Huckarde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Dortmund-Huckarde)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Huckarde
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 31′ 49″ N, 7° 24′ 50″ O
Höhe: ca. 72 m ü. NHN
Fläche: 6,42 km²
Einwohner: 17.082 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.659 Einwohner/km²
Eingemeindung: 10. Juni 1914
Postleitzahl: 44369
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 82
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild
Lage von Huckarde in Dortmund
St.-Urbanus-Kirche
St.-Urbanus-Kirche

Huckarde ist der Statistische Bezirk 82 und zugleich ein westlicher Stadtteil im gleichnamigen Stadtbezirk der kreisfreien Großstadt Dortmund.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Besiedlungen konnten in Huckarde, nahe der heutigen Oberfeldstraße, bis in die Zeit um Christi Geburt nachgewiesen werden. In einer Urkunde des Stiftes Essen wird erwähnt, dass Hukretha um das Jahr 860 in den Besitz von Altfrid, Bischof von Hildesheim und Gründer des Stiftes, überging. Von dieser Zeit bis zur Säkularisation und Auflösung des Stifts im Jahr 1803 bildete die Herrschaft Huckarde, zu der auch das benachbarte Dorstfeld gehörte, eine Essener Exklave an der Grenze zwischen der Grafschaft Mark und der Grafschaft Dortmund. Bei dem Bau eines Brunnens wurde im Jahr 1810 in dem bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Stadtteil erstmals Steinkohle gefunden. Mit der Gründung der 1980 stillgelegten Zeche Hansa im Jahr 1855 begann auch in Huckarde das Industriezeitalter.

Seit 1892 ist der Ort an die Emschertalbahn angebunden. 1908 erhielt Huckarde einen repräsentativen Personenbahnhof. Am 10. Juni 1914 wurde die Gemeinde in die Stadt Dortmund eingegliedert.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Huckarde findet sich das Industriedenkmal Kokerei Hansa. Hier eröffnete 2008 die größte Kletterhalle in Nordrhein-Westfalen. Angesiedelt in Huckarde ist ebenfalls das BINARIUM. Deutsches Museum der digitalen Kultur, ein Museum mit einer großen Ausstellung von Videospielkonsolen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huckarde verfügt über drei Grundschulen und eine Gesamtschule.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2017 lebten 17.082 Einwohner in Huckarde (mit Wischlingen).

Strukturdaten der Bevölkerung Huckardes (mit Wischlingen):

  • Minderjährigenquote: 21,5 % (Dortmunder Durchschnitt: 19,4 %) [3]
  • Altenquote: 26,8 % (Dortmunder Durchschnitt: 30,0 %) [4]
  • Ausländeranteil: 19,6 % (Dortmunder Durchschnitt: 17,7 %) [5]
  • Arbeitslosenquote: 12,8 % (Dortmunder Durchschnitt: 11,0 %) [6]

Das Durchschnittseinkommen liegt ca. 15 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 15.188
2003 16.931
2008 16.786
2013 16.686
2016 17.071
2017 17.082

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den oben erwähnten Bahnhof Dortmund-Huckarde Nord ist Huckarde durch die Linie RB43 (Emschertalbahn) im Regionalverkehr angebunden. Darüber hinaus erhielt Huckarde mit dem Bau der S-Bahn Rhein-Ruhr auch den S-Bahn-Haltepunkt (Dortmund-Huckarde S-Bahn-Logo.svg) im Westen des Stadtteils. Dieser wird von der Linie S2 bedient, welche wochentags im 20-Minuten-Takt von Dortmund Hbf über Herne alternierend nach Recklinghausen, Gelsenkirchen-Essen und Gelsenkirchen-Essen-Altenessen-Oberhausen-Duisburg verkehrt. Die Stadtbahnlinie U47 führt über den Hafen und den Hauptbahnhof zum Osten der Stadt.
Über die Anschlussstelle Dortmund-Hafen der A 45 ist Huckarde mit dem Bundesfernstraßennetz verbunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Wittkamp: 1100 Jahre Huckarde. Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark, Bd. LVI. Dortmund 1960.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 250.
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30.06.2017 (PDF-Datei)