein Quintett, 7. Mai 2012.
  56. stern.de: Löw hat Kießling ist nicht vergessen, Artikel vom 13. November 2012.
  57. Stürmer von Bayer Leverkusen - Warum Kießling in die Nationalelf passt In: Süddeutsche Zeitung. 19. November 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  58. "Es nervt mich tierisch" In: bundesliga.de. 18. November 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  59. Stefan Kießling: Thema Nationalmannschaft noch nicht abgeschrieben In: sportal.de. 11. November 2012, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  60. Interview mit Stefan Kießling, 13. August 2010.
  61. VDV 11: Hummels, Hyypiä und Kießling in Dortmund geehrt!, 23. August 2010.
  62. Club ehrt Jahrhundert(+10)elf, 23. Juni 2010.
  63. Stefan Kießling: Herr der Tore, Held der Arbeit In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 3. November 2012, abgerufen am 2. Februar 2013
  64. bundesliga.de: Kießling reibt sich auf, 23. März 2013
  65. a b Stefan Klüttermann: Kießling – jetzt kocht er auch noch In: RP online. 16. Januar 2013, abgerufen am 18. Januar 2013.
  66. Gerd Fahner: SC Kemmern stellt Weichen, Kurzmeldung vom 21. Januar 2010 in anpfiff.info, abgerufen am 18. Januar 2010.
  67. Karlheinz Pfohlmann: TSV Hirschaid 2 zu stark für die A-Klasse 3. In: anpfiff.info, 3. Juni 2012
  68. www.fussball-talente.com/Kevin_Kie__ling-3_7-90387-1.html: Profil von Kevin Kießling auf fussball-talente.com
  69. Kader des SpVgg Trunstadt der Saison 2011/12
  70. wiesentbote.de: FC Eintracht Bamberg: Ehrenmitglied Scheibe wird 90, 13. März 2013
  71. Ausbildung der Nationalspieler (PDF; 1,1 MB)
  72. a b Kießling lässt's krachen In: bundesliga.de. 15. Oktober 2009, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  73. Publikumsliebling und Mannschaftskoch
  74. Phillip Arens: BILD enthüllt: Das ist Kießlings Kochbuch In: bild.de. 15. Januar 2013, abgerufen am 18. Januar 2013.
  75. stefankiessling.com - Leverkusen
  76. Freundin Norina – und im Februar auch noch Vater, 29. November 2007.
  77. Kießling: „Wir wünschen uns ein zweites Kind!“, 12. Januar 2009.
  78. Traumhochzeit am Wörthersee, 19. Mai 2009.
  79. http://www.bild.de/newsticker-meldungen/sport/10-kiessling-26673190.bild.html
Vorgänger Amt Nachfolger

Klaas-Jan Huntelaar
Torschützenkönig der Bundesliga
2012/13