Bescheid (Hunsrück)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bescheid
Bescheid (Hunsrück)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bescheid hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Hermeskeil
Höhe: 421 m ü. NHN
Fläche: 7,6 km2
Einwohner: 384 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54413
Vorwahl: 06509
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Webpräsenz: www.bescheid.de
Ortsbürgermeisterin: Nastja Raabe
Lage der Ortsgemeinde Bescheid im Landkreis Trier-Saarburg
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Dorfmittelpunkt

Bescheid (moselfränkisch: Baäschd) im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hermeskeil an. Bescheid ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt teilweise im Naturpark Saar-Hunsrück. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Bescheidermühlen, Jagdhaus Hubertus und Rockenburgerhof.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Besiedlung fand bereits in vorchristlicher Zeit statt, davon zeugen viele im Wald gefundene keltische Hügelgräber. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1030. Ältestes Gebäude im Ort ist vermutlich der Kirchturm, der nach einer Inschrift über dem Eingang der alten Sakristei im Jahr 1474 erbaut wurde.

Um das Gemeinde-Wappen rankt sich eine besonders interessante Geschichte. Das Wappen - dreigeteilt in Kirchenglocke, Wagenrad und Horn - erinnert zum einen an den zweiten Schutzpatron der Dorfkirche Heilige Dreifaltigkeit, den Heiligen Hubertus, von Glocke und Rad erzählt man sich zum anderen folgende Geschichte:

„Zu einer Zeit, als die Ortschaften Bescheid und Schleich eine Pfarrgemeinde mit der dazugehörigen Kirche auf dem Schleicher Berg, dem Kirchberg, unterhielten, zog Kriegsgefahr auf und man beschloss, die Glocke zum Schutz vor den Feinden im Wald zu vergraben. Nachdem der Krieg vorüber war, vergaß man den Ort, an dem die Glocke vergraben war zunächst, bis eine Rotte Schweine sie freilegte. Da beide Dörfer mittlerweile eigene Pfarrkirchen hatten, entstand zunächst ein Streit darum, wem die Glocke gehören solle. Man einigte sich darauf, dass sie dem Dorf gehören solle, in das sie von einem blinden Pferd, das man vor einen Wagen mit der Glocke spannte, gebracht werde. Das Pferd ging geradewegs nach Bescheid und kurz vor Erreichen des Ortes löste sich ein Rad vom Wagen und rollte, bis es an der Kirchenmauer liegen blieb. Aufmerksame Zuhörer wollen anschließend aus dem Geläut der Glocke folgende Worte gehört haben: Wildsau wühlt mich, blind Pferd schleift mich, zu Gottes Ehr läut ich!
Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 215
1835 322
1871 394
1905 342
1939 374
Jahr Einwohner
1950 373
1961 367
1970 376
1987 359
2005 412

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Bescheid besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bescheid gibt es ein reges Vereinsleben, u. a. finden sich dort die örtliche Freiwillige Feuerwehr, der Sportverein Bescheid, der Musikverein Bescheid, ein Skatverein sowie die Frauengemeinschaft Bescheid. Die Jugend hat sich im Förderverein der Jugend Bescheid organisiert und veranstaltet mittlerweile zweimal im Jahr „Die Halle bebt“ mit den Chaosbrüdern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bescheid (Hunsrück) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 74 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen