Osburg

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Dieser Artikel befasst sich mit der Ortsgemeinde Osburg. Für weitere Bedeutungen siehe Osburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Osburg
Osburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Osburg hervorgehoben
49.7152777777786.7908333333333456Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Ruwer
Höhe: 456 m ü. NHN
Fläche: 32,92 km²
Einwohner: 2428 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54317
Vorwahl: 06500
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 103
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Kirchstraße 1
54320 Waldrach
Webpräsenz: www.ruwer.de
Ortsbürgermeister: Hubert Rommelfanger
Lage der Ortsgemeinde Osburg im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
typisch moselfränkisches Gehöft in der Ortsmitte

Osburg (moselfränkisch: Öhsborsch [øːsboʁʃ, øːsborʃ]) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ruwer an, die ihren Verwaltungssitz in Waldrach hat.

Die anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde liegt im Erholungsgebiet Osburger Hochwald und im Naturpark Saar-Hunsrück nahe dem Riveristal (und der Riveristalsperre) zwischen Trier und Hermeskeil im moselfränkischen Sprachraum. Der mittelalterliche Rundturm dient der Kirche als Glockenturm. Bei Osburg befindet sich an der Landesstraße 151 (ehem. Bundesstraße 52) das Gewerbe- und Industriegebiet im Ortsteil Neuhaus. Der Ortsteil Forsthaus Sternfeld befindet sich ebenfalls an der L 151.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Osburg war vermutlich schon vor mehr als 2000 Jahren besiedelt, was Funde von Gegenständen und Bodendenkmalen, sowohl römischen als auch vor-/keltischen Ursprungs belegen.

Zwischen 1190 und 1200 wurde der Ort erstmals als Oysperg überliefert bei einer königlichen Schenkung des Hochwaldes an den Trierer Erzbischof.

Im Liber annalium iurium um 1212 wurden für den Ort die dem Erzbischof gehörenden Hufen, eine Mühle und eine Pfarrkirche erwähnt. Im 13. Jahrhundert erschien der Ort als Ozburc, Ozburch oder Hozburch. Eine erzbischöfliche Hofstatt und der Bau eines Gebäudes für einen Hofmann wurden 1317 erwähnt.

Der Zusammenhang der Personen Peter von Osburg und des Obristen Jakob von Osburg mit dem Ort ist ungeklärt. Ein weiterer Peter von Osburg, auch Johann Peter von Bernkastel genannt, war 1461–1464 Geistlicher in St. Wendel.[2]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Osburg zur Pflege Waldrach im Amt Pfalzel des Kurfürstentums Trier. Nach der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement und kam 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen. Im Jahr 1816 wurde die Gemeinde dem Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 an zur Rheinprovinz. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Osburg zur Bürgermeisterei Farschweiler und später zum Amt Waldrach.

Die Waldhüttensiedlungen rund um den Ort wurden Mitte des 19. Jahrhunderts aufgelöst.

Im Jahre 1893 wurde die Straße zwischen Waldrach und Hermeskeil über Hinkelhaus und Neuhaus fertiggestellt, 1913 erhielt Osburg Wasserleitungen und elektrischen Strom.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort zu etwa 60 % zerstört. Südöstlich von Osburg befindet sich in der Nähe der Landesstraße 151 an der Grünbrücherschneise ein Bunker als Teil des ehemaligen Westwalls.

Ende des 20. Jahrhunderts entstanden mehrere Neubaugebiete und das Gewerbe- und Industriegebiet Osburg-Neuhaus. Das Osburger Dorf- und Heimatfest erlangte durch den Auftritt international bekannter Interpreten überregionale Bedeutung.

Erstmals in seiner Geschichte stellte Osburg als „Nichtweinort“ mit Julia Bonert die Ruwerweinkönigin 2004/2006.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Osburg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 515
1835 850
1871 1.055
1905 1.092
1939 1.246
1950 1.227
Jahr Einwohner
1961 1.380
1970 1.514
1987 1.599
1997 1.733
2005 2.252
2013 2.428

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Osburg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 2 9 16 Sitze
2009 5 3 8 16 Sitze
2004 4 3 9 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Osburg e.V.

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • Hans Rausch, CDU, bis 1984
  • Werner Mergens, FWG, 1984 bis 2011, Träger des Bundesverdienstordens[5]
  • Hubert Rommelfanger, FWG, ab 2012

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Der Schild ist geteilt und in der oberen Hälfte gespalten. Rechts oben in Silber ein rotes Balkenkreuz. Links oben in Blau eine silberne Burg mit einem Turm. Unten in Gold ein grüner Dreiberg mit drei grünen Tannen.“

Das rote Kreuz in Silber ist das heraldische Wahrzeichen des Erzbistums und Kurstaates Trier, zu dem Osburg vom Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte. Die Burg erinnert an die ehemalige Burg Osburg, deren Turm in dieser Form heute als Turm der modernen Pfarrkirche erhalten ist. Der Dreiberg mit den Tannen weist auf die landschaftliche Lage von Osburg im Trierer Hochwald hin.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Kultur und Vereine[Bearbeiten]

Mehr als 20 Vereine sind in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Osburg ist Sitz der Gewerbevereinigung Osburger Hochwald e. V., die am 4. Juni 2002 gegründet wurde und etwa 55 Mitglieder aus den Orten Farschweiler, Herl, Lorscheid, Osburg und Thomm hat. Die Vereinigung veranstaltet regelmäßig Gewerbeschauen im Gewerbe- und Industriegebiet Osburg-Neuhaus.

Das Osburger Dorf- und Heimatfest erlangte überregionale Bedeutung durch den Auftritt international bekannter Interpreten.[6]

Medien[Bearbeiten]

Örtliche Medien sind der Trierische Volksfreund, der Mosel-Ruwertaler Wochenspiegel und das Amtsblatt der Verbandsgemeinde Ruwer.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Osburger Hochwaldhalle

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Osburg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Kath. Pfarrgemeinde St. Wendelin
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Trierischer Volksfreund
  6. Bericht im Trierischen Volksfreund