Vier

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Zahl Vier. Für das Jahr 4 n. Chr. siehe 4, für weitere Bedeutungen siehe Vier (Begriffsklärung).
Vier
4
Darstellung
Arabisch ٤
Morsecode · · · · −
Römisch IV
Dual 0100
Oktal 4
Dezimal 4
Duodezimal 4
Hexadezimal 4
Mathematische Eigenschaften
Vorzeichen positiv
Parität gerade
Teiler 1, 2, 4
Faktorisierung 2^2
Digitalanzeige der Vier
Handschriftliche Vier
Halbe Acht als Vier in der Jahreszahl 1497

Die Vier (4) ist die natürliche Zahl zwischen drei und fünf. Sie ist gerade und eine Quadratzahl.

Mathematik[Bearbeiten]

Vier ist gerade. Sie ist die erste zusammengesetzte Zahl und damit die erste Nicht-Primzahl nach der Eins.

Die Besonderheit der Vier ist, dass sowohl 2+2=4 als auch 2 \cdot 2=4 und somit 2^2=4 gilt. Dies lässt sich über die Pfeilschreibweise sogar verallgemeinern. Es gilt für ein beliebiges natürliches  n :

 4 = 2\ \underbrace{\uparrow \ \uparrow \cdots \uparrow}_{n \ \mathrm{mal}}\ 2 .

Eine vierseitige Fläche ist ein Viereck. Ein geometrischer Körper mit vier Flächen ist ein Tetraeder.

Der Vier-Farben-Satz besagt, dass vier Farben ausreichen, um alle Flächen auf einer Landkarte so einzufärben, dass nirgends gleichfarbige Flächen aneinanderstoßen, wohingegen drei Farben dafür nicht genügen.

Eine weitere Besonderheit der Vier ist die Unmöglichkeit, eine algebraische Gleichung höheren Grades als vier mit Hilfe von Wurzelziehen sowie einfacher arithmetischer Grundoperationen aufzulösen. Der Mathematiker Niels Henrik Abel veröffentlichte im Jahr 1826 seinen Beweis hierzu.

Schreibweisen[Bearbeiten]

Die Zahl hat je nach Zeitalter und Sprache unterschiedliche Glyphen:

Die römische Schreibung ist IV, die arabische ٤. In Urdu (Indien, Pakistan) ist es ۴, in Devanagari (Indien) ist es ४ und in Hebräisch ד. Es gibt in der heutigen lateinischen Schrift zwei Möglichkeiten für die Typografie: Die Vier mit Verbindungsstrich links oben mit dem Querbalken des Kreuzes und ohne.

Sprachliches[Bearbeiten]

Das lateinische Wort für vier ist quattuor, die zugehörige Ordnungszahl quartus (der vierte) und das Adjektiv quadrus (viereckig) fanden ins Deutsche Eingang bei Begriffen wie Quartal, Quarte, Quartil, Quartett oder Quadrat.

Das griechische Präfix für Vier τετρα- (tetra-) fand bei Fremdwörtern Gebrauch wie Tetralogie, Tetrarchie, Tetraeder oder Tetrachord.

Naturwissenschaften[Bearbeiten]

Biologie[Bearbeiten]

Die in der Desoxyribonukleinsäure gespeicherte Information des Genoms allen irdischen Lebens ist in Triplett-Sequenzen codiert, die aus vier verschiedenen Grundeinheiten bestehen: den Nukleobasen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C).

Die Tetrapoden, die vierfüßigen Landwirbeltiere, weisen grundsätzlich je vier Extremitäten auf, deren elementare Bedeutung die Fortbewegung ist. Einzelne Tetrapoden können alle oder manche Extremitäten rück- oder umgebildet haben wie zum Beispiel Schlangen, die keine lokomotionsfähigen Extremitäten mehr aufweisen oder der Mensch, bei dem die Vorderextremitäten nicht mehr für die Fortbewegung geeignet sind. Zu den Tetrapoden zählen Lurche (Amphibien), Kriechtiere (Reptilien), Säugetiere und Vögel.

Chemie[Bearbeiten]

Die Zahl 4 ist die Ordnungszahl des Erdalkalimetalls Beryllium im Periodensystem.

Medizin[Bearbeiten]

In der Orthopädie ist das Viererzeichen ein klinischer Test zur Funktionsprüfung des Hüftgelenks beim Menschen. Dabei wird im Liegen ein Bein quer zur Körperachse zu einer Vier angewinkelt.

Kultur, Literatur, Musik, Gesellschaft und Geistesleben[Bearbeiten]

Die griechischen Naturphilosophen sahen vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) als Grundbestandteile allen Seins: Die Vier-Elemente-Lehre wirkt bis in die heutige Zeit. Da es neben den vier Elementen vier Himmelsrichtungen, Jahreszeiten und Temperamente gibt, galt die Vier im Mittelalter als die Zahl des Irdischen, im Gegensatz zur Drei, der Zahl Gottes und der Trinität. Aus den rechnerischen Verbindungen dieser Zahlen Drei und Vier ergeben sich weitere im Christentum heilige Zahlen: Sieben und Zwölf. Aus dieser christlichen Zahlenlehre ergibt sich für die Musik die Auffassung, dass der 3/4-Takt als der Vollkommene gilt – früher dargestellt durch einen Kreis, während der 4/4-Takt als der unvollkommene, der irdische gilt, der bis heute in der musikalischen Notation durch einen Halbkreis, ein dem großen C ähnliches Zeichen angegeben wird.

In der Zahlensymbolik steht sie unter anderem für das Kreuz. Sowohl in ihrer Darstellung kreuzt sie sich, als auch das Kreuz hat vier Ecken. Es steht somit für Tod und Leid generell. In der chinesischen Zahlensymbolik und auch in Korea und Japan gilt die Vier als Unglückszahl, da sie klanglich (chinesisch Pinyin ) dem chinesischen Wort für Tod ähnelt (chinesisch Pinyin ) siehe: Tetraphobie.

Sport[Bearbeiten]

Die Rückennummer 4 gilt als Nummer des Vorstoppers/Innenverteidigers beim Fußball.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Vier Schätze des Gelehrtenzimmers (Gegenstände, die ein chinesischer Gelehrter zum Schreiben und Malen brauchte)
  • Vier Bücher (vier kanonische Bücher der konfuzianischen Lehre)
  • Vier Jahreszeiten
  • Viererbande (Gruppe linksradikaler Führungskräfte der Kommunistischen Partei Chinas, die vor Mao Zedongs Tod große Macht ausübte)
  • Vierer (Ruderboot mit oder ohne Steuermann)
  • Viereck (Figur der ebenen Geometrie)
  • Vierung (Bezeichnung des Raums, der beim Zusammentreffen des Haupt- und Querschiffes einer Kirche entsteht)
  • Quaternär (Objekte aus vier Teilen)

Philosophie[Bearbeiten]

Mathematik[Bearbeiten]

Kommunikation[Bearbeiten]

Spiel[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Technik[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Weitere[Bearbeiten]

Geografisches[Bearbeiten]

Literarische Titel[Bearbeiten]

Filmtitel[Bearbeiten]

Kunst[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Weiteres[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Vier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen