Viktoria Pilsen

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Viktoria Pilsen
Vereinsemblem des FC Viktoria Pilsen
Basisdaten
Name FC Viktoria Plzeň a.s.
Sitz Pilsen, Tschechien
Gründung 1911
Farben rot-blau
Präsident TschechienTschechien Tomáš Paclík
Vorstand TschechienTschechien Adolf Šádek
Website fcviktoria.cz
Erste Mannschaft
Cheftrainer TschechienTschechien Pavel Vrba
Spielstätte Doosan Arena
Plätze 11.700
Liga Fortuna:Liga
2018/19 2. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der FC Viktoria Pilsen, offiziell FC Viktoria Plzeň a.s., ist ein tschechischer Fußballklub aus der westböhmischen Stadt Pilsen. Er spielt in der ersten tschechischen Liga. Gegründet wurde er 1911 als SK Viktoria Plzeň. Viktoria wurde 2011, 2013, 2015, 2016 und 2018 Tschechischer Meister.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viktoria Pilsen stieg erstmals 1931 in die höchste tschechoslowakische Spielklasse auf und konnte sich dort bis 1938 halten. Beste Platzierung war ein dritter Rang 1933. Ein erneuter Aufstieg gelang 1945, 1952 folgte der Abstieg, erneut war der dritte Platz in der Spielzeit 1947 das beste Resultat. Weitere Gastspiele gab Pilsen 1961/62, 1962/63, 1967/68 und 1970/71.

In dieser Saison gewann der Verein den tschechischen Pokalwettbewerb. Im Finalhinspiel reichte es zu Hause nur zu einem Unentschieden gegen die B-Mannschaft von Sparta Prag. Als nach einem 3:3 im Rückspiel in Prag auch das Elfmeterschießen 5:5 endete, bestimmte das Los Škoda Plzeň zum Sieger. Im Finale des tschechoslowakischen Pokals war Škoda Plzeň zwar chancenlos gegen Spartak Trnava, da aber die Slowaken auch Meister geworden waren, hatte Škoda Plzeň das Recht, als unterlegener Finalist im Europapokal der Pokalsieger zu starten, und das als Zweitligist. Gegner in der ersten Runde war der FC Bayern München. In Pilsen gewann die Elf um Franz Beckenbauer 1:0, im Rückspiel besiegte der FC Bayern Škoda Plzeň deutlich mit 6:1.

Erst ab 1972 konnte sich Škoda Plzeň etwas länger in der 1. Liga etablieren, der nächste Abstieg folgte 1980. 1985 war der Verein wieder in der 1. Liga. Dem Abstieg folgte der sofortige Wiederaufstieg 1988 und diesem erneut der umgehende Abstieg.

1993 qualifizierte sich Viktoria Pilsen als Dritter der 2. Liga für die tschechische 1. Liga, in deren Premierensaison das Team einen hervorragenden fünften Platz belegte. Nach verschiedenen Mittelfeldplatzierungen kam 1999 der Abstieg in die 2. Liga. Wie Mitte der 1980er wurde Pilsen zu einer Fahrstuhlmannschaft. 2000 stieg die Mannschaft auf, nur um umgehend wieder abzusteigen. Der nächste Aufstieg folgte 2003, aber auch dieses Mal konnte sich Viktoria nur eine Saison im Oberhaus halten.

2005 schaffte der Verein unverhofft den nächsten Aufstieg. Nach dem Rückzug des 1. FK Drnovice aus der 1. Liga reichte ein dritter Platz, um sich für die Gambrinus-Liga zu qualifizieren. In der Saison 2009/10 qualifizierte sich der Verein als tschechischer Pokalsieger für die 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2010/11. Dort scheiterte man jedoch an der türkischen Mannschaft von Beşiktaş Istanbul. 2010 übernahm der Unternehmer Tomáš Paclík die Eigentumsrechte an dem Verein. In der Spielzeit 2010/11 wurde Viktoria Pilsen erstmals tschechischer Fußballmeister. Eine wichtige Rolle spielten dabei der Kapitän und Spielmacher Pavel Horváth und Trainer Pavel Vrba. Beide gelten als Vereinslegenden.

Als Meister startete Viktoria Pilsen in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League und schied nach einem dritten Platz in der Champions-League-Gruppenphase im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League aus, 2012/13 erst im Achtelfinale. Viktoria Pilsen wurde in der Saison 2012/13 zum erneut tschechischer Meister und schied in der folgenden Saison nach der Gruppenphase aus der Champions League aus. In der Saison 2013/14 wurde Viktoria Pilsen Vizemeister und erreichte das Pokalfinale; in beiden Wettbewerben hatte man gegen Sparta Prag das Nachsehen. In der Saison 2014/15 schied die Mannschaft in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League aus. 2014/15 wurde man erneut Meister. Nachdem es Miroslav Koubek nicht gelungen war, sich mit dem Team für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren und auch die Ergebnisse in der Liga nicht den Vorstellungen entsprechen, kam es zu einer Entlassung und Karel Krejčí wurde als neuer Trainer vorgestellt. Auf Anhieb gelang ihm die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League, nachdem man in den Play-offs FK Vojvodina Novi Sad rauswarf. Dort schieden die Pilsner als Gruppendritter aus.

Zum Ende der Saison 2015/16 gelang Viktoria Pilsen der Gewinn der Meisterschaft und setzte sich daraufhin in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen Qarabağ Ağdam durch, schied allerdings in den Play-offs gegen Ludogorez Rasgrad aus. In der Gruppenphase der UEFA Europa League schied Viktoria Pilsen erneut als Gruppendritter aus. In der Liga wurden die Pilsner Vizemeister hinter Slavia Prag und schieden daraufhin in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen den FCSB Bukarest aus, setzten sich in den Play-offs zur UEFA Europa League gegen AEK Larnaka durch. In der Folge wurden sie Gruppensieger und schieden erst im Achtelfinale gegen Sporting Lissabon aus. 2018 wurde Viktoria Pilsen wieder Meister und qualifizierte sich durch die Platzierung der tschechischen Liga in der UEFA-Fünfjahreswertung direkt für die Gruppenphase der UEFA Champions League. Dabei schieden die Pilsner als Gruppendritter hinter Titelverteidiger Real Madrid und dem Vorjahreshalbfinalisten AS Rom aus, nahmen allerdings am Sechzehntelfinale der UEFA Europa League teil und schieden dort gegen Dinamo Zagreb aus. 2019 musste Viktoria Pilsen im Meisterschaftskampf erneut Slavia Prag den Vortritt lassen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1971/72 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland FC Bayern München 1:7 0:1 (A) 1:6 (H)
2010/11 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde TurkeiTürkei Beşiktaş Istanbul 1:4 1:1 (H) 0:3 (A)
2011/12 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde ArmenienArmenien FC Pjunik Jerewan 9:1 4:0 (A) 5:1 (H)
3. Qualifikationsrunde NorwegenNorwegen Rosenborg Trondheim 4:2 1:0 (A) 3:2 (H)
Play-offs DanemarkDänemark FC Kopenhagen 5:2 3:1 (A) 2:1 (H)
Gruppenphase WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau 2:1 1:1 (H) 1:0 (A)
ItalienItalien AC Mailand 2:4 0:2 (A) 2:2 (H)
SpanienSpanien FC Barcelona 0:6 0:2 (A) 0:4 (H)
2011/12 UEFA Europa League Sechzehntelfinale DeutschlandDeutschland FC Schalke 04 2:4 1:1 (H) 1:3 n. V. (A)
2012/13 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde GeorgienGeorgien Metalurgi Rustawi 5:1 2:0 (A) 3:1 (H)
3. Qualifikationsrunde PolenPolen Ruch Chorzów 7:0 2:0 (A) 5:0 (H)
Play-offs BelgienBelgien Sporting Lokeren (a)2:2(a) 1:2 (A) 1:0 (H)
Gruppenphase PortugalPortugal Académica de Coimbra 4:2 3:1 (H) 1:1 (A)
SpanienSpanien Atlético Madrid 1:1 0:1 (A) 1:0 (H)
IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv 6:1 2:1 (A) 4:0 (H)
Sechzehntelfinale ItalienItalien SSC Neapel 5:0 3:0 (A) 2:0 (H)
Achtelfinale TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul 1:2 0:1 (H) 1:1 (A)
2013/14 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina FK Željezničar Sarajevo 6:4 4:3 (H) 2:1 (A)
3. Qualifikationsrunde EstlandEstland JK Nõmme Kalju 10:20 4:0 (A) 6:2 (H)
Play-offs SlowenienSlowenien NK Maribor 4:1 3:1 (H) 1:0 (A)
Gruppenphase EnglandEngland Manchester City 2:7 0:3 (H) 2:4 (A)
DeutschlandDeutschland FC Bayern München 0:6 0:5 (A) 0:1 (H)
RusslandRussland ZSKA Moskau 4:4 2:3 (A) 2:1 (H)
2013/14 UEFA Europa League Sechzehntelfinale UkraineUkraine Schachtar Donezk 3:2 1:1 (H) 2:1 (A)
Achtelfinale FrankreichFrankreich Olympique Lyon 3:5 1:4 (A) 2:1 (H)
2014/15 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde RumänienRumänien Petrolul Ploiești 2:5 1:1 (A) 1:4 (H)
2015/16 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde IsraelIsrael Maccabi Tel Aviv 2:3 2:1 (A) 0:2 (H)
2015/16 UEFA Europa League Play-offs SerbienSerbien FK Vojvodina Novi Sad 5:0 3:0 (H) 2:0 (A)
Gruppenphase WeissrusslandWeißrussland FK Dinamo Minsk 2:1 2:0 (H) 0:1 (A)
SpanienSpanien FC Villarreal 3:4 0:1 (A) 3:3 (H)
OsterreichÖsterreich SK Rapid Wien 3:5 2:3 (A) 1:2 (H)
2016/17 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam (a)1:1(a) 0:0 (H) 1:1 (A)
Play-offs BulgarienBulgarien Ludogorez Rasgrad 2:4 0:2 (A) 2:2 (H)
2016/17 UEFA Europa League Gruppenphase ItalienItalien AS Rom 2:5 1:1 (H) 1:4 (A)
OsterreichÖsterreich FK Austria Wien 3:2 0:0 (A) 3:2 (H)
RumänienRumänien Astra Giurgiu 2:3 1:2 (H) 1:1 (A)
2017/18 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde RumänienRumänien FCSB Bukarest 3:6 2:2 (A) 1:4 (H)
2017/18 UEFA Europa League Play-offs Zypern RepublikRepublik Zypern AEK Larnaka 3:1 3:1 (H) 0:0 (A)
Gruppenphase RumänienRumänien FCSB Bukarest 2:3 0:3 (A) 2:0 (H)
IsraelIsrael Hapoel Be’er Scheva 5:1 3:1 (H) 2:0 (A)
SchweizSchweiz FC Lugano 6:4 2:3 (A) 4:1 (H)
Sechzehntelfinale SerbienSerbien FK Partizan Belgrad 3:1 1:1 (A) 2:0 (H)
Achtelfinale PortugalPortugal Sporting Lissabon 2:3 0:2 (A) 2:1 n. V. (H)
2018/19 UEFA Champions League Gruppenphase RusslandRussland PFK ZSKA Moskau 4:3 2:2 (H) 2:1 (A)
ItalienItalien AS Rom 2:6 0:5 (A) 2:1 (H)
SpanienSpanien Real Madrid 1:7 1:2 (A) 0:5 (H)
2018/19 UEFA Europa League Sechzehntelfinale KroatienKroatien Dinamo Zagreb 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)
2019/20 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 0:4 0:0 (H) 0:4 (A)
2019/20 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde BelgienBelgien Royal Antwerpen (a)2:2(a) 0:1 (A) 2:1 n. V. (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 98 Spiele, 42 Siege, 20 Unentschieden, 36 Niederlagen, 153:153 Tore (Tordifferenz ±0)

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine chronologische Übersicht über alle Trainer des Vereins seit 1969.

Amtszeit Nat. Trainer
1969–1970 TschechoslowakeiTschechoslowakei Karel Kolský
1978–1979 TschechienTschechien Svatopluk Pluskal
1980–1981 TschechienTschechien Svatopluk Pluskal
1981–1984 TschechienTschechien František Plass
1995–1996 TschechienTschechien Jaroslav Hřebík
1997–1999 TschechienTschechien Petr Uličný
Amtszeit Nat. Trainer
2003–2004 TschechienTschechien František Cipro
2004–2005 TschechienTschechien Martin Pulpit
2006–2008 TschechienTschechien Stanislav Levý
2008 TschechienTschechien Jaroslav Šilhavý
2008–2013 TschechienTschechien Pavel Vrba
2013–2014 TschechienTschechien Dušan Uhrin junior
2016–2017 SlowakeiSlowakei Roman Pivarník
Seit 2017 TschechienTschechien Pavel Vrba

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klub wurde 1911 als SK Viktoria Plzeň gegründet. Umbenennungen gab es 1949 in Sokol Škoda Plzeň, 1952 in Sokol ZVIL Plzeň, 1953 in DSO Spartak LZ Plzeň, 1962 in TJ Spartak LZ Plzeň, 1965 in TJ Škoda Plzeň, 1981 in TJ Škoda Plzeň – fotbal und 1992 in FC Viktoria Plzeň.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]