Schillingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schillingen
Schillingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schillingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 38′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Kell am See
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 19,59 km2
Einwohner: 1184 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54429
Vorwahl: 06589
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
54427 Kell am See
Webpräsenz: www.schillingen.de
Ortsbürgermeister: Markus Franzen (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Schillingen im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Schillingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kell am See an. Schillingen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Saar-Hunsrück.

Zu Schillingen gehören auch die Wohnplätze Büdelter Hof, Hof Burg Heid, Burg Heider Mühle, Lindenhof, Schillinger Mühle, Tannenhof, Vierherrenhof und Hellberghof.[3]

Schillingen, Luftaufnahme (2016)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete Schillingen zusammen mit Waldweiler und dem halben Dorf Heddert eine eigene reichsunmittelbare Herrschaft unter der Landeshoheit des Trierer Domkapitels.[4] Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Schillingen zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Die Gemeinde war der Bürgermeisterei Kell im 1816 errichteten Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Rheinprovinz. Seit 1946 ist Schillingen Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schillingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 379
1835 716
1871 736
1905 785
1939 833
Jahr Einwohner
1950 902
1961 1.100
1970 1.263
1987 1.288
2005 1.310

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schillingen ist Sitz der katholischen Pfarrei St. Albanus. Die Pfarrei gehört seit einigen Jahren mit den Pfarreien Mandern, Waldweiler und Lampaden sowie der Filialkapelle Heddert zur Pfarreiengemeinschaft Schillingen, zu der zudem noch die Pfarreien Reinsfeld, Kell am See sowie Greimerath, Zerf und Hentern gehören.[5] Schillingen gehört zum Bistum Trier.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schillingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 7 9 16 Sitze
2009 9 7 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze
1999 10 6 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Inmitten eines grünen Feldes das Wappen des Trierer Domkapitels, welches auf silbernem Schild ein rotes Kreuz zeigt, flankiert von zwei weißen mythologischen Pferden, Hinterteil Fischschwanz.“

Das Wappen des Domkapitels weist auf die jahrhundertelange Landeshoheit der Trierer Domherren hin. Die beiden Fabeltiere erinnern an eine Besiedlung des Ortes bereits in römischer Zeit. Sie sind einer Abbildung auf einem auf der Gemarkung von Schillingen gefundenen römischen Grabdenkmal nachempfunden. Die Farbe Grün symbolisiert den Waldreichtum.

Das Wappen wurde am 14. Juni 1978 genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flonterbach-Weiher
Baumstamm-Labyrinth
Fatima-Kapelle

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Schillingen

Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sport- und Mehrzweckhalle befindet sich neben der Grundschule am Ortsrand. Die Sportanlagen, zwei Fußballplätze sowie drei Tennisplätze, befinden sich außerhalb der Ortslage zwischen Schillingen und Heddert.

Stausee Flonterbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Schillingen und Heddert befindet sich ein kleiner Stausee am Flonterbach mit der Spießbratenhalle, einem Waldspielplatz, einem Baumstammlabyrinth, einem Waldlehrpfad, einem Barfußpfad sowie der Fátimakapelle.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportvereine sind unter anderem der Tennisverein Schillingen Heddert sowie der TuS Schillingen (Fußball, Gymnastik).

Neben den Sportvereinen gibt es mehrere Musikvereine und Chöre.

  • Kirchenchor „Cäcilia“
  • Musikverein „Cäcilia“
  • Männergesangverein „Liederkranz“ Schillingen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort lebt neben kleinerem Gewerbe vor allem vom Tourismus und der Landwirtschaft. Arbeitsplätze finden sich zum einen im nahen Bilsteinwerk, zum anderen in Trier. Zwischen Schillingen und Kell liegt das Freibad Hochwald mit einem Campingplatz sowie der Keller Stausee. Der Schillinger Panoramaweg ist eine Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schillingen ist Sitz der Grundschule Schillingen-Kell am See. Die Realschule plus (Hauptschule mit zehnter Klasse) befindet sich in Kell am See.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schillingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 76 (PDF; 2,3 MB)
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 168, 491
  5. Pfarreiengemeinschaft Schillingen Abgerufen am 2. August 2011.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen