Broderstorf

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Broderstorf in Mecklenburg-Vorpommern. Zu gleichlautenden Orten siehe Brodersdorf (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Broderstorf
Broderstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Broderstorf hervorgehoben
Koordinaten: 54° 5′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Carbäk
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 34,18 km2
Einwohner: 3796 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18184
Vorwahl: 038204
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 019
Adresse der Amtsverwaltung: Moorweg 5
18184 Broderstorf
Webpräsenz: www.amtcarbaek.de
Bürgermeister: Hanns Lange
Lage der Gemeinde Broderstorf im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Broderstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Sitz des Amtes Carbäk, dem weitere vier Gemeinden angehören.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Broderstorf liegt etwa 8 km östlich von Rostock an der Bundesstraße 110 (Rostock–DemminUsedom). Sie liegt auf einer Platte zwischen den Tälern der Warnow und der Recknitz, in dem nördlichen Vorland der Pommerschen Hauptendmoräne.

Zu Broderstorf gehören die Ortsteile Fienstorf, Ikendorf, Neu Broderstorf, Neuendorf, Neu Pastow, Neu Roggentin, Öftenhäven, Pastow, Rothbeck, Steinfeld und Teschendorf. Die Ortsteile Neu Roggentin, Pastow und Broderstorf sind typische Straßendörfer, während Neuendorf und Teschendorf von der Anlage her Gutsdörfer sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Broderstorf wurde am 16. Oktober 1327 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf lag an der wichtigen Handelsstraße von Lübeck über Rostock nach Stettin. Auf einer Karte von 1650 wurde der Ort noch als Broderstorp bezeichnet.

Neuendorf: Das Gut war u. a. im Besitz der Familien von Walsleben (ab vor 1775), Samuel Salomon (ab 1872) und Baller (1892–1945).

Öftenhäven: Das ca. 600 ha große ehemalige Gut Öftenhäven befand sich von 1886 bis 1924 als Erbpachthof im Besitz der Familie Heinrich Kelb. Das eingeschossige, sanierte Gutshaus wurde bis 1918 umgebaut.

Steinfeld wurde zum 1. Januar 2013 nach Broderstorf eingemeindet.

Teschendorf: Gutsbesitzer waren u. a. die Familien von Preen (1375–1803), von Langen (bis 1807), von Sielstorpff (bis 1819), Wendt (bis 1828), Schlettwein (bis 1878), Junge (bis 1890), Kindermann (bis 1899) und Titus-Livius (1922–1937). Das Gutshaus stammt von 1830 und es wurde um 1900 neobarock umgebaut.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht (inkl. Bürgermeister) aus 15 Mitgliedern. Die Wahl zur Gemeindevertretung am 7. Juni 2009 hatte folgende Ergebnisse[2]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
WG Broderstorf 57,2 8
CDU 26,6 4
Die Linke 11,0 1
SPD 5,2 1

Bürgermeister der Gemeinde ist Hanns Lange (WG Broderstorf), er wurde mit 67,0 % der Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. April 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 241 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau über zwei erniedrigten silbernen Wellenfäden ein abgerissener, rot gezungter goldener Greifenkopf.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gutshaus Öftenhäven: Eingeschossiger Putzbau von 1910 mit einem zweigeschossigen Mittelrisalit und einem romantischen Ecktürmchen mit einer geschweiften Haube.
  • Gutshaus Teschendorf: Eingeschossiger, 11-achsiger Putzbau von um 1830 mit einem zweigeschossigen Mittelrisalit und Krüppelwalmdach, um 1900 aufwendige Umgestaltung der Hoffassade; seit 1997 im privaten Besitz saniert.
  • Hallenhaus in Pastow, Alte Schulstraße 38.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Pastow spielt in der Saison 2015/16 in der Fußball-Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Broderstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wahlergebnis auf www.amtcarbaek.de (PDF; 51 kB)
  3. SV Pastow in Broderstorf