Hoppenrade

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hoppenrade (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Hoppenrade führt kein Wappen
Hoppenrade
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hoppenrade hervorgehoben
Koordinaten: 53° 44′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Krakow am See
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 28,78 km²
Einwohner: 656 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18292
Vorwahl: 038451
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 048
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 2
18292 Krakow am See
Webpräsenz: https://www.amt-krakow-am-see.de/
Bürgermeisterin: Birgit Kaspar
Lage der Gemeinde Hoppenrade im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Hoppenrade ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Rostock nördlich von Krakow am See in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Krakow am See mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischtreppe im Verlauf der Nebel in Kölln

Die Gemeinde Hoppenrade liegt zwischen der Kreisstadt Güstrow und Krakow am See. Das Gemeindegebiet am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte wird vom Durchbruchstal der Nebel geteilt. Diese in Mecklenburg seltene Talform mit Abbruchkanten steht vollständig unter Naturschutz. Die Hügel östlich und westlich des Tales liegen zum Teil 40 m über der Nebel, nahe dem Ortsteil Koppelow werden 73 m ü. NHN erreicht. Östlich des Ortes Schwiggerow liegt der Höchste Berg. Er ist mit 84 m ü. NHN der höchste Punkt im Gemeindegebiet.

Zu Hoppenrade gehören die Ortsteile Koppelow, Kölln, Lüdershagen, Schwiggerow und Striggow.

In Koppelow wurden 1929 durch die völkische Artamanen-Bewegung 38 Familien angesiedelt.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Hoppenrade

  • Gotische, einschiffige Dorfkirche Lüdershagen; Feldsteinkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit eingezogenem, quadratischen, kuppelförmig gewölbten Chor, Triumphbogen zwischen Langhaus und Chor sowie jüngerem Turmrest unter dem gemeinsamen Satteldach.
  • Ein 1853 im Neorenaissance-Stil durch Theodor Krüger erbautes Gutshaus in Hoppenrade wurde 70 Jahre lang als Alten- und Pflegeheim genutzt, seit der Sanierung 2001 befinden sich hier private Wohnungen. Zum denkmalgeschützten Ensemble gehören ein Park und das Inspektorenhaus, dass seit 2002 als Gästehaus betrieben wird.
  • Gutshaus Koppelow: Eingeschossiger Backsteinbau vom 1757/59 mit Krüppelwalmdach und Mittelrisalit; Gutsbesitzer waren u. a. die Familie von Levetzow (ab 1757 bis in das 19. Jh.)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umgebung der Gemeinde wird von Wäldern und von der Landwirtschaft geprägt, der Tourismus spielt eine zunehmende Rolle (Nebeltal, Krakower See und Barlachstadt Güstrow).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Landesstraße 37 (bis Ende 2015 B 103) von Güstrow nach Plau am See. Hoppenrade besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg, auf der der regelmäßige Personenverkehr im Jahr 2000 eingestellt wurde. Der nächste im Personenverkehr bediente Bahnhof befindet sich in Güstrow. Von Hoppenrade gelangt man über einen Zubringer zur Bundesautobahn 19 (RostockBerlin, Anschlussstelle Krakow).

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herrenhaus Hoppenrade. In: Album Mecklenburgische Schlösser und Landgüter. 1880.
  • Robert Beltz: Hoppenrade bei Krakow. In: MJB 71 (1906) S. 111–114.
  • Claus Heinrich Bill: Heinrich v. Levetzow (1597–1665) Erbherr auf Mistorff und Klein-Marckow, Pfandgesessener auf Lüdershagen und Hoppenrade. In: Mecklenburgischer Adel in der Frühen Neuzeit 1550 bis 1750. Owschlag 1999, S. 111.

Gedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landeshauptarchiv Schwerin
    • LHAS 5.12-3/1 Mecklenburg-Schwerinsches Ministerium des Innern. Nr. 5175/1 Landgemeinde Hoppenrade, Kölln und Lüdershagen 1921–1950.
    • LHAS 5.12-4/3 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Abt. Siedlungswesen. Nr. 180–185 Ritterschaftliches Landgut 1926–1950. Nr. 186 Hoppenrade, Ortshilfe 1932. Nr. 188 Hoppenrade, Kaufverträge 1924–1936. Nr. 189 Hoppenrade, Bauakten 1928–1941. Nr. 4031, 4252–4256, 4306, 4482, 5111, 5228, 5691–5692, 5941–5945, 6265–6266, 6388–6390, 6500–6501, 6668–6670, 6885–7312.
  • Landeskirchliches Archiv Schwerin
    • OKR Schwerin, Specialia, Abt. 3. Nr. 435 Siedlungen Hoppenrade 1929–1950.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoppenrade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ulrich Linse: Zurück, o Mensch, zur Mutter Erde. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983, ISBN 3-423-02934-X, S. 327–339 (Artamanengüter).