Klein Belitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Klein Belitz führt kein Wappen
Klein Belitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Klein Belitz hervorgehoben
Koordinaten: 53° 56′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Bützow-Land
Höhe: 11 m ü. NHN
Fläche: 39 km2
Einwohner: 834 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18246
Vorwahl: 038466
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 053
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
18246 Bützow
Webpräsenz: www.buetzow.de
Bürgermeister: Friedemann Preuß (SPD)
Lage der Gemeinde Klein Belitz im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Klein Belitz ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Bützow-Land mit Sitz in der Stadt Bützow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Klein Belitz liegt zwischen Bützow und Rostock. Das überwiegend flache Gebiet vom Warnowtal bis zur Neukirchener Plage, einem Feuchtgebiet, das unter Naturschutz steht, erreicht kaum 20 m ü. NN.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:

  • Boldenstorf - 1284 als Boldewinestorp erwähnt
  • Friedrichshof - eine Aufsiedlung nahe der Warnow aus dem 18. Jahrhundert
  • Groß Belitz - zusammen mit Klein Belitz 1270 als Belitz erwähnt
  • Neukirchen - ältester Ortsteil, bereits 1232 in einer Urkunde des Klosters Rühn genannt
  • Passin - 1236 erstmals genannt, später ein herzogliches Domanium
  • Reinstorf - 1248 als Reynersdorp erwähnt
  • Selow - erste Nennung 1248

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal taucht Belitz, dessen Name auf eine slawische Besiedlung hindeutet, 1270 in einer Urkunde auf. Der letzte Besitzer des Gutes Klein Belitz war Carl-Friedrich von Langen, der bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam zwei Goldmedaillen im Dressurreiten errang.

Groß Belitz wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.[2] Am 1. August 2001 wurde Klein Belitz mit Selow zur neuen Gemeinde Selow zusammengeschlossen, die bereits am folgenden Tag in Klein Belitz umbenannt wurde.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind das örtliche Heimatmuseum in Klein Belitz, das im Speicher eingerichtet wurde, die Dorfkirche im Ortsteil Neukirchen (mit Kreuzgewölben und spätromanischem Altarraum) sowie die kleine Fachwerk-Kapelle im Ortsteil Passin aus dem 17. Jahrhundert. Das klassizistische Gutshaus Klein Belitz (von 1825), ehemals Besitz der Freiherren von Langen, steht zum Verkauf.

Dorfkirche in Neukirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altar in der Dorfkirche Neukirchen

Die Dorfkirche Neukirchen ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Der Turm besitzt vier Schildgiebel und einen achtseitigen Helm. Er beherbergt zwei Glocken, die vermutlich im Mittelalter gegossen wurden. An der Südseite befindet sich eine Sonnenuhr. Zur Inneneinrichtung gehören unter anderem ein hölzerner Taufständer aus dem 17. Jahrhundert, Kanzel und Altar aus dem Jahr 1728, ein Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert sowie eine Tafel, die die Pastoren seit 1568 auflistet. Im Chorraum sind zwei Fenstermalereien zu sehen, die die Heiligen Petrus und Paulus darstellen. Die den Kirchhof umgebende Feldsteinmauer wurde 1995 wiederhergestellt. Auf dem Kirchhof befinden sich schmiedeeiserne Grabkreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert.[4] Im Mai 2007 fand die Tochter der neuen Pastorin im Kirchturm neun zum Teil in Leinenstoff verpackte Goldmünzen aus dem 15. Jahrhundert.[5] Nach Klärung der Eigentumsfrage gehören diese der Kirchengemeinde, werden jedoch an sicherer Stelle aufbewahrt.[6]

In der Dorfkirche befindet sich eine historische Orgel aus dem Jahr 1768, gebaut von dem Orgelbauer Paul Schmidt (Rostock).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft und kleinere Handwerksbetriebe prägen die Umgebung, in Klein Belitz gibt es eine Schule und eine Kindertagesstätte.

Durch die Gemeinde führt die Verbindungsstraße von Bützow nach Rostock bzw. Bad Doberan. Die Ortsteile Neukirchen und Reinstorf liegen nahe der Autobahn-Anschlussstelle Kröpelin (A 20). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in den nahen Städten Bützow und Schwaan.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klein Belitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e. V. (Hrsg.): Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow. Edition Temmen, Bremen/Rostock 1997, ISBN 3-86108-443-0, S. 48
  5. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.kirche-mv.deTauziehen um Maries Schatz - kirche-mv.de (Artikel in Schweriner Volkszeitung vom 3. August 2007)
  6. Der Goldschatz kommt zurück - Schweriner Volkszeitung, 25. Juni 2008