Péronne

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Péronne (Begriffsklärung) aufgeführt.
Péronne
Wappen von Péronne
Péronne (Frankreich)
Péronne
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Péronne
Kanton Péronne
Gemeindeverband Communauté de communes de la Haute Somme.
Koordinaten 49° 56′ N, 2° 56′ O49.9322222222222.936388888888951Koordinaten: 49° 56′ N, 2° 56′ O
Höhe 47–117 m
Fläche 14,16 km²
Einwohner 7.796 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 551 Einw./km²
Postleitzahl 80200
INSEE-Code
Website www.ville-peronne.fr

Péronne ist eine Stadt mit 7796 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im französischen Département Somme.

Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Mündung der Cologne in die Somme; daneben gibt es die beiden Kanäle Canal du Nord und Canal de la Somme. Im Stadtgebiet liegen zahlreiche Teiche.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 7. Jahrhundert existierte in Péronne eine Abtei. Der französische König Karl III. wurde bis zu seinem Tod im Jahre 929 in Péronne gefangen gehalten. Péronne war einer der Hauptorte der historischen französischen Provinz Santerre.

Zwei Friedensverträge wurden in Péronne geschlossen. So unterzeichneten der französische König Philipp II. und der flandrische Graf Balduin IX. den sogenannten Frieden von Péronne 1200.

1468 setzte der burgundische Herzog Karl der Kühne in der Festung den französischen König Ludwig XI. gefangen und erzwang von diesem die Unterzeichnung des sogenannten Friedens von Péronne 1468.

1576 schloss sich die Stadt während der Religionskriege einem katholischen Städtebündnis an.

Der Ort wurde im Deutsch-Französischen Krieg sowie im Ersten und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Ersten Weltkrieg lag Péronne an der deutschen Westfront. Am 2. September 1918 gelang australischen Truppen die Einnahme Péronnes. Ein 80 Kilometer langer Rundweg führt von Péronne über die historischen Schlachtfelder der Somme u.a. zu den französischen und britischen Gedenkstätten von Rancourt und Thiepval bei Pozières.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rathaus
Eingang zum L'Historial de la Grande Guerre
  • In die Schlossruine wurde 1992 ein von Henri Ciriani entworfenes modernes Museumsgebäude zur Geschichte des Ersten Weltkriegs, das Historial de la Grande Guerre integriert. Hier werden Parallelen der drei Hauptkriegsgegner Frankreich, Britisches Empire und Deutsches Reich aufgezeigt und anhand von Kriegsüberresten, Plakaten und Filmdokumenten historische und soziologische Dimensionen des Krieges veranschaulicht. Zu den ausgestellten Kunstwerken gehört auch der Radierzyklus Der Krieg des deutschen Künstlers und Weltkriegteilnehmers Otto Dix.
  • Von der früheren Befestigungsanlage ist nur die Porte de Bretagne erhalten.
  • Die gotische Hallenkirche Saint-Jean-Baptiste stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Siehe auch Saint Fursy

Verkehr[Bearbeiten]

Bei Péronne zweigt von der Autobahn A1 (Paris-Lille) die A2 nach Brüssel ab. Paris ist etwa 140 km entfernt; nach St. Quentin sind es 29 km, nach Arras 50 km.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist mit Altena in Deutschland und mit Blackburn in England verschwistert.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Péronne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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