Bartenshagen-Parkentin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bartenshagen-Parkentin führt kein Wappen
Bartenshagen-Parkentin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin hervorgehoben
Koordinaten: 54° 5′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Bad Doberan-Land
Höhe: 18 m ü. NHN
Fläche: 15,21 km2
Einwohner: 1286 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18209
Vorwahl: 038203
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 007
Adresse der Amtsverwaltung: Kammerhof 3
18209 Bad Doberan
Webpräsenz: www.doberan-land.de
Bürgermeisterin: Gabriele Kalweit
Lage der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
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Bartenshagen-Parkentin ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Bad Doberan-Land mit Sitz in der Stadt Bad Doberan verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bartenshagen, Parkentin, Hütten, Neuhof und Bollbrücke.

Bartenshagen-Parkentin liegt zwischen der Stadt Bad Doberan und der Hansestadt Rostock. Die Gemeinde ist zweigeteilt: Bartenshagen liegt auf der leicht erhöhten Fläche der Grundmoränenplatte des Hägerortes in 7 km Entfernung zur Ostsee (Strand Nienhagen). Parkentin liegt etwa 3 km südlich der Ortsmitte von Bartenshagen. Das Gemeindegebiet wird von landwirtschaftlichen Flächen, zumeist Ackerland, geprägt. Lediglich südlich von Parkentin in der Nähe des Ortsteils Neuhof und nördlich von Bollbrücke gibt es Wiesen und Weiden.

Dominierend im südwestlichen Gemeindegebiet ist der Hütter Wohld, von dem etwa 180 Hektar auf Gemeindegebiet liegen, geprägt durch eine Reihe von Fischteichen. Eine 58 Hektar große Fläche daraus wurde 1999 als Naturschutzgebiet Hütter Klosterteiche ausgewiesen. Im Hütter Wohld, an der Grenze zu Ivendorf liegt auch der höchste Punkt der Gemeinde mit 80 m ü. NN. Das Gelände fällt dann über den Ortsteil Hütten (35 m ü. NN) bis zur Niederung des Waidbachs mit 22 m ü. NN ab. Dort befindet sich der mit 5 Hektar Fläche größte See der Gemeinde, der durch einen Torfstich entstanden ist. Nach einem Anstieg bis zum Ort Parkentin (26 m ü. NN) fällt das Gelände in nördliche Richtung. An der nordöstlichen Gemeindegrenze bei Bargeshagen an der B105 wird mit 6 m ü. NN der tiefste Punkt erreicht. An dieser Stelle quert auch der Rotbach das Gemeindegebiet. Westlich, an der Grenze zu Bad Doberan, befindet sich ein 78 Hektar großes Teilstück des Waldes Walkmüller Holz. Am auf 3,3 km einreihig bebauten Ort Bartenshagen entlang fließt in nördliche Richtung die Stege, die südlich Parkentins aus dem Waidbach entsteht.

Im Süden der Gemeinde liegt die seit 2000 geschlossene und sanierte ehemalige Deponie für Hausmüll der Stadt Rostock, die auf einer Fläche von 26 Hektar einen markanten Hügel bildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hallenhaus Bartenshagen

Parkentin wurde 1177 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name steht für Ort des Parkun, einer Gottheit der Slawen, welche seit dem 6. Jahrhundert die Gegend besiedelten. Das Gebiet des Dorfes gehört zu den Ländereien, die Pribislaw dem Kloster Doberan bei dessen Gründung 1171 übereignete. Die Kirche wurde wenig später durch das Kloster begründet. 1333 wurde dem Kloster von Herzog Albrecht II. die Gerichtsbarkeit über Parkentin verliehen. Das Kloster erwarb in der Folge hier weitere Rechte, so auch die Mühle. Das Dorf gehörte bis 1552 zum Kloster Doberan und die Kirche zum Archidiakonatsbereich des Klosters. Nach der Säkularisation und Auflösung des Klosters kam der Ort zum herzoglichen Domanialamt. Erster evangelischer Pastor, der vom Herzog und nicht vom Abt des Klosters eingesetzt wurde, war 1557 Brand Meseke.

Hütten wurde erstmals 1268 urkundlich erwähnt. Im Hütter Wohld, einem ausgedehnten Buchenwald, fanden die Mönche des Zisterzienserklosters Doberan beste Bedingungen für die Anlage von Fischteichen vor und legten eine Kette von mehreren Teichen an, die heute noch bewirtschaftet werden. Durch das Vorkommen von Quarzsand und die vorhandenen Wälder als Brennstoff wurde hier auch seit 1268 eine Glashütte der Mönche betrieben. Der Name des Ortes Hütten weist auf diesen historischen Bezug.

Neuhof wurde 1383 erstmals urkundlich erwähnt und kam 1927 zu Parkentin.

Rabenhorst gehörte um 1300 zeitweilig zur Pfarre Rethwisch.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 10 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 hatte folgende Ergebnisse[2]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
Wählergruppen 82,1 8
SPD 8,1 1
Die Linke 8,0 1
Einzelbewerber 1,8 -

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Parkentin

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Bartenshagen-Parkentin

  • Gotische Dorfkirche Parkentin aus Feld. und Backstein vom Anfang des 13. Jahrhunderts: Der älteste Teil ist der quadratische Chor aus Feldstein mit Ostgiebel aus Backstein. Das dreischiffige, zweijochige Langhaus aus Backstein mit Kreuzrippengewölbe und mit östl. Spitzbogenfries wurde fast gleichzeitig gebaut. Es folgte später der aus dem Dach ragende Westturm mit den Seitenkapellen und danach die vier Giebel und der achtseitige Spitzhelm. Im Inneren der Kirche befinden sich im Kuppelgewölbe Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die 1899 entdeckt und restauriert wurden. Die Kirche wurde um 1200 durch das Kloster Doberan begründet.
  • Verschiedene, teils reetgedeckte Hallenhäuser in Bartenshagen und Parkentin.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort kann über die rund 3 km nördlich vorbeiführende Bundesstraße 105 erreicht werden. Parkentin liegt an der Bahnstrecke Wismar–Rostock. Die Regional-Express-Linie Tessin–Wismar der Bahn hält in Parkentin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bartenshagen-Parkentin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wahlergebnis der Landeswahlleiterin auf den Seiten des Statistischen Amtes (PDF-Datei; 1,18 MB)