Frascati

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Frascati
Wappen
Frascati (Italien)
Frascati
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rom (RM)
Koordinaten: 41° 48′ N, 12° 41′ O41.80833333333312.6825320Koordinaten: 41° 48′ 30″ N, 12° 40′ 57″ O
Höhe: 320 m s.l.m.
Fläche: 22 km²
Einwohner: 21.104 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 959 Einw./km²
Angrenzende Gemeinden Grottaferrata, Monte Porzio Catone, Roma
Postleitzahl: 00044
Vorwahl: 06
ISTAT-Nummer: 058039
Volksbezeichnung: Frascatani
Schutzpatron: Santi Filippo e Giacomo
Website: Frascati
San Pietro Apostolo
Villa Aldobrandini

Frascati ist eine Gemeinde in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium mit 21.104 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012). Sie liegt 21 Kilometer südöstlich von Rom. Sie ist Sitz eines suburbikarischen Bistums.

Geographie[Bearbeiten]

Frascati liegt in den Albaner Bergen und gehört zu den Gemeinden der Castelli Romani. Es ist Mitglied der Comunità Montana dei Castelli Romani e Prenestini.

Die Gemeinde besteht aus folgenden Fraktionen: Cisternole, Cocciano, Pantano Secco, Prataporci, Villa Muti, Selvotta, Vermicino.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit der Antike wurden hier römische Patrizier-Villen erbaut; beliebt war Frascati vor allem als Sommeraufenthalt der Römer. In der Nähe befinden sich die Ruinen der römischen Villenstadt Tusculum.

Sehenswert sind die Bauten meist aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die wertvolle Kunstschätze (u. a. Fresken) beherbergen. Als die bekannteste gilt die Villa Aldobrandini, die 1598 bis 1603 von Giacomo della Porta (fertiggestellt von C. Maderna) für Papst Clemens VIII. aus dem Hause Aldobrandini erbaut wurde. Daneben sollte man die Villa Falconieri und die Villa Mondragone gesehen haben.

Am 8. September 1943 griffen 130 US-Langstreckenbomber die Stadt an. Es gab mindestens 1000 Opfer unter der Zivilbevölkerung und 100 Gefallene aus dem Hauptquartier des Generalfeldmarschalls Kesselring, das sich in Frascati befand.[2]

Heute ist der Ort bei Touristen und Einheimischen wegen der Nähe Roms, aber auch wegen der Schönheit der Landschaft, des guten Weins (der in die ganze Welt exportiert wird; bekannt ist vor allem der Weißwein, der im Hauptartikel Frascati (Wein) beschrieben wird) und der gesunden Luft sehr beliebt.

Am 15. Juli 2012 hat Papst Benedikt XVI. eine Messe auf der Piazza San Pietro gelesen. Er folgte einer Einladung des Bischofs Raffaello Martinelli[3].

Bevölkerung[Bearbeiten]

1871 1901 1921 1951 1971 1991 2001 [4]
5.952 8.453 10.642 13.102 18.025 20.123 19.314

Politik[Bearbeiten]

Stefano Di Tommaso (PD) wurde im Juni 2009 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-Links-Bündnis stellt auch mit 12 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat. Er löste seinen Parteifreund Francesco Paolo Posa (seit 2004) ab, der nicht mehr kandidierte.

Stadtpartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Frascati hat vor allem der Weinbau Bedeutung mit dem DOCG Weinen Cannellino di Frascati und Frascati Superiore und dem DOC Wein Frascati Bianco.

Wissenschaft und Forschung[Bearbeiten]

In Frascati befindet sich das Europäische Weltraumforschungsinstitut (engl. European Space Research Institute - ESRIN) der ESA. Dieses ist die Zentrale für Erdbeobachtungsmissionen (z. B. ENVISAT, ERS-1, ERS-2). Außerdem beherbergt die Stadt das Kernforschungszentrum INFN (Istituto Nazionale di Fisica Nucleare), die Gesellschaft für Neue Technologien, Energie und Umwelt ENEA (Ente per le Nuove tecnologie, l'Energia e l'Ambiente) und Institute des Consiglio Nazionale delle Ricerche.

Sonstiges[Bearbeiten]

2002 wurde in Frascati Andrew Blakes Film The Villa gedreht. Die Villa Falconieri in Frascati diente in der italienischen Telenovela Elisa di Rivombrosa als Kulisse.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont Kunst-Reiseführer). 3., aktualisierte Auflage. DuMont, Köln 2006, ISBN 3-7701-6031-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Frascati – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Frascati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Maximilian Csesany: Europa im Bombenkrieg. 1939–1945. 3. Auflage. Leopold-Stocker-Verlag, Graz u. a. 1998, ISBN 3-7020-0813-6, S. 617–618.
  3. Vatican Information Services, Bulletin vom 3. Mai 2012, VISnews120503
  4. ISTAT