Klaus Ohmsen

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Klaus Ohmsen (* 16. Oktober 1935; † 2. Dezember 2012 in Hamburg) war ein deutscher Fußballschiedsrichter.

Bereits mit 19 Jahren begann Ohmsen vom SC Urania Hamburg mit der Schiedsrichterei und 1954 legte er die Schiedsrichterprüfung ab. „Herr Ohmsen aus Hamburg“ war bereits beim Start der Bundesliga am 24. August 1963 dabei und amtierte unter Gerd Schulenburg als Linienrichter. Am 12. September 1974 debütierte er als Hauptschiedsrichter vor 60.000 Zusehern im Berliner Olympiastadion bei einem 0:0 zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund. Bis 1981 leitete er 131 Spiele in der Bundesliga und vergab dabei nur eine Rote und eine Gelb-Rote Karte.

1971 wurde er vom DFB der FIFA zur Verwendung vorgeschlagen. Insgesamt obwaltete er bei 10 Länderspielen - offizielle Spiele zur Olympiaqualifikation von 1972, zur EM-Qualifikation 1976 und ein Spiel in Asien zur Qualifikation zur WM 1978 - und rund 25 Europacupmatches. 1974 nahm er als Linienrichter an der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland teil. 1973 erhielt er die „Goldene Pfeife“ der Bild-Zeitung als bester deutscher Schiedsrichter. 1977 leitete er das Wiederholungsspiel des DFB-Pokalfinales, das der 1. FC Köln mit 1:0 gegen Hertha BSC gewann.

Ab 1980 zog er sich der Barmbeker aus beruflichen Gründen zunächst vom internationalen Fußball zurück und verabschiedete sich im Mai 1981 - zwei Jahre vor Erreichen der Altersgrenze - auch aus der Bundesliga. Vom DFB wurde er am Ende seiner Karriere zum Schiedsrichter des Jahres ernannt. Von 1981 bis 1994 arbeitete der für seinen Humor bekannte Klaus Ohmsen auf der Geschäftsstelle des Hamburger Fußball-Verbandes.

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