Ferrette

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Dieser Artikel behandelt die französische Gemeinde. Zur Sprinterin von den Amerikanischen Jungferninseln siehe LaVerne Jones-Ferrette.
Ferrette (Pfirt)
Wappen von Ferrette
Ferrette (Frankreich)
Ferrette
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Ferrette
Koordinaten 47° 30′ N, 7° 19′ O47.4938888888897.3158333333333505Koordinaten: 47° 30′ N, 7° 19′ O
Höhe 429–640 m
Fläche 1,94 km²
Einwohner 779 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 402 Einw./km²
Postleitzahl 68480
INSEE-Code
Website http://www.ferrette.fr

Ruinen der Burg Hohenpfirt

Ferrette (deutsch Pfirt) ist eine französische Gemeinde mit 779 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, ist Hauptort des Kantons Ferrette und Sitz des Gemeindeverbandes Jura Alsacien.

Geografie[Bearbeiten]

Im Norden und Westen liegt die Gemeinde Vieux-Ferrette und im Süden und im Osten Bouxwiller. In Ferrette beginnt der Sentier Interregio, ein interkommunaler Wanderweg, der anschließend das südwestlich liegende Sondersdorf passiert. Außerdem grenzt der Kantonshauptort im Süden an Ligsdorf und im Südwesten an Bendorf.

Südlich der Ortsmitte liegt der Weiler Bergmatten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Siedlung, die den Namen Ferrette trägt, entstand ungefähr vor 900 Jahren. Damals wurde sie von den Habsburgern regiert. Pfirt war auch der Hauptort der Grafschaft Pfirt. Im Dreißigjährigen Krieg ging diese über Ludwig XIV. an Kardinal Mazarin über. Später wurde die Siedlung vom Hause Grimaldi aus Monaco regiert. Die Fürsten von Monaco nennen sich noch heute Grafen von Pfirt. Im Jahr 2006 war Albert II. von Monaco zu Gast. Unter den regelmäßigen Gästen war auch Otto von Habsburg.

Zur Herkunft des Ortsnamens siehe Vieux-Ferrette.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 708 798 783 727 863 1020 999

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der Ort ist von Fachwerkbauten geprägt.
  • Die Kirche Saint-Bernard de Menthon ist teilweise gotisch. Im Innern fällt eine Madonna mit einem dreiarmigen Jesuskind auf; Monument historique seit 1902.
  • Das ochsenblutrote Renaissance-Rathaus (Hôtel de Ville) stammt aus dem Jahr 1570 und ist seit 1996 als Monument historique eingetragen
  • Die Burgruine Hohenpfirt steht auf 611 m. ü. NN. östlich von Ferrette. Sie stammt aus der Zeit der Habsburger und wurde erbaut ab 1125. Auch Kardinal Mazarin und die Grimaldis residierten hier. Sie wurde von revoltierenden Bauern 1789 niedergebrannt. Seit 1930 ist die Ruine Monument historique.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Adolf Müller: Der Solothurner Johann Baptist von Staal als Obervogt der Herrschaft Pfirt 1664–1673. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde. Bd. 49, 1950, ISSN 0067-4540, S. 98–153, Volltext.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferrette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien