Olympische Winterspiele 1968/Ski Nordisch

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Ski Nordisch bei den
X. Olympischen Winterspielen
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Information
Austragungsort FrankreichFrankreich Grenoble
Datum 7. bis 18. Februar 1968
Entscheidungen 10
Innsbruck 1964

Bei den X. Olympischen Spielen 1968 in Grenoble wurden zehn Wettbewerbe im nordischen Skisport ausgetragen. Neben olympischen Medaillen wurden bei den nordischen Disziplinen auch Weltmeisterschaftsmedaillen vergeben. Einzige Ausnahme war die Nordische Kombination, wo lediglich olympische Medaillen verliehen wurden.

Austragungsort sämtlicher Skilanglauf-Rennen war Autrans, das provisorisch errichtete Zielstadion befand sich nördlich des Dorfes. Das Skispringen fand auf der Schanze Le Claret in Autrans und auf der Dauphine-Schanze in Saint-Nizier-du-Moucherotte statt.

Zum ersten Mal starteten zwei deutsche Teams bei Olympischen Spielen. Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR traten mit einer jeweils eigenen Mannschaft an.

Langlauf Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

15 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit [min]
1 NorwegenNorwegen Harald Grønningen 47:54,2
2 FinnlandFinnland Eero Mäntyranta 47:56,1
3 SchwedenSchweden Gunnar Larsson 48:33,7
4 FinnlandFinnland Kalevi Laurila 48:37,6
5 SchwedenSchweden Jan Halvarsson 48:39,1
6 SchwedenSchweden Bjarne Andersson 48:41,1
7 NorwegenNorwegen Pål Tyldum 52:54,4
8 NorwegenNorwegen Odd Martinsen 52:58,8
11 Deutschland BRBR Deutschland Walter Demel 49:38,4
18 SchweizSchweiz Josef Haas 50:34,8
19 SchweizSchweiz Flury Koch 50:37,2
20 Deutschland BRBR Deutschland Karl Buhl 50:38,1
29 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gerhard Grimmer 51:22,1
30 SchweizSchweiz Albert Giger 51:26,6
31 OsterreichÖsterreich Andreas Janc 51:29,8
33 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gert-Dietmar Klause 51:51,6
35 SchweizSchweiz Konrad Hischier 52:06,4
37 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Peter Thiel 52:07,8
38 Deutschland BRBR Deutschland Helmut Gerlach 52:21,8
39 Deutschland BRBR Deutschland Klaus Ganter 52:30,0
42 OsterreichÖsterreich Heinrich Wallner 52:53,6
47 OsterreichÖsterreich Ernst Pühringer 53:23,0
51 OsterreichÖsterreich Walter Sailer 54:12,5

Datum: 10. Februar, 8:30 Uhr[1]
Höhenunterschied: 214 m
Totalanstieg: 490 m
Maximalanstieg: 74 m

Olympiasieger 1964: FinnlandFinnland Eero Mäntyranta / Weltmeister 1966: NorwegenNorwegen Gjermund Eggen

Am Start waren 75 Läufer aus 25 Ländern, drei von ihnen gaben das Rennen unterwegs auf. Als erster der Favoriten nahm der Norweger Harald Grønningen die Strecke in Angriff. Lufttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatten die Loipe ein wenig aufgeweicht, wodurch die tieferen Startnummern einen leichten Vorteil besaßen. Der später gestartete Finne Eero Mäntyranta lag nach 5 km noch hinter Grønningen zurück, wies aber bei der 10-km-Zwischenzeit einen Vorsprung von 9,6 Sekunden auf. Grønningen war auf den letzten 5 km der Schnellste, überholte Mäntyranta und hatte am Ende einen Vorsprung von 1,9 Sekunden. Der Schwede Gunnar Larsson lag nach 10 km noch auf dem 6. Platz, konnte aber drei Ränge gutmachen und gewann die Bronzemedaille.

30 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit [h]
1 ItalienItalien Franco Nones 1:35:39,2
2 NorwegenNorwegen Odd Martinsen 1:36:28,9
3 FinnlandFinnland Eero Mäntyranta 1:36:55,3
4 Sowjetunion 1955Sowjetunion Wladimir Woronkow 1:37:10,8
5 ItalienItalien Giulio De Florian 1:37:12,9
6 FinnlandFinnland Kalevi Laurila 1:37:29,8 h
7 FinnlandFinnland Kalevi Oikarainen 1:37:34,4
8 SchwedenSchweden Gunnar Larsson 1:37:48,1
9 Deutschland BRBR Deutschland Walter Demel 1:37:49,2
15 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gerhard Grimmer 1:38:46,0
19 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gert-Dietmar Klause 1:39:30,5
28 SchweizSchweiz Denis Mast 1:41:58,8
30 SchweizSchweiz Konrad Hischier 1:42:26,1
31 Deutschland BRBR Deutschland Karl Buhl 1:42:52,2
32 SchweizSchweiz Florian Koch 1:43:06,9
35 SchweizSchweiz Fritz Stüssi 1:43:57,8
36 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Axel Lesser 1:44:16,2
37 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Helmut Unger 1:44:47,9
38 OsterreichÖsterreich Ernst Pühringer 1:44:51,0
40 OsterreichÖsterreich Franz Vetter 1:45:11,2
46 Deutschland BRBR Deutschland Herbert Steinbeisser 1:46:31,2
48 Deutschland BRBR Deutschland Karl Scherzinger 1:47:08,7
50 OsterreichÖsterreich Hans-Jürgen Farbmacher 1:49:43,3

Datum: 7. Februar, 8:30 Uhr[2]
Höhenunterschied: 275 m
Totalanstieg: 990 m
Maximalanstieg: 90 m

Olympiasieger 1964 und Weltmeister 1966: FinnlandFinnland Eero Mäntyranta

Der 30-km-Lauf war die erste Entscheidung dieser Winterspiele. Es nahmen 66 Läufer aus 22 Ländern teil, drei Läufer gaben das Rennen auf. Die Besucherzahl war überschaubar. Zurückzulegen waren zwei Schleifen von 10 und 20 km Länge. Die Favoriten hatten durchwegs hintere Startnummern gewählt. Der italienische Zollwachbeamte Franco Nones hatte bald einen Vorsprung von 30 Sekunden, doch niemand glaubte, dass er dieses Tempo durchhalten würde. Er legte die ersten 10 km am schnellsten zurück und lag 21,7 Sekunden vor Woronkow und 28,4 Sekunden vor Eero Mäntyranta. Bis zur nächsten Zwischenzeit bei 20 km kam der Finne bis auf 4,2 Sekunden an den Italiener heran, während der Norweger Odd Martinsen bereits einen Rückstand von 32,3 Sekunden aufwies. Es deutete auf eine erfolgreiche Titelverteidigung durch den Finnen hin. Doch auf dem letzten, meist bergab führenden Abschnitt, konnte sich Nones nochmals steigern, er lief wiederum die klare Bestzeit und realisierte den ersten Olympiasieg eines Langläufers aus einem Alpenland. Mäntyranta baute ab, Martinsen nahm ihm auf dem letzten Teilstück fast eine Minute ab und stieß auf den zweiten Platz vor.[3]

50 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit [h]
1 NorwegenNorwegen Ole Ellefsæter 2:28:45,8
2 Sowjetunion 1955Sowjetunion Wjatscheslaw Wedenin 2:29:05,5
3 SchweizSchweiz Josef Haas 2:29:14,8
4 NorwegenNorwegen Pål Tyldum 2:29:26,7
5 SchwedenSchweden Melcher Risberg 2:29:37,0
6 SchwedenSchweden Gunnar Larsson 2:29:37,2
7 SchwedenSchweden Jan Halvarsson 2:30:05,9
8 NorwegenNorwegen Reidar Hjermstad 2:31:01,8
9 Deutschland BRBR Deutschland Walter Demel 2:31:14,4
13 OsterreichÖsterreich Andreas Janc 2:32:32,2
23 SchweizSchweiz Alois Kälin 2:36:40,8
25 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gert-Dietmar Klause 2:36:52,5
33 Deutschland BRBR Deutschland Helmut Gerlach 2:41:55,8
34 OsterreichÖsterreich Franz Vetter 2:43:51,1
37 SchweizSchweiz Franz Kälin 2:44:29,7
43 Deutschland BRBR Deutschland Siegfried Weiß 2:46:53,4

Datum: 17. Februar, 8:30 Uhr[4]
Höhenunterschied: 248 m
Totalanstieg: 1480 m
Maximalanstieg: 70 m

Olympiasieger 1964: SchwedenSchweden Sixten Jernberg / Weltmeister 1966: NorwegenNorwegen Gjermund Eggen

Zurückzulegen war zwei Mal eine Runde über 25 km. Am Start waren 51 Läufer aus 18 Ländern, von denen 47 das Ziel erreichten. Bei 15 km lag der Norweger Reidar Hjermsted in Führung, gefolgt von seinem Landsmann Ole Ellefsæter und dem Schweden Assar Rönnlund. Nach Hälfte der Strecke übernahm Ellefsæter die Führung, während Hjermsted und Rönnlund weit zurückfielen. Bei 40 km kam Pål Tyldum bis auf 40 Sekunden an Ellefsæter heran und lag zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz, nur wenig langsamer unterwegs war der Russe Wjatscheslaw Wedenin. Dieser konnte Tyldum noch überholen und gewann die Silbermedaille. Josef Haas, der nach 15 km noch auf dem 12. Platz gelegen hatte, lief auf dem letzten Abschnitt klare Bestzeit, verbesserte sich auf Platz 3 und holte die erste olympische Langlaufmedaille für die Schweiz.

4 × 10 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Zeit [h]
1 NorwegenNorwegen Norwegen Odd Martinsen
Pål Tyldum
Harald Grønningen
Ole Ellefsæter
2:08:33,5
2 SchwedenSchweden Schweden Jan Halvarsson
Bjarne Andersson
Gunnar Larsson
Assar Rönnlund
2:10:13,2
3 FinnlandFinnland Finnland Kalevi Oikarainen
Hannu Taipale
Kalevi Laurila
Eero Mäntyranta
2:10:56,7
4 Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion Wladimir Woronkow
Anatoli Akentjew
Waleri Tarakanow
Wjatscheslaw Wedenin
2:10:57,2
5 SchweizSchweiz Schweiz Konrad Hischier
Josef Haas
Florian Koch
Alois Kälin
2:15:32,4
6 ItalienItalien Italien Giulio De Florian
Franco Nones
Palmiro Serafini
Aldo Stella
2:16:32,2
7 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR Gerhard Grimmer
Axel Lesser
Peter Thiel
Gert-Dietmar Klause
2:19:22,8
8 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland Helmut Gerlach
Walter Demel
Herbert Steinbeisser
Karl Buhl
2:19:37,6
13 OsterreichÖsterreich Österreich Heinrich Wallner
Franz Vetter
Ernst Pühringer
Andreas Janc
2:22:29,4

Datum: 14. Februar, 8:30 Uhr[5]
Höhenunterschied: 174 m
Totalanstieg: 420 m
Maximalanstieg: 65 m

Olympiasieger 1964: SchwedenSchweden Schweden (Karl-Åke Asph, Sixten Jernberg, Janne Stefansson, Assar Rönnlund)
Weltmeister 1966: NorwegenNorwegen Norwegen (Odd Martinsen, Harald Grønningen, Ole Ellefsæter, Gjermund Eggen)

An diesem Rennen mit Massenstart nahmen 15 Staffeln mit je vier Läufern teil. Odd Martinsen (NOR) legte den ersten Abschnitt am schnellsten zurück, er war 39,7 Sekunden schneller unterwegs als Jan Halvarsson (SWE), der Russe Wladimir Woronkow verlor 41,1 Sekunden. Auch der zweite norwegische Läufer, Pål Tyldum, lief seinen Abschnitt am schnellsten; nach Hälfte des Rennens hatten die Norweger bereits einen Vorsprung von 52,3 Sekunden. Harald Grønningen baute den Vorsprung der Norweger auf der dritten Runde auf 71,5 Sekunden aus, Schlussläufer Ole Ellefsæter auf 1:39,7 min. Die Schweden sicherten sich ähnlich deutlich die Silbermedaille. Der finnische Schlussläufer Eero Mäntyranta holte den Russen Wjatscheslaw Wedenin noch ein und auf der Zielgerade lieferten sich beide ein spannendes Duell, das der Finne mit einer halben Sekunde Vorsprung für sich entschied.

Langlauf Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 SchwedenSchweden Toini Gustafsson 16:45,2
2 Sowjetunion 1955Sowjetunion Galina Kulakowa 16:48,4
3 Sowjetunion 1955Sowjetunion Alewtina Koltschina 16:51,6
4 SchwedenSchweden Barbro Martinsson 16:52,9
5 FinnlandFinnland Ritva Kajosmaa 16:54,6
6 Sowjetunion 1955Sowjetunion Rita Atschkina 16:55,1
7 NorwegenNorwegen Inger Aufles 16:58,1
8 FinnlandFinnland Senja Pusula 17:00,3
12 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Christine Nestler 17:23,5
13 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gudrun Schmidt 17:24,3
14 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Renate Köhler 17:25,5
16 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Anna Unger 17:30,7
17 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Monika Mrklas 17:32,5
25 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Michaela Endler 17:59,2
29 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Barbara Barthel 18:20,0

Datum: 13. Februar, 9:00 Uhr[6]
Höhenunterschied: 100 m
Totalanstieg: 170 m
Maximalanstieg: 65 m

Olympiasiegerin 1964: Sowjetunion 1955Sowjetunion Klawdija Bojarskich / Weltmeisterin 1966: Sowjetunion 1955Sowjetunion Alewtina Koltschina

Am Start waren 34 Läuferinnen aus 11 Ländern.

10 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 SchwedenSchweden Toini Gustafsson 36:45,5
2 NorwegenNorwegen Berit Mørdre 37:54,6
3 NorwegenNorwegen Inger Aufles 37:59,9
4 SchwedenSchweden Barbro Martinsson 38:07,1
5 FinnlandFinnland Marjatta Kajosmaa 38:09,0
6 Sowjetunion 1955Sowjetunion Galina Kulakowa 38:26,7
9 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Christine Nestler 39:07,9
14 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Gudrun Schmidt 39:22,8
16 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Renate Köhler 39:27,4
20 Deutschland BRBR Deutschland Monika Mrklas 39:58,2
22 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Anna Unger 40:36,8
26 Deutschland BRBR Deutschland Michaela Endler 41:01,1

Datum: 9. Februar, 9:00 Uhr[7]
Höhenunterschied: 139 m
Totalanstieg: 320 m
Maximalanstieg: 70 m

Olympiasiegerin 1964: Sowjetunion 1955Sowjetunion Klawdija Bojarskich / Weltmeisterin 1966: Sowjetunion 1955Sowjetunion Klawdija Bojarskich

Am Start waren 34 Läuferinnen aus 11 Ländern, zwei von ihnen gaben das Rennen unterwegs auf.

3 × 5 km Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportlerinnen Zeit [min]
1 NorwegenNorwegen Norwegen Inger Aufles
Babben Enger
Berit Mørdre
57:30,0
2 SchwedenSchweden Schweden Britt Strandberg
Toini Gustafsson
Barbro Martinsson
57:51,0
3 Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion Alewtina Koltschina
Rita Atschkina
Galina Kulakowa
58:13,6
4 FinnlandFinnland Finnland Senja Pusula
Marjatta Olkkonen
Marjatta Kajosmaa
58:45,1
5 PolenPolen Polen Weronika Budna
Jozefa Czerniawska
Stefania Biegun
59:04,7
6 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR Renate Köhler
Gudrun Schmidt
Christine Nestler
59:33,9
7 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland Michaela Endler
Barbara Barthel
Monika Mrklas
61:49,3
8 Bulgarien 1967Bulgarien Bulgarien 65:35,7

Datum: 16. Februar, 8:45 Uhr[8]
Höhenunterschied: 139 m
Totalanstieg: 320 m
Maximalanstieg: 70 m

Olympiasieger 1964: Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion (Alewtina Koltschina, Jewdokija Mekschilo – Karriere beendet, Klawdija Bojarskich)
Weltmeister 1966: Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion (Klawdija Bojarskich, Rita Atschkina, Alewtina Koltschina)

Es nahmen acht Staffeln mit je drei Läuferinnen teil. Bei dichtem Nebel war auf dem ersten Abschnitt die Norwegerin Inger Aufles die Schnellste und holte einen Vorsprung von fast 25 Sekunden auf die fast zeitgleichen Finninnen, Russinnen und Polinnen heraus, rund zehn Sekunden dahinter folgte auf dem fünften Platz Schweden. Mit der besten Einzelleistung aller Läuferinnen überholte Toini Gustafsson, der allerdings eine dritte Goldmedaille versagt blieb[9], im zweiten Abschnitt drei Läuferinnen und die Schwedinnen lagen nun auf dem zweiten Platz, gefolgt von den Russinnen. Im letzten Abschnitt änderte sich nichts an den drei ersten Positionen.

Skispringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Normalschanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Punkte
1 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Raška 216,5
2 OsterreichÖsterreich Reinhold Bachler 214,2
3 OsterreichÖsterreich Baldur Preiml 212,6
4 NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola 212,0
5 FinnlandFinnland Topi Mattila 211,9
6 Sowjetunion 1955Sowjetunion Anatoli Scheglanow 211,5
7 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Dieter Neuendorf 211,3
10 Deutschland BRBR Deutschland Günther Göllner 207,1
14 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Manfred Queck 205,4
20 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Wolfgang Stöhr 199,3
22 Deutschland BRBR Deutschland Heini Ihle 197,4
28 Deutschland BRBR Deutschland Henrik Ohlmeyer 193,6
29 OsterreichÖsterreich Sepp Lichtenegger 193,1
36 OsterreichÖsterreich Max Golser 186,0
52 SchweizSchweiz Sepp Zehnder 154,2
54 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Bernd Karwofsky 151,5

Datum: 11. Februar, 13:00 Uhr[10]
Schanze: Le Claret, Autrans; K-Punkt: 70 m

Olympiasieger 1964: NorwegenNorwegen Toralf Engan (Karriere beendet) / Weltmeister 1966: NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola

58 Springer aus 17 Ländern nahmen an diesem Wettbewerb teil. Der weiteste Sprung pro Durchgang wurde mit 60 Punkten bewertet, hinzu kamen maximal 60 Punkte für den Sprungstil. Jeweils die tiefste und höchste Wertung der fünf Kampfrichter waren Streichresultate. Maximal konnten 240 Punkte erzielt werden. Die beste Weite erzielte Baldur Preiml mit 80 m im ersten Durchgang, doch Raška erhielt für seine 79.5 m die besseren Haltungsnoten und ging mit 115.2 P vor Preiml – 113.8 P – in Führung. Es folgten Mattila mit 111.1 P und Scheglanow 110.0 P. Bachler lag mit 107.8  Punkten auf Rang 8. – Im 2. Durchgang erwischte Preiml die Spur nicht gut, seine 72.5 m ließen ihn letztlich auf Bronze zurückfallen. Trotzdem stellte das Ergebnis der Österreicher mit 2 Medaillen angesichts der sonstigen Dominanz anderer Nationen eine Überraschung dar. – Raška genügten auch 72.5 m, Bachler sprang 76 m. Der amtierende Doppelweltmeister Wirkola sprang 76.5 m und 72.5 m, sodass er hier wie auch später auf der Großschanze ohne Medaille blieb. Weitere Sprünge: Mattila 78.5 m und 72.5 m; Neuendorf 79.5 m und 74.5 m, Göllner 77.5 m und 79.5 m.[11]

Großschanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Punkte
1 Sowjetunion 1955Sowjetunion Wladimir Beloussow 231,3
2 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Raška 229,4
3 NorwegenNorwegen Lars Grini 214,3
4 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Manfred Queck 212,8
5 NorwegenNorwegen Bent Tomtum 212,2
6 OsterreichÖsterreich Reinhold Bachler 201,7
7 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Wolfgang Stöhr 205,9
8 Sowjetunion 1955Sowjetunion Anatoli Scheglanow 205,7
15 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Dieter Neuendorf 198,8
22 OsterreichÖsterreich Max Golser 190,4
28 OsterreichÖsterreich Sepp Lichtenegger 184,6
29 Deutschland BRBR Deutschland Günther Göllner 183,5
33 Deutschland BRBR Deutschland Henrik Ohlmeyer 177,9
36 Deutschland BRBR Deutschland Franz Keller 174,1
46 Deutschland BRBR Deutschland Heini Ihle 156,4
47 SchweizSchweiz Sepp Zehnder 153,2
48 OsterreichÖsterreich Baldur Preiml 152,3

Datum: 18. Februar, 13:00 Uhr[12]
Schanze: Dauphine, Saint-Nizier-du-Moucherotte; K-Punkt: 90 m

Olympiasieger 1964: FinnlandFinnland Veikko Kankkonen / Weltmeister 1966: NorwegenNorwegen Bjørn Wirkola

An diesem Wettbewerb nahmen wie beim Springen von der Normalschanze 58 Springer aus 17 Ländern teil. Es galt dasselbe Wertungssystem wie auf der Normalschanze mit maximal 240 Punkten. Beloussow erzielte in beiden Durchgängen die beste Weite (101,5 m und 98,5 m).

Nordische Kombination[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Punkte
1 Deutschland BRBR Deutschland Franz Keller 449,04
2 SchweizSchweiz Alois Kälin 447,99
3 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Andreas Kunz 444,10
4 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tomáš Kučera 434,14
5 ItalienItalien Ezio Damolin 429,54
6 PolenPolen Józef Gąsienica 428,78
7 Sowjetunion 1955Sowjetunion Robert Makara 426,92
8 Sowjetunion 1955Sowjetunion Wjatscheslaw Drjagin 424,38
9 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Roland Weißpflog 424,30
11 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Karl-Heinz Luck 414,02
14 Deutschland BRBR Deutschland Gunter Naumann 410,89
25 Deutschland BRBR Deutschland Alfred Winkler 381,59
29 Deutschland BRBR Deutschland Hans Rudhart 374,74
32 OsterreichÖsterreich Ulrich Öhlböck 358,00
34 OsterreichÖsterreich Waldemar Heigenhauser 359,69
35 OsterreichÖsterreich Helmut Voggenberger 341,97

Skispringen:
Datum: 10. Februar, 13:00 Uhr
Schanze: Le Claret, Autrans; K-Punkt: 70 m

Olympiasieger 1964: NorwegenNorwegen Tormod Knutsen (Karriere beendet); Weltmeister 1966 Deutschland BRBR Deutschland Georg Thoma (nur mehr bei Volksläufen aktiv)

Langlauf 15 km:
Datum: 12. Februar, 9:00 Uhr[13]
Höhenunterschied: 275 m
Totalanstieg: 470 m, Maximalanstieg: 70 m

Es nahmen 41 Wettkämpfer aus 13 Ländern teil. Beim Springen hatte jeder drei Versuche, von denen die beiden besten in die Wertung einflossen. Die Punkte wurden ermittelt, indem die fünf besten Weiten eines Durchgangs addiert und durch 5 geteilt wurden; entsprechend ihrer Weite erhielten die Wettkämpfer eine Wertung unter oder über diesem Mittelwert. Ein Rückstand von 12 Punkten bedeutete, dass beim 15-km-Langlauf exakt eine Minute aufgeholt werden musste.

Nach dem Springen führte Franz Keller die Wertung an, Mitfavorit Alois Kälin lag auf dem 24. Rang und musste in der Loipe einen Rückstand von dreieinhalb Minuten aufholen. Kälin lief die mit Abstand beste Zeit, doch am Ende des Rennens betrug Kellers Vorsprung 1,05 Punkte oder rund sechs Sekunden.

Die wichtigsten Platzierungen nach dem Springen: 1. Keller 240,1 P (73,0 m/77,5 m); 2. Hiroshi Itagaki (JPN) 237,4 P (73,5 m/76.0 m); 3. Erwin Fiedor (POL) 234,3 P (74,0 m/74,0 m); 4. Taniguchi (JPN) 224,4 P (73,0 m/72,5 m), 5. ex aequo Drjagin (71,5 m/74,5 m) & Makara (beide URS) (72,5 /74 m) 222,8 P; 7. Andersen (NOR) 221,2 P (72,5 m/72,5 m); 8. Gąsienica (POL) 217,7 P (72,5 m/71,5 m); 9. Kučera (ČSSR) 217,4 P (72,0 m/73,0 m), 10. Kunz (GDR) 216,9 P (72,5 m/74 m).[14]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationen
Platz Nation Gold Silber Bronze Gesamt
01 NorwegenNorwegen Norwegen 4 2 2 8
02 SchwedenSchweden Schweden 2 2 1 5
03 Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 1 2 2 5
04 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 1 1 - 2
05 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland 1 - - 1
ItalienItalien Italien 1 - - 1
07 FinnlandFinnland Finnland - 1 2 3
08 SchweizSchweiz Schweiz - 1 1 2
OsterreichÖsterreich Österreich - 1 1 2
010 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR - - 1 1
Männer
Endstand nach 7 Wettbewerben
Platz Sportler Gold Silber Bronze Gesamt
01 NorwegenNorwegen Harald Grønningen 2 - - 2
NorwegenNorwegen Ole Ellefsæter 2 - - 2
03 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Raška 1 1 - 2
NorwegenNorwegen Odd Martinsen 1 1 - 2
05 ItalienItalien Franco Nones 1 - - 1
Deutschland BRBR Deutschland Franz Keller 1 - - 1
Sowjetunion 1955Sowjetunion Wladimir Beloussow 1 - - 1
RusslandRussland Pål Tyldum 1 - - 1
09 FinnlandFinnland Eero Mäntyranta - 1 2 3
010 SchwedenSchweden Gunnar Larsson - 1 1 2
011 OsterreichÖsterreich Reinhold Bachler - 1 - 1
SchweizSchweiz Alois Kälin - 1 - 1
Sowjetunion 1955Sowjetunion Wjatscheslaw Wedenin - 1 - 1
SchwedenSchweden Jan Halvarsson - 1 - 1
SchwedenSchweden Bjarne Andersson - 1 - 1
SchwedenSchweden Assar Rönnlund - 1 - 1
017 OsterreichÖsterreich Baldur Preiml - - 1 1
Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Andreas Kunz - - 1 1
SchweizSchweiz Josef Haas - - 1 1
NorwegenNorwegen Lars Grini - - 1 1
FinnlandFinnland Kalevi Oikarainen - - 1 1
FinnlandFinnland Hannu Taipale - - 1 1
FinnlandFinnland Kalevi Laurila - - 1 1
Frauen
Endstand nach 3 Wettbewerben
Platz Sportlerin Gold Silber Bronze Gesamt
01 SchwedenSchweden Toini Gustafsson 2 1 - 3
02 NorwegenNorwegen Berit Mørdre 1 1 - 2
03 NorwegenNorwegen Inger Aufles 1 - 1 2
04 NorwegenNorwegen Babben Enger 1 - - 1
05 Sowjetunion 1955Sowjetunion Galina Kulakowa - 1 1 2
06 SchwedenSchweden Britt Strandberg - 1 - 1
SchwedenSchweden Barbro Martinsson - 1 - 1
08 Sowjetunion 1955Sowjetunion Alewtina Koltschina - - 2 2
09 Sowjetunion 1955Sowjetunion Rita Atschkina - - 1 1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 15-km-Langlauf auf der offiziellen Seite des IOC
  2. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 30-km-Langlauf auf der offiziellen Seite des IOC
  3. «Mäntyranta war Nones nicht gewachsen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 8. Februar 1968, S. 11.
  4. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 50-km-Langlauf auf der offiziellen Seite des IOC
  5. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 4 × 10 km Staffel auf der offiziellen Seite des IOC
  6. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 5-km-Langlauf Frauen auf der offiziellen Seite des IOC
  7. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 10-km-Langlauf Frauen auf der offiziellen Seite des IOC
  8. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 3 × 5 km Staffel Frauen auf der offiziellen Seite des IOC
  9. unten rechts: «Gustafsson blieb dritte Goldene versagt»; «Kleine Zeitung», Steiermark-Ausgabe vom 17. Februar 1968, Seite 21
  10. Olympic Winter Games - Men's K70 auf fis-ski.com, abgerufen am 26. April 2017
  11. "Arbeiterzeitung" Wien vom 13. Februar 1968
  12. Olympic Winter Games - Men's K90 auf fis-ski.com, abgerufen am 26. April 2017.
  13. Olympische Winterspiele 1968, Resultat Nordische Kombination auf der offiziellen Seite des IOC
  14. Kombinationsspringen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Februar 1968, S. 13.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]