Julija Alexandrowna Guschtschina

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Julija Guschtschina bei den Weltmeisterschaften 2009

Julija Alexandrowna Guschtschina (russisch Юлия Александровна Гущина, engl. Transkription Yuliya Gushchina; * 4. März 1983 in Nowotscherkassk) ist eine russische Sprinterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guschtschina stellte mit der russischen 4-mal-200-Meter-Staffel in der Halle in Glasgow am 29. Januar 2005 in 1:32,41 Minuten einen Weltrekord auf. Ein Jahr später gelang ihr gleiches mit der 4-mal-400-Meter-Staffel in 3:23,37 Minuten.[1]

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki wurde sie Sechste über 200 m. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg gewann sie über dieselbe Distanz Silber und wurde Fünfte über 100 m. Mit der russischen 4-mal-100-Meter-Staffel gewann sie Gold. Ein weiteres Staffel-Gold, diesmal mit der 4-mal-400-Meter-Staffel gab es für sie bei den Hallenweltmeisterschaften 2008 in Valencia. Bei den Olympischen Spielen 2008 wurde sie im 400-Meter-Lauf Vierte. Die mit der russischen 4-mal-100-Meter-Staffel gewonnene Goldmedaille wurde ihr 2016 aberkannt, da Julija Tschermoschanskaja bei Nachtests des Dopings überführt wurde,[2] ebenso die Silbermedaille mit der 4-mal-400-Meter-Staffel, da den Staffelkolleginnen Anastassija Kapatschinskaja und Tatjana Firowa Doping nachgewiesen worden war.[3][4]

Guschtschina (links) bei den Hallenweltmeisterschaften 2012

Bei den Weltmeisterschaften 2009 und den Europameisterschaften 2010 kam Guschtschina mit der Staffel auf Platz vier. Bei den Weltmeisterschaften 2011 erreichte die russische Staffel Platz sechs. 2012 gewann sie bei den Hallenweltmeisterschaften mit der 4-mal-400-Meter-Staffel Bronze und bei den Olympischen Spielen in London Silber, was ihr später aberkannt wurde.

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab am 30. November 2017 bekannt, dass bei Nachtests von den Olympischen Spielen in London 2012 Guschtschina der Einnahme von Dehydrochlormethyltestosteron (Oral-Turinabol) überführt und als Dopingsünderin rückwirkend disqualifiziert wurde.[5]

Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Indoor Records – Women (Memento vom 18. Februar 2008 im Internet Archive)
  2. IOC erkennt 4x100-Meter-Frauen-Staffel Sieg ab - Russische Staffel verliert Gold. In: kicker.de. 17. August 2016, abgerufen am 17. August 2016.
  3. IOC sanctions three athletes for failing anti-doping tests at Beijing 2008, IOC, 19. August 2016
  4. IOC sanctions six athletes for failing anti-doping tests at Beijing 2008, IOC, 31. August 2016
  5. Pamela Ruprecht: Flash-News des Tages – Nachtests von London 2012: Nazarova und Gushchina disqualifiziert@1@2Vorlage:Toter Link/www.leichtathletik.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Notizen, vom 30. November 2017, abgerufen 2. Dezember 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yuliya Gushchina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien