Pot Black

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Pot Black war ein Snookerturnier, das eine wichtige Rolle bei der Popularisierung des modernen Snooker gespielt hat. Das Turnier fand zunächst von 1969 bis 1986 statt und fand 1991 bis 1993, sowie von 2005 bis 2007 eine Neuauflage. Es war zu jeder Zeit ein Einladungsturnier, daher wurden nie Weltranglistenpunkte vergeben.

Nach der Einführung des Farbfernsehens in Großbritannien 1969 suchte die BBC eine Sportart, welche die Vorteile der farbigen Darstellung herausstellte. Die Wahl fiel auf Snooker aufgrund der farbigen Bälle. Es wurde ein Knockout-Turnier mit wöchentlichen Ein-Frame-Matches ins Leben gerufen, der Pot Black.

Der Modus wurde aber immer wieder variiert. 1974 wurden einmalig zwei Frames gespielt und die Punkte aus beiden Frames zusammengezählt, ab 1978 gab es dann einen Best of Three-Modus. Mitte der 1980er Jahre waren aber die längeren Matches so populär geworden, dass der Pot Black eingestellt wurde. 1991 gab es eine einmalige Neuauflage. Bei der Neuauflage 2005 wurde wieder lediglich ein einziger Frame gespielt.

Das erste Finale der Neuauflage konnte Matthew Stevens gegen Shaun Murphy mit 53 : 27 Punkten gewinnen.

Das höchste Break in der Geschichte des Pot Blacks gelang Mark J. Williams im Jahr 2006 bei seinem Sieg im Finale gegen John Higgins mit 119 Punkten.

Neben dem eigentlichen Pot Black gab es in den Jahren 1981 bis 1983, 1991 und 2006 bis 2008 den Junior Pot Black. Außerdem gab es 1997 das Seniors-Pot-Black-Turnier bei dem Spieler aus den ersten Jahren des wieder gegeneinander antraten.[1]

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Pot-Black-Sieger.[1]

Jahr Sieger Finalist Ergebnis Saison
1969 WalesWales Ray Reardon EnglandEngland John Spencer 88 : 29 (Punkte) n/a
1970 EnglandEngland John Spencer WalesWales Ray Reardon 88 : 27 (Punkte) n/a
1971 EnglandEngland John Spencer EnglandEngland Fred Davis 61 : 40 (Punkte) n/a
1972 AustralienAustralien Eddie Charlton WalesWales Ray Reardon 75 : 43 (Punkte) n/a
1973 AustralienAustralien Eddie Charlton EnglandEngland Rex Williams 93 : 33 (Punkte) 1973/74
1974 EnglandEngland Graham Miles EnglandEngland John Spencer 147 : 86 (Punkte) 1 1974/75
1975 EnglandEngland Graham Miles NordirlandNordirland Dennis Taylor 81 : 27 (Punkte) 1975/76
1976 EnglandEngland John Spencer NordirlandNordirland Dennis Taylor 69 : 42 (Punkte) 1976/77
1977 Sudafrika 1961Südafrika Perrie Mans WalesWales Doug Mountjoy 90 : 21 (Punkte) 1977/78
1978 WalesWales Doug Mountjoy EnglandEngland Graham Miles 2 : 1 (Frames) 1978/79
1979 WalesWales Ray Reardon WalesWales Doug Mountjoy 2 : 1 (Frames) 1979/80
1980 AustralienAustralien Eddie Charlton WalesWales Ray Reardon 2 : 1 (Frames) 1980/81
1981 KanadaKanada Cliff Thorburn KanadaKanada Jim Wych 2 : 0 (Frames) 1981/82
1982 EnglandEngland Steve Davis AustralienAustralien Eddie Charlton 2 : 0 (Frames) 1982/83
1983 EnglandEngland Steve Davis WalesWales Ray Reardon 2 : 0 (Frames) 1983/84
1984 WalesWales Terry Griffiths EnglandEngland John Spencer 2 : 1 (Frames) 1984/85
1985 WalesWales Doug Mountjoy EnglandEngland Jimmy White 2 : 0 (Frames) 1985/86
1986 EnglandEngland Jimmy White KanadaKanada Kirk Stevens 2 : 0 (Frames) 1986/87
1991 EnglandEngland Steve Davis SchottlandSchottland Stephen Hendry 2 : 1 (Frames) 1991/92
1992 EnglandEngland Neal Foulds ThailandThailand James Wattana 1992/93
1993 EnglandEngland Steve Davis EnglandEngland Mike Hallett 2 : 0 (Frames)[2] 1993/94
2005 WalesWales Matthew Stevens EnglandEngland Shaun Murphy 53 : 27 (Punkte) 2005/06
2006 WalesWales Mark J. Williams SchottlandSchottland John Higgins 119 : 13 (Punkte) 2006/07
2007 IrlandIrland Ken Doherty EnglandEngland Shaun Murphy 71 : 36 (Punkte) 2007/08

1 Das Ergebnis wurde durch zwei ausgespielte Frames ermittelt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Pot Black – Junior Pot Black. In: Chris Turner's Snooker Archive. Abgerufen am 25. März 2016 (englisch).
  2. 1993 Pot Black. In: CueTracker Snooker Results & Statistics Database. Ron Florax, abgerufen am 25. März 2016 (englisch).