Olympische Winterspiele 1936/Ski Nordisch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Olympische Winterspiele 1936
Ski Nordisch
Olympic rings without rims.svg
Cross country skiing pictogram.svgSki jumping pictogram.svgNordic combined pictogram.svg
Information
Austragungsort Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Garmisch-Partenkirchen
Wettkampfstätte Olympia-Skistadion
Große Olympiaschanze
Nationen 22
Athleten 177 (177 Männer)
Datum 6.–15. Februar 1936
Entscheidungen 5
Lake Placid 1932

Bei den IV. Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen fanden fünf Wettbewerbe im nordischen Skisport statt. Diese galten gleichzeitig als 13. Nordische Skiweltmeisterschaften. Neben olympischen Medaillen wurden auch Weltmeisterschaftsmedaillen vergeben. Einzige Ausnahme war die Nordische Kombination, in der es ausschließlich olympische Medaillen gab. Austragungsorte waren das Olympia-Skistadion und die Große Olympiaschanze am Gudiberg. Neu im olympische Programm war die Langlaufstaffel.

Wie bei den Spielen zuvor sowie bei den Weltmeisterschaften beherrschten die Sportler aus den skandinavischen Ländern das Geschehen komplett. Sie teilten sämtliche Medaillen unter sich auf, in den Einzeldisziplinen gelang keinem Sportler aus anderen Nationen eine Platzierung unter den ersten sechs. Der vierte Platz in der Langlaufstaffel für Italien war noch das Beste, was für Sportler aus den nichtskandinavischen Ländern herauskam.

Bilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 NorwegenNorwegen Norwegen 2 3 2 7
2 SchwedenSchweden Schweden 2 2 2 6
3 FinnlandFinnland Finnland 1 1 2

Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langlauf
Konkurrenz Gold Silber Bronze
18 km SchwedenSchweden Erik Larsson NorwegenNorwegen Oddbjørn Hagen FinnlandFinnland Pekka Niemi
50 km SchwedenSchweden Elis Wiklund SchwedenSchweden Axel Wikström SchwedenSchweden Nils-Joel Englund
4 × 10 km Staffel FinnlandFinnland Kalle Jalkanen,
Klaes Karppinen,
Matti Lähde,
Sulo Nurmela
NorwegenNorwegen Sverre Brodahl,
Oddbjørn Hagen,
Olaf Hoffsbakken,
Bjarne Iversen
SchwedenSchweden John Berger,
Arthur Häggblad,
Erik Larsson,
Martin Matsbo
Skispringen
Konkurrenz Gold Silber Bronze
Spezialsprunglauf NorwegenNorwegen Birger Ruud SchwedenSchweden Sven Selånger NorwegenNorwegen Reidar Andersen
Nordische Kombination
Konkurrenz Gold Silber Bronze
Einzel NorwegenNorwegen Oddbjørn Hagen NorwegenNorwegen Olaf Hoffsbakken NorwegenNorwegen Sverre Brodahl

Langlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

18 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Zeit (h)
1 SchwedenSchweden SWE Erik-August Larsson 1:14:38
2 NorwegenNorwegen NOR Oddbjørn Hagen 1:15:33
3 FinnlandFinnland FIN Pekka Niemi 1:16,59
4 SchwedenSchweden SWE Martin Matsbo 1:17:02
5 NorwegenNorwegen NOR Olaf Hoffsbakken 1:17:37
6 NorwegenNorwegen NOR Arne Rustadstuen 1:18:13
7 FinnlandFinnland FIN Sulo Nurmela 1:18:20
8 SchwedenSchweden SWE Artur Häggblad 1:18:55
9 NorwegenNorwegen NOR Bjarne Iversen 1:18:56
10 Tschechoslowakei 1920Tschechoslowakei TCH Lukáš Mihalák 1:19:01
18 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Walter Motz 1:21:20
20 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Georg von Kaufmann 1:22:39
26 SchweizSchweiz SUI August Sonderegger 1:24:27
27 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Anton Zeller 1:24:32
28 OsterreichÖsterreich AUT Harald Bosio 1:24:39
29 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Friedl Däuber 1:24:57
31 SchweizSchweiz SUI Willi Bernath 1:25:12
36 OsterreichÖsterreich AUT Hans Jamnig 1:26:20
39 OsterreichÖsterreich AUT Fred Rößner 1:27:05
40 SchweizSchweiz SUI Adolf Freiburghaus 1:27:08
41 OsterreichÖsterreich AUT Erich Gallwitz 1:27:28
51 SchweizSchweiz SUI Eduard Müller 1:32:04

Datum: 12. Februar 1936, 10:00 Uhr
75 Teilnehmer aux 22 Ländern, davon 72 in der Wertung.

Dieser 18-km-Langlauf war gleichzeitig der erste Teil der Nordischen Kombination. Die Strecke führte durchwegs an Nordhängen mit ausgezeichneter Schneelage. Es ging östlich in Richtung Kaltenbrunn, danach der Kanker entlang. Es gab immer wieder Auf- und Abstiege, der Hauptanstieg lag bereits nach dem Wendepunkt bei Kilometer 9, wo es oberhalb von Kaltenbrunn bei Kilometer 11,5 nach Wamberg hinaufging. Der höchste Punkt (1020 m) lag in einem Waldstück nach 12,5 km. Im weiteren Verlauf gab es einige Abfahrten, davon eine sehr steile, die man nicht in voller Fahrt nehmen durfte. Es gab noch eine Gegensteigung – und nach Querung eines letzten Hanges und einer Holzbrücke erfolgte mit einer kurzen Schussfahrt der Einlauf ins Stadion. Die Loipe war vom ehemaligen deutschen Skimeister Martin Neuner angelegt worden. Am Morgen des Renntages hatte es leicht geschneit, aber Spurmannschaften polierten in den Morgenstunden den frischen Schneen vollständig weg. Beim Start um 10 Uhr zeigte das Thermometer im Skistadion ca. 0° C an. Wohl taute es gegen Schluss der Konkurrenz im Talgrund, aber an den Nordhängen, wo die Strecke verlief, hatte die zunehmende Erwärmung keinen Einfluss.

Die erwartete skandinavische Dominanz trat ein, wobei die erreichten Zeiten der Spitzenläufer um einiges unter den Schätzungen der Experten mit einer Stunde und 20 Minuten lagen. Nach der norwegischen Dominanz 1924 und 1928 gab es allerdings wie 1932 einen überraschenden schwedischen Sieg. Es waren auch wieder einmal die Läufer der Tschechoslowakei mit den Plätzen 10 und 11, die im Ringen der Nicht-Skandinavier sich weitaus besser als die Italiener hervortaten. Die Deutschen hatten in den letzten Jahren Fortschritte gemacht, doch ihre Hoffnungen, beste Mitteleuropäer zu werden, erfüllten sich nicht. Von den Italienern war bekannt, dass dort in den letzten zwei Jahren eine unübertreffliche Vorbereitung durchgeführt worden war, was allerdings auch eine finanzielle Frage war – und hier konnte die Schweiz nicht mithalten, deren Läufer sich im Rahmen der Erwartungen klassierten.[1]

50 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Zeit (h)
1 SchwedenSchweden SWE Elis Wiklund 3:30:11
2 SchwedenSchweden SWE Axel Wikström 3:33:20
3 SchwedenSchweden SWE Nils-Joel Englund 3:34:10
4 SchwedenSchweden SWE Hjalmar Bergström 3:35:50
5 FinnlandFinnland FIN Klaes Karppinen 3:39:33
6 NorwegenNorwegen NOR Arne Tuft 3:41:18
7 FinnlandFinnland FIN Frans Heikkinen 3:42:44
8 FinnlandFinnland FIN Pekka Niemi 3:41:18
9 Tschechoslowakei 1920Tschechoslowakei TCH Cyril Musil 3:46:12
10 Jugoslawien Konigreich 1918Jugoslawien YUG Franc Smole 3:47:40
24 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Matthias Wörndle 4:03:33
25 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Fritz Gaiser 4:05:44
30 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Josef Ponn 4:13:12
32 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Erich Marx 4:25:48

Datum: 15. Februar 1936, 08:00 Uhr
36 Teilnehmer aus 11 Ländern, davon 34 in der Wertung.

4 × 10 km-Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land / Sportler Zeit
1 FinnlandFinnland Finnland
Sulo Nurmela
Klaes Karppinen
Matti Lähde
Kalle Jalkanen
2:41:33 h
42:34 min
39:56 min
39:49 min
39:14 min
2 NorwegenNorwegen Norwegen
Oddbjørn Hagen
Olaf Hoffsbakken
Sverre Brodahl
Bjarne Iversen
2:41:39 h
41:32 min
39:33 min
39:52 min
40:42 min
3 SchwedenSchweden Schweden
| John Berger
Erik-August Larsson
Arthur Häggblad
Martin Matsbo
2:43:03 h
42:49 min
39:39 min
40:34 min
40:01 min
4 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien
Giulio Gerardi
Severino Menardi
Vincenzo Demetz
Giovanni Kasebacher
2:50:05 h
43:49 min
40:59 min
41:51 min
43:16 min
5 Tschechoslowakei 1920Tschechoslowakei Tschechoslowakei
Cyril Musil
Gustl Berauer
Lukáš Mihalák
František Šimůnek
2:51:56 h
45:50 min
42:14 min
41:27 min
42:25 min
6 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Friedl Däuber
Willy Bogner sr.
Herbert Leupold
Anton Zeller
2:54:54 h
49:22 min
41:29 min
41:37 min
42:26 min
7 Polen 1928Zweite Polnische Republik Polen
Michał Górski
Marian Woyna-Orlewicz
Stanisław Karpiel
Bronisław Czech
2:58,50 h
46:37 min
42:55 min
44:35 min
44:43 min
8 OsterreichÖsterreich Österreich
Erich Gallwitz
Fred Rößner
Hans Baumann
Harald Bosio
3:02,48 h
49:19 min
45:00 min
45:13 min
43:16 min

Datum: 10. Februar 1936, 09:00 Uhr
16 Staffeln am Start, davon 15 in der Wertung.

Rund 6.000 Zuschauer waren anwesend; es herrschte kaltes, windiges Wetter mit leichtem Schneetreiben. Für die ersten drei Plätze der 16 Staffeln (die Schweiz hatte nicht genannt) kamen nur die skandinavischen Nationen in Frage, was sich dann auch in der Zeitdifferenz von 7:2 Min. zwischen Bronze und Rang 4 zeigte, wobei die Leistung der Italiener ebenfalls als großartig anzusehen war. Das erwartete Duell zwischen Italien und Deutschland fand nicht statt, denn Startläufer Friedl Däuber hatte die falsche Wachswahl getroffen, so dass das Heimteam mit Rang 10 ins Hintertreffen geriet. Während Italiens Startläufer Gerardi auf Rang 3 (Rückstand 2:27 auf den führenden Oddbjørn Hagen) übergab, hatte Däuber 7:50 Rückstand. Der zweite Deutsche, Willy Bogner sr., lief fünftbeste Zeit (der Rückstand auf den besten Mann dieses Streckenabschnitts, Hoffsbakken, betrug nicht ganz 2 Minuten). Herbert Leupold lief ebenfalls fünfte Zeit, ließ Demetz um 14 Sekunden hinter sich. Der deutsche Langlaufmeister Anton Zeller, um 50 Sekunden besser als Kasebacher, brachte das deutsche Team noch auf den sechsten Platz.[2]

Österreich behauptete sich wider Erwarten noch vor den Franzosen, von denen mehr erwartet worden war. Die Türkei war schon nach dem Massenstart Schlusslicht gewesen; ihr vierter Läufer Mahmut Şevket musste wegen Verletzung aufgeben. Den Zweikampf um Gold gab es erst am vierten Abschnitt, wobei Iversen mit großem Vorsprung auf Jalkanen das Stadion verlassen hatte – und wider Erwarten hatten die finnischen Betreuer die Situation als nicht aussichtslos betrachtet, denn sie wussten um Jalkanens Stärke. Es kamen schon bald Meldungen von der erfolgreichen Aufholjagd des Finnen über den Lautsprecher. Beim dritten Kontrollposten befand er sich im Schlepptau von Iversen. Auf dem Rückweg ins Stadion war der Finne bereits voran und kam mit etwa zehn Skilängen Vorsprung ins Ziel.[2]

Spezialsprunglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Weiten (m) Punkte
1 NorwegenNorwegen NOR Birger Ruud 75,0 / 74,5 232,0
2 SchwedenSchweden SWE Sven Selånger 76,0 / 76,0 230,5
3 NorwegenNorwegen NOR Reidar Andersen 74,0 / 75,0 228,9
4 NorwegenNorwegen NOR Kåre Walberg 73,5 / 72,0 227,0
5 Polen 1928Zweite Polnische Republik POL Stanisław Marusarz 73,0 / 75,5 221,6
6 FinnlandFinnland FIN Lauri Valonen 73,5 / 67,0 219,4
7 JapanJapan JPN Masaji Iguro 74,5 / 72,5 218,2
8 NorwegenNorwegen NOR Arnholdt Kongsgård 74,5 / 66,0 217,7
9 FinnlandFinnland FIN Väinö Tiihonen 71,5 / 70,0 215,3
10 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Hans Marr 71,5 / 69,0 214,2
12 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Kurt Körner 70,0 / 71,5 209,3
17 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Franz Haslberger 64,0 / 67,0 204,6
18 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Paul Kraus 62,5 / 62,5 204,4
19 OsterreichÖsterreich AUT Josef Bradl 64,0 / 70,5 204,0
SchweizSchweiz SUI Richard Bühler 63,0 / 63,0 204,0
25 OsterreichÖsterreich AUT Hans Mariacher 65,5 / 69,0 201,5
26 OsterreichÖsterreich AUT Rudolf Rieger 68,0 / 67,5 200,4
19 SchweizSchweiz SUI Marcel Raymond 64,0 / 68,5 197,3
34 SchweizSchweiz SUI Reto Badrutt 64,5 / 65,0 192,2
36 OsterreichÖsterreich AUT Franz Aschenwald 64,5 / 55,0 185,6

Datum: 16. Februar 1936, 09:00 Uhr
48 Teilnehmer aux 14 Ländern, davon 47 in der Wertung.
K-Punkt: 80 m

Diese Disziplin wird auch als Sprunglauf oder Skispringen bezeichnet.

Nordische Kombination[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Punkte
Laufen
Punkte
Springen
Punkte
total
1 NorwegenNorwegen NOR Oddbjørn Hagen 240,0 190,3 430,3
2 NorwegenNorwegen NOR Olaf Hoffsbakken 227,8 192,0 419,8
3 NorwegenNorwegen NOR Sverre Brodahl 225,5 182,6 408,1
4 FinnlandFinnland FIN Lauri Valonen 178,6 222,6 401,2
5 Tschechoslowakei 1920Tschechoslowakei TCH František Šimůnek 219,0 175,3 394,3
6 NorwegenNorwegen NOR Bernt Østerkløft 205,1 188,7 393,8
7 Polen 1928Zweite Polnische Republik POL Stanisław Marusarz 184,4 208,9 393,3
FinnlandFinnland FIN Timo Murama 187,5 205,8 393,3
9 Tschechoslowakei 1920Tschechoslowakei TCH Johann Lahr 185,8 201,6 387,4
10 FinnlandFinnland FIN Niilo Nikunen 192,2 191,6 383,8
12 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Willy Bogner sr. 191,2 190,3 381,5
13 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Josef Gumpold 190,4 190,3 380,7
15 OsterreichÖsterreich AUT Hubert Köstinger 186,0 189,2 375,2
17 OsterreichÖsterreich AUT Hans Baumann 198,5 173,6 372,1
18 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Fidel Wagner 189,2 182,7 371,9
21 SchweizSchweiz SUI Oswald Julen 183,0 184,3 367,3
22 SchweizSchweiz SUI Willi Bernath 185,7 180,7 366,4
23 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER Toni Eisgruber 152,8 212,1 364,9
25 OsterreichÖsterreich AUT Markus Maier 173,7 188,2 361,9
30 SchweizSchweiz SUI Ernst Berger 175,2 174,9 350,1
33 OsterreichÖsterreich AUT Walter Delle Karth 125,8 207,4 333,2

Langlauf: 12. Februar 1936, 10:00 Uhr
Skispringen: 13. Februar 1936, 11:00 Uhr
51 Teilnehmer aus 16 Ländern, davon 48 in der Wertung.

Die Besucherzahl bei dem bei besten Wetterverhältnissen ausgetragenen kombinierten Sprunglauf übertraf mit 70.000 jene des Herrenslaloms. Dies wohl auch deshalb, weil auch Adolf Hitler, Reichswehrminister Werner von Blomberg, Propagandaminister Joseph Goebbels und Hermann Göring unter den Zuschauern waren. Vor der eigentlichen Konkurrenz gab es noch Versuchssprünge durch Spezialspringer durchgeführt wurden. Die drei nach dem Laufen führenden Norweger, vor allem Hagen und Hoffsbakken, konnten sich ihrer Medaillen sicher sein und riskierten wenig. Etwas mehr musste Brohdal aufpassen, der auf den viertplatzierten Šimůnek nur sechs Punkte Vorsprung aufwies. Doch er verbesserte sich nicht, während der Fünftplatzierte Severino Menardi über die Schanz rutschte und in der Gesamtwertung auf Platz 20 zurückfiel. Eine Klasse für sich war der Finne Lauri Valonen, der die längsten Sprünge zeigte und sich vom 26. auf den vierten Platz steigerte. Bei vielen Teilnehmern klaffte die Schere zwischen der Leistung aus dem Langlauf und jener im Springen (und umgekehrt) zu weit auseinander, so halfen dem Deutschen Toni Eisgruber und dem Österreicher Walter Delle Karth der zweite bzw. vierte Platz in diesem zweiten Teilbewerb wenig.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Skilanglauf bei den Olympischen Winterspielen: Liste der Olympiasieger im Skilanglauf. Hrsg. Bucher Gruppe, Verlag General Books, 2010, 188 Seiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Schweden, Finnland und Norwegen im Langlauf an der Spitze». In: Sport Zürich, 13. Februar 1936, S. 1/2.
  2. a b «Finnland ringt Norwegen im Staffellauf nieder». In: Sport Zürich, 12. Februar 1936, S. 1/2.
  3. «Kombinierter Sprunglauf vor 70.000 Zuschauern». In: Sport Zürich, 14. Februar 1936, S. 1.