Eishockey-Ligasystem in Deutschland

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Das Eishockey-Ligasystem in Deutschland ist ein Ligasystem zur Einteilung der deutschen Eishockey-Ligen. Die höchste vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) anerkannte Liga ist die Deutsche Eishockey Liga (DEL), welche den deutschen Eishockeymeister ausspielt. Zweithöchste Liga ist die DEL2, die durch Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) betrieben wird. Die dritten Spielklassen bilden die vier (ab 2014/15 drei) Oberligen, die regional gestaffelt das Bindeglied zwischen Profi- und Amateureishockey darstellen und teilweise vom DEB, teilweise von den Landeseissportverbänden (LEV) organisiert werden. Unterhalb der Oberliga wird der Spielbetrieb vollständig durch die LEV regional organisiert.

Ligapyramide[Bearbeiten]

Stufe Liga
1 Deutsche Eishockey Liga

14 Mannschaften: Eisbären Berlin, Düsseldorfer EG, Adler Mannheim, Krefeld Pinguine, Grizzly Adams Wolfsburg, Augsburger Panther, Hamburg Freezers, Iserlohn Roosters, Straubing Tigers, ERC Ingolstadt, Kölner Haie, Nürnberg Ice Tigers, EHC Red Bull München, Schwenninger Wild Wings

 
2 DEL2

14 Mannschaften: Fischtown Pinguins Bremerhaven, Bietigheim Steelers, Kassel Huskies, Löwen Frankfurt, Dresdner Eislöwen, Heilbronner Falken, EV Landshut, EC Bad Nauheim, EVR Tower Stars, Lausitzer Füchse, ESV Kaufbeuren, Eispiraten Crimmitschau, Starbulls Rosenheim, SC Riessersee

↑↓ Relegationsrunde
3 Aufstiegsrunde (2 Teams aus der Zwischenrunde und 2 Teams aus der Oberliga Süd)
Zwischenrunde (2 Teams aus der Oberliga Ost, 4 Teams aus der Oberliga Nord sowie 6 Teams aus der Oberliga West) Oberliga Süd
12 Mannschaften: Deggendorf Fire, Erding Gladiators, EV Füssen, EHC Klostersee, EC Peiting, EV Regensburg, Schweinfurt Mighty Dogs, Selber Wölfe, Tölzer Löwen, Blue Devils Weiden, EHC Freiburg, EHC Bayreuth
Oberliga Nord
9 Mannschaften: Adendorfer EC, Harzer Falken Braunlage, Hamburger SV, Crocodiles Hamburg, Ritter Nordhorn, Rostock Piranhas, EHC Timmendorfer Strand 06, Hannover Indians, Hannover Scorpions
Oberliga Ost
8 Mannschaften: FASS Berlin, Wild Boys Chemnitz, Black Dragons Erfurt, EHV Jonsdorfer Falken, Saale Bulls Halle, Icefighters Leipzig, ELV Tornado Niesky, EHV Schönheide 09
Oberliga West
10 Mannschaften: EV Duisburg, ESC Moskitos Essen, Löwen Frankfurt, Hammer Eisbären, Kassel Huskies, Königsborner JEC, Herner EV, Grefrather EG, Neusser EV, Ratinger Ice Aliens
↑↓ 1 Verein Relegationsrunde Relegationsrunde ↑↓ 1 Verein ↑↓ 1 Verein
4 Regionalliga Nord
12 Mannschaften: Weserstars Bremen, REV Bremerhaven, Hamburger SV 1b, ASV Hamburg, Hamburg Crocodiles 1b, TuS Harsefeld Tigers, United North Stars Langenhagen, Rostocker EC 1b, EHC Timmendorfer Strand 06 1b, EHC Grizzly Adams Wolfsburg 1b, CRE Icefighters Salzgitter, ESC Wedemark Scorpions
Regionalliga Ost
10 Mannschaften:SV RW Bad Muskau, ESC Berlin 2007, FASS Berlin Junioren, ECC Preussen Juniors Berlin 1b, EHC Preußen, ETC Crimmitschau 1b, EHV Dresden Devils, ESC Dresden Amateure, EHC Erfurt 1b, Leipziger EC 1b
Regionalliga West
9 Mannschaften: Dinslaken Kobras, Löwen Frankfurt 1b, EC Lauterbach, Ratinger Aliens 1b, EHC Neuwied, EJ Kassel 1b, Kölner EC, Soester EG, TuS Wiehl
Regionalliga Süd-West
8 Mannschaften: EHC Freiburg 1b, EHC Eisbären Heilbronn, ESC Hügelsheim 09, Rhein-Neckar Stars Mannheim, EKU Mannheim Käfertal, Schwenninger ERC Fire Wings, Stuttgarter EC, EHC Zweibrücken
Eishockey-Bayernliga
16 Mannschaften: ESV Buchloe, ESC Dorfen, Wanderers Germering, Höchstadter EC, EV Lindau, ECDC Memmingen, TEV Miesbach, EV Moosburg, EHC 80 Nürnberg, TSV Peißenberg, EC Pfaffenhofen, ERC Sonthofen, ESC Hassfurt, EHC Stiftland-Mitterteich, ERC Regen, EHC Waldkraiburg
↑↓ ↑↓ ↑↓ 1 Verein ↑↓ 2 Vereine
5 Ostseeliga:
5 Mannschaften (2012/13): Rethwischer Kodiaks, MSV Beinhard Klink Wikinger, Neubrandenburg Blizzards, Malchower Wölfe, OSC Berlin 1b
Landesliga Nord
7 Mannschaften (2012/13): Adendorfer EC 1b, Weser Stars Bremen 1c, Weser Stars Bremen 1d, REV Bremerhaven 1c, ASV Hamburg 1b, TuS Harsefeld 1b, Harsefelder EC Hanseliga
3 Mannschaften (2012/13): Hamburger SV 1c Oldtimer, FTV Hamburg 1c Oldboys, Molot Hamburg
Thüringenliga
6 Mannschaften (2012/13): ESC Erfurt, SC Medizin Erfurt, ESV Grimma, ESV Halle 1c, EC Ilmenau, EHV Ice Rebels Waltershausen

Landesliga Berlin
8 Mannschaften: EC Bärlin, ERSC Berliner Bären, BSG Eternit, ESC Berlin 1b, FASS Berlin 1c, OSC Berlin, SC Charlottenburg, ASC Spandau
NRW-Liga
12 Mannschaften (2013/14): ESV Bergisch-Gladbach, EC Bergisch Land, Eisadler Dortmund, Herforder EV [1], Herner EV, Königsborner JEC, EHC Krefeld, Lippe-Hockey-Hamm 1b, GSC Moers, Neusser EV 1b, ESC Paderborn, EHC Troisdorf
Hessenliga
5 Mannschaften
(2012/13): Eintracht Frankfurt, EV Wiesbaden, EG Diez-Limburg,, Rote Teufel Bad Nauheim 1b, VERC Lauterbach
Landesliga Hessen
5 Mannschaften (2012/13): EC Wallernhausen, ESC Darmstadt 1b, Frankfurter EC Eisteufel, Ice Devils Bad Nauheim, ERC Pohlheim Galloways

Rheinland-Pfalz-Liga
4 Mannschaften (2012/13): IHC Beaufort, EV Bitburg "Bären", TSV Schott Mainz, EHC Neuwied 1b
Bezirksliga Rheinland-Pfalz
4 Mannschaften (2012/13): EHC Zweibrücken 1b, ESC Trier, EV Bitburg 1b, TSV Schott Mainz
Landesliga Baden-Württemberg
8 Mannschaften (2012/13): ESC Bad Liebenzell, EC Eisbären Balingen, ESG Esslingen, Heilbronner EC Amateure, Mad Dogs Mannheim, TSG Reutlingen, FSV Schwenningen, Stuttgarter EC 1b
Landesliga Bayern
Landesliga Nord/Ost (14 Mannschaften): ERSC Amberg, EC Bad Kissingen, EV Dingolfing, SE Freising, ERSC Ottobrunn, EV Pegnitz, EV Regensburg 1b, VER Selb 1b, ESC Vilshofen, TSV Trostberg, DEC Inzell, EHF Passau Black Hawks, ERC Ingolstadt, EV Lindau
Landesliga Süd/West (14 Mannschaften): EHC Bad Aibling, EC Bad Tölz 1b, EV Bad Wörishofen, ESV Burgau 2000, SC Forst, EV Fürstenfeldbruck, ESC Geretsried, ESC Holzkirchen, ESC Kempten, HC Landsberg, SG Oberstdorf /Sonthofen 1b, EV Pfronten, EA Schongau, SC Riessersee 1b
↑↓ 4 Vereine
6 Bezirksliga NRW
7 Mannschaften (2013/14): ESV Bergkamen, SV Brackwede, TSVE Bielefeld, Kölner EC 1b, Kristall Lippstadt, ESC Paderborn
Bezirksliga Bayern
Bezirksliga Nord (6 Mannschaften): EC 2000 Amberg, EHC Bayreuth 1b, EHC 80 Nürnberg 1b, ERV Schweinfurt 1b, 1. EV Weiden 1b, SG ESV Würzburg/Höchstadter EC 1b

Bezirksliga Ost (10 Mannschaften): EV Aich, ASV Dachau, TSV Erding 1b, ESV Gebensbach, Münchner EK, EC Pfaffenhofen 1b, ESV Waldkirchen, EHC Waldkraiburg 1b, EHC Red Bull München 1b, EV Fürstenfeldbruck 1b

Bezirksliga Süd (10 Mannschaften): SG ESV Bayersoien/EC Peiting 1b, EV Berchtesgaden, SC Gaißach, ESC Geretsried 1b, SV Hohenfurch, EV Mittenwald, SG SC Reichersbeuern/EC Bad Tölz 1c, SG TSV Schliersee/TEV Miesbach 1b, EA Schongau 1b, Wanderers Germering 1b

Bezirksliga West (11 Mannschaften): EG Woodstocks Augsburg, EV Bad Wörishofen 1b, ESV Buchloe 1b, SG VfL Denklingen/HC Landsberg 1b, SG TV Lindenberg/EV Lindau 1b, ERC Lechbruck, HC Maustadt, SG 1. EC Senden/Burgau 1b, VfE Ulm/Neu Ulm, ESV Türkheim, EHC Königsbrunn

Ligen[Bearbeiten]

Clubs der zwei höchsten Ligen in Deutschland in der Saison 2013/14 (Rot: DEL, Blau: DEL 2).
Teilnehmer der Eishockey Oberligen 2013/14. Geographische Einteilung der vier Oberligagruppen. Blau: Gruppe Nord, Grün: Gruppe West, Rot: Gruppe Ost und Gelb: Gruppe Süd

Deutsche Eishockey Liga[Bearbeiten]

Die DEL wurde 1994 durch Zusammenlegung der 1. und 2. Bundesliga gegründet. Sie ist eine reine Profiliga, die beteiligten Mannschaften sind als Kapitalgesellschaften organisiert. Die DEL GmbH gehört seit 1996 den teilnehmenden Mannschaften, ist für die Lizenzierung von Spielen und Mannschaften zuständig und organisiert den Spielbetrieb. Jeder DEL-Teilnehmer kooperiert mit einem Stammverein, welcher für die Nachwuchsarbeit zuständig ist.

In der DEL spielen derzeit 14 Mannschaften. Sie spielen nach einer Hauptrunde von 52 Spielen in Play-Offs den Titel des Deutschen Meisters aus. Die Anerkennung durch den DEB, Auf- und Abstieg zur 2. Bundesliga sowie Verpflichtungen zur Nachwuchsarbeit regelt der Kooperationsvertrag zwischen DEL und DEB. Derzeit wird in der DEL kein Absteiger ausgespielt, der Meister der 2. Bundesliga kann sich aber um die DEL-Lizenz bewerben, solange die Teilnehmerzahl der DEL kleiner als 16 ist. So hat sich der Zweitligameister 2010, der EHC München, für die DEL 2010/11 beworben und wurde nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung aufgenommen, während der Zweitligameister 2009, die Bietigheim Steelers, auf den Aufstieg verzichtete. Die DEL plante hingend zum Auslaufen des Kooperationsvertrags bis 2011, die Einführung von Relegationsspielen mit der 2. Bundesliga. Der aktuell gültige Kooperationsvertrag zwischen DEL und DEB, mit Laufzeit bis 2018, enthält jedoch weiterhin keinerlei Regelung zum Auf- und Abstieg zwischen DEL und 2. Bundesliga, d.h. die DEL existiert weiterhin als eigenständige und nach außen abgeschottete Liga.

DEL2 / Eishockeyspielbetriebsgesellschaft[Bearbeiten]

Die 2002 gegründete ESBG organisiert den Spielbetrieb in der DEL2. Von 2002 bis 2010 war sie auch für die Oberliga zuständig.

Die DEL2 ist die zweithöchste Spielklasse in Deutschland. Sie wurde 2013 eingeführt und löste die bisherige 2. Bundesliga ab. Die DEL2 ist eine Profiliga und hat eine Sollstärke von 14 Mannschaften. In der Saison 2013/14 nehmen nur 12 Clubs an der Liga teil, zur Saison 2014/15 wird auf die Sollstärke aufgestockt.

Oberliga[Bearbeiten]

Die Eishockey-Oberliga, die dritthöchste Spielklasse im deutschen Eishockey, wird in der Saison 2013/14 zum vierten Mal in vier regionalen Gruppen ausgespielt. Der Spielbetrieb der Gruppen Nord und Süd werden vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) organisiert, die Gruppe West vom Eissport-Verband Nordrhein-Westfalen (LEV-NRW) und die Gruppe Ost vom Berliner Eissport-Verband (LEV-Berlin). Zum Ende der Saison spielen die Nord-, West- und Ost-Ligen gemeinsam in zwei parallelen Gruppen eine Verzahnungsrunde, deren beide Gruppensieger gemeinsam mit den zwei Play-off-Siegern der Oberliga Süd und den beiden Play-down-Verlierern der DEL2 in die Relegationsrunde zur DEL2 einziehen. Die ersten vier Mannschaften dieser Runde sind für die auf 14 Mannschaften aufgestockte DEL2 qualifiziert.

Die Ligen sind wie folgt regional aufgeteilt:

  • Oberliga Süd: Bayern, Baden-Württemberg
  • Oberliga Ost: Berlin, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg
  • Oberliga Nord: Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern
  • Oberliga West: Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Landeseissportverbände[Bearbeiten]

Die Landeseissportverbände (LEV) organisieren den Spielbetrieb der Amateurligen. Nicht jeder der LEV organisiert dabei einen regelmäßigen Spielbetrieb.

Bayern[Bearbeiten]

Die höchste Spielklasse der Bayerischen Eissportverbandes (BEV) ist die Bayernliga, auch Bayerische Eishockey-Liga (BEL) genannt. Sie wird bayernweit ausgespielt. Unterhalb der BEL organisiert der BEV noch die Landesliga und die Bezirksliga. Die Landesliga wird seit 2010/11 in zwei regionalen Gruppen (Nord/Ost und Süd/West, zuvor vier Gruppen), die Bezirksliga in vier Gruppen ausgespielt (Nord, Ost, Süd und West). Die Landesliga spielt zwei Aufsteiger in die BEL aus, dazu werden vier Absteiger ausgespielt. Die Meister der Bezirksligagruppen steigen direkt auf und spielen außerdem noch den Bezirksligameister aus. Insgesamt nehmen etwa 80 Mannschaften am Spielbetrieb des BEV teil. Der BEV veranstaltet außerdem einen Bayernkrug genannten Pokalwettbewerb aus, der in den letzten Jahren auf Grund mangelnden Interesses nicht mehr ausgespielt wurde.

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Die Regionalliga Süd/West, ehemals Baden-Württembergliga (BWL), ist die höchste Amateurliga in Baden-Württemberg. Unterhalb der Regionalliga Süd/West wird noch die Landesliga Baden-Württemberg ausgespielt. Am Spielbetrieb des Eissportverband Baden Württemberg nehmen ca. 15 Mannschaften teil.

West[Bearbeiten]

Der Eissport-Verband Nordrhein-Westfalen (LEV-NRW) organisiert für Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz die Regionalliga West. Die besten Mannschaften der Regionalliga spielen in einer Relegationsrunde mit der Oberliga die Auf- und Absteiger aus.

Unterhalb der Regionalliga West organisiert der LEV-NRW noch zwei weitere Ligen. Die NRW-Liga entstand 2010 durch Zusammenlegung von Verbandsliga und Landesliga und ist die unterste Meldeliga, also die Liga in der neue Mannschaften starten können. Zusätzlich wird eine Bezirksliga ausgespielt. Insgesamt nehmen etwa 35 Mannschaften am Spielbetrieb des LEV-NRW einschließlich Oberliga teil.

In Hessen organisiert der Hessische Eissport Verband unterhalb der Regionalliga West die Hessenliga, deren Sieger in die Regionalliga West aufsteigen kann. Darunter gibt es die Landesliga Hessen.

Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland nehmen sowohl im Spielbetrieb des LEV NRW, als auch in Hessen und Baden-Württemberg teil. Daneben wird vom Rheinland-Pfälzischen Eis- und Rollsport Verband die Rheinland-Pfalz-Liga und die Bezirksliga Rheinland-Pfalz ausgespielt, an der auch regelmäßig Mannschaften aus Luxemburg teilnehmen.

Norddeutschland[Bearbeiten]

Für Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen organisiert der Niedersächsische Eissportverband (NEV) die Regionalliga Nord. Unterhalb der Regionalliga organisiert der NEV die Landesliga Nord. Daneben wird vom Hamburgischen Eis- und Rollsportverband die Hanseliga organisiert, vom LEV Mecklenburg-Vorpommern die Ostseeliga.

Ostdeutschland[Bearbeiten]

Unterhalb der Oberliga Ost organisiert der Sächsische Eissportverband die Regionalliga Ost, die 2011 aus der Sachsenliga entstand. Darunter gibt es Landesligen in Berlin und Thüringen. In Brandenburg gibt es keine offizielle Landesliga.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Eishockeyliga wurde 1890 in Berlin gegründet: Die (mit Unterbrechungen) bis heute existierende Berliner Stadtliga. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Landesligen. Ab 1912 bis 1948 wurden deutsche Meisterschaften im Pokalmodus zwischen den Siegern der jeweiligen Landesligen ausgetragen.

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

Hauptartikel: Eishockey in Deutschland

Erstmals 1948 wurde von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Eissport eine bundesweite Eishockeyliga eingerichtet, die Oberliga. Zur Saison 1958/59 löste die Bundesliga die Oberliga als höchste Spielklasse ab, die Oberliga bestand aber als zweithöchste, bundesweite Spielklasse weiter. Als dritthöchste Spielklasse wurde 1961 die in zwei regionale Gruppen Nord und Süd eingeteilte Gruppenliga eingeführt, die 1965 den Namen Regionalliga erhielt. Die Organisation der obersten drei Ligen übernahm ab 1963 der neu gegründete Deutsche Eishockey-Bund (DEB). Von 1966 bis 1970 war die Oberliga analog zur Regionalliga in zwei regionale Gruppen eingeteilt.

Zur Saison 1973/74 wurde die bundesweite 2. Bundesliga eingeführt. Die Oberliga wurde wieder zweigleisig gespielt, zwischen 1983 und 1985 gab es zusätzlich eine Gruppe Mitte. Die Regionalliga bildete nach einer Saison Spielpause die vierte Spielklasse, die ab 1975 in den drei Gruppen Nord, West und Süd, ab 1981 in den Gruppen Nord/West, Südwest und Süd, ab 1984 in Nord, West, Südwest und Süd, ab 1987 in Nord, West, Mitte, Südwest und Süd spielte. Die 2. Bundesliga wurde erstmals 1981/82 in zwei regionalen Gruppen ausgetragen und spielte von 1983 bis 1991 ebenfalls in den zwei Gruppen Nord und Süd.

Deutsche Demokratische Republik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Eishockey in der DDR

In der DDR wurde 1950 durch den Deutschen Sportausschuß die DDR-Liga gegründet. Als 1952 die DDR-Oberliga als höchste Spielklasse eingeführt wurde, bestand die Liga als zweithöchste Spielklasse weiter. Zur Saison 1955/56 wurde die Liga in 1. Liga umbenannt und eine 2. Liga als dritthöchste Spielklasse eingeführt. Ab 1958 übernahm der Deutsche Eislauf-Verband der DDR die Organisation des Spielbetriebs. Die 2. Liga wurde 1962 in Gruppenliga umbenannt und wurde ab 1965 nach Abschaffung der 1. Liga zur zweithöchste Spielklasse. Zur Saison 1970/71 wurde die Oberliga auf zwei Mannschaften (Dynamo Weißwasser und Dynamo Berlin) reduziert und die Gruppenliga abgeschafft. Unterhalb der Oberliga wurde nur noch eine Bestenermittlung in Turnierform durchgeführt.

Deutschland seit 1990[Bearbeiten]

Bereits vor der staatlichen Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 wurden die beiden DDR-Oberligisten zur Saison 1990/91 in die Bundesliga der BRD aufgenommen. Zur Saison 1992/93 wurde die bisherigen 2. Bundesligen Nord und Süd zusammengelegt und Oberliga und Regionalliga jeweils auf zwei Gruppen Nord und Süd reduziert. Im Sommer 1994 wurde dann eine umfassende Reform durchgeführt: die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wurde als geschlossene höchste Spielklasse eingeführt und löste die beiden Bundesligen ab. Unter der DEL wurden die 1. Liga und die 2. Liga, jeweils in Gruppen Nord und Süd, eingeführt. Die 1. Liga spielte in gemeinsamen Play-Offs den Deutschen Amateurmeister aus, welcher sich um die Aufnahme in die DEL bewerben konnte. Die 2. Liga Nord bestand aber nur bis 1997.

Die DEL wurde im Jahre 1996 unabhängig vom DEB, blieb diesem aber über einen Kooperationsvertrag verbunden. Der DEB gründete daraufhin 1998 wieder eine deutschlandweite Bundesliga, die nach einer Vereinbarung der DEL ab 1999 den Namen 2. Bundesliga erhielt – die DEL firmiert seitdem unter dem Namen "DEL – Die 1. Bundesliga". Ebenfalls 1999 wurden die bisherigen 1. Ligen in Oberligen umbenannt, die 2. Liga Süd in Regionalliga Süd. Im Norden Deutschlands bestanden ebenfalls Regionalligen, welche jedoch von den Landeseissportverbänden (LEV) organisiert werden. Die Oberliga Nord wurde 2001 aufgelöst. Die Oberliga Süd nahm die zwei verbliebenen Vereine auf und wurde damit de facto zur deutschlandweiten, dritthöchsten Spielklasse. Zur Saison 2002 übernahm die vom DEB gegründete Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) die Organisation von 2. Bundesliga und Oberliga, die Regionalliga wurde aufgelöst. Von 2002 bis 2005 spielte die Oberliga in den zwei Gruppen West und Ost, von 2005 bis 2007 wieder eingleisig. Seit 2007 wird in zwei Gruppen Nord und Süd mit Verzahnung der Gruppen während der Vorrunde gespielt.

Nachdem eine endgültige Teilung der Oberliga in Nord und Süd zur Saison 2009/10 scheiterte und die Oberliga erneut eingleisig spielen musste, wurde zur Saison 2010/11 eine Oberligareform durchgeführt: Die Oberliga wird demnach in vier regionalen Gruppen ausgespielt, die nicht mehr von der ESBG, sondern vom DEB (OL Süd) bzw. von den LEV (OL Nord, West, Ost) durchgeführt wird. Dafür wurde die Liga mit Mannschaften der bisherigen Regionalligen Nord, Ost und West aufgefüllt. Zur Saison 2013/14 wurde die bisherige 2. Bundesliga durch die DEL2 abgelöst.

Eishockey-Regionalliga Eishockey-Regionalliga Eishockey-Regionalliga Eishockey-Oberliga Eishockey-Oberliga Eishockey-Regionalliga DEL2 2. Eishockey-Bundesliga 2. Eishockey-Bundesliga Eishockey-Oberliga Deutsche Eishockey Liga Eishockey-Bundesliga Eishockey-Oberliga


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://herforder-ev.de/pages/posts/rueckzug-aus-der-oberliga-213.php Bekanntgabe des Rückzuges aus der Oberliga vom Herforder EV