Agny

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Agny
Wappen von Agny
Agny (Frankreich)
Agny
Region Hauts-de-France
Département Pas-de-Calais
Arrondissement Arras
Kanton Arras-3
Gemeindeverband Arras
Koordinaten 50° 16′ N, 2° 44′ OKoordinaten: 50° 16′ N, 2° 44′ O
Höhe 65–98 m
Fläche 6,05 km2
Einwohner 1.929 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 319 Einw./km2
Postleitzahl 62217
INSEE-Code

Rathaus und Gefallenendenkmal

Agny ist eine französische Gemeinde mit 1929 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France (bis 2015 Nord-Pas-de-Calais).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Agny, das hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt, liegt fünf Kilometer südwestlich von Arras.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Agny kreuzen sich die Départementsstraßen D3 und D60.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der englische Soldatenfriedhof in Agny, wo auch der britische Dichter Edward Thomas begraben ist
Kirche Saint-Laurent

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem im August 1914 der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, marschierten bereits im September die ersten Truppen des Deutschen Heers in das Gebiet ein. Agny befand sich bald an der Frontlinie. Da der Ort an einer Eisenbahnstrecke lag, wurde er zu einem umkämpften Stützpunkt. Im Oktober 1914 rückten die deutschen Truppen mittels eines sehr aggressiven Kampfstils vor.

Am 25. September 1915 fand in Agny eine blutige Schlacht statt. Die 135. Infanterie der französischen Armee, die im Verbund mit den britischen Armee kämpfte, verlor dort 38 Offiziere, 1162 Soldaten wurden getötet oder verwundet. Trotz des heftigen Kampfes blieb die 1860 errichtete Stadthalle unzerstört.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, besetzte die eindringende Wehrmacht bald die Gemeinde. Die ersten Widerstandsgruppen wurden kurz danach ins Leben gerufen. Der damalige Bürgermeister Philibert Cleret führte einige riskante Aktionen durch und wurde schließlich verhaftet, interniert und anschließend deportiert. Am 10. März 1945 starb er im Konzentrationslager Buchenwald.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Bevölkerungszahl
1962 1033
1968 1083
1975 1291
1982 1232
1990 1963
1999 1954
2006 1888

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Laurent (wiederaufgebaut im 20. Jahrhundert)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Agny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien