FC Wacker Innsbruck (1915)

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Der Fußballclub Wacker Innsbruck war ein österreichischer Fußballverein aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Er wurde 1915 gegründet, löste sich jedoch bald wegen Uneinigkeit seiner Funktionäre und Spieler als FC Sturm Innsbruck auf. Der 1923 – wieder unter traditionellem Namen – neu gegründete Fußballclub Wacker Innsbruck erlebte schließlich seine Hochzeit in den 1970er Jahren, wo fünf österreichische Meistertitel gewonnen werden konnten, damals trat man zeitweilig gemeinsam mit der WSG Swarovski Wattens in einer Spielgemeinschaft auf. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfolgte 1986 der Absturz in den Amateurfußball. Der neu gegründete FC Swarovski Tirol vertrat von nun an den Tiroler Fußball in der Bundesliga. Nach dem dieser 1992 aufgelöst worden war, konnte der FC Wacker Innsbruck wieder für eine Saison in den Profifußball zurückkehren, spielte aber nach der Gründung des FC Tirol Innsbruck wieder mit der eigenen Amateurmannschaft in der viertklassigen Landesliga Tirol. Nachdem der Klub allerdings mittlerweile in der letzten Tiroler Spielstufe angekommen war, wurde in der Hauptversammlung vom 20. Mai 1999 die Vereinsauflösung beschlossen.

Geschichte[Bearbeiten]

1915–1923: Gründung und vorläufiges Ende als FC Sturm[Bearbeiten]

Die Geschichte des Tiroler Fußballs beginnt bereits im Jahre 1905 mit Fußball Innsbruck und ist relativ verbreitet als zehn Jahre später durch die Herren Jakob Hanspeter, Benedikt Hosp, Josef Leitner, Josef Albrecht und weiteren – heute nicht mehr namentlich bekannten Fußball-Idealisten[1] – der Fußballclub Wacker als dritter Innsbrucker Fußballverein ins Leben gerufen wird: Die Gründung des Vereins wurde bereits Ende 1914 in die Wege geleitet, der Schritt an die Öffentlichkeit erfolgte kurz nach der Genehmigung der Vereinsstatuten, am 4. Februar 1915. Die Gründung wurde damals auch von mehreren Tageszeitungen und Sportmagazinen festgehalten:

«Sport. (Neuer Verein.) In Innsbruck hat sich ein neuer Verein, der Fußballklub "Wacker" Innsbruck, gegründet. Die Statuten sind bereits von der Statthalterei in Innsbruck bewilligt. Beitrittsanmeldungen werden beim Schriftführer des Vereines Kiebachgasse Nr. 15, 3. Stock rechts, entgegengenommen.» (Innsbrucker Nachrichten, Jahrgang 1915, Nummer 63, 5. Februar 1915, Seite 8.)

«Innsbruck. Dort hat sich ein Fußballclub gebildet, der sich den Namen "Wacker" beigelegt. Die Statuten sind bereits von der k. k. Statthalterei bewilligt und will der Verein auch dem Österreichischen Fußballverband beitreten.» (Illustriertes Österreichisches Sportblatt, Jahrgang IX, Nummer 3, 5. Februar 1915, Seite 7.)


Diese schlichten Worte sind das erste Zeugnis des später erfolgreichsten Tiroler Fußballvereins. Die Vereinsfarben Wackers wurden mit schwarz-grün festgelegt, die Gründungsversammlung mit der Möglichkeit zur Einschreibung für Mitglieder folgte anschließend. Nach nur einer geringen Anzahl an Freundschaftsspielen gegen andere Innsbrucker und auch Meraner Vereine musste der Spielbetrieb allerdings auf Grund des Ersten Weltkriegs bereits nach wenigen Monaten eingestellt werden. An einen geregelten Meisterschaftsbetrieb war auf Grund der Kriegsnachwirkungen vorerst bei keinem Tiroler Verein zu denken. Am 18. September 1920 trug das Gründungsmitglied des Tiroler Fußballverbandes schließlich sein erstes Tiroler A-Meisterschaftsspiel aus, es endete 1:1 gegen den FC Rapid Innsbruck. Nachdem es für die Schwarz-Grünen jedoch nicht richtig laufen sollte, fand sich der Verein 1922 als Tabellenletzter wieder. Um den Abstieg zu verhindern, fusionierte Wacker mit Rapid Innsbruck und legte sich den neuen Namen FC Sturm Innsbruck bei. Wegen Uneinigkeit der Funktionäre und Spieler kam jedoch 1923, trotz eines dritten Tabellenplatzes, die Auflösung des Vereines.[2]

1923–1945: Neubeginn, Landescupsieger und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Vereinswappen der 1920er Jahre

Doch noch im selben Jahr 1923 wurde der Klub, wieder unter dem traditionellen Namen Fußballclub Wacker Innsbruck und den Vereinsfarben schwarz-grün neu ins Leben gerufen. In der Saison 1924/25 wurde der neu gegründete Fußballverein zur Tiroler B-Liga zugelassen – in dieser Saison wurde auch erstmals am Tivoliplatz gespielt. 1926 konnten die Schwarz-Grünen schließlich den Aufstieg in die A-Klasse erringen. In der höchsten Tiroler Liga konnte Wacker zwar vorerst keinen bestimmenden Platz einnehmen, mit dem geteilten Sieg im Tiroler Landescup mit dem Innsbrucker AC aber einen schönen Erfolg feiern. Die Endspiele endeten jeweils 1:1, sodass beide Teams als Sieger deklariert wurden. [3] Nach dem zwischenzeitigen Abstieg in die B-Klasse 1936 kehrten die Grün-Schwarzen 1938 zurück ins Tiroler Oberhaus. Mittelweile hatte das Fachamt Fußball im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen den Tiroler Fußballverband übernommen und Kreisliga als landeshöchste Spielstufe eingeführt. Wacker war bis zu seinem Abstieg 1943 Mitglied dieser Kreisliga und bekam 1941 als Führender der Tabelle bei Abbruch der Meisterschaft den Titel zugesprochen. Die Kreisliga wird heute jedoch nicht als Tiroler Meisterschaft anerkannt, weshalb auch der Landesmeistertitel aus dieser Zeit in keiner offiziellen Statistik mehr auftaucht.[4]

1945–1964: Die ersten Nachkriegserfolge und der Aufstieg in die Staatsliga[Bearbeiten]

Vereinswappen ca. 1958 bis 1964

Nach der Wiedererstehung Österreichs wurde 1946 eine verkürzte Tiroler Meisterschaft eingeführt an der Wacker Innsbruck jedoch nicht teilnehmen konnte, da der Verein noch zu wenige Spieler zur Verfügung hatte. In der Saison 1946/47 stieg der FC Wacker in der B-Klasse-Oberinntal in das Meisterschaftsgeschehen ein und errang auf Anhieb den Meistertitel und, damit verbunden, den Aufstieg in die A-Klasse Tirol. Der Verein beendete die Saison auf dem 10. und letzten Platz und stieg in die B-Klasse-Innsbruck Stadt ab. In der Folgesaison 1948/49 erreichte Wacker den ersten Platz und stieg in die 1. Klasse Innsbruck auf. Dort verweilte der Klub bis zur Meistersaison 1952/53. Nach dem Aufstieg in die Tiroler Landesliga errang FC Wacker Innsbruck 1958 den Meistertitel und qualifizierte sich damit für die 1950 neu eingerichtete, zweitklassige Arlbergliga. Mit dem dritten Rang in der Spielsaison 1959/60 eroberte Wacker Innsbruck erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Titel des Tiroler Landesmeisters. Dies gelang den Innsbruckern auch in den nachfolgenden Spieljahren 1960/61 und 1961/62. Den letzten Landesmeistertitel feierte Wacker mit dem Titelgewinn in der Regionalliga West 1963/64 der zugleich den erstmaligen Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse, der Staatsliga A bedeutete.

1964–1971: Der erste Meistertitel[Bearbeiten]

Vereinswappen ca. 1964 bis 1971

Wacker platzierte sich in der höchsten österreichischen Spielklasse auf Anhieb im guten Mittelfeld der Tabelle und feierte in der Saison 1966/67 punktegleich hinter dem SK Rapid Wien seinen ersten Vizemeistertitel. Auch 1968 belegten die Innsbrucker den zweiten Rang hinter Rapid, diesmal betrug der Rückstand jedoch sieben Punkte. 1968/69 erreichte Wacker erstmals das Viertelfinale im ÖFB-Cup, scheiterte jedoch auswärts klar mit 0:3 wiederum an den Hütteldorfern. 1970 war es aus schwarz-grüner Sicht nunmehr soweit: Der FC Wacker Innsbruck feierte mit dem Gewinn des ÖFB-Cups seinen ersten österreichischen Titel nach einem 1:0-Erfolg im Finale gegen den Linzer ASK. Torschütze war Buffy Ettmayer. Eine Überraschung, jedoch keine Sensation lieferte Innsbruck 1970 im Europacup der Cupsieger. Nachdem in der ersten Runde Partizani Tirana zweimal besiegt wurde, wartete mit dem fünffachen Europacupsieger Real Madrid ein übermächtiger Gegner auf den FC Wacker.

Das weiße Ballett wurde am 21. Oktober 1970 in Madrid, durch ein Tor von Leopold Grausam sensationell mit 1:0 besiegt. Im mit 17.500 Zuschauern berstend voll gefüllten Tivoli-Stadion konnte Innsbruck das Rückspiel am 4. November 1970 gegen Madrid bis 15 Minuten vor Schluss offen halten, ehe die Spanier Innsbruck mit zwei späten Toren doch noch aus dem Bewerb warfen. Die Saison 1970/71 brachte ein abwechslungsreiches Duell um den Titel des österreichischen Meisters zwischen den Innsbruckern und dem SV Austria Salzburg. Nachdem nach dem Herbstdurchgang noch die Salzburger die Tabelle anführten, gelang dem FC Wacker unter Trainer Otto Baric im Frühjahr der Sprung an die Tabellenspitze. Mit einem 4:2-Auswärtssieg im Spiel gegen SC Wacker Wien fixierten die Tiroler am 19. Juni 1971 ihren ersten österreichischen Meistertitel. Bei der Ankunft der Spieler in Innsbruck warteten bereits mehrere tausend Fans, die den Innsbruckern eine bis in die frühen Morgenstunden dauernde Siegesfeier bereiteten.

1971–1986: Die Zeit der Spielgemeinschaft mit Wattens[Bearbeiten]

Vereinswappen der Spielgemeinschaft 1971–1975
Vereinswappen der Spielgemeinschaft 1975–1979

Am 20. Juli 1971 beschlossen die Verantwortlichen des FC Wacker Innsbruck und der ebenfalls erstklassigen WSG Wattens die Konzentration des Fußballsports in Tirol und bildeten eine Spielgemeinschaft mit dem Namen SpG Swarovski Wattens-Wacker Innsbruck. Die Vereinbarung galt nur für die Kampfmannschaften, die eigentlichen Fußballsektionen beider Vereine blieben selbstständig, um jeweils die eigene Nachwuchspflege zu betreiben. Unter Miteinbeziehung der Sponsoren wurde der Verein oft abgekürzt SSW Innsbruck (Spielgemeinschaft Swarovski Wacker Innsbruck) genannt. Die Spielgemeinschaft wurde in den 1970er-Jahren zum Aushängeschild im österreichischen Fußball. In den Jahren 1972, 1973, 1975 und 1977 eroberten die Tiroler jeweils den österreichischen Meistertitel und wurde auch viermal österreichischer Cupsieger (1973, 1975, 1978 und 1979). In diese erfolgreiche Zeit fallen auch die Mitropapokalsiege der Innsbrucker. Im Finale von 1975 besiegte die SSW den ungarischen Verein Budapesti Honvéd zu Hause mit 3:1 und auswärts mit 2:1. Im darauf folgenden Jahr 1976 wartete im Finale Velež Mostar auf die Spielgemeinschaft. SSW feierte mit zwei 3:1-Erfolgen über die Jugoslawen den zweiten Mitropapokalsieg. In der Saison 1977/78 gelangen auch nennenswerte Erfolge im Europacup der Landesmeister. Nach Siegen gegen den FC Basel und Celtic Glasgow scheiterten die Innsbrucker erst im Viertelfinale an der Auswärtstorregel gegen Borussia Mönchengladbach.

Vereinswappen der Spielgemeinschaft von 1979 bis 1986

Nach der Weltmeisterschaft 1978 mussten die Innsbrucker einige schmerzliche Abgänge hinnehmen, darunter Pezzey, Stering und Welzl. Die stark geschwächte Mannschaft trennte sich während der Saison 1978/79 von den Brüdern Friedl und Peter Koncilia, konnte sich nicht mehr in der 1. Division halten und stieg erstmals seit dem Aufstieg in die 2. Division ab. Dieser Abstieg hatte auch Umwälzungen in der Mannschaft und im gesamten Verein zur Folge. 1981 gelang der Wiederaufstieg in die 1. Division der Bundesliga, wo die Tiroler sich im ersten Tabellendrittel etablieren konnten, ohne jedoch eine Chance auf den Meistertitel zu haben. In den Jahren 1982 und 1983 erreichte SSW Innsbruck das Pokalfinale, verlor die Endspiele jedoch deutlich gegen die Wiener Vereine Rapid und Austria. Die wirtschaftliche Situation wurde aber immer schwieriger, der Profifußball stand in Innsbruck vor dem Ende.

1986–1992: Der Neubeginn im Fußballkeller[Bearbeiten]

Im Juni 1986 beschlossen die WSG Wattens und der FC Wacker Innsbruck wieder getrennte Wege zu gehen und lösten die Spielgemeinschaft auf. Gernot Langes-Swarovski gründete zeitgleich den FC Swarovski Tirol. Der FC Swarovski übernahm die Bundesligalizenz der Spielgemeinschaft und in großen Zügen dessen Mannschaft. Der FC Wacker Innsbruck begann mit einer neuen Mannschaft im Fußballkeller, in der 2. Klasse Mitte bei den Amateuren. Trotz intensiver Bemühungen konnte keine Einteilung in eine höhere Klasse erreicht werden und so wurde als Ziel der sofortige Aufstieg in die nächsthöchste Klasse vorgegeben. Langfristig wurde sogar das Ziel verfolgt in die Bundesliga aufzusteigen. Der FC Wacker hatte zwar nur mehr eine reine Amateurmannschaft zur Verfügung, scharte jedoch die besten Spieler um sich, die im Tiroler Unterhaus zu bekommen waren. Dementsprechend sahen die Erfolge der Innsbrucker aus. Konkurrenten wurden zumeist hoch besiegt, gegen Igls gab es sogar einen 19:0-Erfolg und man verlor nur ein Spiel wegen Nachlässigkeit. Es folgte ein Durchmarsch von einer Klasse zur nächsten und 1989/90 spielten die Schwarz-Grünen bereits in der 2. Landesliga West. Erst in dieser Klasse musste Innsbruck ein Jahr verweilen bis in der Saison 1990/91 der Aufstieg in die Tiroler Liga (4. Spielstufe) gelang. Wacker verstärkte sich weiter und wurde gemeinsam mit dem zweiten Aufsteiger SV Wörgl als Titelaspirant gehandelt. Im Verlauf des Frühjahrs 1992 wurde schließlich bekannt gegeben, dass der FC Wacker aufgrund der Auflösung des FC Swarovski Tirol, wieder dessen Bundesligalizenz übernehmen würde. Die bisherige Kampfmannschaft spielte als Amateurteam weiter in der Landesliga Tirol.

1992–1993: Die letzte Saison im Profi-Fußball[Bearbeiten]

Vereinswappen des FC Wacker 1986 bis 1999

Wacker Innsbruck übernahm die Profimannschaft des FC Swarovski Tirol und kehrte damit nach sechs Jahren im Amateurlager sozusagen als Nachfolgeverein des FC Swarovski wieder in den Profifußball zurück. Wacker-Präsident Fritz Schwab holte Branko Elsner als Trainer zurück nach Innsbruck und verpflichtete gleichzeitig Walter Skocik und Fuad Djulic als neue Co-Trainer. Als Sponsor fungierte weiterhin die Daniel Swarovski Corporation. Der Klubname lautete entsprechend FC Wacker Swarovski Innsbruck. In der Meisterschaft konnte nur der fünfte Platz erreicht werden, dafür holten die Tiroler mit einem 3:1-Sieg über Rapid Wien den Cupsieg nach Innsbruck. Das Spiel um den Supercup verlor man jedoch nach einem 1:1-Remis mit 1:3 im Elfmeterschießen gegen den FK Austria Wien. Nach nur einer Saison in der Bundesliga wurde die Profiabteilung des FC Wacker auf politischen Druck des Landes Tirol als FC Tirol Innsbruck abgespalten. Der FC Wacker spielte erneut mit einem Amateurteam in der Landesliga Tirol.

1993–1999: Der zweite Neubeginn bis zum endgültigen Aus[Bearbeiten]

1993/94 wurde in der Landesliga Tirol der zweite Platz erobert. Der Umstieg vom Profi- ins Amateurlager fiel dem Verein aber schwer. Im ÖFB-Cup trat der FC Wacker Innsbruck als Titelverteidiger an, hatte aber mit einer reinen Amateurmannschaft keine Chance. Bereits in der zweiten Cuprunde schied der Verein mit 0:8 gegen den FC Kufstein aus. 1995/96 wurde die Qualifikation für das Meister-Play-Off in der Landesliga Tirol als Ziel ausgegeben, um im Herbst in der eingleisigen Regionalliga West spielen zu können. Die Qualifikation wurde zwar geschafft, in der Regionalliga West belegte der FC Wacker jedoch abgeschlagen nur den achten und letzten Rang. Auch 1996/97 wurden die Tiroler Letzter der Regionalliga (16. Platz) und stiegen wieder in die Tiroler Liga ab. Aufgrund des anhaltenden sportlichen Misserfolges und der infrastrukturell schlechten Trainingsbedingungen des Vereins gab der Präsident des FC Wacker, Fritz Schwab, jegliche Aufstiegsambitionen in die 2. Division auf. Der Stamm der Mannschaft wechselte daraufhin zu anderen Vereinen. Als Ziel des Vereins wurde nur mehr der Klassenerhalt ausgegeben. Nach dem 14. Platz in der Tiroler Liga 1997/98 und trotz des Klassenerhaltes entschloss sich der Wacker-Präsident zum Austausch des gesamten Kaders und zum freiwilligen Abstieg des FC Wacker in die 2. Klasse Mitte, der letzten Tiroler Spielklasse. Mit diesem Abstieg stand der FC Wacker Innsbruck sowohl sportlich als auch finanziell vor dem endgültigen Aus. Aus diesem Grund entschloss man sich zu erfolgreichen Verhandlungen mit dem FC Tirol Innsbruck bezüglich einer Eingliederung des FC Wacker in den Amateurbereich des FC Tirol. Am 20. Mai 1999 wurde in der Hauptversammlung des FC Wacker Innsbruck die Vereinsauflösung beschlossen.[5] Der Fußballclub Wacker Innsbruck war als eigenständiger Verein damit Geschichte.

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

  • 4 x Tiroler Landesmeister: 1941 (inoffiziell); 1960, 1961, 1962, 1964
  • 1 x Tiroler Landescupsieger: 1930 (geteilt mit Innsbrucker AC)
  • 1 x Meister Tiroler Landesliga (3): 1958
  • 1 x Meister 1. Klasse Innsbruck (4): 1953
  • 1 x Meister B-Klasse Innsbruck-Stadt: 1949
  • 1 x Meister B-Klasse Oberinntal: 1947

Anmerkung: Sämtliche in der Zeit von 1972 bis 1986 errungenen Titel und Erfolge fallen in die Ära der Spielgemeinschaft mit der WSG Wattens.

Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Tor

Verteidigung

Mittelfeld

Stürmer

Torschützenkönige[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten]

In den 1980er-Jahren gab es beim FC Wacker auch eine Frauenfußballsektion. Diese spielte aus geographischen und finanziellen Gründen außer Konkurrenz in der bayrischen Bezirksliga und konnte den Bewerb zweimal gewinnen. Die Wacker-Damen durften trotzdem am ÖFB-Cup teilnehmen und zogen in der Saison 1984/85 überraschend in das Cupfinale ein, das ebenso sensationell mit 2:0 (2:0), Tore: Kaltenbrunner (4.), Depaoli (28.), gegen den Erstligisten LUV Graz gewonnen werden konnte. Am 22. Mai 1986 wurde in Mittenwald (BRD) ein neuer Verein mit der Bezeichnung FC Wacker Innsbruck-Mittenwald gegründet um sowohl die Sportanlagen in Mittenwald kostenlos benützen als auch offiziell an der Meisterschaft teilnehmen zu können. Durch diese "Neugründung" wurde die Mannschaft eine Klasse tiefer in die A-Klasse gereiht. Sie konnte 1987 überlegen den Titel erringen und wieder in die Bezirksklasse aufsteigen.

Literatur[Bearbeiten]

Spezielles
  • Karl Langisch: Fußballclub Wacker Innsbruck. Austria-Edition, Wien 1966.
  • Walther Prüller: Die Wacker Story; Triumphe – Tore – Tränen. Pinguin Verlag, Innsbruck 1978.
  • Dieter Chmelar: Fußballclub Swarovski Tirol – Die Alpenkönige. Jugend und Volk, Wien 1987.
  • ECHO – Spezial: König Fußball; Erfolge – Legenden – Tivoli neu. ECHO Verlag, Innsbruck 2000.
  • Georg Hermann: FC Wacker Innsbruck-Die Legende. Heymon Verlag, Innsbruck 2010.
Allgemeines
  • Karl Kastler: Fußballsport in Österreich, Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Trauner, Linz 1972.
  • Josef Huber: Tagebuch des Jahrhunderts, Fußball-Österreich von 1901 bis 2000. Verlag Wolfgang Drabesch, Wien 2000.
Statistiken
  • Anton Egger, Kurt Kaiser: Österreichs Fußball-Bundesliga von A–Z, Chronik ab 1974 Verlag Anton Egger, Fohnsdorf 1995.
  • Anton Egger: Österreichs Fußball-Meisterschaft, Chronik 1945–1974. Verlag Anton Egger, Fohnsdorf 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Langisch 1966, S. 22.
  2. Langisch 1966, S. 27.
  3. Langisch 1966, S. 28
  4. Kastler 1972, S. 345.
  5. Bote für Tirol – Amtsblatt der Behörden, Ämter und Gerichte Tirols vom 1. Dezember 1999.