Ivory (Jura)

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Ivory
Ivory (Frankreich)
Ivory
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.) Jura (39)
Arrondissement Dole
Kanton Arbois
Gemeindeverband Arbois, Poligny, Salins, Cœur du Jura
Koordinaten 46° 55′ N, 5° 52′ OKoordinaten: 46° 55′ N, 5° 52′ O
Höhe 544–632 m
Fläche 9,28 km²
Einwohner 99 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km²
Postleitzahl 39110
INSEE-Code

Kirche Saint-Martin

Ivory ist eine Gemeinde im französischen Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivory liegt auf 605 m, südlich von Salins-les-Bains und etwa 36 km nordöstlich der Stadt Lons-le-Saunier (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im Jura, im äußersten Norden des Plateau Lédonien (erstes Juraplateau), zwischen den Erosionstälern der Cuisance im Westen und der Furieuse im Osten.

Die Fläche des 9,28 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Das gesamte Gebiet wird von der Hochfläche des Plateau Lédonien eingenommen, die durchschnittlich auf 590 m liegt, gegen Osten leicht ansteigt und teils von Acker- und Wiesland, teils von Wald bestanden ist. Das Plateau besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Im Norden und Osten reicht der Gemeindeboden bis an die Oberkante des Steilhangs, der zum tief eingeschnittenen Tal der Furieuse überleitet. Mit 632 m wird auf einer Kuppe östlich des Dorfes die höchste Erhebung von Ivory erreicht. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal mit einem schmalen Streifen in die ausgedehnte Waldung der Forêt des Moidons.

Nachbargemeinden von Ivory sind Pretin und Bracon im Norden, Chaux-Champagny im Osten, Chilly-sur-Salins im Süden sowie La Châtelaine und Mesnay im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Ivory war schon sehr früh bewohnt. Zeugnisse aus der vorgeschichtlichen Zeit sind die eisenzeitlichen Tumuli in der Forêt des Moidons. Deren Ausgrabungsgegenstände befinden sich im Nationalen Antikenmuseum in Saint-Germain-en-Laye. Weitere Funde stammen aus der Römerzeit und der frühchristlichen Zeit.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Ivory im 13. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert war das Dorf von schweren Pestepidemien betroffen. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde Ivory von schwedischen Truppen geplündert und gebrandschatzt. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Saint-Martin Ivory wurde im 16. Jahrhundert erbaut.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 150 128 110 126 107 84 86 96
Quellen: Cassini und INSEE

Mit 99 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) gehört Ivory zu den kleinsten Gemeinden des Départements Jura. Im Lauf des 20. Jahrhunderts hatte die Einwohnerzahl markant abgenommen (1926 wurden noch 212 Personen gezählt).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivory war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Dorf. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen. Die Hauptzufahrt erfolgt von der Departementsstraße D107, die von Arbois nach Andelot-en-Montagne führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Chaux-Champagny und Salins-les-Bains.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ivory – Sammlung von Bildern