SolarWorld

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Solarworld AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A1YCMM2
Gründung 1998
Sitz Bonn, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 2.932 (31.12.2015)[1]
Umsatz 763,465 Mio. Euro (2015)
Branche Photovoltaik
Website www.solarworld.de
Stand: 7. Juni 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016
Konzernstruktur der SolarWorld AG (Stand: 31. Dezember 2015)

Die Solarworld AG (eigene Schreibung: SolarWorld) ist ein internationaler Solarstromtechnologiekonzern. Zentrale Geschäftsfelder sind die Produktion sowie der internationale Vertrieb im Bereich der multikristallinen und monokristallinen Solarstromtechnologie. Der Herstellungsprozess umfasst alle Stufen der Wertschöpfung – vom Rohstoff Silizium über Solarwafer, Solarzellen und Solarmodule bis zu schlüsselfertigen Photovoltaikanlagen. Das Recycling der Produkte ist Teil der Produktionskette.

Weltweit beschäftigt Solarworld rund 3.800 Menschen, davon 300 am Hauptsitz in Bonn. Das Unternehmen ist mit Standorten in acht Ländern vertreten. Die größten Fertigungsanlagen befinden sich im sächsischen Freiberg, im thüringischen Arnstadt und im US-amerikanischen Hillsboro, Oregon. Mit dem Ausbau seiner Produktionsstätte in Hillsboro ist der Konzern der größte Anbieter kristalliner Solarstromtechnologie in den USA.

Auch die Speicherung von Solarstrom und die Elektromobilität gehören zu den Geschäftsfeldern. Dabei strebt das Unternehmen eine eigene Wertschöpfungskette ab der Lithiumgewinnung zur Produktion leistungsstarker Lithium-Ionen-Akkumulatoren an.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsitz der SolarWorld AG in den Jahren 2005–2008, Bonn-Gronau

Frank Asbeck, heute Vorstandsvorsitzender der Solarworld AG, gründete 1988 ein Ingenieurbüro für Industrieanlagen in Bonn. 1995 wurde der Handel mit Photovoltaik-Modulen, Wechselrichtern, Komponenten sowie Bausätzen und Systemlösungen etabliert. 1998 übernahm die neu gegründete Solarworld sämtliche Geschäftsaktivitäten des Ingenieurbüros im Bereich Solarenergie. Der Börsengang des Unternehmens erfolgte anschließend im November 1999. Solarworld konnte, wie die gesamte Branche, sehr schnell wachsen, bedingt durch die Förderung von Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Solarworld erhielt aber auch direkte Subventionen durch staatliche Fördergelder, in Deutschland waren es von 2003 bis 2011 130 Millionen Euro.[3]

Im Jahr 2000 startete am deutschen Produktionsstandort Freiberg die Waferproduktion. Ein Jahr später wurde die Solar Factory GmbH in Freiberg gegründet. Hier begann 2003 die vollautomatisierte Modulproduktion.

Mit Einweihung der Deutschen Cell GmbH im Jahr 2002 entstand in Freiberg die erste konzerneigene Zellfertigung. 2004 wurde Solarworld als Preisträger im Wettbewerb Großer Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet.[4]

Die für den Ausbau des internationalen Geschäfts zentralen Vertriebszweige in den USA und Europa wurden 2005 mit der Gründung der Vertriebsgesellschaften Solarworld California Inc./USA und Solarworld Ibérica S.L./Spanien ausgeweitet. Am US-Standort Hillsboro in Oregon wurde 2006 die Produktion durch die Übernahme der solaren Siliziumaktivitäten der Shell-Gruppe ausgebaut. Der Kauf einer weiteren Fertigung solarer Wafer- und Zellenproduktion im Jahr 2007 ließ die Produktionskapazität abermals ansteigen.

In den USA wurde 2010 ein neues, vollautomatisiertes Modulwerk am Standort Hillsboro eingeweiht.

Im gleichen Jahr wurde in Freiberg eine neue Solarwaferfertigung in Betrieb genommen[5] und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eingeweiht.[6]

Seit 2010 ist die Solarworld an dem Joint Venture Qatar Solar Technologies Q.S.C. mit Sitz im Emirat Katar beteiligt. Im Januar 2011 erfolgte die Übernahme der Solarparc AG, Bonn, mittels Squeeze Out.

Im März 2011 erhielt das Unternehmen die Aufsuchungsrechte für Lithium im Erzgebirge. Der Rohstoff wird vor allem für die Herstellung von Batterien zur Speicherung von Solarstrom benötigt.

Im Mai 2011 wurde in Freiberg die neue vollautomatisierte Modulfertigungsstätte Solar Factory III in Betrieb genommen.[7]

Übernahmeangebot für Opel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. November 2008 kündigte das Unternehmen an, alle vier deutschen Opel-Werke sowie das Entwicklungszentrum der Adam Opel GmbH übernehmen zu wollen.[8] Ein entsprechendes Angebot sollte dem amerikanischen Mutterkonzern, General Motors (GM), unterbreitet werden.

Kernvoraussetzung für die Abgabe des Angebotes war die komplette Trennung von Opel aus dem GM-Konzern und eine Kompensationszahlung von 40.000 Euro pro deutschem Arbeitsplatz. Die gesamte Kompensationshöhe lag damit nach Unternehmensangaben bei rund einer Milliarde Euro. Für die Übernahme hätte Solarworld für Opel Barmittel in Höhe von 250 Millionen Euro und Banklinien von 750 Millionen Euro – vorbehaltlich einer Bundesbürgschaft – bereitstellen können. Solarworld wollte Opel zum „ersten grünen europäischen Autokonzern weiterentwickeln.“ Opel beschäftigte zu jenem Zeitpunkt am Stammsitz im hessischen Rüsselsheim sowie in Bochum (Nordrhein-Westfalen), Eisenach (Thüringen) und Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) knapp 30.000 Menschen.

Vereinzelt bewerteten Aktienhändler diese Ankündigung als PR-Gag.[9] Solarworld-Chef Frank Asbeck hingegen sagte, sein Angebot war durchaus ernst gemeint.[10] Der US-Automobilkonzern General Motors, zu dem die Adam Opel GmbH gehört, lehnte das Angebot ab. Wie eine Konzernsprecherin mitteilte, stehe Opel nicht zum Verkauf.[11] „Wir haben es nach der Ablehnung des Angebots nicht mehr weiter verfolgt“, zitierte die Agentur Reuters Herrn Asbeck am 18. Februar 2009. Inzwischen lagen andere Rettungskonzepte für Opel vor, die bei konservativer Rechnung einen zusätzlichen Kapitaleinsatz bis 3,3 Milliarden Euro ermittelt hatten.

Existenzielle Krise des Unternehmens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem das Unternehmen lange hohe Gewinne machte, rutschte es im Zuge der Krise der gesamten Solarbranche 2011 sehr deutlich in die Verlustzone. Auch der jahrelang rasant steigende Umsatz ist seither stark rückläufig. Der Umsatz brach im Jahr 2012 von 1,05 Mrd. Euro auf 606 Mio. Euro ein. Der operative Verlust erhöhte sich und betrug zum Jahresende 492,4 Mio. Euro. Die vorhandenen flüssigen Mittel sanken von 553,5 Mio. Euro auf 224 Mio. Euro.[12] Am 24. Januar 2013 räumte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung schwere finanzielle Probleme ein.[13][14] Gründe für die zunehmenden wirtschaftlichen Probleme sind ein zunehmend harter Preiskampf und langfristige Abnahmeverpflichtungen für Silizium, die zunehmend unwirtschaftlich wurden wegen fallender Siliziumpreise.[15] 2012 sorgte zudem eine außerplanmäßige Kürzung der EEG-Förderung für eine deutlich sinkende Nachfrage.

In der Folgezeit kam es zu Verhandlungen des Unternehmens mit den Gläubigern, die aber vorerst ergebnislos blieben. Am 17. April 2013 teilte Solarworld mit, dass im Einzelabschluss der Solarworld AG gemäß HGB das Eigenkapital auf einen negativen Wert gefallen sei.[16] In einem solchen Fall muss der Vorstand gemäß § 15a in Verbindung mit § 19 Abs. 2 der Insolvenzordnung spätestens nach drei Wochen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, es sei denn, „die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich“.

Ende April 2013 wurde bekannt, dass durch einen weitgehenden Schuldenerlass die langfristigen Verbindlichkeiten der Firma um 60 Prozent reduziert werden sollen. Nach einem Kapitalschnitt um 95 Prozent sollten jeweils 150 alte Aktien in eine neue Aktie eingetauscht und im Rahmen einer anschließenden Kapitalerhöhung die bisherigen Gläubiger Haupteigentümer des Unternehmens werden. Die Aktionäre wurden im Juli 2013 auf einer ersten außerordentlichen Hauptversammlung über die Lage des Unternehmens informiert und sollten auf einer weiteren außerordentlichen Hauptversammlung über die vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen beschließen.[17]

Gegen diese Kapitalmaßnahmen gab es einige Klagen, so dass sich die Umsetzung bis Januar 2014 verzögerte.[18] Der Anteil des bisherigen Hauptaktionärs Frank Asbeck würde infolge der Kapitalmaßnahmen von 28 Prozent auf etwa ein Prozent sinken.[19] Er wollte jedoch seinen Anteil wieder auf 21 Prozent aufstocken.[20] Neuer Partner wurde Qatar Solar Technologies, der für 35 Millionen Euro rund 29 Prozent der Aktien erwarb und zusätzlich 50 Millionen Euro Kredit gab.[21]

Im August 2013 haben Anleihegläubiger dem Rettungskonzept für das Unternehmen mit großer Mehrheit zugestimmt.[22] Nach dem erst im Januar 2014 veröffentlichten geprüften Konzernbericht für 2012 war das Eigenkapital des gesamten Konzerns zum 31. Dezember 2012 aufgezehrt.[23]

Rechtsstreit mit Hemlock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA ist seit 2013 eine Klage des Siliziumlieferanten Hemlock Semiconductor PTE Ltd gegen die Deutsche Solar, eine Tochtergesellschaft von Solarworld, anhängig. Die Deutsche Solar hatte einen langfristigen Liefervertrag mit Hemlock abgeschlossen. Nachdem der Siliziumpreis weltweit gefallen war, hat Solarworld die vertragliche Abnahmeverpflichtung nicht mehr erfüllt. Solarworld argumentiert, der Vertrag sei nichtig, da er gegen europäisches Kartellrecht verstoße und gemäß US-Recht bei Dumpingpreisen eine Ausnahmesituation gegeben sei. Eine Niederlage in diesem Verfahren wäre für Solarworld bestandsgefährdend.[24][25] [26]

Restrukturierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Februar 2014 wurde die finanzielle Restrukturierung abgeschlossen.[27]

Bereits seit April 2013 signalisierte das Unternehmen Interesse an der Übernahme der Bosch Solar Energy mit Sitz in Arnstadt.[28][29] Der Vertrag dazu wurde am 26. November 2013 unterzeichnet.[30] Im März 2014 übernahm Solarworld die Fertigungsstätten in Arnstadt und erhielt hierfür von Bosch 130 Mio. Euro.[31]

Am Ende des Geschäftsjahres 2015 verzeichnete die SolarWorld AG einen Liquiditätsüberschuss, so dass aufgrund der Verträge mit den Gläubigern Sondertilgungen erfolgen können.[32] Gegenüber dem Jahr 2014 konnte der Umsatz 2015 von 573,4 auf 763,5 Millionen Euro gesteigert werden und übertraf damit die Zahlen der vorangegangenen drei Jahre.[33]

2016 stieg die Zahl der Mitarbeiter des Konzerns auf 3800.[34]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Solarworld AG besteht gemäß den Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes aus drei Organen: der Hauptversammlung, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die leitende Funktion des Vorstands wird vom Aufsichtsrat überwacht, die Hauptversammlung hat eine beschließende Funktion.

In den operativen Geschäftseinheiten des Unternehmens sind die Geschäftsführer bzw. Vorstände der einzelnen Tochtergesellschaften für die strategische Leitung und die operative Umsetzung verantwortlich.

Die Hauptproduktionsstandorte des Konzerns befinden sich in Freiberg, Arnstadt und in Hillsboro/USA. Der Vertrieb des Unternehmens ist weltweit mit Standorten in Deutschland, USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Singapur, Japan und Südafrika vertreten. Die Firmenzentrale sowie das Vertriebszentrum der Solarworld AG sind ansässig in Bonn.[35]

Aktie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aktien notierten erstmals am 8. November 1999 im Freiverkehr der Börse Düsseldorf sowie in der Folge auch an anderen deutschen Börsenplätzen. Nach anfänglichem Interesse seitens der Anleger erlebte die Aktie ihren ersten Kursrückgang in den Jahren 2001–2003, stieg dann aber bis November 2007 auf fast 48 Euro. Bedingt durch die weltweite Finanzkrise ab 2007 und die Krise des Unternehmens selbst fiel der Kurs im Laufe der Folgejahre und bis 23. Dezember 2013 auf ein historisches Tief von 0,37 Euro. Dies wiederum führte zu Spekulationen: am 20. Dezember erreichte die Zahl der im XETRA gehandelten Aktien insgesamt fast 2 Millionen Stück.

Im Juni 2003 wurde die Solarworld AG in den Prime Standard der Deutschen Börse aufgenommen. Zeitgleich erfolgt die Aufnahme der Aktie in den internationalen ethisch-ökologischen Natur-Aktien-Index (NAI). Von Dezember 2004 bis März 2013 war die Aktie im TecDax notiert. Im August 2006 wurde die Solarworld AG in den Aktienindex für erneuerbare Energien (RENIXX) aufgenommen und am 4. Juni 2007 in den ÖkoDAX. Außerdem war die Aktie von Anfang an im Photovoltaik Global 30 Index notiert.

Der Streubesitz lag bis zum Kapitalschnitt im Jahre 2013 bei 71 %. Hauptaktionär war Franz Asbeck mit rund 28 %,[36] sein Anteil sank bis Mitte Januar 2014 auf unter 20 %[37] Nachdem im Rahmen der Kapitalmaßnahmen 150 alte Aktien in eine neue Aktie umgetauscht wurden, lag der Kurs einer Aktie im Januar 2014 bei etwa 30 Euro. Ende 2015 lag der Anteil der Aktien im Streubesitz bei 50,2 %.[38] Am 22. Januar 2016 erreichte der Aktienkurs ein historisches Tief mit 4,95 EUR im XETRA.[39]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Konzern lange Zeit Gewinne erzielt hatte und eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 % aufwies, setzte ab 2011 eine negative Entwicklung ein. 2014 erzielte der Konzern erstmals seit 2010 wieder einen Überschuss, was vor allem auf den Schuldenerlass im Rahmen der finanziellen Strukturierung zurückgeht. Dadurch stieg das Eigenkapital stark an.

Ausgewählte Kennzahlen:[40][41][42]

2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Umsatzerlöse (Mio. €) 698,8 900,3 1012,6 1304,7 1046,9 606,4 455,8 573,4 763,5
EBIT (Mio. €) 198,9 260,8 151,8 192,8 −233,2 −620,3 −188,7 62,4[2] -4,2
Gewinn (Mio. €) 113,3 148,7 59,0 87,3 −299,3 −606,3 −228,3 464,2[2] -33,3
Eigenkapital (Mio. €)[1] 691,5 841,1 865,5 922,9 630,8 −11,4 −243,1 238,7 208,9
Bilanzsumme (Mio. €)[1] 1704,5 2120,6 2217,1 2635,3 2277,8 1192,2 931,8 915,3 868,7
Eigenkapitalquote (%)[1] 40,6 39,7 39,0 35,0 27,7 −1,0 −26,1 26,1 24,0
Mitarbeiter[1] 1486 1825 2000 2376 2701 2355 2073 2730 2932
Aufwand für Forschung
und Entwicklung (Mio. €)
10,8 13,0 12,0 19,2 27,2 49,1 26,5 29,0 23,3
[1] Stand am Jahresende; [2] starke positive Sondereffekte durch finanzielle Restrukturierung und Übernahme des Werkes Arnstadt

Nachhaltigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Solaranlage an der Bonner Kennedybrücke, Spende der Solarworld AG (2011)

Seit Gründung hat sich die Solarworld als nachhaltig arbeitendes Unternehmen positioniert. Die Berichterstattung des Konzerns folgt den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI). Seit 2007 veröffentlicht die Solarworld einen integrierten Bericht. Die Solarworld erreicht seitdem das höchste Anwendungsniveau der GRI: A+. Im Jahr 2008 erhielt das Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Als erstes reines Solarunternehmen unterzeichnete die Solarworld 2009 die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC). Damit verpflichtet sich das Unternehmen, bestimmte soziale und ökonomische Aspekte, wie den Schutz vor Diskriminierung oder die Förderung umweltschonender Maßnahmen, auf globaler Ebene in die Unternehmensführung einzubeziehen.

Marke und Werbekampagnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2009 startete die Solarworld AG eine Werbekampagne mit Fußballnationalspieler Lukas Podolski. Durch die von Starregisseur Sönke Wortmann produzierten TV-Werbespots und Plakatkampagnen hat der Konzern seinen Bekanntheitsgrad in Deutschland maßgeblich gesteigert. Von 2010 bis 2012 lief eine Kampagne mit Larry Hagman (bekannt aus der Fernsehserie Dallas), der in den Werbespots seinen Umstieg von Öl auf Solarenergie erklärt. 2012 war ein weiterer Werbespot von SolarWorld unter dem Motto Wir steigern Ihr Bruttosolarprodukt zu sehen. Darsteller sind der Schauspieler Bill Mockridge sowie die Schauspielerin und Kabarettistin Margie Kinsky. 2014 vollzog die SolarWorld, unter dem Motto „Real Value“, einen Relaunch ihres globalen Markenauftritts, welcher 2015 um die internationale Kampagne „40 Jahre Echte Werte“ ergänzt wurde.[43]

Konkurrenzsituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Weltmarkt zeichnen sich die chinesischen Hersteller mit einer aggressiven Preispolitik aus. Unterstützt werden sie dabei offenbar auch von staatlicher Seite. So sollen 2012 Hacker kurz nach einer Klage gegen chinesische Konkurrenten wegen angeblicher Niedrigpreise erfolgreich bei SolarWorld USA in Hillsboro/Oregon eingedrungen sein. Die Spione lasen die Kommunikation des Unternehmens mit seinen Anwälten über die Dumpingklage mit und beschafften sich Informationen über Produktionsverfahren und Herstellungstechniken.[44]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SolarWorld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Solarworld AG: Konzernbericht 2015. Abgerufen am 7. Juni 2016 (PDF; 9,0 MB).
  2. Lithium aus deutschen Landen? Solarworld sucht in Sachsen, ntv, 26. November 2010, aufgerufen 6. Juli 2012.
  3. Wirtschaftswoche: Solarworld kassiert ab. Abgerufen am 31. Januar 2013.
  4. Solarworld AG, kompetenznetz mittelstand, abgerufen am 13. März 2012.
  5. Bonner Presseblog – Bundesumweltminister Röttgen weiht neue Solarwaferfertigung ein
  6. Solarworld setzt auf Forschungs- und Entwicklungszentrum in Freiberg, Silicon-Saxony, 27. September 2010, aufgerufen 26. Juni 2013.
  7. SolarWorld AG eröffnet Deutschlands größte Modulfertigung, Pressemitteilung der Solarworld vom 20. Mai 2011
  8. Solarworld AG: SolarWorld AG plant Übernahmeangebot für deutsche Opel-Standorte. 19. November 2008, abgerufen am 1. Juni 2010.
  9. Der Spiegel: Solarfabrikant Asbeck verblüfft mit Offerte für Opel-Werke. 19. November 2008, abgerufen am 1. Juni 2010.
  10. boerse.ard.de
  11. Der Spiegel: General Motors lässt Solarworld-Chef abblitzen. 19. November 2008, abgerufen am 1. Juni 2010.
  12. Börse Go: Solarworld Umsatz bricht ein abgerufen am 7. Juni 2013.
  13. Solarworld AG: Ad-hoc-Meldung. 24. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2013.
  14. FAZ: Solarworld kämpft um seine Zukunft. 25. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2013.
  15. Der Aktionär: Bilanz-Zündstoff: Solarworld mit großen Problemen. Abgerufen am 31. Januar 2013.
  16. Deutsche Welle: Solarworld ohne Eigenkapital. Archiviert vom Original am 18. April 2013, abgerufen am 31. Januar 2013.
  17. Hauptversammlung 2013
  18. Solar World AG: Ad-hoc-Meldung vom 13. Januar 2014
  19. Solarworld verlangt Opfer von Eigentümern und Gläubigern, Bonner Generalanzeiger, 30. April 2013.
  20. de.reuters.com
  21. Bericht der Berliner Zeitung
  22. Solarworld bekommt ein Ja n-tv.de, 5. August 2013.
  23. Solarworld AG: Konzernbericht 2012. Abgerufen am 29. Januar 2013 (PDF; 7,2 MB).
  24. http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/region/US-Gericht-weist-Solarworld-ab-article3289404.html
  25. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/solarworld-aus-den-usa-droht-weiter-ungemach/13529778-2.html
  26. http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/hemlock-verklagt-ja-solar-auf-921-millionen-us-dollar-schadenersatz_100022786/
  27. solarworld.de
  28. n-tv.de
  29. manager-magazin.de
  30. Solar World AG: Ad-hoc-Meldung vom 26. November 2013
  31. Thüringer Allgemeine: Ausstieg aus Solargeschäft kostet Bosch 130 Millionen Euro, 17. Januar 2014.
  32. http://www.solarworld.de/konzern/investor-relations/news-amp-veroeffentlichungen/ad-hoc-meldungen/ad-hoc-meldungen-detail/article/solarworld-ag-sondertilgung-beider-anleihen-aus-liquiditaetsueberschuss-bedingt-technische-handelsaussetzung
  33. http://www.solarworld.de/fileadmin/sites/sw/ir/pdf/finanzberichte/konzernbericht_2015_de_web.pdf
  34. http://www.solarworld.de/konzern/presse/kurzportrait
  35. http://www.solarworld.de/konzern/der-konzern/standorte-weltweit/
  36. Aktionärsstruktur 2013 auf der Internetseite www.solarworld.de
  37. Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, Ad-hoc-Meldung der Deutschen Börse vom 14. Januar 2014.
  38. http://www.solarworld.de/fileadmin/sites/sw/ir/pdf/finanzberichte/konzernbericht_2015_de_web.pdf
  39. Kursinformation, abgerufen am 10. Juni 2016
  40. Solarworld AG: Konzernbericht 2011. Abgerufen am 23. März 2013 (PDF; 9,0 MB).
  41. Solarworld AG: Konzernbericht 2014. Abgerufen am 5. April 2015 (PDF; 4,6 MB).
  42. Konzernbericht 2015. Solarworld AG, 17. März 2016, abgerufen am 22. März 2016.
  43. http://www.solarworld.de/konzern/der-konzern/konzerngeschichte/unternehmensgeschichte/
  44. Hacker-Vorwürfe aus den USA: Solarworld-Chef geißelt Spionageangriffe aus China, Spiegel Online vom 20. Mai 2014