Nordirland

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Northern Ireland (englisch)

Tuaisceart Éireann (irisch)
Norlin Airlann (Ulster Scots)
Nordirland

Flagge Nordirlands
Wappen Nordirlands
eh. Flagge Nordirlands
(seit 1973 außer Gebrauch)
eh. Wappen Nordirlands
(seit 1973 außer Gebrauch)
Wahlspruch: Dieu et mon droit
französisch für „Gott und mein Recht“
Amtssprache Englisch (de facto), Irisch, Ulster Scots
Hauptstadt Belfast
Staatsform Konstitutionell-parlamentarische Monarchie
Regierungssystem dezentrales Parlament
innerhalb der
konstitutionellen-parlamentarischen Monarchie
Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II.,

Minister für Nordirland
James Brokenshire

Regierungschef Erster Minister
Arlene Foster
Fläche 13.843 km²
Einwohnerzahl 1.840.500[1] (2014)
Bevölkerungsdichte 133 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
(2013)[2]
  • 49,3 Mrd. $
  • 45,3 Mrd. $
  • 26.920 $
  • 24.760 $
Währung Pfund Sterling, £, GBP
Gründung 1921 durch den Government of Ireland Act
Nationalhymne UK: God Save the Queen, Regional de facto: A Londonderry Air
Zeitzone UTC±0 WEZ
UTC+1 WESZ
Internet-TLD .uk (für Vereinigtes Königreich) (inoffiziell auch .ie für Irland in Gebrauch)
Telefonvorwahl +44
Frankreich Guernsey Jersey Isle of Man Irland Wales Nordirland England SchottlandNorthern Ireland in United Kingdom.svg
Über dieses Bild
Karte von Nordirland
Karte von Nordirland

Nordirland (englisch Northern Ireland, irisch Tuaisceart Éireann) ist ein Land und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus sechs der neun Grafschaften der historischen irischen Provinz Ulster im Norden Irlands.

Im Verhältnis zur Republik Irland ist Nordirland dichter bevölkert und weist einen höheren Industrialisierungsgrad auf.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordirland bildet die Fortsetzung des Landschaftsbildes in Nordengland und Südschottland nach Westen hin. Die Küstenlinie ist reich gegliedert. Das Klima ist – wie überall auf den Britischen Inseln – ozeanisch und wird vom Golfstrom beeinflusst.

Nordirland hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 140 km. Von Osten nach Westen sind es 180 km. Die Länge der nordirischen Küste ist etwa 500 km. Die Insel Rathlin im Nordosten gehört zu Nordirland. Nordirlands Anteil an der gesamten irischen Insel liegt bei etwa 16 Prozent.

Es gibt drei Höhenzüge: im Nordwesten die Sperrin Mountains, im Nordosten das Antrim Plateau, im Südosten die Mourne Mountains (852 m).

Wichtige Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordirland war – wie die Republik Irland – von Auswanderung geprägt.

Größere Investitionen wurden aufgrund der ethnisch-konfessionellen Spaltung und der politischen Unsicherheit kaum getätigt; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bewegte sich 1991 auf 81 Prozent des Durchschnitts im Vereinigten Königreich; die Arbeitslosigkeit war hoch.

Seit 1997 wird mehr investiert und die Wirtschaft wächst stärker. Seit 1999 erlebt das Land einen Anstieg beim Tourismus. Ein wichtiges Unternehmen ist Premier Power.

Die Währung in Nordirland ist das Pfund Sterling. Vier Geschäftsbanken (Bank of Ireland, First Trust Bank, Northern Bank, Ulster Bank) dürfen eigene nordirische Banknoten drucken.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 wurde das Nordirlandministerium (Northern Ireland Office, Abk. NIO) in London geschaffen, das von einer Ministerin oder einem Minister geleitet wird. Seit 2012 ist dies die konservative Politikerin Theresa Villiers. Das Ministerium ist verantwortlich für die Bereiche Strafgerichtsbarkeit und Justizvollzug, Polizei (siehe unten), die Fürsorge für Opfer politisch motivierter Verbrechen sowie in der Vergangenheit (2002–2007), als die Regionalregierung direkt der Zentralregierung unterstellt war, für die Rechtsaufsicht über die Behörden in Nordirland.

Wie auch in Wales und Schottland setzte die Regierung von Tony Blair ihre Politik der Devolution auch in Nordirland um und schuf eine Regionalverwaltung. In Nordirland gibt es das Büro der Exekutive („Erster Minister und Stellvertretender Erster Minister von Nordirland“) sowie zehn Regional-Ministerien, nämlich für Landwirtschaft, für Kultur, Kunst und Freizeit, für Bildung, für Umwelt, für Finanzen und Personal, für Gesundheit, für Wirtschaft, für Beschäftigung und Fortbildung, für Regionalentwicklung sowie für Soziale Entwicklung. Ein Aspekt dieser Konstruktion liegt darin, dass die Ministerien der Republik Irland ein Gegenüber nicht in London, sondern in Belfast haben und das allmähliche Zusammenwachsen Irlands so gefördert wird.

Der Haushalt der nordirischen Regierung, der Northern Ireland Executive, ist hochdefizitär. Nicht einmal zwei Drittel der Ausgaben sind durch Einnahmen in Nordirland gedeckt. Das Vereinigte Königreich muss die Ausgaben der nordirischen Regierung mit mehr als 9 Milliarden Pfund jährlich subventionieren.[3]

Bis 1972 war Nordirland in die sechs Grafschaften Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Derry (Londonderry) und Tyrone gegliedert. Ab 1973 gab es eine einstufige Verwaltung mit 26 Distrikten. Seit dem 1. April 2015 ist Nordirland in elf Distrikte gegliedert.

Symbole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zurzeit keine offizielle Flagge Nordirlands. Bis 1973 wurde in Nordirland die Red Hand Flag of Ulster als offizielle Flagge verwendet. Lediglich im Sport wird die Flagge von Nordirland bei den Commonwealth Games[4] für das Fußballteam Nordirlands sowohl von der FIFA als auch der UEFA, etwa bei der Fußball-Europameisterschaft 2016, verwendet.[5][6] Daneben gab es auch ein Wappen.

Siehe auch:

Wappen der Counties (Grafschaften)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1921 nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg statt.

Nachfolgend wurde der katholische Bevölkerungsteil bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche benachteiligt. Die Gesellschaft teilte sich politisch in meist irischstämmige katholische Republikaner, die das Ziel einer Wiedervereinigung mit der Republik Irland verfolgten, und meist protestantische Unionisten oder Royalisten, die von Zuwanderern abstammen und den Verbleib im Vereinigten Königreich wollten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten politischen Parteien in der Northern Ireland Assembly und ihre derzeitige grobe Charakterisierung:

Die Wahlen zum britischen Unterhaus vom 7. Mai 2015 ergaben für Nordirland folgende Ergebnisse.

Wahlkreisergebnisse in Nordirland
Ergebnis der Wahl zum Unterhaus im Vereinigten Königreich 2015 in Nordirland
Partei Mandate (Wahlkreise) Stimmen
Insgesamt Hinzu-
gewonnen
Verloren +/− Zahl  % +/−
Democratic Unionist Party 8 1 1 0 184.260 25,7 % 0,7 %
Sinn Féin 4 0 1 1 176.232 24,5 % 1,0 %
Social Democratic and Labour Party 3 0 0 0 99.809 13,9 % 2,6 %
Ulster Unionist Party 2 2 0 2 114.935 16,0 % 0,8 %
Alliance Party of Northern Ireland 0 0 1 1 61.556 8,6 % 2,2 %
UK Independence Party 0 0 0 0 18.324 2,6 % 2,6 %
Traditional Unionist Voice 0 0 0 0 16.538 2,3 % 1,6 %
Conservative Party 0 0 0 0 9.055 1,3 % 1,3 %
Green Party in Northern Ireland 0 0 0 0 6.822 1,0 % 0,4 %
Workers’ Party of Ireland 0 0 0 0 2.724 0,4 % 0,4 %
Cannabis Is Safer Than Alcohol 0 0 0 0 1.853 0,3 % 0,3 %
Andere 1 0 0 0 25.995 3,6 % 3,5 %
Gesamt 18 3 3 718.103 100,0 %

Ergebnis des Referendums über das Verlassen der EU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Juni 2016 fand das Referendum über das Verlassen der EU statt. Es wurde im Vereinigten Königreich mehrheitlich für ein Verlassen der EU gestimmt, in Nordirland und in Schottland jedoch mehrheitlich für ein Verbleiben in der EU.[7] Auf Grund dieses Ergebnisses forderte der irische Premierminister Enda Kenny ein Referendum über eine Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland.[8]

Wahlbezirk Stimmen Ergebnis
Verlassen Verbleiben Wahlbeteiligung
% Zahl % Zahl %
Belfast East 51,4 21.918 48,6 20.728 66,2
Verlassen
Belfast North 49,6 19.844 50,4 20.128 57,5
Verbleiben
Belfast South 30,5 13.596 69,5 30.960 67,6
Verbleiben
Belfast West 25,9 8.092 74,1 23.099 48,9
Verbleiben
East Antrim 55,2 22.929 44,8 18.616 65,2
Verlassen
LondonderryEast Londonderry 48,0 19.455 52,0 21.098 59,9
Verbleiben
Fermanagh & South Tyrone 41,4 19.958 58,6 28.200 67,9
Verbleiben
Foyle 21,7 8.905 78,3 32.064 57,4
Verbleiben
Lagan Valley 53,1 25.704 46,9 22.710 66,6
Verlassen
Mid Ulster 39,6 16.799 60,4 25.612 61,7
Verbleiben
Newry & Armagh 37,1 18.659 62,9 31.693 63,7
Verbleiben
North Antrim 62,2 30.938 37,8 18.782 64,9
Verlassen
North Down 47,6 21.046 52,4 23.131 67,7
Verbleiben
South Antrim 50,6 22.055 49,4 21.498 63,4
Verlassen
South Down 32,8 15.625 67,2 32.076 62,4
Verbleiben
Strangford 55,5 23.383 44,5 18.727 64,5
Verlassen
Upper Bann 52,6 27.262 47,4 24.550 63,8
Verlassen
West Tyrone 33,2 13.274 66,8 26.765 61,8
Verbleiben
Gesamt Nordirland 44,2 349.442 55,8 440.437 62,9
Verbleiben
Gesamt Großbritannien 51,9 17.410.742 48,1 16.141.241 72,2
Verlassen

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte protestantische Gemeinschaft bildet die calvinistisch-reformierte Presbyterianische Kirche mit etwa 19 Prozent. Sie ist schottischer Herkunft (dort: Church of Scotland)

Church of Ireland (Anglikaner): Anders als in England besteht seit 1871 keine Staatskirche mehr. Etwa 250.000 Menschen (14 % der Bevölkerung) rechnen sich zur anglikanischen Gemeinschaft der Church of Ireland, deren Erzbischof (Robert Eames) in Armagh residiert und auch für die etwa 70.000 Mitglieder in der Republik Irland zuständig ist.

Katholiken: Etwa 41 Prozent der Nordiren bezeichnen sich als römisch-katholisch. Der Sitz des Primas von ganz Irland (Seán Brady) befindet sich ebenfalls in Armagh. Auch der katholische Primas und die Irische Bischofskonferenz (Irish Bishops’ Conference) sind gesamtirische Institutionen.

Bevölkerung nach Kirchenzugehörigkeit (Census 2011):[9]

Im längeren zeitlichen Verlauf hat sich in den letzten Jahrzehnten eine kontinuierliche Zunahme des katholischen Bevölkerungsanteils ergeben. Es gibt Schätzungen, dass die Katholiken, sollte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen, um das Jahr 2021 herum die Bevölkerungsmehrheit in Nordirland stellen werden.[10] Nach der EU-Erweiterung 2004 kamen viele Migranten aus ost- und mitteleuropäischen Staaten nach Nordirland (vorwiegend Polen), die mehrheitlich katholisch waren. Im Jahr 2011 umfasste diese Gruppe 35.720 Personen (davon 63 % Katholiken), die knapp 2 % der Bevölkerung ausmachten.[11] Allerdings ist auch eine kontinuierliche Zunahme der Gruppe der Konfessionslosen festzustellen.

Distrikt 2001[12] 2011[13]
Katholiken Protestanten und
andere Christen
Andere Katholiken Protestanten und
andere Christen
Andere
Antrim 35,2 % 47,2 % 17,6 % 37,5 % 43,2 % 19,2 %
Ards 10,4 % 68,7 % 20,9 % 10,9 % 65,4 % 23,6 %
Armagh 45,4 % 45,5 % 9,1 % 44,8 % 43,0 % 12,2 %
Ballymena 19,0 % 67,8 % 13,3 % 20,4 % 63,3 % 16,3 %
Ballymoney 29,5 % 59,1 % 11,3 % 29,6 % 56,7 % 13,6 %
Banbridge 28,6 % 58,7 % 12,7 % 29,4 % 55,3 % 15,3 %
Belfast 42,1 % 40,3 % 17,5 % 41,9 % 34,1 % 24,0 %
Carrickfergus 6,5 % 70,4 % 23,1 % 7,6 % 67,2 % 25,2 %
Castlereagh 15,8 % 64,9 % 19,3 % 19,5 % 57,3 % 23,2 %
Coleraine 24,1 % 60,5 % 15,4 % 25,0 % 56,8 % 18,2 %
Cookstown 55,2 % 38,0 % 6,8 % 55,1 % 34,0 % 11,0 %
Craigavon 41,7 % 46,7 % 11,6 % 42,1 % 42,1 % 15,8 %
Derry 70,9 % 20,8 % 8,4 % 67,4 % 19,4 % 13,1 %
Down 57,1 % 29,2 % 13,7 % 57,5 % 27,1 % 15,4 %
Dungannon 57,3 % 34,9 % 7,7 % 58,7 % 29,8 % 11,5 %
Fermanagh 55,5 % 36,1 % 8,4 % 54,9 % 34,3 % 10,8 %
Larne 22,2 % 61,9 % 15,9 % 21,8 % 59,7 % 18,5 %
Limavady 53,1 % 36,1 % 10,7 % 56,0 % 34,3 % 9,7 %
Lisburn 30,1 % 53,6 % 16,4 % 32,8 % 47,9 % 19,3 %
Magherafelt 61,5 % 32,0 % 6,5 % 62,4 % 28,3 % 9,3 %
Moyle 56,6 % 33,8 % 9,6 % 54,4 % 32,3 % 13,3 %
Newry and Mourne 75,9 % 16,4 % 7,7 % 72,1 % 15,2 % 12,7 %
Newtownabbey 17,1 % 64,5 % 18,4 % 19,9 % 57,8 % 22,3 %
North Down 10,0 % 64,5 % 25,5 % 11,2 % 60,3 % 28,5 %
Omagh 65,1 % 26,3 % 8,6 % 65,4 % 24,8 % 9,8 %
Strabane 63,1 % 30,9 % 6,0 % 60,1 % 30,7 % 9,2 %

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühere Royal Ulster Constabulary (RUC) heißt seit 2001 Police Service of Northern Ireland (PSNI). Während sie bis 1998 fast ausschließlich aus britisch-protestantischen Beamten bestand, wurde sie 1999 um die Hälfte auf etwa 7000 Beamte verkleinert und soll bei Neueinstellungen zur Hälfte katholische Bewerber einstellen, um den sozialen Frieden gewährleisten zu können. In Belfast existiert eine Anlaufstelle für Beschwerdeführer gegen die Polizei, der sogenannte „Ombudsmann“.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordirland ist ein sicheres Reiseland; die Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland sind zum Großteil entfallen.

Mussenden Temple im County Antrim

Sehenswertes Naturdenkmal ist der Giant’s Causeway (dt. Damm des Riesen), mit rund 40.000 Basaltsäulen am Meer, geschützt durch den National Trust, etwa 20 km westlich von Ballycastle an der Nordküste von Antrim. Weitere sehenswerte Gegenden und Landschaften sind:

Wie auch in der Republik Irland gehören Golf, Angeln, Wandern und Bootstourismus zu den möglichen Urlaubsaktivitäten; es gibt Bootstouren, die die Republik Irland und Nordirland verbinden.

Kulturelle Ereignisse konzentrieren sich in Belfast und Derry. Der Tourismus trägt mit 1,5 Millionen Besuchern (2002) zu zwei Prozent zum nordirischen Bruttonationaleinkommen bei; die große Mehrheit der Besucher kommt aus der Republik Irland sowie aus den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreiches. Etwa 100.000 Besucher kommen je aus der übrigen Europäischen Union und den USA.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flüge: Nordirland hat drei internationale Flughäfen, zwei bei Belfast, einen bei Derry.

Auto: Der Motorway M1 verbindet Belfast mit Dungannon, der Motorway M2 führt von Belfast nach Antrim, der Motorway M3 von Belfast nach Ballymacarrett.

Bus: Da das Bahnnetz sehr dünn ist, hat sich ein recht dichtes Netz aus Buslinien entwickelt.

Eisenbahn: Nordirland hat ein relativ dünnes Bahnnetz von 340 km. Translink nutzt ausschließlich Züge mit Dieselantrieb und verbindet Belfast mit:

  • Derry (via Ballymena und Coleraine) nach Norden
  • Portrush (via Ballymena und Coleraine) nach Norden
  • Larne nach Nordosten
  • Dublin (via Portadown) nach Süden
  • Bangor nach Osten

Irland und Großbritannien bilden trotz der Unabhängigkeit des Südens Irlands eine informelle Common Travel Area (etwa: gemeinsame Reisezone), welche dafür sorgt, dass bei Reisen zwischen der Republik und dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Norden keine Grenzkontrollen stattfinden. Sowohl die Republik Irland als auch das Vereinigte Königreich haben zwar das Schengener Abkommen unterzeichnet, benutzen jedoch nur den Zugang zum SIS (Schengener Informationssystem). Sollte demnach einer der beiden Staaten die Grenzkontrollen, wie zwischen den anderen Schengen-Staaten üblich, generell fallen lassen, würde die Common Travel Area zerbrechen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Líam Kennedy, Philip Ollerenshaw (Hrsg.); An Economic History of Ulster 1820–1939. Manchester University Press, Manchester. ISBN 0-7190-1827-7.
  • Ulrike Katrin Peters, Karsten-Thilo Raab: Nordirland Reisehandbuch. Westflügel Verlag 2006, ISBN 978-3-939408-02-4.
  • Friedhelm Rathjen: Singende Fahrradreifen in Ulster. Eine irische Grenzerfahrung. Edition ReJoyce, Scheeßel 2004, ISBN 3-00-013551-0.
  • Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Nordirland. Geschichte, Landschaft, Kultur, Touren. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 1996, ISBN 3-89533-177-5.
  • Julia Sebastian: Woran Menschen ihr Herz hängen : Leitfiguren als Bausteine konfligierender Identitäten im nordirischen Friedensprozess. Lembeck, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-87476-581-7 (Dissertation Universität Münster (Westfalen), 2007, 400 Seiten).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Nordirland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Nordirland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Nordirland – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mid-Year Population 2014
  2. eurostat newsrelease 90/2015.
  3. Martin Alioth: Nordirlands Politiker feilschen um Geld. Premierminister Cameron dringt in Belfast auf eine Lösung. In: Neue Zürcher Zeitung, 12. Dezember 2014, internationale Ausgabe, S. 5.
  4. Northern Ireland Commonwealth Games Brand Identity Guidelines
  5. Northern Ireland at UEFA
  6. Northern Ireland at FIFA
  7. Results. In: bbc.com. 24. Juni 2016, abgerufen am 24. Juni 2016 (englisch).
  8. diepresse.com - "Brexit: Votum über irische Reunion?
  9. 2011 Census Religion details (abgerufen am 12. August 2013).
  10. Future Catholic majority in the North changes everything in Ireland. .irishcentral.com, 13. Dezember 2012, abgerufen am 9. März 2015 (englisch).
  11. COUNTRY OF BIRTH BY RELIGION BY AGE. Northern Ireland Neighbourhood Information Service, abgerufen am 9. März 2015 (xls, englisch).
  12. Northern Ireland Neighbourhood Information Service. Abgerufen am 22. Juli 2014 (englisch).
  13. %202011_Winzip/2011/DC2114NI %20(a).ZIP Northern Ireland Neighbourhood Information Service. Abgerufen am 22. Juli 2014 (englisch).

Koordinaten: 55° N, 7° W