Böbingen (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Böbingen
Böbingen (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Böbingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 17′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 120 m ü. NHN
Fläche: 6,9 km2
Einwohner: 766 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67482
Vorwahl: 06327
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.boebingen-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Stefan Werner
Lage der Ortsgemeinde Böbingen im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Böbingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 9 km östlich von Edenkoben zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein in der Rheinebene.

Nördlich der Wohnbebauung fließt von West nach Ost der gut 20 km lange Triefenbach. Dieser entspringt westlich von Edenkoben im Pfälzerwald und mündet etwa 6 km unterhalb von Böbingen von rechts in den Flussgraben, einen rechten Zufluss des Speyerbachs.

Nachbargemeinden Böbingens sind im Norden die Neustadter Ortsteile Duttweiler und Geinsheim, dann im Uhrzeigersinn die Ortsgemeinden Gommersheim, Freisbach, Freimersheim und Altdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lorscher Codex wurde Böbingen erstmals 772 als Bilingen genannt. Im 15. Jahrhundert kam das Dorf zur Kurpfalz, Oberamt Germersheim. In der heutigen Schreibweise erschien der Ortsname 1586, nachdem er davor auch Bobingin, Bebingen und Bibingen gelautet hatte.

Nach dem Rückgang der Bevölkerung wegen des Dreißigjährigen Kriegs siedelten sich nach 1650 viele Neubürger aus der Schweiz an. Böbingen wurde 1798 Teil Frankreichs, 1816 wechselte es mit der gesamten Pfalz zum Königreich Bayern. Eine Hohlglasfabrik mit 60 Arbeitsplätzen wurde 1893 eröffnet, fünf Jahre später jedoch wieder geschlossen.

Böbingen lag nach dem Zweiten Weltkrieg in der französischen Besatzungszone. 1946 wechselte es von Bayern zum neugegründeten Land Rheinland-Pfalz. 2001 wurden 1225 Jahre Böbingen gefeiert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1835: 558
  • 1991: 451
  • 2004: 684
  • 2012: 769
  • 2016: 820[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 48,8 % der Einwohner evangelisch und 30,1 % katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3] Die Evangelischen gehören zur Protestantischen Landeskirche der Pfalz, die Katholiken gehören zum Bistum Speyer.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Böbingen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Polizeibeamte Stefan Werner wurde im September 2016 mit 95,3 % der Stimmen zum neuen Ortsbürgermeister gewählt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beschreibung des Wappens lautet: „Von Rot und Gold gespalten, rechts eine vierfüßige goldene Bank, links ein roter Gänsefuß“. Es wurde 1953 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1624.[6]

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit Rudersdorf in Thüringen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegener Bahnhof ist Edenkoben an der Bahnstrecke Neustadt an der Weinstraße–Wissembourg. Parallel zur Bahnlinie verläuft die Bundesautobahn 65 (Ludwigshafen–Neustadt–LandauKarlsruhe), deren Anschlussstelle 14 (Edenkoben) 6 km entfernt ist. Die Bundesstraßen 39 nördlich und 272 südlich ermöglichen Verbindungen zu Mittelzentren wie Speyer oder Landau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leopold Reitz (1889–1972), Lehrer, Schriftsteller, Heimatdichter
  • Erwin Renner, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Böbingen (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Website der Gemeinde.
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Landau, 5. September 2016.
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.