Hinzenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hinzenburg
Hinzenburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hinzenburg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 40′ N, 6° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Ruwer
Höhe: 328 m ü. NHN
Fläche: 2,87 km2
Einwohner: 136 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54316
Vorwahl: 06588
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 046
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Kirchstraße 1
54320 Waldrach
Website: www.hinzenburg.de
Ortsbürgermeister: Werner Scherf
Lage der Ortsgemeinde Hinzenburg im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Hinzenburg im Winter
Fluss Ruwer bei Hinzenburg

Hinzenburg (moselfränkisch: Henzebürch) an der Ruwer ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ruwer an, die ihren Verwaltungssitz in Waldrach hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinzenburg liegt im oberen Ruwertal. Zur Gemeinde gehört auch die Hinzenburgermühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundliche Erwähnung findet der Ort 1276 als Heynzinberch und später auch als Henzenberg. Knapp 200 Jahre später 1466 besaß der Erzbischof von Trier die oberste Gerichtsbarkeit über die Menschen und Einrichtungen.

Der Ort gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum kurtrierischen Amt Pfalzel. Nach der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Konz im Saardepartement und kam 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen. Im Jahr 1816 wurde die Gemeinde dem Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 an zur Rheinprovinz.

Bis zum 7. November 1970 gehörte Hinzenburg noch zur Verbandsgemeinde Kell und wurde dann der Verbandsgemeinde Ruwer zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hinzenburg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 82
1835 137
1871 131
1905 104
1939 144
1950 163
1961 134
Jahr Einwohner
1970 155
1987 159
1997 169
2005 132
2011 136
2017 144
2019 136[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Hinzenburg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werner Scherf ist Ortsbürgermeister von Hinzenburg. Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters dem Rat. Dieser bestätigte Scherf in seinem Amt.[4]

Scherfs Vorgänger Bruno Hamm hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hinzenburg
Blasonierung: „Im silbernen Schild eine rote Spitze, darin ein silbernes Buch mit goldenem Eckenschutz und roter Einbandfläche mit silbernem Kreuz.“
Wappenbegründung: Die Farben des Wappens sollen auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Kurtrier hinweisen. Der Berg deutet den ehemaligen Namensteil von Henzenberg an und das Buch symbolisiert das Merkmal der Patronin des Ortes St. Magdalena.

Vereine und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2003 errichtete Gemeindehaus birgt Platz für Vereine und Veranstaltungen. Es wurde in zweijähriger Bauzeit hauptsächlich seitens der Dorfbewohner erbaut.

Seit 1966 findet alljährlich zwischen den Gemeinden Bonerath, Holzerath, Hinzenburg, Ollmuth und Schöndorf (alle zur Pfarrei Schöndorf zählend) ein Fußballturnier um den Pfarrgemeindepokal statt. Die Kirchweih findet im Juli statt.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die der Hl. Magdalena geweihte Kapelle stammt aus dem Jahr 1772. Sie wurde von den Einwohnern selbst errichtet. Der Altar stammt aus dem 18. Jahrhundert.
  • Die Kapelle der 14 Nothelfer wurde 1885 errichtet.
  • Die Kapelle zur schmerzhaften Mutter Gottes stammt von 1870 und beherbergt ein Gemälde Jesus mit den schlafenden Jüngern Petrus, Johannes und Jakobus am Ölberg von Herrn Josef Theis aus Holzerath.
  • Das helle Sandsteinkreuz an der Ruwerbrücke von 1862 ist ein privat errichtetes Dankeskreuz.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Hinzenburg feierte 2013 das 60-jährige Bestehen.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinzenburg liegt an der Landesstraße 143 zwischen Pluwigerhammer und Heddert. Auf der Trasse der ehemaligen Hochwaldbahn verläuft der Ruwer-Hochwald-Radweg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hinzenburg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2020[Version 2021 liegt vor.]. S. 114 (PDF; 1 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 3. Februar 2020.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 7. Februar 2021 (siehe Ruwer, Verbandsgemeinde, sechste Ergebniszeile).
  5. Im Dienste des Dorfes. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 10. Februar 2005, abgerufen am 7. Februar 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  6. Freiwillige Feuerwehr Hinzenburg feiert 60. Jubiläum. In: Trierischer Volksfreund. Abgerufen am 3. Februar 2020 (Kostenpflichtiger Artikel).