Züsch

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Züsch
Züsch
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Züsch hervorgehoben
Koordinaten: 49° 39′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Hermeskeil
Höhe: 511 m ü. NHN
Fläche: 8,04 km2
Einwohner: 626 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54422
Vorwahl: 06503
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 153
Adresse der Verbandsverwaltung: Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Webpräsenz: www.zuesch.de
Ortsbürgermeister: Herrmann Bernardy (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Züsch im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Züscher Hammer
Kirche St. Antonius von Padua in Züsch
Züsch von Neuhütten aus

Züsch ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hermeskeil an. Züsch ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Grenze zum Saarland im Naturpark Saar-Hunsrück.

Zu Züsch gehören auch die Wohnplätze Birkenau, Hochwaldhof, Retzenhöhe und Rosenhof.[3]

Züsch ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Nachbarorte sind Neuhütten, Damflos, Hermeskeil, Nonnweiler und Muhl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde um 1222 erstmals urkundlich erwähnt.

Mit Züscher Lehen oder Herrschaft Züsch wurde ein Territorium bezeichnet, das etwa 6.000 Morgen Wald und Acker enthielt und zu dem später der Züscher Hammer, die Schmelzmühle sowie Neuhütten, Schmelzhütten, Zinsershütten und Damflosserhütten gehörten.[4]

Das Züscher Lehen war ein sponheimisches Mannlehen, womit zuerst die Vögte Nikolaus und Johann von Hunolstein im Jahre 1256 beliehen wurden. Im 18. Jahrhundert kam die Herrschaft Züsch in den Besitz der Freiherren von Dürckheim, die es 1780 dem Markgrafen von Baden überließ.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Züsch, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 489
1835 691
1871 648
1905 554
1939 636
1950 675
Jahr Einwohner
1961 678
1970 702
1987 686
1997 666
2005 660
2016 626

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Züsch besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD WG 1 WG 2 Gesamt
2014 6 3 3 12 Sitze
2009 7 3 2 12 Sitze
2004 5 7 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Züsch
Blasonierung: „In geteiltem Schild oben in Grün zwei schräggekreuzte silberne Äxte darüber eine stilisierte goldene Blume; unten in Gold ein erhöhter roter Balken über drei (2:1) roten quadratischen Steinen.“
Wappenbegründung: Die Äxte in der oberen Hälfte weisen auf die ehemalige Wallonische Waldarbeitersiedlung in Züsch hin. Die Blume soll die Schönheit der Landschaft symbolisieren. Die untere Hälfte weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Herrschaft Züsch hin, die Farben sowie Balken und Steine sind aus dem Wappen der Vögte von Hunolstein übernommenen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spanische Orgel in der Evangelischen Pfarrkirche
  • In Züsch steht die älteste evangelische Kirche im Landkreis Trier-Saarburg. Sie stammt aus dem Jahr 1837. Die Evangelische Kirchengemeinde hat ihre Wurzeln in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Orgel ist eine von zwei spanischen Orgeln in Deutschland.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Züsch – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile
  4. a b Christian von Stramberg, Anton Joseph Weidenbach: Denkwürdiger und Nützlicher rheinischer Antiquarius, Band 17, Teil 2, R. F. Hergt, 1870, S. 517 ff (Google Books)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen