Bescheid (Hunsrück)

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Wappen Deutschlandkarte
Bescheid (Hunsrück)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bescheid hervorgehoben

Koordinaten: 49° 45′ N, 6° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Hermeskeil
Höhe: 421 m ü. NHN
Fläche: 7,6 km2
Einwohner: 388 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54413
Vorwahl: 06509
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Website: www.bescheid.de
Ortsbürgermeisterin: Nastja Raabe
Lage der Ortsgemeinde Bescheid im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Dorfmittelpunkt

Bescheid (moselfränkisch: Baäschd) im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hermeskeil an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt teilweise im Naturpark Saar-Hunsrück. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Bescheidermühlen, Jagdhaus Hubertus und Rockenburgerhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Besiedlung fand bereits in vorchristlicher Zeit statt, davon zeugen viele im Wald gefundene keltische Hügelgräber. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1030. Ältestes Gebäude im Ort ist vermutlich der Kirchturm, der nach einer Inschrift über dem Eingang der alten Sakristei im Jahr 1474 erbaut wurde.

Um das Gemeinde-Wappen rankt sich eine besonders interessante Geschichte. Das Wappen – dreigeteilt in Kirchenglocke, Wagenrad und Horn – erinnert zum einen an den zweiten Schutzpatron der Dorfkirche Heilige Dreifaltigkeit, den Heiligen Hubertus, von Glocke und Rad erzählt man sich zum anderen folgende Geschichte:

„Zu einer Zeit, als die Ortschaften Bescheid und Schleich eine Pfarrgemeinde mit der dazugehörigen Kirche auf dem Schleicherberg, dem Kirchberg, unterhielten, zog Kriegsgefahr auf und man beschloss, die Glocke zum Schutz vor den Feinden im Wald zu vergraben. Nachdem der Krieg vorüber war, vergaß man den Ort, an dem die Glocke vergraben war zunächst, bis eine Rotte Schweine sie freilegte. Da beide Dörfer mittlerweile eigene Pfarrkirchen hatten, entstand zunächst ein Streit darum, wem die Glocke gehören solle. Man einigte sich darauf, dass sie dem Dorf gehören solle, in das sie von einem blinden Pferd, das man vor einen Wagen mit der Glocke spannte, gebracht werde. Das Pferd ging geradewegs nach Bescheid und kurz vor Erreichen des Ortes löste sich ein Rad vom Wagen und rollte, bis es an der Kirchenmauer liegen blieb. Aufmerksame Zuhörer wollen anschließend aus dem Geläut der Glocke folgende Worte gehört haben: Wildsau wühlt mich, blind Pferd schleift mich, zu Gottes Ehr läut ich!
Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 215
1835 322
1871 394
1905 342
1939 374
1950 373
Jahr Einwohner
1961 367
1970 376
1987 359
2005 412
2011 402
2017 397

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Bescheid besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nastja Raabe wurde 2014 Ortsbürgermeisterin von Bescheid.[5] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde sie mit einem Stimmenanteil von 73,93 % für weitere fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt.[6]

Raabes Vorgänger Raimund Olinger war 2014 nicht erneut angetreten.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bescheid gibt es ein reges Vereinsleben, u. a. finden sich dort die örtliche Freiwillige Feuerwehr, der Sportverein Bescheid, der Musikverein Bescheid, ein Skatverein sowie die Frauengemeinschaft Bescheid. Die Jugend hat sich im Förderverein der Jugend Bescheid organisiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 15, Abt. 2. L. Schwann, Düsseldorf 1936 (Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier), Nachdruck vom Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, S. 45–47.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bescheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2020[Version 2022 liegt vor.]. S. 112 (PDF; 1 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Svenja Pees: Ein kleiner Rückblick: So war das Jahr 2014 im Hochwald. Bescheid: Der Gemeinderat wählt Nastja Raabe zur Ortschefin. In: Wochenspiegel. Weiss-Verlag GmbH & Co. KG, Monschau, 30. Dezember 2014, abgerufen am 31. Januar 2021.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 31. Januar 2021 (siehe Hermeskeil, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile).
  7. CDU-Politiker Mathias Queck triumphiert bei Stadtbürgermeisterwahl in Hermeskeil. Bescheid: Bisheriger Ortschef Raimund Olinger kandidiert nicht mehr. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 29. Dezember 2014, abgerufen am 31. Januar 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).