Deutsche Volleyballnationalmannschaft der Frauen

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Deutschland
Flag of Germany.svg
Verband Confédération Européenne de Volleyball
FIVB-Mitglied seit 1956
Weltrangliste Platz 9
Trainer Luciano Pedullà
Co-Trainer Riccardo Boieri
Homepage Deutscher Volleyball-Verband (DVV)
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1956, 1960, 1962, 1974–2014
Bestes Ergebnis Fünfter 1994
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 1972, 1984, 1996, 2000, 2004
Bestes Ergebnis Sechster 1984
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1958–2013
Bestes Ergebnis Zweiter 2011, 2013
World Cup
Endrundenteilnahmen 1991, 2011
Bestes Ergebnis Sechster 2011
World Grand Prix
Endrundenteilnahmen 1994–1995, 2001–2005, 2008–2014
Bestes Ergebnis 3. Platz 2002 und 2009
Europaliga
Endrundenteilnahmen 2013–2014
Bestes Ergebnis Sieger 2013
(Stand: 29. April 2015)

Die deutsche Volleyballnationalmannschaft der Frauen ist eine Auswahl der besten deutschen Spielerinnen, die den DVV bei internationalen Turnieren und Länderspielen repräsentiert. Ihre bisher größten Erfolge waren die zweiten Plätze bei den Europameisterschaften 2011 und 2013. Während der deutschen Teilung spielte gleichzeitig die Nationalmannschaft der DDR. Nach der Wiedervereinigung setzten einige DDR-Spielerinnen ihre Karriere in der gemeinsamen deutschen Mannschaft fort.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

vor dem Europaliga-Spiel 2014 in Stuttgart

Die Nationalmannschaft trat bei der Weltmeisterschaft 2014 mit folgenden Spielerinnen an.

Name Nr. Größe Geburtsdatum Position Verein
Mareen Apitz 20 1,82 m 26. Mär. 1987 Z RC Cannes
Heike Beier 12 1,84 m 09. Dez. 1983 AA Aluprof Bielsko-Biała
Maren Brinker 4 1,86 m 10. Juli 1986 AA Pallavolo Montichiari
Lenka Dürr 1 1,70 m 10. Dez. 1990 L Igtisadchi Baku
Christiane Fürst 11 1,92 m 29. Mär. 1985 MB Eczacıbaşı Istanbul
Jennifer Geerties 6 1,86 m 05. Apr. 1994 AA Schweriner SC
Stefanie Karg 9 1,89 m 22. Okt. 1986 MB VK Prostějov
Margareta Kozuch 14 1,87 m 30. Okt. 1986 D Shanghai Eastbest
Louisa Lippmann 3 1,91 m 23. Sep. 1994 AA/D Dresdner SC
Jennifer Pettke 7 1,87 m 29. Mai  1989 MB 1. VC Wiesbaden
Wiebke Silge 18 1,90 m 16. Juli 1996 MB USC Münster
Lisa Thomsen 15 1,72 m 20. Aug. 1985 L Lokomotiv Baku
Laura Weihenmaier 19 1,80 m 04. Apr. 1991 D Schweriner SC
Kathleen Weiß 2 1,71 m 02. Feb. 1984 Z VK Prostějov
Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel, U = Universal

Bundestrainer war der Italiener Giovanni Guidetti. Er übernahm das Amt im April 2006 vom Südkoreaner Hee-Wan Lee. Als Assistent fungierte Felix Koslowski.

Geschichte[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Bei der WM 1956 belegte die Mannschaft der Bundesrepublik den 16. und somit vorletzten Platz. 1960 wurde sie Zehnter, was jedoch den letzten Platz bedeutete. Zwei Jahre später gelang den westdeutschen Frauen nur ein Sieg gegen den Nachbarn aus Österreich. Von 1974 bis 1990 war die Bundesrepublik an jeder Weltmeisterschaft beteiligt, stand dabei jedoch im Schatten der wesentlich erfolgreicheren DDR-Auswahl.

Bei der ersten gemeinsamen WM-Teilnahme 1994 erreichte Deutschland in Brasilien den fünften Platz. Vier Jahre später reichte es jedoch nur zu Rang 13. Im Jahr 2002 konnten die deutschen Frauen den Heimvorteil nicht nutzen und wurden vor eigenem Publikum Zehnter. Bei der WM 2006 in Japan landete die Mannschaft – trotz des Vorhabens, mit dem neuen Bundestrainer die Bilanz zu verbessern – nur auf dem elften Rang. Bei der WM 2010 in Japan lief es deutlich besser. Die deutschen Frauen kamen mit dem besten Ergebnis seit 16 Jahren auf Platz Sieben. Als Vize-Europameister 2013 qualifizierten sie sich für die WM 2014, bei der sie Neunter wurden.

Europameisterschaften[Bearbeiten]

Die Mannschaft bei der Europameisterschaft 2013

1958 war die Bundesrepublik zum ersten Mal bei einer EM vertreten und wurde Elfter. Es folgten zwei weitere elfte und zwei zehnte Plätze. 1977 erzielte sie als Achter erstmals ein einstelliges Ergebnis. 1983 in der DDR gelang den westdeutschen Frauen mit dem fünften Rang ihr bestes Ergebnis vor der Wiedervereinigung. Bei den folgenden Turnieren wurden sie Sechster und Neunter. Die EM 1989 fand in der Bundesrepublik statt. Die Gastgeber wurden in ihrer Vorrundengruppe Dritter und gewannen das erste Platzierungsspiel gegen Bulgarien, ehe sie nach einer Niederlage gegen die Tschechoslowakei den sechsten Platz belegten.

Beim ersten gemeinsamen Turnier nach der Wiedervereinigung reichte es für das gesamtdeutsche Team zum dritten Platz, den die deutschen Frauen zwölf Jahre später in Ankara wiederholen konnten. Im Mai/Juni 2006 qualifizierte sich die deutsche Mannschaft ohne Satzverlust für die EM 2007, die in Belgien und Luxemburg stattfand. Dort schieden die Deutschen in der zweiten Gruppenphase aus. Bei der EM 2009 in Polen belegten die deutschen Frauen den vierten Platz. Bei den Meisterschaften 2011 in Serbien und Italien und 2013 in Deutschland und der Schweiz gewannen sie zweimal in Folge die Silbermedaille.

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Die Bundesrepublik war als Gastgeber der Olympischen Spiele 1972 qualifiziert. Vor heimischem Publikum konnten die westdeutschen Frauen jedoch keines ihrer Spiele gewinnen und kamen auf den achten Platz. 1984 in Los Angeles wurden sie nach Siegen gegen Brasilien und Kanada sowie einer abschließenden Niederlage gegen Südkorea Sechster.

Nach der Wiedervereinigung qualifizierten sich die deutschen Frauen von 1996 bis 2004 dreimal in Folge. Beim Turnier 1996 schieden sie im Viertelfinale gegen China aus. In der gleichen Runde unterlagen sie bei Olympia 2000 gegen Brasilien. Bei der bislang letzten Teilnahme, 2004 in Athen, war der Wettbewerb für Deutschland schon nach der Vorrunde beendet. Für Peking 2008 und London 2012 konnten sich die Frauen des DVV nicht qualifizieren.

World Cup[Bearbeiten]

Die deutsche Mannschaft nahm bislang zweimal teil und kam beim World Cup 1991 auf den neunten sowie beim World Cup 2011 auf den sechsten Rang.

World Grand Prix[Bearbeiten]

Die deutschen Frauen nahmen 1994 erstmals am World Grand Prix teil und belegten den zehnten Platz. Im folgenden Jahr wurden sie Achter. Die gleiche Platzierungen gab es bei der Rückkehr 2001. Ein Jahr später gab es den bislang größten Erfolg, als die Frauen des DVV hinter Russland und China Dritter wurden. Danach gab es einen siebten und sechsten Rang. 2005 lag Deutschland wieder auf dem zehnten Platz. Nach zwei Jahren Pause waren die DVV-Frauen 2008 wieder dabei und wurden Achter. 2009 konnte zum zweiten Mal der dritte Platz (diesmal hinter Brasilien und Russland) erreicht werden. 2010 gab es mit Platz neun einen Rückschlag für die deutschen Frauen, und 2011 rutschte man sogar auf den dreizehnten Platz ab. 2012 verpasste man nur knapp die Finalrunde und landete auf Rang sieben. 2013 und 2014 belegte Deutschland jeweils den elften Platz.

Auszeit im Europaliga-Spiel 2014 in Stuttgart

Europaliga[Bearbeiten]

In der Saison 2013 nahmen die deutschen Frauen erstmals an der Europaliga teil und gewannen mit einem 3:2 gegen Belgien direkt den Titel. 2014 verloren sie in den Endspielen gegen die Türkei.

Volley Masters Montreux[Bearbeiten]

Die DVV-Frauen nehmen regelmäßig am internationalen, jährlich ausgetragenen Volley Masters in Montreux teil. 2014 gewannen sie das Turnier erstmals.


Trainer der A-Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

von bis Name
1956 1971 Theda von Hoch
1971 1981 Dai Hee Park
1981 1989 Andrzej Niemczyk
1989 1990 Mathias Eichinger
1990 1998 Siegfried Köhler
1998 1999 Axel Büring
1999 2006 Lee Hee-wan
2006 2015 Giovanni Guidetti
2015 Luciano Pedullà