Prebberede

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Prebberede führt kein Wappen
Prebberede
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prebberede hervorgehoben
53.91666666666712.48305555555646Koordinaten: 53° 55′ N, 12° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 46 m ü. NHN
Fläche: 42,84 km²
Einwohner: 763 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17168
Vorwahl: 039976
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 082
Adresse der Amtsverwaltung: von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Webpräsenz: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeister: Frank Möller
Lage der Gemeinde Prebberede im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
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Prebberede ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Prebberede zwischen Mecklenburgischer Schweiz und Recknitztal liegt in einem hügeligen Gebiet, das nahe Neu Heinde 65 m ü. NN erreicht.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Prebberede gehören die Ortsteile Belitz, Grieve, Groß Bützin, Rabenhorst, Rensow und Schwiessel sowie Neu Heinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Prebberede wurde 1228 als Priberaze erstmals urkundlich erwähnt, als Herzog Wartislaw III. von Pommern in Demmin das Dorf Prebberede der Kirche zu Polchow verlieh.[2][3] 1296 und 1311 verkauften der Ritter Johann von Büren und die die Knappen Dietrich und Hermann von Büren den Bauern in Prebberede den Acker, die Mühle, eine Hölzung und das Torfmoor.[4]

Das Gut war von 1395 bis 1945 im Besitz der Familie von Bassewitz. Von 1772 bis 1778 wurde vom Baumeister Sidon aus Güstrow für Carl Friedrich Graf von Bassewitz ein Herrenhaus samt Marstallgebäuden errichtet. Der ehemalige Barockpark wurde 1800 zu einem Landschaftspark umgestaltet. 1862 entstand im Park die neugotische Kapelle als Familiengruft.

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde ein herrschaftlicher Meierhof im Dorf gebaut.

Belitz: Die Kirche ist eine frühgotische Backsteinbasilika, die wahrscheinlich vor 1314 entstand. 1788 wurde das Gutshaus gebaut.

Neu Heinde entstand 1810 aus den Orten Klein Bützin, Neu Krug und dem Gut Neu Heinde. Das Gutshaus ist dass heute Privatbesitz.

Rensow hat seinen Ursprung in einer alten Befestigungsanlage von um 800 (?). Die alten Wallgräben im Süden und Westen wurden in den 1970er Jahre zugeschüttet. Das Gut war u.a. im Besitz der Familie Brützekow (vor 1445), von Bülow und von Lowtzow (1609– 1945). Es war danach eine LPG und ist heute eine GmbH. Das Gutshaus, auf älteren mittelalterlichen Gewölbekeller, stammt von um 1685. Die beiden Flügel wurden um 1750 verlängert und um 1850 umgebaut. Eine Sanierung wird seit 2003 betrieben.

Schwiessel: Das barocke Gutsverwalterhaus von 1735 dient heute als Café und Pension. In der Nähe steht die Ruine eines Schlosses im Tudorstil von 1864.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Belitz und Rensow gehören seit dem 1. Juli 1950 zu Prebberede.[5] Die 1810 aus drei kleinen Orten gebildete Gemeinde Neu Heinde wurde am 13. Juni 2004 eingegliedert.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Prebberede liegt verkehrsgünstig zwischen den Städten Güstrow, Laage, Teterow und Gnoien. In alle Städte führen Verbindungsstraßen (u. a. B 108 von Teterow nach Rostock). In Richtung Güstrow befindet sich die Autobahn-Anschlussstelle Glasewitz (A 19). Von der nahen Stadt Laage besteht Bahnanschluss nach Rostock und Berlin. Laage ist auch Standort des Rostocker Flughafens.

Quellen[Bearbeiten]

  • Landeshauptarchiv Schwerin
    • LHAS 5.12-3/1 Mecklenburg Schwerinsches Ministerium des Innern, Amt Güstrow.
    • LHAS 5.12-4/3 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Abt. Siedungsamt.
    • LHAS 9.1-1 Reichskammergericht, 1495–1806. Prebberede, Nr. 15. Abschriften von Urkunden über Prebberede aus der Zeit 1296–1386.
  • Mecklenburgisches Urkundenbuch
    • MUB I. (1863) Nr. 354, MUB III. (1865) Nr. 2398, MUB V. (1869) Nr. 3461, MUB XXI. (1903) Nr. 11738, 11752.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bruno J. Sobotka: Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Mecklenburg Vorpommern, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1084-5 Seite 231
  3. MUB I. (1863) Nr. 354.
  4. MUB III. (1865) Nr. 2398, MUB V. (1869) Nr. 3461.
  5. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Prebberede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien