MS Dockville

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MS-Dockville-Festival
MS-Dockville-Festival 2011
MS-Dockville-Festival 2011
Allgemeine Informationen
Ort Hamburg-Wilhelmsburg
Genre u. a. Independent, Electro, Rock, Pop, Hip-Hop, Bildende Kunst
Website www.msdockville.de
Besucherzahlen
2014 ca. 25.000
2013 ca. 25.000
2012 ca. 20.000
2011 ca. 20.000
2010 ca. 19.000
2009 ca. 15.000
2008 ca. 10.000
2007 ca. 5.000

MS Dockville ist ein Musik- und Kunstfestival im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg am Reiherstieg. Es fand erstmals im Jahr 2007 statt. Große Teile des Festivalgeländes liegen hinter dem Reiherstieg Hauptdeich, also auf einem vor Hochwasser ungeschützten Gebiet.[1]

Das Besondere am MS Dockville ist die Kombination von Musik und bildender Kunst. So schrieb das Kunstmagazin art über das Festival: „Anders als auf großen Musikfestivals oder Kunstmessen, bei denen es darum geht, in kurzer Zeit so viel wie möglich zu konsumieren, steht hier das kollektive Erlebnis, bei dem sich die Besucher selbst einbringen, an erster Stelle.“[2]

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 fand das MS Dockville erstmals als zweitägiges Musik- und Kunstfestival mit ca. 5.000 Besuchern[3] statt. Musikalische Headliner waren das deutsche Popduo 2raumwohnung und die Band Tocotronic. Die künstlerische Leitung hatte Daniel Richter inne.

2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2008 wurde das Festival auf drei Tage ausgedehnt: Es fand von Freitag, dem 15. August 2008, bis Sonntag, dem 17. August 2008, statt. Headliner waren unter anderen die Band Tomte, die Hip-Hop-Formationen Deichkind und Fettes Brot, The Ting Tings und Television Personalities. Daniel Richter hatte in diesem Jahr die Schirmherrschaft über die künstlerischen Projekte inne. Laut einem Bericht der Boulevard-Zeitung Hamburger Morgenpost wurden 2008 10.000 Besucher täglich gezählt.[4] Andere Berichte bestätigen die Zahl von mindestens 10.000 Besuchern[5][6][7] und bescheinigen die Fortschritte, die das Festival seit 2007 in Programm und Infrastruktur gemacht hat.[6][7]

2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patrick Wolf auf dem MS Dockville 2009

Im Jahr 2009 fand das Festival auf dem gleichen Gelände wie in den Vorjahren vom 14. bis 16. August statt. Erneut gab es eine Kombination von Musik auf der einen und Werken Bildender Künstler auf der anderen Seite. Headliner in diesem Jahr waren MGMT, Turbonegro, The Whitest Boy Alive und die deutschen Bands Kettcar und Element of Crime. Das Hamburger Abendblatt und der Norddeutsche Rundfunk berichten von 15.000 Besuchern am zweiten Tag des diesjährigen Festivals, womit das Festival einen Besucherrekord erzielte, was gelegentlich zu logistischen Problemen führte.[8] [9]

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 fand das MS Dockville Festival vom 13. bis 15. August statt. Auf dem Festival traten 111 Bands bzw. Künstler auf, u.a. Klaxons, Wir sind Helden, Jan Delay, Jamie T, Slime, Neu!, K.I.Z., The Drums, Jupiter Jones, Uffie, Portugal. The Man, We Were Promised Jetpacks, Frittenbude, Die Sterne, The Whip, Agnes Carlsson und Villagers.

2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama des Festivalgeländes, 2011

Das MS-Dockville-Festival 2011 fand vom 12. bis 14. August statt. Teilflächen des Geländes konnten aufgrund von Baumaßnahmen nicht für das Festival genutzt werden. Auch die im Vorjahr genutzten Hallen wurden abgerissen. Das MS Dockville strukturierte das Festivalgelände neu, nutzte größere Zelte für das Nachtprogramm und andere Flächen für die Bühnen. Der Zeltplatz wurde erweitert und bot Platz für mehr als 8.000 Campinggäste. Insgesamt besuchten das Festival täglich bis fast 20.000 Besucher.[10]

Durch Unwetter und Dauerregen in den Tagen vor dem Festival hatten die Veranstalter und Gäste erhebliche Probleme mit dem Gelände. Besucher kritisierten unter anderem unbefestigte Wege, ungenügende Sanitäranlagen sowie langes Warten am Einlassbereich. Die große Zeltbühne Maschinenraum wurde aufgrund Sicherheitsbedenken vom Veranstalter am Freitag gesperrt. Die Bands wurden zum größten Teil auf freie Spielzeiten anderer Bühnen verlegt. Besucher kritisierten jedoch die mangelhafte Information über Verlegungen und Absagen. Am Samstag fand der Betrieb der Bühne wieder statt, jedoch hatte das Zelt durch einen abgesperrten Bereich eine geringere Besucherkapazität. Der Veranstalter entschuldigte sich nach dem Festival in einer Pressemitteilung für die entstandenen Unzulänglichkeiten. [11] Auf dem Festival traten ca. 150 Bands und DJs auf, u. a. Santigold, Editors, Crystal Castles, …And You Will Know Us by the Trail of Dead, The Bloody Beetroots, Johnossi, Marteria, Die Goldenen Zitronen, Kele, Kante, Edward Sharpe and the Magnetic Zeros, The Pains of Being Pure at Heart, Those Dancing Days, Noah and the Whale, Wild Beasts, Mount Kimbie, Andreas Dorau, Kollektiv Turmstrasse, Egotronic, DJ Phono, Bodi Bill, Hundreds und Kakkmaddafakka.

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Installation, Anton Unai "BORN FROM NOTHING", 2012
Lichtinstallation des gegenüberliegenden Speichers bei Nacht, 2012

Das MS-Dockville-Festival 2012 fand vom 10. bis 12. August statt. Dabei traten u. a. Hot Chip, James Blake, Maxïmo Park, Tocotronic, Metronomy, Frittenbude, Prinz Pi, The Maccabees, WhoMadeWho, Le Fly, Dillon, Wye Oak, Dear Reader, Future Islands und Retro Stefson auf.

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das MS-Dockville-Festival 2013 fand vom 16. bis 18. August statt. 2013 traten u. a. Foals, Mac Miller, The Lumineers, Woodkid, Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Kitty, Daisy & Lewis, Crystal Fighters, A-Trak, Baauer, Agnes Obel, DJ Koze, Wankelmut, Alle Farben und Die Orsons auf.[12]

Church of Beer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Kooperation mit dem Roskilde-Festival wurde von 27 Künstlern und Aktiven eine „prozessorientierte, reisende Skulptur“ erschaffen. Vom MS-Dockville-Kunstcamp wurde durch Jeremy Wade und Miguel Gutierrez ab dem 30. Juni mit einem Anti-Gottesdienst der Bau der Church of Beers eröffnet, einer Gedenkstätte für die dort etablierte, neue Glaubensrichtung aus leeren Bierdosen.[13] Nach dem Festival wurden die Dosen wiederaufbereitet.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: MS Dockville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Panoramafoto vom Festivalgelände bei flickr
  2. Festivalsommer Hamburg - ArtRemix Reloaded. art vom 18. August 2008
  3. Festival Dockville lockt mit Deichkind und Tomte. Die Welt, 11. August 2008
  4. Dockville-Festival. Musik- und Kunst-Happening auf der Elbinsel voller Erfolg. Hamburger Morgenpost vom 18. August 2008
  5. Dockville Festival 2008. Offizielle Internetpräsenz für die Freie und Hansestadt Hamburg, Stand 19. August 2008
  6. a b Dockville Festival. Hamburger Abendblatt online, 18. August 2008
  7. a b Harburger Anzeigen und Nachrichten, Stand 19. August 2008
  8. Ein Gefühl wie beim endlosen Sommer - Dockville: Besucherrekord und tolle Stimmung Hamburger Abendblatt online, 17. August 2009
  9. Dockville-Festival: Tausende feiern in Wilhelmsburg NDR online, 17. August 2009
  10. Bericht in der Online-Ausgabe der Westdeutschen Zeitung. Abgerufen am 23. Mai 2013.
  11. Blog-Eintrag auf der MS Dockville Homepage vom 16.08.2011. Abgerufen am 23. Mai 2013.
  12. Line-Up 2013. Abgerufen am 24. August 2013.
  13. Das MS Dockville Kunstcamp errichtet eine „Church of Beer“ auf dem Roskilde Festival (PDF; 556 kB), kopfundsteine.de. Abgerufen am 6. September 2013.
  14. Here's Something We All Can Believe In: The 'Church of Beer', theatlanticcities.com. Abgerufen am 6. September 2013.