Joe Hachem

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Joe Hachem
Joe Hachem (2008)
Joe Hachem (2008)
  Personenbezogene Informationen  
Geburtsdatum 3. November 1966
Geburtsland LibanonLibanon Libanon
Spitzname Diamond Joe
Wohnort AustralienAustralien Melbourne
Live-Turniererfolge
Höchstes Preisgeld 07.500.000 $
Gesamtes Preisgeld 12.261.052 $
World Series of Poker
Bracelets 1
Cashes 24
Bestes Main Event Sieg (2005)
  Main Event der World Poker Tour  
Titel 1
Cashes 10
  Main Event der European Poker Tour  
Titel keine
Cashes 2
Letzte Aktualisierung: 11. April 2018

Joseph „Joe“ Hachem (arabisch جوزف هاشم, „Ha-shem“ gesprochen; * 3. November 1966 im Libanon) ist ein libanesisch-australischer Pokerspieler. Er gewann 2005 die Poker-Weltmeisterschaft.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hachem kommt ursprünglich aus dem Libanon. Seine Familie und er zogen 1972 nach Australien. Hachem gab im Jahr 2002 seine Karriere als Chiropraktiker auf, weil er eine Durchblutungsstörung in den Händen hatte. Stattdessen beschloss er, sich ganz auf Poker zu konzentrieren.

Hachem ist verheiratet und hat vier Kinder. Er betreibt ein Pfandhaus in Pascoe Vale und spielt gerne Golf. 2009 spielte er eine Nebenrolle im Film Prey – Outback Overkill als Hotelangestellter. Auch in der Filmkomödie All in – Alles oder nichts aus dem Jahr 2008 hatte er einen Cameo-Auftritt als Pokerspieler.

Pokerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Juli 2005 gewann Hachem das Main Event der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas und setzte sich damit gegen 5619 Spieler durch, was ihm ein Preisgeld von 7,5 Millionen Dollar sowie ein Bracelet bescherte. Hachem überstand im Hauptturnier eine Situation, in der es um seine gesamten Chips ging, als er kurz vor den Preisgeldrängen nur ein Dreierpaar auf der Hand hatte. Jedoch kam eine weitere 3 mit dem Flop, sodass Hachem gewann. Während nahezu des ganzen letzten Tages hatte Hachem nur wenige Chips. Dies änderte sich erst, als nur noch drei Spieler übrig waren. Hashems Gewinnhand war 7 3, eine der schwächsten Starthände im Texas Hold’em. Nachdem er eine Erhöhung von 300.000 auf 700.000 Chips vor dem Flop mitgegangen war, lagen im Flop 6 5 4 und damit eine Straße. Auf dem Turn kam das A, womit sein Gegner Steve Dannenmann das höchste Paar und einen Open ended Straight Draw mit seiner Starthand von A 3 hatte. Hachem setzte, Dannenmann erhöhte, Hachem ging all in und Dannenmann ging mit. Dannemann hätte nur noch einen split pot erreichen können, wenn auf dem River eine 7 gekommen wäre, womit beide eine Straße von 3 bis 7 gehabt hätten, doch auf dem River erschien die 4, die Hachem den Sieg sicherte. Im Gegensatz zu den vorherigen Siegern Greg Raymer und Chris Moneymaker qualifizierte sich Hachem nicht online für das Turnier, sondern zahlte den Buy-in von 10.000 Dollar selbst. Genau wie Raymer und Moneymaker war auch Hachem anschließend ein Repräsentant von PokerStars.

Bei der WSOP 2006 wurde Hachem Zweiter im 2.500 $ Shorthanded No Limit Hold’em, als sein A Q von Dutch Boyds A 5 auf einem Board von A K 9 J 5 geschlagen wurde, da Boyd zwei Paare hatte. Im Dezember 2006 gewann Hachem mehr als 2,2 Millionen Dollar und seinen ersten Titel beim Main Event der World Poker Tour im Bellagio, in der Hauptveranstaltung des Doyle Brunson North American Poker Classic. In der zweiten Episode der TV-Pokerserie Poker After Dark im Jahr 2007 gewann Hachem die erste Folge gegen Greg Raymer, Jamie Gold, Huck Seed, Doyle Brunson und im Heads-Up gegen Johnny Chan.

Bisher gewann Hachem über zwölf Millionen Dollar in Live-Pokerturnieren und ist damit der erfolgreichste australische Pokerspieler.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joe Hachem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joe Hachem in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 6. März 2017 (englisch)