Crossrail

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Crossrail
Elizabeth line roundel.svg
Streckenlänge:118 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:25 kV 50 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:140 km/h
Zweigleisigkeit:ganze Strecke
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Reading
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Twyford
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Maidenhead
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Themse
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Taplow
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Burnham
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Slough
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Langley
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Iver
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West Drayton
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Heathrow Terminal 5
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Heathrow Terminal 4
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Heathrow Central
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Airport Junction
Bahnhof, Station
Hayes & Harlington
Bahnhof, Station
Southall
Haltepunkt, Haltestelle
Hanwell
Bahnhof, Station
West Ealing
Bahnhof, Station
Ealing Broadway
Haltepunkt, Haltestelle
Acton Main Line
   
Old Oak Common
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Paddington
   
Bond Street
   
Tottenham Court Road
   
Farringdon
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Liverpool Street
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Whitechapel
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Canary Wharf
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Stratford
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Custom House
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Connaught-Tunnel
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Maryland
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Themse
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Woolwich
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Forest Gate
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Abbey Wood
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Manor Park
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Ilford
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Seven Kings
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Goodmayes
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Chadwell Heath
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Romford
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Gidea Park
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Harold Wood
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Brentwood
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Shenfield

Crossrail ist ein in Bau befindliches Eisenbahnverkehrsprojekt in London. Zurzeit ist es eines der größten Bahnprojekte Europas. Die Bauarbeiten begannen 2009, die Inbetriebnahme erfolgt 2018/19 etappenweise. Mit Crossrail entsteht eine leistungsfähige, S-Bahn-ähnliche Verbindung, die Teile von Berkshire, Buckinghamshire und Essex mit den zentralen und südöstlichen Bezirken von Greater London verbindet. Die neue Strecke, die ab Dezember 2018 die Bezeichnung Elizabeth Line tragen wird, soll die London Underground entlasten, insbesondere die Central Line.

Herzstück des Projekts sind Tunnelstrecken von 21,6 km Länge, die das Stadtzentrum von West nach Ost durchqueren. Der Haupttunnel verläuft von Paddington über Liverpool Street und Canary Wharf nach Abbey Wood. Ein weiterer Tunnel zweigt bei Whitechapel ab und führt nach Stratford. Züge werden auf einem 118 km langen Streckennetz von Reading im Westen nach Shenfield im Osten sowie nach Abbey Wood im Südosten verkehren. Sie werden dabei Teile der Great Western Main Line und der Great Eastern Main Line nutzen, ebenso eine kurze Zweigstrecke zum Flughafen Heathrow. Im zentralen Abschnitt sind 20 Züge je Stunde und Richtung vorgesehen.

Seit dem 31. Mai 2015 gibt es einen Vorlaufbetrieb durch TfL Rail, einem Tochterunternehmen der MTR Corporation, das von Transport for London eine Betriebskonzession erhielt. TfL Rail tritt seit 2017 unter der Bezeichnung Crossrail auf und wird ab 2018 seinen Betrieb auf die neuen Strecken ausdehnen.

Ein ähnliches Projekt für eine Nord-Süd-Verbindung ist das noch im Planungsstadium befindliche Crossrail 2.

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorschläge von 1948[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eisenbahnhistoriker George Dow präsentierte im Juni 1941 in der Zeitung The Star erstmals ein Konzept von Eisenbahntunneln mit großem Durchmesser, die im Zentrum Londons die Kopfbahnhöfe Paddington und Liverpool Street miteinander verbinden sollten.[1] Er schlug auch Nord-Süd-Linien vor und nahm damit die Thameslink-Linien der Nachkriegsjahre vorweg. Das gegenwärtige Crossrail-Projekt geht auf den County of London Plan von 1943 und den Greater London Plan von 1944 zurück, beide vom Stadtplaner Patrick Abercrombie erarbeitet. Diese Konzepte wurden vom Railway (London Plan) Committee eingehend überprüft, das 1946 und 1948 Bericht erstattete. Route A hätte von Loughborough Junction nach Euston geführt, wobei die Blackfriars-Brücke neu gebaut worden wäre. Route F hätte Lewisham über Fenchurch Street, Trafalgar Square, Marble Arch und Marylebone mit Kilburn verbunden. Letztlich wurde nur Route C um 1970 in Form der Victoria Line verwirklicht, wenn auch mit Tunnelröhren von geringerem Durchmesser.[2]

Vorschläge von 1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Crossrail erschien erstmals 1974 im London Rail Study Report eines Lenkungsausschusses, der vom Umweltministerium und dem Greater London Council eingesetzt worden war, um zukünftige Verkehrsbedürfnisse zu untersuchen und strategische Pläne für London und Südostengland zu erstellen.[3] Der Bericht enthielt mehrere Optionen für neue Linien und Erweiterungen, darunter die Jubilee Line (damals Fleet Line genannt) nach Fenchurch Street, die River Line (heutiger östlicher Teil der Jubilee Line) und die Chelsea–Hackney-Linie. Vorgeschlagen wurden auch die Wiedereröffnung des Snow-Hill-Tunnels und der Bau zweier tief liegender Eisenbahntunnel.[4][5]

Die Studie von 1974 ging davon aus, dass stündlich während der Hauptverkehrszeit 14.000 Fahrgäste den nördlichen und 21.000 den südlichen Tunnel benutzen würden. Dabei wurden Vergleiche mit dem RER Paris und der S-Bahn Hamburg gezogen. Angedacht war auch ein Anschluss des Flughafens Heathrow. Obwohl das Konzept als einfallsreich galt, existierte nur eine vage Kostenschätzung von 300 Millionen Pfund. Die Autoren empfahlen eine Machbarkeitsstudie mit hoher Dringlichkeit, ebenso eine planerische Absicherung des Tunnelverlaufs.[6]

Vorschläge von 1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Central London Rail Study von 1989 empfahl drei Tunnel nach British-Rail-Standard zwischen verschiedenen Teilen des bestehenden Bahnnetzes, mit den Bezeichnungen East-West Crossrail, City Crossrail und North-South Crossrail. Das Ost-West-Projekt sah eine Linie von Liverpool Street nach Paddington/Marylebone vor, mit zwei Verbindungen am westlichen Ende zur Great Western Main Line und zur Metropolitan Line. Die City-Route wurde als neue Verbindung von der Great Northern Route durch die City of London nach London Bridge vorgeschlagen. Die Nord-Süd-Route sollte Züge von der West Coast Main Line, Thameslink und Great Northern Route bei Euston und King’s Cross/St Pancras bündeln und diese in einen Tunnel über Tottenham Court Road nach Victoria führen, von wo aus sie weiter nach Crystal Palace und Hounslow verkehren würden. Der Bericht schlug auch eine Reihe weiterer Linien vor, darunter eine Thameslink Metro und eine neue Chelsea–Hackney-Linie. Die Kosten für die Ost-West-Route inklusive Fahrzeuge wurden auf 885 Millionen Pfund geschätzt.[7]

Vorschläge von 2003/04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht verwirklichter Superlink

Cross London Rail Links (CLRL), ein Joint Venture von Transport for London und dem Verkehrsministerium entwickelte ab 2001 den Ost-West-Plan weiter[8], ebenso eine Linie zwischen Wimbledon und Hackney. 2003 und 2004 fand eine 50-tägige Wanderausstellung statt, welche die Vorschläge an 30 verschiedenen Orten vorstellte.[9]

Ein ehrgeizigerer Vorschlag war der auf 13 Milliarden Pfund veranschlagte Superlink im Jahr 2004, der zusätzliche Infrastrukturbauten außerhalb Londons umfasste: Zusätzlich zum Ost-West-Tunnel hätten neue Linien Cambridge, Ipswich, Southend-on-Sea, Pitsea, Reading, Basingstoke und Northampton erschlossen. Gemäß den Promotoren hätte der Superlink viermal so viele Fahrgäste befördert und als Ergebnis davon geringere Subventionen der öffentlichen Hand erfordert.[10][11] Bürgermeister Ken Livingstone und das Verkehrsministerium unterstützten den Vorschlag nicht.[12]

Crossrail-Projekt und Genehmigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crossrail-Logo

Zur Genehmigung des Crossrail-Projekts waren Beratungen im britischen Parlament erforderlich. Eine Kommission von Mitgliedern des House of Commons traf sich zwischen Dezember 2005 und Oktober 2007.[13] Die Kommission gab im Juli 2006 einen Vorbescheid bekannt, der die Promotoren dazu aufrief, einen Bahnhof in Woolwich hinzuzufügen. Die Regierung als Bauherrin wollte dies zunächst nicht tun, da sonst die Erschwinglichkeit des ganzen Projekts gefährdet gewesen sei, lenkte dann aber später ein. Während das Gesetz noch in der Beratung war, ordnete Verkehrsministerin Ruth Kelly am 24. Januar 2008 raumplanerische Maßnahmen an, um den vorgesehenen Verkehrskorridor vor anderen Bauvorhaben zu schützen, die Crossrail und möglichen zukünftigen Erweiterungen sonst im Wege gestanden hätten.[14] Im Februar 2008 wurde der Gesetzesvorschlag durch ein Komitee des House of Lords beraten. Am 22. Juli 2008 erlangte der Crossrail Act 2008 durch königliche Zustimmung (Royal Assent) Gesetzeskraft.[15]

Dem Crossrail Act 2008 beigeordnet waren eine Umweltverträglichkeitsprüfung, Pläne und sonstige dazu gehörende Informationen.[16] Das Gesetz gab dem Unternehmen Cross London Rail Links die notwendigen Befugnisse, die Bahnlinie zu bauen. Verkehrsminister Lord Adonis gab eine Beteiligung von BAA in der Höhe von 230 Millionen Pfund bekannt und bestätigte, dass die Finanzierung trotz der weltweiten Finanzkrise gesichert sei.[17] Die Geldgeber (darunter Transport for London, das Verkehrsministerium, Network Rail, BAA und die City of London) sicherten am 4. Dezember 2008 die vollständige Finanzierung in der Höhe von 15,9 Milliarden Pfund zu.[18]

Transport for London erhielt am 7. September 2009 von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen von einer Milliarde Pfund zugesprochen.[19] Nach der Unterhauswahl 2010 bestätigte die neue konservativ-liberale Koalitionsregierung, dass das Projekt wie vereinbart fortgeführt werde.[20] Gemäß dem ursprünglichen Zeitplan hätten die ersten Züge 2017 verkehren sollen. Eine im selben Jahr durchgeführte finanzielle Analyse ergab, dass durch eine einfachere, aber langsamere Bauweise (ermöglicht durch weniger Tunnelbohrmaschinen und Zugangsschächte) mehr als eine Milliarde Pfund eingespart werden könne. Somit verschob sich die Inbetriebnahme des zentralen Abschnitts um ein Jahr.[21]

Das Projekt wird durch das Unternehmen Crossrail Ltd. umgesetzt. Es war bis Dezember 2008 in gemeinsamem Besitz von Transport for London (TfL) und dem britischen Verkehrsministerium, danach ging es in vollständigem Besitz von TfL über. Für die Verwirklichung des Projekts stehen dem Unternehmen 16 Milliarden Pfund zur Verfügung.[22] Während die Zweigstrecken im Westen und nach Shenfield weiterhin im Besitz von Network Rail bleiben, wird TfL den Tunnel im Stadtzentrum und nach Woolwich besitzen und betreiben.[23]

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenplan

Westliche Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Heathrow Central

Der Hauptteil des westlichen Abschnitts, die Great Western Main Line, verläuft oberirdisch von Reading nach Paddington. Die Bahnhöfe in diesem Bereich wurden modernisiert und ausgebaut. In Acton entstand ein Überwerfungsbauwerk, sodass Reisezüge langsamere Güterzüge überholen können, die dort zu einer Rangieranlage unterwegs sind. Das Bauwerk wurde im Juli 2016 fertiggestellt und im Januar 2017 in Betrieb genommen.[24]

Der Heathrow-Abzweig, der am Airport Junction zwischen Hayes & Harlington und West Drayton beginnt, verfügt über drei unterirdische Bahnhöfe im Bereich des Flughafens London Heathrow. Ein Überwerfungsbauwerk bei Hayes & Harlington namens Stockley Flyover erlaubt es Zügen von Heathrow Express, die Crossrail-Gleise kreuzungsfrei zu queren.[25]

Zentraler Teil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zentrale Abschnitt der Crossrail-Strecke durchquert die Innenstadt in West-Ost-Richtung unterirdisch, wobei sich die Tunnelportale westlich von Paddington und östlich von Whitechapel befinden. Es entstehen neue unterirdische Bahnhöfe in Paddington, an der Bond Street, an der Tottenham Court Road, in Farringdon, an der Liverpool Street und in Whitechapel. Alle bieten Umsteigemöglichkeiten zu anderen U-Bahn- und Eisenbahnlinien. Aufgrund der Länge und der Positionierung der Bahnsteige ist Farringdon mit der U-Bahn-Station Barbican verbunden, ebenso Liverpool Street mit dem Bahnhof Moorgate.

Östliche Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich des Bahnhofs Whitechapel verzweigt sich die Strecke. Einer der beiden Streckenäste führt zur bereits bestehenden Great Eastern Main Line, wobei sich das Tunnelportal etwas südlich des Olympiastadions befindet. Via Stratford wird Shenfield erreicht.

Der andere Streckenast führt zunächst unterirdisch zur Canary Wharf und tritt bei Custom House an die Oberfläche. Danach nutzt er einen im Jahr 2006 stillgelegten Streckenabschnitt der North London Line bis North Woolwich. Anschließend unterquert die Strecke die Themse und erreicht via Woolwich den Bahnhof Abbey Wood an der North Kent Line.

Liste der Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Anschlusslinien Lage Distrikt Region
Hauptstrecke Reading – Abbey Wood
Reading Great Western Main Line
Reading – Taunton
Reading – Basingstoke
Waterloo – Reading
North Downs Line
Koord. Reading Berkshire
Twyford Henley-Zweiglinie Koord. Wokingham
Maidenhead Marlow-Zweiglinie Koord. Windsor and Maidenhead
Taplow Koord. South Bucks Buckinghamshire
Burnham Koord. Slough Berkshire
Slough Slough – Windsor & Eaton Koord.
Langley Koord.
Iver Koord. South Bucks Buckinghamshire
West Drayton Koord. Hillingdon Greater London
Hayes & Harlington Heathrow-Zweigstrecke Koord.
Southall Koord. Ealing
Hanwell Koord.
West Ealing Greenford-Zweiglinie Koord.
Ealing Broadway Central Line
District Line
Koord.
Acton Main Line Koord.
Old Oak Common High Speed 2
North London Line
West London Line
Acton – Northolt
Bakerloo Line
Central Line
Koord. Hammersmith and Fulham
Paddington Great Western Main Line
Heathrow Express
Bakerloo Line
Circle Line
District Line
Hammersmith & City Line
Koord. City of Westminster
Bond Street Central Line
Jubilee Line
Koord.
Tottenham Court Road Central Line
Northern Line
Crossrail 2
Koord. Camden
Farringdon Thameslink
Circle Line
Hammersmith & City Line
Metropolitan Line
Koord. Islington
Liverpool Street Great Eastern Main Line
West Anglia Main Line
Lea Valley Lines
Central Line
Circle Line
Hammersmith & City Line
Metropolitan Line
Koord. City of London
Whitechapel Shenfield-Zweigstrecke
East London Line
District Line
Hammersmith & City Line
Koord. Tower Hamlets
Canary Wharf Jubilee Line
Docklands Light Railway
Koord.
Custom House Docklands Light Railway Koord. Newham
Woolwich Koord. Greenwich
Abbey Wood North Kent Line Koord. Greenwich / Bexley
Heathrow-Zweigstrecke
Hayes & Harlington Hillingdon Greater London
Heathrow Central Heathrow Express
Piccadilly Line
Koord.
Heathrow Terminal 4 Piccadilly Line Koord.
Heathrow Terminal 5 Heathrow Express
Piccadilly Line
Koord.
Shenfield-Zweigstrecke
Whitechapel East London Line
District Line
Hammersmith & City Line
Tower Hamlets Greater London
Stratford Great Eastern Main Line
West Anglia Main Line
North London Line
Central Line
Jubilee Line
Docklands Light Railway
Koord. Newham
Maryland Koord.
Forest Gate Koord.
Manor Park Koord.
Ilford Koord. Redbridge
Seven Kings Koord.
Goodmayes Koord.
Chadwell Heath Koord.
Romford Romford – Upminster Koord. Havering
Gidea Park Koord.
Harold Wood Koord.
Brentwood Koord. Brentwood Essex
Shenfield Great Eastern Main Line
Shenfield – Southend
Koord.

Umsetzung des Projekts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlicher Tunnelportal bei Royal Oak (Juli 2011)
Innenausbau des Tunnels bei Whitechapel (Dezember 2013)

Premierminister Gordon Brown und Bürgermeister Boris Johnson nahmen am 15. Mai 2009 an der Grundsteinlegung teil. Erste Baumaßnahme waren Tiefgründungen im Bereich des zukünftigen Bahnhofs Canary Wharf.[26][27] Im September 2009 begannen vorbereitende Arbeiten an der Tottenham Court Road, wofür zuvor die Enteignung und der Abriss mehrerer Gebäude (darunter das Astoria Theatre) erforderlich gewesen war.[28] Die Tunnelbohrung gestaltete sich dort besonders anspruchsvoll, da der Crossrail-Tunnel jeweils weniger als einen Meter unter dem Tunnel der Northern Line und über einem Rolltreppenschacht verläuft.[29]

Die Ausschreibungen für die zwei Haupt-Tunnelbauverträge wurden im August 2009 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Das Baulos Tunnels West (C305) umfasste den 6,2 km langen Abschnitt von Royal Oak bis Farringdon, mit einem Tunnelportal westlich von Paddington. Das Baulos Tunnels East (C300) umfasste drei Tunnelsektionen und Startschächte im Osten Londons.[30] Den Zuschlag für Tunnels West erhielten Ende 2010 die Unternehmen BAM Nuttall, Ferrovial und Kier Group, während bei Tunnels East die Unternehmen Dragados und Sisk Group erfolgreich waren.[31] Schließlich wurde im August 2011 das letzte Baulos C310 (Plumstead nach North Woolwich), das einen Tunnel unter der Themse umfasste, an Hochtief und J. Murphy & Sons vergeben.[32]

BAM Nuttall und Van Oord erhielten im Dezember 2011 den Auftrag zugesprochen, den bei der Tunnelbohrung anfallenden Aushub nach Wallasey Island, einer Insel vor der Küste von Essex, zu transportieren.[33] Der Aushub mit einem Gesamtgewicht von über sieben Millionen Tonnen wurde dort dazu verwendet, das von der Royal Society for the Protection of Birds geplante Vogelschutzgebiet Wallasey Wetlands aufzuschütten.[34] Die Tunnelbohrarbeiten endeten offiziell am 4. Juni 2015 bei Farringdon in Anwesenheit des Premierministers und des Bürgermeisters.[35] Der Gleisbau war Mitte September 2017 abgeschlossen.[36]

Tunnelbohrmaschinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Anwendung kamen acht Tunnelbohrmaschinen (TBM) des deutschen Herstellers Herrenknecht. Sie hatten einen Durchmesser von 7,1 m, wogen 980 Tonnen und waren 148 m lang. Sechs TBM waren für den Einsatz in standfesten Kreidefelsformationen ausgerüstet, zwei für instabile Ablagerungen aus Lehm, Sand und Kies unter der Themse.[37]

Traditionsgemäß erhielten die TBM einen Namen. Die Crossrail-Gesellschaft führte im Januar 2012 einen Wettbewerb durch. Es gingen über 2500 Zusendungen ein, woraufhin zehn Namenspaare in die engere Auswahl kamen. Nach einer öffentlichen Abstimmung im Februar 2012 wurden am 13. März die ersten drei Paare bekanntgegeben.[38]

Am 16. August 2013 wurden die zwei Namen für das vierte TBM-Paar bekanntgegeben.[39]

Tunnelbohrmaschine Ada

Archäologische Grabungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tunnelbohrarbeiten im Rahmen des Crossrail-Projekts boten die einmalige Gelegenheit, den Untergrund in Teilen der Londoner Innenstadt zu erforschen, die vorher als unzugänglich galten. CLRL leitete eines der umfangreichsten archäologischen Forschungsprojekte in der britischen Geschichte. Über hundert Archäologen förderten zehntausende von Objekten aus 40 Grabungsstellen zutage (insbesondere im Bereich der zukünftigen Bahnhöfe).[40] Mehr als 500 dieser Objekte wurden von Februar bis September 2017 in einer Sonderausstellung im Museum of London Docklands ausgestellt.[41]

Zu den bedeutendsten Funden gehört der frühere Friedhof des Bethlem Royal Hospital (Bedlam) im Bereich des Bahnhofs Liverpool Street, wo über 3.300 Skelette aus dem 16. und 17. Jahrhundert zum Vorschein kamen. Viele der dort Bestatteten starben 1665 während der Großen Pest von London. Ein weiterer freigelegter Friedhof beim Charterhouse Square enthält vor allem die Überreste von Menschen, die Mitte des 14. Jahrhunderts Opfer des Schwarzen Todes wurden.[42] Weitere bemerkenswerte Funde sind u. a.[43]

Design und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunnel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zentrale Strecke umfasst fünf separat erstellte Tunnelabschnitte mit einer Gesamtlänge von 21,6 km, die bis zu 40 Meter unter der Erdoberfläche verlaufen. Der westlichste Tunnelabschnitt beginnt bei Royal Oak und führt 6,8 km weit nach Farringdon. Daran schließt sich der 8,3 km lange Abschnitt von Farringdon über Stepney Green zur Limmo-Halbinsel (im Mündungsbereich des River Lea) an, gefolgt vom 0,9 km langen Abschnitt von der Limmo-Halbinsel zum Royal Victoria Dock. Der Abschnitt von Stepney Green zur Pudding Mill Lane bei Stratford ist 2,7 km lang. Ganz im Südosten liegt der 2,9 km lange Abschnitt von North Woolwich unter der Themse hindurch nach Plumstead. Jeder Abschnitt besteht aus zwei einspurigen Tunnelröhren mit einem Innendurchmesser von 6,2 m, jeweils von einer Tunnelbohrmaschine errichtet. Die aus Beton bestehenden Tübbinge für die Innenauskleidung der Tunnelwände wurden in London, Chatham und Mullingar (Irland) produziert. Der Tunneldurchmesser ist bedeutend breiter als bei den Röhrenbahnen der London Underground, wo er lediglich 3,81 m beträgt.[44]

Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crossrail erfordert den Bau von acht neuen unterdirdischen Bahnhöfen bei Paddington, Bond Street, Tottenham Court Road, Farringdon, Liverpool Street, Whitechapel, Canary Wharf und Woolwich sowie von zwei oberdirdischen Bahnhöfen bei Custom House und Abbey Wood. Die Bahnsteige werden 250 m lang sein und über Bahnsteigtüren verfügen.[45] In den bereits bestehenden Bahnhöfen werden die Bahnsteige verlängert, falls notwendig. Ausnahmen sind die Bahnhöfe Maryland und Manor Park auf der Zweigstrecke nach Shenfield, wo dies aus finanziellen und baulichen Gründen nicht möglich ist. Dort werden nicht alle Zugtüren geöffnet werden können.[46] In einem Testzentrum in Leighton Buzzard in der Grafschaft Bedfordshire wurde 2011 ein Vorführmodell eines Crossrail-Bahnhofs errichtet, um der Öffentlichkeit das zukünftige Design zu präsentieren.[47]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebwagenzug der Britischen Klasse 345 (Juli 2017)

Auf den Crossrail-Strecken werden neu entwickelte Fahrzeuge der Britischen Klasse 345 zum Einsatz kommen. Der kanadische Hersteller Bombardier Transportation fertigt insgesamt 70 Züge. Die neunteiligen Triebwagen sind 205 m lang und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h. Sie bieten Platz für bis zu 1500 Fahrgäste (davon rund 450 Sitzplätze).[48] Die Züge sind vollständig barrierefrei, verfügen über Abteile für Rollstühle und sind mit einer Videoüberwachungsanlage ausgestattet.[49]

Am 30.  März 2011 gab Crossrail bekannt, dass im Ausschreibungsverfahren fünf Bewerber in die engere Auswahl gekommen seien.[50] Einer der Bewerber, Alstom, zog sich im Juli 2011 zurück. Ende Februar 2012 forderte Crossrail die vier übrigen Bewerber CAF, Siemens, Hitachi und Bombardier dazu auf, bis Mitte des Jahres konkrete Angebote zu unterbreiten.[51] Siemens zog sich im Juli 2013 ebenfalls zurück, lieferte danach jedoch die Signal- und Steuerungssysteme.[52]

Transport for London und das Verkehrsministerium teilten am 6. Februar 2014 mit, dass Bombardier den Zuschlag für den Bau und den Unterhalt der Züge erhalten habe.[53] Der Vertrag umfasste zunächst 66 Züge und den Bau eines Depots beim Bahnknotenpunkt Old Oak Common. Die Züge entstanden im Bombardier-Werk Litchurch Lane in Derby. Dadurch wurden 760 Industriearbeitsplätze geschaffen und 74 % der Wertschöpfung verblieben in der britischen Wirtschaft.[54] Der erste Zug verkehrte am 22. Juni 2017.[55] Drei Wochen später, am 13. Juli 2017, kündigte Transport for London die Nachbestellung von vier weiteren Zügen an.[56]

Strom und Zugsicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Crossrail-Strecken sind mit 25 kV 50 Hz Wechselspannung elektrifiziert, wobei der Bahnstrom über Oberleitungen zugeführt wird. Dieses System entspricht jenem, das bereits auf der Great Eastern Main Line (GEML) und auf einem Teil der Great Western Main Line (GWML) vorhanden war. Während die GEML bereits seit den 1950er Jahren elektrifiziert ist, verkehrten auf der GWML zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch überwiegend Dieseltriebwagen. Mit der Betriebsaufnahme des Heathrow Express wurde am 23. Juni 1998 der Abschnitt zwischen Paddington und dem Flughafen Heathrow elektrifiziert. Die Elektrifizierung zwischen dem Airport Junction (bei Hayes & Harlington) und Maidenhead, ein integraler Bestandteil des Crossrail-Projekts, erfolgte am 28. März 2017.[57] Schließlich kam am 2. Januar 2018 der letzte fehlende Abschnitt zwischen Maidenhead und Reading hinzu.[58]

Es kommen unterschiedliche Zugsicherungssysteme zum Einsatz: European Train Control System (ETCS Level 2) auf dem westlichen Abschnitt, Communication-Based Train Control mit Automatic Train Operation auf dem zentralen Abschnitt und nach Abbey Wood (mit einer späteren möglichen Aufrüstung auf ETCS) sowie Automatic Warning System mit Train Protection and Warning System auf der GEML.[59][60]

Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführung in Etappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Juli 2014 gab London Rail (die Bahnverkehrsabteilung von Transport for London) bekannt, dass die MTR Corporation aus Hongkong den Zuschlag für die achtjährige Betriebskonzession erhalten habe, mit einer Option für zwei weitere Jahre. MTR gründete zu diesem Zweck ein neues Eisenbahnverkehrsunternehmen namens TfL Rail. Es übernahm am 31. Mai 2015 als Vorlaufbetrieb die Strecke von Liverpool Street nach Shenfield, deren Konzession zuvor im Besitz von Abellio Greater Anglia gewesen war.[61] Am selben Tag übernahm TfL Rail von der Great Western Railway auch die Konzession für den Vorortverkehr von Paddington nach Reading und Heathrow.

Es ist geplant, den Bahnverkehr im zentralen Tunnelabschnitt im Dezember 2018 aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt soll die Strecke nach Königin Elisabeth II. in Elizabeth Line umbenannt werden.[62] Durchgehenden Verkehr wird es jedoch erst ein Jahr später geben, da zuerst noch die Signalanlagen auf der Great Western Main Line angepasst werden müssen.[59] Ähnlich wie nach der Übertragung der Silverlink-Strecken an London Overground wird Transport for London die bestehenden Bahnhöfe generalüberholen, neue Ticketautomaten und Bahnsteigsperren installieren, die Oyster-Card einführen und dafür sorgen, dass alle Bahnhöfe mit Personal besetzt sind. Bestehende Schienenfahrzeuge wurden an das Erscheinungsbild von TfL Rail angepasst.[63]

Etappenweise Einführung von Crossrail-Linien 2015–2019
Etappe Karte Datum Anmerkungen
Etappe 0 Vorlaufbetrieb von Crossrail ab 2015 31. Mai 2015 Die bestehende Vorortsverbindung von Liverpool Street nach Shenfield wird von Abellio Greater Anglia an TfL Rail übertragen.
Etappe 1 Juni 2017 Die Triebwagen der Britischen Klasse 345 werden in Betrieb gesetzt.
Etappe 2 Zweite Etappe von Crossrail ab 2018 Mai 2018 Die bestehende Vorortsverbindung zwischen Paddington (oberirdischer Teil) und Heathrow Terminal 4 wird von Heathrow Connect an TfL Rail übertragen. TfL Rail übernimmt von Heathrow Express auch die Shuttle-Verbindung zwischen Heathrow Central und Heathrow Terminal 4.
Etappe 3 Dritte Etappe von Crossrail ab 2018 Dezember 2018 Aufnahme des Betriebs zwischen Paddington (unterirdischer Teil) und Abbey Wood; dieser Abschnitt und bestehende TfL-Strecken werden in Elizabeth Line umbenannt.
Etappe 4 Vierte Etappe von Crossrail ab 2019 Mai 2019 Aufnahme des Betriebs der Elizabeth Line zwischen Paddington und Shenfield.
Etappe 5 Fünfte Etappe von Crossrail ab 2019 Dezember 2019 Alle Verbindungen von Heathrow nach Paddington werden nach Shenfield und Abbey Wood durchgebunden, die verbleibenden Züge zwischen Reading und Paddington zur Elizabeth Line transferiert und durchgebunden.

Fahrplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Aufnahme des Vollbetriebs im Dezember 2019 sollen sämtliche Züge im zentralen Abschnitt an allen Bahnhöfen halten. Wie auf den äußeren Sektionen von Thameslink benutzt die Elizabeth Line außerhalb der Tunnelabschnitte Bahnsteige und Gleise anderer Bahnlinien mit. Auf Teilstrecken werden weiterhin Züge anderer Bahngesellschaften verkehren, beispielsweise der Heathrow Express zwischen Paddington und dem Flughafen Heathrow. Zwischen Paddington und Whitechapel sollen stündlich 20 Züge verkehren, also ein Zug alle drei Minuten.[64]

Die Elizabeth Line wird bedeutende Zeitgewinne ermöglichen, da das Umsteigen auf andere Bahnstrecken oder auf Linien der London Underground entfällt:[65]

Reisezeit (in Minuten)
Strecke Heute Zukunft
Paddington – Tottenham Court Road 20 4
Paddington – Canary Wharf 34 17
Bond Street – Paddington 15 3
Bond Street – Whitechapel 24 10
Canary Wharf – Liverpool Street 21 6
Canary Wharf – Heathrow 55 39
Whitechapel – Canary Wharf 13 3
Abbey Wood – Heathrow 93 52

Weitere Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Network Rail vorgeschlagene Verlängerungen

Im Jahr 2010 durchgeführte Planungen sehen zu einem späteren Zeitpunkt den Bau des Bahnhofs Old Oak Common (zwischen Paddington und Acton Main Line) vor. Dadurch entstünde eine Verknüpfung mit der projektierten Hochgeschwindigkeitsstrecke High Speed 2 zwischen London und Birmingham, mit der Central Line und Strecken von London Overground. Die Eröffnung soll 2026 erfolgen.[66] Der London City Airport schlug 2013 in seiner Zehnjahres-Strategie die Wiedereröffnung des sieben Jahre zuvor stillgelegten Bahnhofs Silvertown vor, um den Flughafen an die Crossrail-Strecke anzubinden.[67] Die Kosten werden auf 50 Millionen Pfund geschätzt und würden vom Flughafen selbst finanziert; der London Borough of Newham unterstützt das Vorhaben grundsätzlich.[68]

Die im Juli 2011 von Network Rail veröffentlichte Streckennutzungsstrategie empfahl die Umleitung des Nahverkehrs auf der West Coast Main Line (WCML) zwischen London Euston und Milton Keynes hin zur Crossrail-Strecke, um in Euston zusätzliche Kapazitäten für High Speed 2 zu schaffen. Dies würde direkte Verbindungen von der WCML nach Shenfield, Canary Wharf und Abbey Wood ermöglichen, die London Underground um Euston entlasten, die Kapazität von Crossrail westlich von Paddington besser ausnutzen und den Anschluss des Flughafens Heathrow von Norden her verbessern.[69] Unterstaatssekretär Patrick McLoughlin ließ im August 2014 verlauten, dass die Regierung zumindest eine Verlängerung von Crossrail bis nach Tring in Betracht ziehe. Der Vorschlag wurde jedoch zwei Jahre später aufgrund ungenügender Wirtschaftlichkeit zu den Akten gelegt.[70] Transport for London zieht eine Verlängerung der Crossrail-Strecke von Abbey Wood in östlicher Richtung nach Ebbsfleet in Betracht und bestätigte entsprechende Absichten im Januar 2018.[71]

Crossrail 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Crossrail 2

Crossrail 2 ist der Projektname für eine weitere unterirdische Bahnstrecke durch das Zentrum Londons. Sie würde Surrey mit Hertfordshire sowie den Bahnhof Victoria mit dem Bahnhof King’s Cross verbinden. Der Kreuzungspunkt mit der West-Ost-Strecke entstünde beim Bahnhof Tottenham Court Road.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Crossrail-Projekt in London. (OT: Mega City Railway.) Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, 47:19 Min., Buch und Regie: Matthew Grosch, Greg Williams, Produktion: Science Channel, Reihe: Geniale Technik, (OT: Impossible Engineering), Original-Erstausstrahlung: 27. April 2017 bei Science Channel U.S., deutsche Erstsendung: 12. Juni 2017 bei n-tv, Inhaltsangabe von n-tv, online-Video (englisch).
  • Präzise bohren – In London entstehen 118 Kilometer neue U-Bahn-Strecke. Dokumentarfilm, Deutschland, 2017, 5:38 Min., Buch und Regie: N.N., Produktion: 3sat, Reihe: nano, Erstsendung: 26. Mai 2017 bei 3sat, online-Video.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrew Dow: Telling the Passenger Where to Get Off. Capital Transport, London 2005, ISBN 978-1-85414-291-7, S. 52–55.
  2. Alan Jackson, Desmond F. Croome: Rails Through The Clay. Allen & Unwin, London 1962, OCLC 55438, S. 309–312.
  3. Greater London Council, Department of Environment (Hrsg.): London Rail Study Report Part 2. London 1974, S. 87–88.
  4. Crossrail – from its early beginnings. Crossrail, 2015, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  5. John Young: Investment of £1,390m in London rail urged. The Times, 29. November 1974, S. 4.
  6. Safeguarding. Crossrail, 2015, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  7. Central London Rail Study. British Rail Network SouthEast; London Regional Transport; London Underground, 1989, S. 11–16, abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  8. Sponsors and Partners. Crossrail, 2015, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  9. History of Crossrail. Crossrail, 2. Juni 2009, archiviert vom Original am 2. Juni 2009; abgerufen am 1. April 2018 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.crossrail.co.uk
  10. Superlink to rival Crossrail unveiled. Evening Standard, 15. Dezember 2004, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  11. Rival cross-city rail plan aired. BBC News, 15. Dezember 2004, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  12. Crossrail will fail, say backers of rival plan. The Independent, 16. Dezember 2004, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  13. Crossrail Bill Select Committee. britischen Parlament, 2007, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  14. Safeguarding directions for development affectin the route and associated works proposed for the Crossrail project. Department for Transport, 24. Januar 2008, abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  15. Crossrail Act 2008. Crossrail, 2015, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  16. Alistair Darling: Orders of the Day — Crossrail Bill. They work for you, 19. Juli 2005, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  17. Crossrail gets £230m BAA funding. BBC News, 4. November 2008, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  18. £15.9 billion Crossrail: ‘Show me the money’. Railway Magazine, 14. Januar 2009, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  19. Crossrail project gets £1bn loan. BBC News, 7. September 2009, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  20. New coalition government makes Crossrail pledge. BBC News, 14. Mai 2010, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  21. Mayor secures vital London transport investment and protects frontline services. Greater London Authority, 20. Oktober 2010, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  22. Conclusion - the future of the project. House of Commons, 23. Oktober 2007, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  23. Greater Anglia Franchise – Invitation to tender. Department of Transport, 21. April 2011, archiviert vom Original am 4. Mai 2011; abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dft.gov.uk
  24. Network Rail completes £100m of upgrades over Christmas. International Railway Journal, 4. Januar 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  25. First Crossrail tracks laid on Stockley Flyover bridge. BBC News, 24. November 2014, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  26. Work on London's £16bn Crossrail scheme begins. The Guardian, 15. Mai 2009, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  27. Work officially starts on Crossrail. Contract journal, 17. Mai 2009, archiviert vom Original am 17. Mai 2009; abgerufen am 1. April 2018 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.contractjournal.com
  28. Crossrail station profile: Tottenham Court Road. New Civil Engineer, 24. September 2009, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  29. 10 reasons why digging a tunnel under London is an epic endeavour. Akshat Rathi, 2. August 2014, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  30. Crossrail tunnelling contracts advertised. Crossrail, 25. August 2009, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  31. Crossrail awards major tunnelling contracts worth £1.25bn. Crossrail, 10. Dezember 2010, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  32. Hochtief and Vinci win last Crossrail tunnels. The Construction Index, 4. August 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  33. Crossrail awards contract to ship excavated material to Wallasea Island. Crossrail, 16. Dezember 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  34. From railway to wildlife. The Daily Telegraph, 3. März 2016, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  35. Prime Minister and Mayor of London celebrate completion of Crossrail’s tunnelling marathon. Crossrail, 4. Juni 2015, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  36. Elizabeth line permanent track installation is complete. Crossrail, 14. September 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  37. Tunnelling in numbers… Crossrail, 2015, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  38. Names of our first six tunnel boring machines announced. Crossrail, 13. März 2012, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  39. Olympic champions join Crossrail’s marathon tunnelling race. Crossrail, 16. August 2012, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  40. Uncovering a layer cake of London's history. 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  41. Museum of London Docklands to reveal archaeological finds unearthed by the Crossrail project. Crossrail, 8. Februar 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  42. Roff Smith: London’s Big Dig Reveals Amazing Layers of History. National Geographic, Februar 2016, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  43. Exhibit list. Crossrail, 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  44. Building the rail tunnels. Crossrail, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  45. Floor-to-ceiling platform screen doors at all Crossrail underground stations. Crossrail, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  46. Forest Gate station Crossrail design work contract awarded. Newham Recorder, 12. April 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  47. Peter MacLennan: Glimpse of the future as mock-up Crossrail station revealed. Crossrail, 16. März 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  48. [www.crossrail.co.uk/assets/download/4962 Crossrail rolling stock.] Crossrail, 27. September 2010, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  49. Crossrail demonstrates commitment to disability equality. Department for Transport, Februar 2012, abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  50. Crossrail issues rolling stock shortlist. Railway Gazette International, 30. März 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  51. Crossrail rolling stock contract invitations to negotiate issued. Railway Gazette International, 28. Februar 2012, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  52. Siemens withdraws from Crossrail bid. BBC News, 5. Juli 2013, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  53. Bombardier wins Crossrail train contract. Railway Gazette International, 6. Februar 2014, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  54. Bombardier wins £1bn Crossrail deal. BBC News, 6. Februar 2014, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  55. First Elizabeth line train enters passenger service. Global Rail News, 22. Juni 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  56. Rebecca Smith: Crossrail goes bigger: TfL to ramp up frequency of Elizabeth Line services and boost number of trains. City AM, 13. Juli 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  57. Rick Mann: New trains on the way as Thames Valley electrification reaches major milestone. Crossrail, 28. März 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  58. New GWR trains enter service after electrification. BBC News, 2. Januar 2018, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  59. a b Now It’s 2019: Crossrail’s Stealth Delay. BorisWatch, 8. Juni 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  60. Peter MacLennan: Crossrail starts tender process for signalling system. Crossrail, 14. April 2011, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  61. MTR selected to operate Crossrail services. Railway Gazette, 18. Juli 2014, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  62. Robert Jobson: Crossrail named the Elizabeth line: Royal title unveiled as the Queen visits Bond Street station. Evening Standard, 23. Februar 2016, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  63. Crossrail – Moving to the Operating Railway. Transport for London, 12. Februar 2015, abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  64. TfL to enhance frequency on the Elizabeth line. Transport for London, 13. Juli 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  65. Francesca Gillett: Elizabeth line: Everything you need to know about Crossrail ahead of the first trains running in May. Evening Standard, 30. April 2017, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  66. Have your say on plans to transform Old Oak and Park Royal. london.gov.uk, 5. Februar 2016, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  67. Transforming East London together. London City Airport, 2013, abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  68. Examination of the London Borough of Newham – Detailed Sites and Policies Development Plan Document – Written Statement of London City Airport. London Borough of Newham, 11. April 2016, abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  69. London and South East Route Utilisation Strategy. Network Rail, Juli 2011, S. 150, archiviert vom Original am 28. November 2017; abgerufen am 1. April 2018 (PDF, englisch).
  70. Crossrail off the tracks as plans are shelved. Hemel Today, 5. August 2016, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).
  71. Rebecca Smith: Elizabeth Line extension plans east of Abbey Wood back in the spotlight. City AM, 12. Januar 2018, abgerufen am 1. April 2018 (englisch).